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Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von krickstadt 
Zitat
Heidekraut
Leipziger Straße ist doch eine der breitesten Straßen, die wir haben. Da könntet ihr sogar einen Teil der Bürgersteige opfern.

Es geht natürlich um den schmalen Teil der Leipziger zwischen Charlottenstraße und Leipziger Platz. Da bekommt man eben zwei Kfz-Spuren je Richtung, eine Straßenbahn auf eigenem Gleiskörper, einen Radweg, Lieferzonen, Parkplätze und einen Bürgersteig mit vernünftiger Breite nicht unter.

Ist doch klar, dass dann die Straßenbahn überhaupt nicht geht und die Radfahrer einen Radweg mit halber Mindestbreite bekommen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.04.2026 14:03 von Nemo.
In schmalen Straßen kann man nun mal keine Mindestbreite realisieren. Was sollen denn die vielen Städte mit mittelalterlichem Kern sagen? Dort gehören pragmatische Lösungen hin und nicht Mobilitätsgesetze.
Zitat
X-Town Traffic
Zitat
Tagesspiegel

Radwegestopp 2.0“: Berliner Koalition streicht zentrale Ziele aus dem Mobilitätsgesetz

Keine Radwege an allen Hauptstraßen, keine Entschärfung von jährlich 30 Unfallschwerpunkten

[www.tagesspiegel.de]

Und Tino Schopf ist.....nicht empört, sonder begrüßt die Änderung: "Da die Option zum Verzicht nun ausdrücklich ins Gesetz geschrieben werde, erwarte er aber, „dass man dort Busspuren oder Straßenbahnstrecken einrichtet“. Die Leipziger Straße sei ein solcher Fall: Dort habe die CDU mit Verweis auf Platzmangel die Straßenbahnplanungen gestoppt, für die schon dreieinhalb Millionen Euro ausgegeben worden seien."

Nun ja, nicht nur für die Leipziger, sondern auch etwa für den seit Jahren verschleppten Umbau der Ehrlichstraße in Karlshorst könnte diese Neuregelung durchaus planungsbeschleunigende Effekte haben, wo ja mit Traberweg und Wandlitzstraße durchaus geeignete Entflechtungsrouten für den Radverkehr zur Verfügung stünden.

Manchmal muss Politik halt schon auch bedeuten, ehedem in bester Absicht eingeführte Vorschriften wieder zu lockern, wenn sie sich in der Praxis als eher kontraproduktiv erwiesen haben. Fraglich ist in concreto allerdings, warum dies jetzt ein paar Wochen vor der AGH-Wahl ohne vorherige breitere Diskussion im Verkehrsausschuss und anderen Fachgremien geschehen muss...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Heidekraut
In schmalen Straßen kann man nun mal keine Mindestbreite realisieren. Was sollen denn die vielen Städte mit mittelalterlichem Kern sagen? Dort gehören pragmatische Lösungen hin und nicht Mobilitätsgesetze.

Viele Städte mit mittelalterlichem Kern setzen vernünftigerweise zumindest dort auf Verkehrsberuhigung, angemessen schmale Kfz-Bereiche und ein gutes Miteinander durch Tempo 30 und/oder Begegnungszonen, wenn es nicht für eine Spur für jede Verkehrsart reicht.

Für jede Stadtstraße mit Bebauung sollte die Standardprüfung sein: sind die Verkehrsträger des Umweltverbunds angemessen in der Form berücksichtigt, dass Bereiche für Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV in angemessener Dimension frei sein. Erst danach kann man ggf. prüfen, ob eine zweite MIV-Spur, Parkplätze oder freiraumgestalterische Maßnahmen für diese spezielle Stelle zielführend sind.
Zitat
Heidekraut
In schmalen Straßen kann man nun mal keine Mindestbreite realisieren. Was sollen denn die vielen Städte mit mittelalterlichem Kern sagen? Dort gehören pragmatische Lösungen hin und nicht Mobilitätsgesetze.

Die Leipziger Straße ist in diesem Abschnitt eine Straße mit fünf Kfz-Fahrstreifen. Das ist ja wohl kein mittelalterlicher Stadtkern.
Zitat
Heidekraut
In schmalen Straßen kann man nun mal keine Mindestbreite realisieren. Was sollen denn die vielen Städte mit mittelalterlichem Kern sagen? Dort gehören pragmatische Lösungen hin und nicht Mobilitätsgesetze.
In Mittelalterlichen Kernen denkt sich auch niemand, dass man dort mehrspurige Hauptstraßen durch baut.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Heidekraut
In schmalen Straßen kann man nun mal keine Mindestbreite realisieren. Was sollen denn die vielen Städte mit mittelalterlichem Kern sagen? Dort gehören pragmatische Lösungen hin und nicht Mobilitätsgesetze.

Im Nikolaiviertel gibt es ja auch pragmatische Lösungen. Darum geht's hier aber gerade nicht
Zitat
marc-j
Die Leipziger Straße ist in diesem Abschnitt eine Straße mit fünf Kfz-Fahrstreifen. Das ist ja wohl kein mittelalterlicher Stadtkern.

Naja, mittelalterlich ist es hier nicht, aber die städtebauliche Grundstruktur sah hier auch keine 60m breite Schneise vor, wie man sie später durch den Abschnitt östlich der Charlottenstraße geschlagen hat und sie wurde natürlich (wie mittelalterliche Stadtkerne) autofrei geplant, so dass sie sich erst deutlich nach der ursprünglichen Planung am Kfz anpassen musste. Den Großteil ihrer Existenz kam sie ohne Kfz aus.
Zitat
Nemo
Zitat
Heidekraut
In schmalen Straßen kann man nun mal keine Mindestbreite realisieren. Was sollen denn die vielen Städte mit mittelalterlichem Kern sagen? Dort gehören pragmatische Lösungen hin und nicht Mobilitätsgesetze.
In Mittelalterlichen Kernen denkt sich auch niemand, dass man dort mehrspurige Hauptstraßen durch baut.

Naja da gab es schon durchaus Pläne mit entsprechenden Abrissen in verschiedenen Städten in Europa und (ohne Mittelalterliche Stadtkerne) Nordamerika...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
def
(...) und die abschnittsweise ersatzlose Stilllegung der 21 ermöglicht hat (...)

Wie das? War es nicht die BVG, die das Planfeststellungsverfahren mehrfach einfach nicht gebacken bekommen hat?

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Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
def
(...) und die abschnittsweise ersatzlose Stilllegung der 21 ermöglicht hat (...)

Wie das? War es nicht die BVG, die das Planfeststellungsverfahren mehrfach einfach nicht gebacken bekommen hat?

Es geht vor allem auch um das "ersatzlos". Nein, eine andere Buslinie, die noch nicht mal im vorgesehenen Umfang fährt, ist kein Ersatz.

Davon abgesehen wäre die Frage, ob nicht durch eine Notreparatur oder ein provisorisches Gleis ein Weiterbetrieb möglich gewesen wäre. Man wollte halt nicht und hat sich für die billigste "Lösung" entschieden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.2026 08:08 von def.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
def
(...) und die abschnittsweise ersatzlose Stilllegung der 21 ermöglicht hat (...)

Wie das? War es nicht die BVG, die das Planfeststellungsverfahren mehrfach einfach nicht gebacken bekommen hat?
Und wer ist die Aufsichtsratsvorsitzende von dem Saftladen, den Du angesprochen hast?
Ich war früher auch der Meinung eine endgültige Stillegung muss genehmigt werden (von wem auch immer). So ist es eine kalte Stillegung. Vom VBB würde ich gerne man was hören zu dieser Praxis. Aber denen ist ja alles egal.
Zitat
Nukebro
Zitat
Nemo
Zitat
Heidekraut
In schmalen Straßen kann man nun mal keine Mindestbreite realisieren. Was sollen denn die vielen Städte mit mittelalterlichem Kern sagen? Dort gehören pragmatische Lösungen hin und nicht Mobilitätsgesetze.
In Mittelalterlichen Kernen denkt sich auch niemand, dass man dort mehrspurige Hauptstraßen durch baut.

Naja da gab es schon durchaus Pläne mit entsprechenden Abrissen in verschiedenen Städten in Europa und (ohne Mittelalterliche Stadtkerne) Nordamerika...

Wieso nur Pläne? Es wurde in etlichen Städten auch realisiert. Nicht nur in Deutschland (u.a. Fankfurt/Main, Köln, Hamburg und ja sogar massiv in Berlin Ost und West), wo zwar die Folgen der 2.Weltkrieg "nachgeholfen" hat - die Schäden wären aber in den meisten Fällen reparierbar gewesen. Sondern auch anderswo zum Teil unter Abriss ganzer Innenstadtquartiere - vom Mittelalter bis Gründerzeit.

Und immerhin ist man ich so mancher Stadt fähig, dieses zu korrigieren - zum Beispiel in Odense/Dänemark, wo man dies zusammen mit der Wiedereinführung der Straßenbahn als Projekt zur Revitalisierung der Innenstadt gesehen hat.
[www.youtube.com]
Das Projekt ist inzwischen umgesetzt und die über einige Jahrzehnte zerschnittene Altstadt von Odense ist wieder zusammengewachsen.
(Ich empfehle, sich in Google Earth die Zeitschichten anzuschauen, da sieht man den Stadtumbau recht eindrucksvoll - konnte dazu keinen Link generieren leider).
[maps.app.goo.gl]
Ganz ehrlich, mir platzt langsam der Kragen…
Ich sehe gerade diese Instagram-Story der CDU Berlin, in der sie sich feiern, weil „endlich“ neue U-Bahn-Wagen kommen und ich frage mich ernsthaft: Für wie dumm halten die uns eigentlich?

Diese Fahrzeuge wurden NICHT von der CDU auf den Weg gebracht. Die Bestellung stammt noch von der vorherigen Regierung aus SPD, Linke und Grünen. Das ist ein alter Beschluss, ein längst angestoßenes Projekt – und jetzt stellt sich die CDU hin und tut so, als wäre das ihr Verdienst? Das ist einfach nur dreist.

Statt wirklich mal etwas Substanzielles für den ÖPNV in dieser Stadt zu tun, schmückt man sich hier mit fremden Federn und verkauft es als eigenen Erfolg. Genau diese Art von Politik macht mich richtig wütend. Es geht hier um eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur für Millionen Menschen und nicht um billige PR-Tricks auf Social Media.

Wer ernsthaft glaubt, dass solche Inszenierungen nicht auffallen, unterschätzt die Leute gewaltig. Die Kommentar Spalte tobt ebenfalls. Ich erwarte von einer Regierung, dass sie Verantwortung übernimmt und tatsächlich etwas voranbringt – und nicht, dass sie sich für Dinge feiern lässt, die andere längst entschieden haben.



So etwas regt mich wirklich auf.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium


Zitat
LariFari
Diese Fahrzeuge wurden NICHT von der CDU auf den Weg gebracht. Die Bestellung stammt noch von der vorherigen Regierung aus SPD, Linke und Grünen. Das ist ein alter Beschluss, ein längst angestoßenes Projekt – und jetzt stellt sich die CDU hin und tut so, als wäre das ihr Verdienst? Das ist einfach nur dreist.

Es ist noch dreister: die CDU möchte die Optionen nicht abrufen. Und so haben wir in zehn Jahren das gleiche Thema wieder.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.2026 15:38 von def.
Zitat
def
Zitat
LariFari
Diese Fahrzeuge wurden NICHT von der CDU auf den Weg gebracht. Die Bestellung stammt noch von der vorherigen Regierung aus SPD, Linke und Grünen. Das ist ein alter Beschluss, ein längst angestoßenes Projekt – und jetzt stellt sich die CDU hin und tut so, als wäre das ihr Verdienst? Das ist einfach nur dreist.

Es ist noch dreister: die CDU möchte die Optionen nicht anrufen. Und so haben wir in zehn Jahren das gleiche Thema wieder.

Man kann doch froh sein, dass man überhaupt neue Fahrzeuge bekommt.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
def
Zitat
LariFari
Diese Fahrzeuge wurden NICHT von der CDU auf den Weg gebracht. Die Bestellung stammt noch von der vorherigen Regierung aus SPD, Linke und Grünen. Das ist ein alter Beschluss, ein längst angestoßenes Projekt – und jetzt stellt sich die CDU hin und tut so, als wäre das ihr Verdienst? Das ist einfach nur dreist.

Es ist noch dreister: die CDU möchte die Optionen nicht anrufen. Und so haben wir in zehn Jahren das gleiche Thema wieder.

Man kann doch froh sein, dass man überhaupt neue Fahrzeuge bekommt.

Ja, nach dem Motto "die alten Wagen sind doch noch gut"... Es geht nur noch Rückwärts. Krass auch, dass es mal wieder ein KI-Foto ist. Da war die Agentur nicht mal in der Lage ein Foto eines echten Zuges in einem echten Bahnhof zu verwenden.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
Durchaus geschickt mit fremden Federn geschmückt. Aber so ist es meist in der Verkehrspolitik. Die Ergebnisse sieht man oft erst nach mehr als einer Legislatur.
Dieses Thema wurde beendet.