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Ausbau des Straßenbahnnetzes unter CDU-SPD-Senat (2023-2026)
geschrieben von Jay 
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Alter Köpenicker
Zitat
Heidekraut
Einwände von 481 Bürgern? so viele hat doch Mahlsdorf gar nicht. 😗

Du meinst, sie haben das Gesinde mitgezählt?

Einwendungen dürfen hier ja nicht nur Bürger erheben. Der Begriff Betroffen ist hier so weit zu fassen, wie möglich, selbst ein Tourist aus irgendwo außerhalb der EU kann betroffen sein und einspruchsberechtigt.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Bestimmt sind auch welche vom Ostkreuz bei.
Moin,

heute wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses folgende parlamentarische Anfrage nebst Antworten veröffentlicht:

Zitat

Anfrage des Abgeordneten Andreas Geisel (SPD) vom 26.6.2025 und Antwort vom 14.7.2025: Tram 21 & 22 in Karlshorst - Wird auch gebaut oder nur verschoben?

Vorbemerkung der Verwaltung: Die Schriftliche Anfrage betrifft zum Teil Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl um eine sachgerechte Antwort bemüht und hat daher die Berliner Verkehrsbetriebe AöR (BVG) um Stellungnahme gebeten, die bei der nachfolgenden Beantwortung berücksichtigt ist.

Frage 1: Welche konkreten Schritte wurden im Jahr 2025 im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Bauarbeiten für das Kehrgleis Blockdammweg unternommen? Wurde ein Vergabeverfahren gestartet? Sind die für das Kehrgleis erforderlichen Weichen bereits bestellt worden?

Antwort zu 1.: Die BVG teilt hierzu mit, dass sie sich in der Erstellung der Ausführungsplanung befindet, woran sich die Erstellung der Leistungsverzeichnisse für die Bauausschreibung anschließt. Dazu erfolgen die Terminabstimmungen mit den beteiligten Leitungsunternehmen, um diese in den Gesamtbauablauf zu integrieren. Eine Bekanntmachung der Bauvergabe wird noch in 2025 stattfinden. Die erforderlichen Weichen sind in einem separaten Vergabeprozess bereits bestellt worden.

Frage 2: Halten die BVG und der Senat weiterhin an der avisierten Inbetriebnahme des Kehrgleises im 2. Quartal 2026 fest? Welche Voraussetzungen müssen dafür bis Ende 2025 erfüllt sein? Wann ist dann mit der Einrichtung der Tramlinie 22 bis zur Endhaltestelle Blockdammweg zu rechnen?

Frage 3: Wann sollen die Bauarbeiten für das Kehrgleis voraussichtlich beginnen?

Antwort zu 2. und 3.: Die Fragen 2 und 3 werden wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Die BVG teilt hierzu mit, dass in Abstimmung mit den Leitungsbetrieben die derzeitige Planung einen Maßnahmenbeginn im März 2026 nach der Frostperiode vorsieht. Voraussichtlich im 2. Quartal 2026 beginnen dann die Arbeiten im Kreuzungsbereich Blockdammweg/Wandlitzstraße/Ehrlichstraße.

Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme hängt vom Bauverlauf, insbesondere den Leitungsumverlegungen, ab. Avisiert ist derzeit, dass das Kehrgleis im Herbst 2026 baulich hergestellt ist und anschließend zeitnah der Linienbetrieb auf der Linie 22 erfolgen kann.

Frage 4: Welche konkreten Auswirkungen auf Verkehr werden im Zuge des Baus des Kehrgleises erwartet?

Antwort zu 4.: Die BVG teilt hierzu mit, dass im ersten Bauabschnitt nach jetzigem Planungsstand mit einer Vollsperrung der Wandlitzstraße in Richtung Blockdammbrücke und einer entsprechenden Umfahrung für den motorisierten Individual-, Fuß- und Radverkehr über die Trautener Straße zu rechnen ist. Zur Verkehrsführungsplanung im weiteren Bauverlauf laufen derzeit noch Abstimmungen. Die BVG wird betroffene Anwohnende und Gewerbetreibende rechtzeitig vorab über baubedingte Einschränkungen per Posteinwurf sowie über die Unternehmenswebsite informieren.

Frage 5: Für wann sind die Grundinstandsetzungsmaßnahmen der Tramgleise für die Linie 21 in der Ehrlichstraße geplant? Wie weit sind hier die Planungen vorangeschritten?

Antwort zu 5.: Die BVG teilt hierzu mit, dass in der Ehrlichstraße 2026 zwingend notwendige Erneuerungen für ca. 1.400 m Gleis stattfinden müssen, um die weitere Betriebssicherheit auf diesem Abschnitt zu gewährleisten. Die BVG nutzt dafür den Sperrzeitraum des Linienverkehrs, der durch den Einbau der Zwischenendstelle Blockdammweg eintritt. Für die Umsetzung der geplanten umfangreichen grundhaften Erneuerung der Gleisanlagen und dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen in der Ehrlichstraße sind noch weitere Planungsschritte und ein Planfeststellungsverfahren notwendig.
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Viele Grüße, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Danke!

Wie passt das eig. zur Sperrung der Strecke in der Boxhagener? Fahren dann 21 und 22 im 10-Min-Takt bis zur Holteistr.?
Wenn, dann im Süden zur Marktstraße, sollte die befürchtete Außerbetriebnahme in der Boxhagener Straße eintreten. Bei allem, was die BVG dazu schreibt, ob einfach nur so (als wenn ...) oder auf konkrete Nachfrage, lässt sie nach wie vor einen gewaltigen Interpretationsspielraum.

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Für mehr Ümläüte!
Zitat
Philipp Borchert
Wenn, dann im Süden zur Marktstraße, sollte die befürchtete Außerbetriebnahme in der Boxhagener Straße eintreten. Bei allem, was die BVG dazu schreibt, ob einfach nur so (als wenn ...) oder auf konkrete Nachfrage, lässt sie nach wie vor einen gewaltigen Interpretationsspielraum.

Auch wenn die Außerbetriebnahme nicht stattfinden sollte, wäre eine Taktverdichtung auf dem zu sanierenden Abschnitt, also eine Verdoppelung des Verschleißes, sogar eher kontraproduktiv hinsichtlich der Haltbarkeit des Abschnitts.

Vielleicht führt man auch die 22 ein, stellt sie dann baustellenbedingt wieder ein und stellt dann fest, dass da niemand mit gefahren ist.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2025 12:01 von Nemo.
Zitat
Tagesspiegel
Straßenbahnausbau verzögert sich noch weiter: Stoppt Schwarz-Rot die nächste Berliner Tramstrecke?

[www.tagesspiegel.de]
Zitat
marc-j
Zitat
Tagesspiegel
Straßenbahnausbau verzögert sich noch weiter: Stoppt Schwarz-Rot die nächste Berliner Tramstrecke?

[www.tagesspiegel.de]

Kurzfassung: Alle Straßenbahnplanungen sind im Moment eingestellt.

Zitat
Tagesspiegel

Planungsmittel für neue Tramstrecken werden nicht genutzt

Der Grund: Die Planungen kommen nicht voran. Wie es in dem Bericht heißt, ist in diesem Jahr bislang für keine der derzeit in Planung befindlichen Strecken auch nur ein Euro an Mitteln abgeflossen. Die für dieses Jahr vorgesehenen Schritte hätten „aufgrund der neuen haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen nicht in vollem Umfang abgeschlossen werden“ können, erklärt die Verkehrsverwaltung dazu.

Zudem hätten „umfangreiche Prüfprozesse und andere Verzögerungen der Planungen“ dazu geführt, dass die bereitgestellten Mittel „nur in deutlich geringerem Umfang“ genutzt werden konnten. Mit anderen Worten: Die Tramplanung ist zuletzt mehr oder weniger zum Stillstand gekommen.

Artikel hier archiviert: [archive.ph]
Jetzt sind wir aber alle überrascht!

Bemerkenswert ist übrigens auch, dass bei einigen Projekten überhaupt kein Geld abgeflossen ist. Es wird nicht langsam geplant, sondern gar nicht geplant.
Da man die UTR ebenso streichen will, ist das doch nur konsequent.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
War Tino Schopf schon entsetzt?
Also „aufgrund der neuen haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen" heißt nichts anderes als dass man sich aktiv entschlossen hat, an diesen Stellen zu sparen. Dahinter verbirgt sich keine Force Majeur, welche das Planungsgeld blockierte, sondern der Entschluss, dass von allen Geldern für Verkehrsprojekte diese Planungsgelder als entbehrlich betrachtet wurden.

Und die "nicht in vollem Umfang abgeschlossenen" Planungsschritte implizieren, dass zumindest in einem Teilumfang Schritte abgeschlossen werden konnten. Wenn aber keine Mittel abgeflossen sind, dann wurden Deliverables und Milestones nicht erreicht, ergo keine Mittel ausgezahlt, welche Teilschritte sollen das denn dann bitte sein?

Glaube es wird Zeit, dass mehr öffentlicher Druck entsteht. Zum Einen zu mehr Transparenz wie diese Entscheidungen getroffen werden. Und zum anderen dass sie überdacht und idealerweise revidiert werden.
Ich wiederhole meine These: es wird in diesem Jahrzehnt kein Meter Straßenbahnstrecke geplant oder gar gebaut, der Straßenbahnausbau ist komplett eingestellt. Die schwarze CDU ist sowieso dagegen, die rote CDU außerhalb des Wahlkamps auch, und den Grünen wird vorgeworfen, dass sie nur zwei Strecken geschafft haben und sich angeblich nur ums Fahrrad kümmern. Und Linke und Grüne als de facto einzige nicht komplett straßenbahnfeindliche Parteien sind weit von einer gemeinsamen Mehrheit entfernt.

Wir können froh sein, wenn das Straßenbahnnetz in seiner heutigen Ausdehnung die nächsten zehn Jahre überlebt (abgesehen vom Abschnitt der 21, der unter großem Schulterzucken der Autosenatorin bald stillgelegt wird). Ich würde nicht darauf wetten, dass 2035 oder gar 2040 noch Straßenbahnen nach Mahlsdorf, Wendenschloß, Friedrichshagen, Rahnsdorf, Schmöckwitz und auf der 21 fahren.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.2025 16:21 von def.
Zitat
def
nach Mahlsdorf, Wendenschloß, Friedrichshagen, Rahnsdorf, Schmöckwitz
...ich fände den Westteil wichtiger.
Zitat
def
Ich wiederhole meine These: es wird in diesem Jahrzehnt kein Meter Straßenbahnstrecke geplant oder gar gebaut, der Straßenbahnausbau ist komplett eingestellt.

Wer müsste eigentlich die Mittel für die angedachte Verlängerung der SRS um ca. 60m aufbringen? Die SRS selber oder würden da auch Gelder aus dem Berliner Haushalt verbaut?
Diese Koalition wird die erste seit Ewigkeiten sein, die in ihrer Amtszeit das Straßenbahnnetz schrumpfen lässt.
Die Quittung für den ganzen Unsinn gibt es nächstes Jahr, ich glaube da dran, auch wenn gleich ziemlich sicher irgendwer schreiben wird, dass ein Weiter-so gewählt werden wird...
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def
Ich wiederhole meine These: es wird in diesem Jahrzehnt kein Meter Straßenbahnstrecke geplant oder gar gebaut, der Straßenbahnausbau ist komplett eingestellt.

In diesem Jahrzehnt? Wann waren nochmal Adlershof II. und Turmstraße...? :-)

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Jumbo
Wer müsste eigentlich die Mittel für die angedachte Verlängerung der SRS um ca. 60m aufbringen? Die SRS selber oder würden da auch Gelder aus dem Berliner Haushalt verbaut?

Dazu müsste @Jay etwas mehr sagen können. Ich meine aber, das sei ein reines SRS-Projekt.

Viele Grüße
Arnd
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Arnd Hellinger
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def
Ich wiederhole meine These: es wird in diesem Jahrzehnt kein Meter Straßenbahnstrecke geplant oder gar gebaut, der Straßenbahnausbau ist komplett eingestellt.

In diesem Jahrzehnt? Wann waren nochmal Adlershof II. und Turmstraße...? :-)

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Jumbo
Wer müsste eigentlich die Mittel für die angedachte Verlängerung der SRS um ca. 60m aufbringen? Die SRS selber oder würden da auch Gelder aus dem Berliner Haushalt verbaut?

Dazu müsste @Jay etwas mehr sagen können. Ich meine aber, das sei ein reines SRS-Projekt.

Es gibt einen gültigen Planfeststellungsbeschluss und entsprechende Fördermittelzusagen vom Land Berlin. Problem sind (wie so oft) die Wasserbetriebe, die ihre Planung erst noch abschließen und umsetzen müssen, bevor der Umbau erfolgen kann. Es wird also erst die nächste Landesregierung sein, die die entsprechenden Gelder zur Verfügung stellen muss.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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Jay
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Arnd Hellinger
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def
Ich wiederhole meine These: es wird in diesem Jahrzehnt kein Meter Straßenbahnstrecke geplant oder gar gebaut, der Straßenbahnausbau ist komplett eingestellt.

In diesem Jahrzehnt? Wann waren nochmal Adlershof II. und Turmstraße...? :-)

Zitat
Jumbo
Wer müsste eigentlich die Mittel für die angedachte Verlängerung der SRS um ca. 60m aufbringen? Die SRS selber oder würden da auch Gelder aus dem Berliner Haushalt verbaut?

Dazu müsste @Jay etwas mehr sagen können. Ich meine aber, das sei ein reines SRS-Projekt.

Es gibt einen gültigen Planfeststellungsbeschluss und entsprechende Fördermittelzusagen vom Land Berlin. Problem sind (wie so oft) die Wasserbetriebe, die ihre Planung erst noch abschließen und umsetzen müssen, bevor der Umbau erfolgen kann. Es wird also erst die nächste Landesregierung sein, die die entsprechenden Gelder zur Verfügung stellen muss.

Gilt so ein Planfeststellungsbeschluss nicht nur 5 Jahre? Wird das dann nicht eng?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
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Jay
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Arnd Hellinger
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def
Ich wiederhole meine These: es wird in diesem Jahrzehnt kein Meter Straßenbahnstrecke geplant oder gar gebaut, der Straßenbahnausbau ist komplett eingestellt.

In diesem Jahrzehnt? Wann waren nochmal Adlershof II. und Turmstraße...? :-)

Zitat
Jumbo
Wer müsste eigentlich die Mittel für die angedachte Verlängerung der SRS um ca. 60m aufbringen? Die SRS selber oder würden da auch Gelder aus dem Berliner Haushalt verbaut?

Dazu müsste @Jay etwas mehr sagen können. Ich meine aber, das sei ein reines SRS-Projekt.

Es gibt einen gültigen Planfeststellungsbeschluss und entsprechende Fördermittelzusagen vom Land Berlin. Problem sind (wie so oft) die Wasserbetriebe, die ihre Planung erst noch abschließen und umsetzen müssen, bevor der Umbau erfolgen kann. Es wird also erst die nächste Landesregierung sein, die die entsprechenden Gelder zur Verfügung stellen muss.

Gilt so ein Planfeststellungsbeschluss nicht nur 5 Jahre? Wird das dann nicht eng?

Man kann diesen im Regelfall einmalig um 5 Jahre verlängern lassen. Oder muss halt pro forma mit den Bauarbeiten beginnen (siehe Heidekrautbahn), damit das Baurecht nicht verfällt.
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