Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Gründächer für Straßenbahn- und Bushaltestellen
geschrieben von der weiße bim 
Zitat
LariFari


Photovoltaik und Dachbegrünung klingen nett, sind aber bislang nur Ideen auf dem Papier. Dass sechs Prototypen bereits existieren, erfährt man nebenbei in einer Anfragebeantwortung; die Öffentlichkeit hat sie bis heute nicht gesehen.

Ganz so ist es nicht. Gab es in der Presse und auch in der Abendschau möchte ich sagen:

[www.bz-berlin.de]
Zitat
tramfahrer
Zitat
LariFari


Photovoltaik und Dachbegrünung klingen nett, sind aber bislang nur Ideen auf dem Papier. Dass sechs Prototypen bereits existieren, erfährt man nebenbei in einer Anfragebeantwortung; die Öffentlichkeit hat sie bis heute nicht gesehen.

Ganz so ist es nicht. Gab es in der Presse und auch in der Abendschau möchte ich sagen:

[www.bz-berlin.de]

Ah danke. Habe ich übersehen. Aber ja, sehr schön. Können sich wieder ein paar Volksvertreter*innen vor dem Häuschen ablichten lassen - das Teil wird dann 3 Jahre getestet, dann wird 3 Jahre über die Finanzierung gestritten, bevor man dann feststellt, dass doch kein Geld da ist. Und dann sind die ersten Nachwende-Wartehäuser fast 40 Jahre alt. Juhu.

-----------
Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
Zitat
LariFari
Zitat
tramfahrer
Zitat
LariFari


Photovoltaik und Dachbegrünung klingen nett, sind aber bislang nur Ideen auf dem Papier. Dass sechs Prototypen bereits existieren, erfährt man nebenbei in einer Anfragebeantwortung; die Öffentlichkeit hat sie bis heute nicht gesehen.

Ganz so ist es nicht. Gab es in der Presse und auch in der Abendschau möchte ich sagen:

[www.bz-berlin.de]

Ah danke. Habe ich übersehen. Aber ja, sehr schön. Können sich wieder ein paar Volksvertreter*innen vor dem Häuschen ablichten lassen - das Teil wird dann 3 Jahre getestet, dann wird 3 Jahre über die Finanzierung gestritten, bevor man dann feststellt, dass doch kein Geld da ist. Und dann sind die ersten Nachwende-Wartehäuser fast 40 Jahre alt. Juhu.

Nicht zu vergessen, dass sich in den sechs Jahren sicher irgendwelche Normen verändern und man nochmal irgendwas prüfen und anpassen muss.
Und am Ende sind die Grünen Out und die Dachbegrünung fällt weg. Bleibt nur noch die Photovoltaik. Ach, die ist ja auch Grün.
Zitat
Heidekraut
Und am Ende sind die Grünen Out und die Dachbegrünung fällt weg. Bleibt nur noch die Photovoltaik. Ach, die ist ja auch Grün.
Nur warum sollte jemand etwas gegen begrünte Dächer haben? Wem schadet sowas? Wer stört sich daran? Das verstehe ich einfach nicht. Nur weil es grün ist?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Recht hast du, es war ja ein Augenzwinkern. Ich wünsche mir im Sommer mehr Schatten, die durchscheinenden Dächer bieten den nicht. Begrünte Dächer wären da eine Wohltat. Und Photovoltaik ist heutzutage so filigran und auch unauffällig, auch das könnte gut klappen. Die Frage bei Gründächern ist sicher, wie gestaltet man das funktional. Wohin fließt das Wasser ab, wieviel Pflege braucht so ein Dach usw. Wie wirkt man der Verschmutzung vor. Ist nur eine Frage für Ingenieure und Architekten.
Zitat
Heidekraut
Recht hast du, es war ja ein Augenzwinkern. Ich wünsche mir im Sommer mehr Schatten, die durchscheinenden Dächer bieten den nicht. Begrünte Dächer wären da eine Wohltat. Und Photovoltaik ist heutzutage so filigran und auch unauffällig, auch das könnte gut klappen. Die Frage bei Gründächern ist sicher, wie gestaltet man das funktional. Wohin fließt das Wasser ab, wieviel Pflege braucht so ein Dach usw. Wie wirkt man der Verschmutzung vor. Ist nur eine Frage für Ingenieure und Architekten.

Wenn du mich fragst (auch wenn mich keiner fragt, aber hey, ich hau’s trotzdem raus ;-)), ist das mit der Dachbegrünung auf Haltestellendächern eigentlich ziemlich easy - zumindest in der Theorie. Ich beschäftige mich gerade beruflich etwas mit dem Thema Fassaden-/Dachbegrünung für eine Bibliothek in einem Innenstadtbezirk.

Das Regenwasser wird, genau wie bei einem „normalen“ Dach, über den Dachrand oder spezielle Abläufe abgeführt. Der Unterschied ist, dass unter der Vegetation eine Drainageschicht eingebaut wird, die das Wasser sammelt und langsam ableitet, damit keine Staunässe entsteht. Diese Schicht sorgt quasi dafür, dass die Pflanzen nicht ersaufen, aber auch nicht vertrocknen.

Darauf kommt dann das spezielle Substrat – leicht und nährstoffarm, damit es nicht zu schwer wird, aber genug Halt und Nährstoffe für die Pflanzen bietet. Wichtig ist, dass das Substrat für die Dachbegrünung speziell entwickelt ist, damit es nicht wegschwemmt und gleichzeitig Wasser speichern kann.

Jetzt zu den Pflanzen, die perfekt für so ein Dach sind: Die Klassiker unter den Begrünungen sind Sedum-Arten (Fetthennen), die sind echte Überlebenskünstler: trockenheitsresistent, hitzetauglich und brauchen fast keinen Pflegeaufwand. Dazu kommen Moose, Gräser und Kräuter wie Thymian oder Lavendel, die auch mit wenig Wasser und Nährstoffen auskommen und zusätzlich noch super aussehen.

Das macht die ganze Konstruktion ziemlich pflegeleicht: Ein- bis zweimal im Jahr checken, ob alles passt, ggf. etwas "Unkraut" (bewusst in Anführungszeichen) entfernen oder ergänzen, fertig. Keine großen Gießaktionen oder Düngen nötig, da die Pflanzen an das harsche Dachklima angepasst sind.

nn. Wenn die Pflanzen hitzebeständig sind und auch mit wenig wasser auskommen, sollte das machbar sein.

-----------
Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
Ich bin sehr für Begrünung, verstehe aber nicht so viel davon wie Du.

Edith: Danke @ BW Steg für die grammatikalische Korrektur.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.06.2025 01:59 von Heidekraut.
Zitat
Heidekraut
Ich bin sehr für Begrünung, verstehe aber nicht so viel davon, wie Du.

Ich hoffe, du meinst das nicht so, wie du es geschrieben hast - dann hieße es, ihr hättet beide keine Ahnung!
Ohne Komma - das Gegenteil: Du, Larifari, verstehst etwas davon, ich, Heidekraut, nicht so viel...

Euch noch einen schönen Abend
Zitat
Heidekraut
Ich bin sehr für Begrünung, verstehe aber nicht so viel davon wie Du.

Edith: Danke @ BW Steg für die grammatikalische Korrektur.

Deswegen habe ich es ja versucht einfach zu erklären :) Liebe Grüße

-----------
Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
Aber ich verstehe es schon richtig, das "Problem" ist nicht die Begrünung und wie die zu installieren und zu pflegen ist, sondern schlicht das bislang veröffentlichte und in Prototypen umgesetzte Design?

Wenn darauf so ein Wert gelegt werden sollte, hätten wir aber im gesamten Stadtgebiet noch ordentlich was zu klären ...

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
"Des Weiteren teilt die BVG mit, dass das gesamte Erneuerungsprogramm der Wartehallen aus den Einnahmen aus Werbung in und an Wartehallen finanziert wird."

Offenbar sind die paar durch Wall vertriebenen City-Light-Poster-Flächen oder die Verträge mit Wall an sich derart lukrativ, dass man solche Vorstellungen haben kann. Ich denke mir jedes Mal, so viele Wartehallen, in denen ausschließlich BVG-Eigenwerbung hängt (also in sämtlichen einst durch die "Draußenwerber", also der BVG-Tochter, vermarkteten Flächen) kann doch unterm Strich kein investierbarer Gewinn rum kommen ... aber da bin ich auch völlig ahnungslos in diesem Bereich.

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
Zitat
Philipp Borchert
"Des Weiteren teilt die BVG mit, dass das gesamte Erneuerungsprogramm der Wartehallen aus den Einnahmen aus Werbung in und an Wartehallen finanziert wird."

Offenbar sind die paar durch Wall vertriebenen City-Light-Poster-Flächen oder die Verträge mit Wall an sich derart lukrativ, dass man solche Vorstellungen haben kann. Ich denke mir jedes Mal, so viele Wartehallen, in denen ausschließlich BVG-Eigenwerbung hängt (also in sämtlichen einst durch die "Draußenwerber", also der BVG-Tochter, vermarkteten Flächen) kann doch unterm Strich kein investierbarer Gewinn rum kommen ... aber da bin ich auch völlig ahnungslos in diesem Bereich.

Die [www.draussenwerber.de] rufen 499 Euro monatlich pro Wartehalle auf, d.h. nach 2-3 Jahren mit Werbeeinnahmen dürften sich die Wartehallen schon refinanziert haben. Auch wenn man berücksichtigt, dass die Hallen noch gereinigt und gepflegt und die Plakate gewechselt werden wollen, dürfte das schon ein einträgliches Geschäft sein.

Für solche Berechnungen ist es wohl ganz praktisch, dass die BVG nicht Besitzerin und Vermarkterin der Werbeflächen ist. Somit sind es keine unmittelbaren In-sich-Geschäfte bei denen die BVG sich selbst die Werbeflächen verkauft und dadurch ihre Wartehallen eben doch quasi mitfinanziert.
Okay, die DRAUSSENWERBER gehören zu JCDecaux.

Die meisten ihrer Flächen in den Wartehallen hat aber dann die BVG für viel Geld gemietet? Denn wie gesagt, in den meisten Wartehallen, die nicht mit City-Light-Postern werben (was in Berlin m.W. allein WALL vermarktet), wirbt seit der Pandemie eigentlich nur noch die BVG selbst.

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
Zitat
LariFari
Das macht die ganze Konstruktion ziemlich pflegeleicht: Ein- bis zweimal im Jahr checken, ob alles passt, ggf. etwas "Unkraut" (bewusst in Anführungszeichen) entfernen oder ergänzen, fertig. Keine großen Gießaktionen oder Düngen nötig, da die Pflanzen an das harsche Dachklima angepasst sind.

Wie weit ist man denn heutzutage gekommen, die Abdichtung nach unten so haltbar hinzubekommen, dass sie die Nutzungsdauer des Häuschens durchhält. Ich erinnere mich an die Problematik der fehlenden Haltbarkeit von Abdichtungen bei vielen Flachdächern mit Begrünung in den 80er/90er Jahren, die für die Eigentümer Der Gebäude eine böse finanzielle Überraschung wegen undichter Flachdächer mit sich brachten.
Zitat
tramfahrer
Zitat
LariFari


Photovoltaik und Dachbegrünung klingen nett, sind aber bislang nur Ideen auf dem Papier. Dass sechs Prototypen bereits existieren, erfährt man nebenbei in einer Anfragebeantwortung; die Öffentlichkeit hat sie bis heute nicht gesehen.

Ganz so ist es nicht. Gab es in der Presse und auch in der Abendschau möchte ich sagen:

[www.bz-berlin.de]

Aber das ist keiner der eigentlich vorgesehenen Prototypen, um die es bei dem BVG-Projekt geht. Jene sind z.B. im diesem Tagesspiegel-Artikel zu sehen (Paywall, aber wie so oft ist das Titelbild sichtbar).

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
Das ist schon ganz ordentlich, wenn auch etwas klobig. Was mich stört, ist, dass man als Passant wenig von dem Grün sieht. Sicher, die Baubehörde, oder deren Architekten nicht einzubinden, ist natürlich sehr kurzsichtig.

Edith: ist bloß die KI 😃



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.06.2025 19:57 von Heidekraut.
Zitat
Heidekraut
Das ist schon ganz ordentlich, wenn auch etwas König. Was mich stört, ist, dass man als Passant wenig von dem Grün sieht.

Wenn diese Wartehallen an Linien mit DD‘s aufgestellt werden (es sind ja noch einige unterwegs, ich habe sie neulich aufgezählt), könntest du von oben drauf gucken.

Ich fürchte allerdings, dass das Grün -wie in Berlin üblich- nicht im erforderlichen Maße gepflegt wird und schnell braun-gammlich aussieht…

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
Zitat
Möckernbrücke


Ich fürchte allerdings, dass das Grün -wie in Berlin üblich- nicht im erforderlichen Maße gepflegt wird und schnell braun-gammlich aussieht…

Der Trick ist dann ja, dass man dort Pflanzen ansiedelt, die keine Pflege und wenig Wasser brauchen. Das wird der Kleingärtner aber sicherlich als ungepflegte Unkrautwiese definieren, obwohl eben gerade Bienen von derartigen Wiesen profitieren würden.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
Möckernbrücke


Ich fürchte allerdings, dass das Grün -wie in Berlin üblich- nicht im erforderlichen Maße gepflegt wird und schnell braun-gammlich aussieht…

Der Trick ist dann ja, dass man dort Pflanzen ansiedelt, die keine Pflege und wenig Wasser brauchen. Das wird der Kleingärtner aber sicherlich als ungepflegte Unkrautwiese definieren, obwohl eben gerade Bienen von derartigen Wiesen profitieren würden.

Nemo, ich weiß Du meinst es gut!

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen