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Stellwerke/ZBS S-Bahn
geschrieben von Jim Knopf vom Niederrhein 
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DerMichael
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Wutzkman
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Latschenkiefer
Die Signale werden über Kupfer angebunden, weil man auch irgendwie den Strom für die Lampen dorthin bekommen muss.

Das ist nun aber überhaupt kein Argument für Kupfer bei den Signalen.

Na, Kupfer für den Strom brauchen die Signale so oder so. Aber ich vermute mal, ein 230V Anschluss mit 50Herz Wechselspannung sollte doch weniger störanfällig sein, als ein Datenkabel.
Die Daten könnte man ja parallel mit LWL übertragen, was dann störungsunempfindlich wäre.
Ich weiß jetzt nicht, ob man bis zum Signal mit Telegrammen arbeitet, aber für die Ansteuerung der Signalbegriffe sollte doch im Prinzip ein Raspberri PI mit LWL-Converter reichen.

230 V über LWL möchte ich sehen. Und dann beantrage ich den Nobelpreis für den Erfinder. :-)

Die modernen Siemens-Signale haben vier Cu-Adern: zwei Adern für die Stromversorgung und zwei Adern für die Datenübertragung.
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Latschenkiefer
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DerMichael
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Wutzkman
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Latschenkiefer
Die Signale werden über Kupfer angebunden, weil man auch irgendwie den Strom für die Lampen dorthin bekommen muss.

Das ist nun aber überhaupt kein Argument für Kupfer bei den Signalen.

Na, Kupfer für den Strom brauchen die Signale so oder so. Aber ich vermute mal, ein 230V Anschluss mit 50Herz Wechselspannung sollte doch weniger störanfällig sein, als ein Datenkabel.
Die Daten könnte man ja parallel mit LWL übertragen, was dann störungsunempfindlich wäre.
Ich weiß jetzt nicht, ob man bis zum Signal mit Telegrammen arbeitet, aber für die Ansteuerung der Signalbegriffe sollte doch im Prinzip ein Raspberri PI mit LWL-Converter reichen.

230 V über LWL möchte ich sehen. Und dann beantrage ich den Nobelpreis für den Erfinder. :-)

Die modernen Siemens-Signale haben vier Cu-Adern: zwei Adern für die Stromversorgung und zwei Adern für die Datenübertragung.
Ist denn das so schwer zu verstehen? Man kann in einem Kabel auch zwei CU-Leiter und eine Glasfaser einbauen. Wer hat denn was von 230V über LWL gesagt?
Es wurde weiter oben gefragt, wieso man überhaupt Kupfer in den Signalkabeln benötigt.
Zitat
Latschenkiefer
Es wurde weiter oben gefragt, wieso man überhaupt Kupfer in den Signalkabeln benötigt.

Ja, aber @Wutzkman dürfte eher auf den Umstand angespielt haben, dass neben Kupfer noch weitere elektrisch gut leitfähige Elemente/Metalle existieren, die mensch in diesen Kabeln verarbeiten könnte...

Viele Grüße
Arnd
Re: Stellwerke/ZBS S-Bahn
28.09.2025 14:52
Zitat
Latschenkiefer
230 V über LWL möchte ich sehen. Und dann beantrage ich den Nobelpreis für den Erfinder. :-)

Müssen es 230 V sein? Es geht doch um LICHTsignale, die könnte man doch direkt an die LICHTwellenleiter anschließen.

OK, der bei der Bahn nötige (und sinnvolle) Rückkanal zur Überwachung fehlt und die Motoren der Weichenantriebe müssten auf Photonenantrieb umgestellt werden, aber sonst … ;-)
Zitat
Jumbo
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Latschenkiefer
230 V über LWL möchte ich sehen. Und dann beantrage ich den Nobelpreis für den Erfinder. :-)

Müssen es 230 V sein? Es geht doch um LICHTsignale, die könnte man doch direkt an die LICHTwellenleiter anschließen.

OK, der bei der Bahn nötige (und sinnvolle) Rückkanal zur Überwachung fehlt und die Motoren der Weichenantriebe müssten auf Photonenantrieb umgestellt werden, aber sonst … ;-)

230V/50Hz ist doch relativ stabil gegenüber äußeren Einflüssen, wenn es nur die Netzspannung für einen Umsetzer ist. Da gibt es ja heutzutage relativ einfache Schaltnetzteile, die die 230V in jede beliebige Spannung wandeln. Das sollten also Produkte von der Stange sein, die man im Prinzip in jedem Mediamarkt kaufen kann.
LWL für die eigentlichen Daten sind auch unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störeinflüssen.
Dann müsste im Prinzip nur die Box am Signal entsprechend geschirmt sein, welche dann die Signale aus den Lichtleitern in das Signalbild auf dem Schirm umsetzt. Es geht ja darum, dass man bei DSTWs die eigentliche Ansteuerung der Signale in die GFKs ausgelagert hat und zwischen STW und GFK eh schon mittels LWL kommuniziert wird. Da braucht es doch auch die Energieversorgung über Kupfer parallel zur LWL.
Zieht man das jetzt bis zum Signal, gibts wahrscheinlich keine Störeinflüsse mehr.
Allerdings sollen die ja mit ETCS L2oS eh ganz verschwinden.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.09.2025 19:47 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
Zieht man das jetzt bis zum Signal, gibts wahrscheinlich keine Störeinflüsse mehr.
Allerdings sollen die ja mit ETCS L2oS eh ganz verschwinden.

Auch Achszählpunkte und Weichen muss man auf Beeinflussung überprüfen. Diese sind absehbar weiterhin erforderlich.
Zitat
DerMichael
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Wutzkman
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Latschenkiefer
Die Signale werden über Kupfer angebunden, weil man auch irgendwie den Strom für die Lampen dorthin bekommen muss.

Das ist nun aber überhaupt kein Argument für Kupfer bei den Signalen.

Na, Kupfer für den Strom brauchen die Signale so oder so. Aber ich vermute mal, ein 230V Anschluss mit 50Herz Wechselspannung sollte doch weniger störanfällig sein, als ein Datenkabel.
Die Daten könnte man ja parallel mit LWL übertragen, was dann störungsunempfindlich wäre.
Ich weiß jetzt nicht, ob man bis zum Signal mit Telegrammen arbeitet, aber für die Ansteuerung der Signalbegriffe sollte doch im Prinzip ein Raspberri PI mit LWL-Converter reichen.

Klar. Aber nur weil Kupfer für den Strom liegt, hat man ja noch keine Datenleitung. Diese wird immer unabhängig von Strom gelegt.
weiß jemand warum es auf S5/S7/S75 in dieser Woche von FR 17.10. bis Mo 27.10. Taktänderungen unter der Überschrift "Arbeiten für das elektronische Stellwerk S7 Ost" gibt ? Das Stellwerk wurde doch vor Jahren in Betrieb genommen. Etwa Kabeltausch ?
Das würde mich auch interessieren.
im Nachbarthread gibt´s Fotos von der Aufstellung der Module für die EStw-UZ Schöneweide [hier]. Danke an die Mitforisten.
Das wird die 16. und letzte EStw-UZ bei der Berliner S-Bahn sein und damit kommt die Einführung von EStw bei der S-Bahn Berlin 2027 zum Abschluss. Die letzten 6 "Alt-Stellwerke" (außer Hauptwerkstatt) gehen dann außer Betrieb. Das 1. EStw bei der Berliner S-Bahn (Westkreuz Stadtbahn) wurde 1993 in Betrieb genommen.
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
im Nachbarthread gibt´s Fotos von der Aufstellung der Module für die EStw-UZ Schöneweide [hier]. Danke an die Mitforisten.
Das wird die 16. und letzte EStw-UZ bei der Berliner S-Bahn sein und damit kommt die Einführung von EStw bei der S-Bahn Berlin 2027 zum Abschluss. Die letzten 6 "Alt-Stellwerke" (außer Hauptwerkstatt) gehen dann außer Betrieb. Das 1. EStw bei der Berliner S-Bahn (Westkreuz Stadtbahn) wurde 1993 in Betrieb genommen.

Wenn die nur 30 Jahre halten, kann man ja jetzt von vorne anfangen.
Re: Stellwerke/ZBS S-Bahn
30.10.2025 20:15
Die ESTWs halten maximal 40 Jahre.

Dafür werden schon die Signalbaufirmen sorgen, damit Ihnen dieses einträgliche Geschäft nicht wegfällt. Notfalls kündigt man die Ersatzteilversorgung auf.
Zitat
M48er
Die ESTWs halten maximal 40 Jahre.

Dafür werden schon die Signalbaufirmen sorgen, damit Ihnen dieses einträgliche Geschäft nicht wegfällt. Notfalls kündigt man die Ersatzteilversorgung auf.

Na dann haben wir ja noch 8 Jahre Zeit ohne ESTW Migration. Und immer schön neue Signale verbauen. Mal ne Frage: wenn die Signale immer weiter nach hinten rutschen, da die neuen ja immer hinter die alten gegründet werden, stehen die dann irgendwann außerhalb des Bahnhofs?

Oder kommt jetzt nach der ZBS-Migration die ETCS L2oS Migration?
Und was macht man dann mit den Balisen im Gleis? Die kann man doch bestimmt auch nicht wiederverwenden, oder?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.10.2025 20:24 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
Wenn die nur 30 Jahre halten, kann man ja jetzt von vorne anfangen.

Zitat
M48er
Die ESTWs halten maximal 40 Jahre.

Dafür werden schon die Signalbaufirmen sorgen, damit Ihnen dieses einträgliche Geschäft nicht wegfällt. Notfalls kündigt man die Ersatzteilversorgung auf.

Jo, "neueste, digitale" Technik muß ja immer wieder "geupdated" werden. Zum Wohle der Hersteller, denn in den Ausschreibungen steht (fast immer bzw. sinngemäß) "da die vorhandene Technik hochgerüstet werden muss und das sehr kompliziert ist, kann nur der Hersteller der Ursprungsanlage beauftragt werden". Und damit kommt bei der S-Bahn Berlin, auch wegen der Schnittstelle zur ZBS, immer nur Siemens zu den Aufträgen. So z.B. auch bei der jetzt anstehenden "Hochrüstung" im EStw Hermannstrasse (Neukölln) von Simis-C auf Simis-D, wieso auch immer, angeblich wegen ZBS. ZBS funktioniert aber tadellos auch mit Simis-C. Man findet in der digitalen Welt eben sehr schnell Gründe, um den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dazu gibt es genug Beispiele aus dem "normalen" Leben.
Ich finde es im Gegenteil bemerkenswert, dass bei der Eisenbahn so viel alte Stellwerkstechnik weiterhin im täglichen und sicherheitsrelevanten (!) Einsatz ist. Alle die schon ein bisschen älter sind, dürfen mal kurz darüber nachdenken, welche Technik aus dem Jahr 1985 bei Ihnen zu Hause noch im täglichen Einsatz ist. Der Commodore 64 sicherlich nicht mehr. Selbst die beste Waschmaschine oder Kühlschrank hat nach 20 Jahren Dauereinsatz meist nur noch Schrottwert.
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
Zitat
DerMichael
Wenn die nur 30 Jahre halten, kann man ja jetzt von vorne anfangen.

Zitat
M48er
Die ESTWs halten maximal 40 Jahre.

Dafür werden schon die Signalbaufirmen sorgen, damit Ihnen dieses einträgliche Geschäft nicht wegfällt. Notfalls kündigt man die Ersatzteilversorgung auf.

Jo, "neueste, digitale" Technik muß ja immer wieder "geupdated" werden. Zum Wohle der Hersteller, denn in den Ausschreibungen steht (fast immer bzw. sinngemäß) "da die vorhandene Technik hochgerüstet werden muss und das sehr kompliziert ist, kann nur der Hersteller der Ursprungsanlage beauftragt werden". Und damit kommt bei der S-Bahn Berlin, auch wegen der Schnittstelle zur ZBS, immer nur Siemens zu den Aufträgen. So z.B. auch bei der jetzt anstehenden "Hochrüstung" im EStw Hermannstrasse (Neukölln) von Simis-C auf Simis-D, wieso auch immer, angeblich wegen ZBS. ZBS funktioniert aber tadellos auch mit Simis-C. Man findet in der digitalen Welt eben sehr schnell Gründe, um den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dazu gibt es genug Beispiele aus dem "normalen" Leben.

Na angeblich gibt es ein Veränderungsverbot von SIMIS-C.
Weiß jemand, ob das Nordkreuz auch „hochgerüstet“ wurde, oder ob man da „nur“ LEUs an die SIMIS-C Signale geschraubt hat? Zumindest wurden da nicht die Signale ersetzt, wie jetzt am Südkreuz.
Ich fürchte, oft kann die Bahn das nicht mehr machen. Der Aufwand ist halt gigantisch. Mal schauen, ob der Umstieg auf DSTW da Besserung bringt. Da soll ja auch viel standardisiert werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.10.2025 07:16 von DerMichael.
Also wenn ich mir so manche Basteleien bei Altstellwerke anschaue, habe ich Zweifel ob das Updaten bzw. Hochrüsten ein alleiniges Problem elektronsicher Stellwerke ist. Man möge mir mal ein betriebsfähiges Altstellwerk zeigen, deren Komponenten alle noch aus dem Tag der IBN stammen. Laufende Instandhaltungen funktionieren ohne Komponententausche nicht, bei allen Bauformen nicht. Von den zahlreichen Erweiterungen (GFM, Blockanpassungen, Tastensperren) ganz zu schweigen. Und SIMIS-C ist nicht gleich SIMIS-C. Die Bauform beinhaltet mindestens 12 Untertypen mit teils verschiedenen Architekturen. Nur weil Stellwerk A einfacher hochgerüstet werden kann, muss das nicht auch für Stellwerk B so gelten.

Zitat
DerMichael
(,,,)

Na angeblich gibt es ein Veränderungsverbot von SIMIS-C.
Weiß jemand, ob das Nordkreuz auch „hochgerüstet“ wurde, oder ob man da „nur“ LEUs an die SIMIS-C Signale geschraubt hat? Zumindest wurden da nicht die Signale ersetzt, wie jetzt am Südkreuz.
Ich fürchte, oft kann die Bahn das nicht mehr machen. Der Aufwand ist halt gigantisch. Mal schauen, ob der Umstieg auf DSTW da Besserung bringt. Da soll ja auch viel standardisiert werden.

Das Umbauverbot ist nicht nur "angeblich", sondern ganz real in der Richtlinie 819.2201 "Bestandstechniken; Umbau-, Neubau- und Erweiterungsverbote sowie Planungseinschränkungen /-vorgaben", Abschnitt 3 enthalten:

Zitat
Richtlinie
Die folgende Planungseinschränkung betrifft elektronische Stellwerke des Herstellers Siemens, Bauart Simis C:
Für Erweiterungen von Bestandsstellwerken dürfen keine zusätzlichen BSTR bzw. Achszählrechner AzSM geplant werden.
Eine projektbezogene Ausnahme der Planungseinschränkung bedarf der Zustimmung der bauartverantwortlichen
Organisation der DB InfraGO AG Zentrale. Eine frühzeitige Abstimmung ist erforderlich.

Es gibt übrigens noch zahlreiche weitere Einschränkungen, insbesondere z.B. Spurplanstellwerke des Herstellers Hitachi (früher SEL) betreffend. Dort wurden Kabel verwendet, die nach zum Teil >60 Jahren zerbröseln. Diese Bauform gibt es aber nur in den gebrauchten Bundesländern. Für Siemens-Spurplanstellwerke gibt es kein generelles Umbauverbot. Aber es gibt auch hier eine Reihe von Stellwerken, die große Probleme machen, vor allem die vereinfachte Bauform DrS2. Auch diese Stellwerke waren niemals auf eine so lange Lebensdauer ausgelegt.
Zitat
Latschenkiefer
Ich finde es im Gegenteil bemerkenswert, dass bei der Eisenbahn so viel alte Stellwerkstechnik weiterhin im täglichen und sicherheitsrelevanten (!) Einsatz ist. Alle die schon ein bisschen älter sind, dürfen mal kurz darüber nachdenken, welche Technik aus dem Jahr 1985 bei Ihnen zu Hause noch im täglichen Einsatz ist. Der Commodore 64 sicherlich nicht mehr. Selbst die beste Waschmaschine oder Kühlschrank hat nach 20 Jahren Dauereinsatz meist nur noch Schrottwert.

Na ja, gerade in der Energie-, verkehrs- und Gebäudetechnik (LSA, Aufzüge, Heizung/Klima, Elektronetze...) sind Lebensdauern zumal kömplexerer Anlagen von 30 oder mehr Jahren nicht so ganz unüblich, weil deren Komplettaustausch eben auch mit erheblichem Aufwand verbunden wäre.

Ach so, die Lokbaureihen 111, 140, 143, 151 und 155 sowie die Wechselstrom-S-Bahn-Baureihe 420 fahren mit ihrer - jedenfalls konzeptionell - teilweise inzwischen bis zu 70 Jahre alten Technik noch immer durchs Land-

Viele Grüße
Arnd
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