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Verkehrslösung Mahlsdorf II. - Alles wieder auf Anfang...?
geschrieben von Arnd Hellinger 
Immerhin hat sie in diesem Fall das Allgemeinwohl vor die Partei gestellt. Ich möchte auch mal loben, wenn es einen Anlass dazu gibt.

Die Gefahr, dass rückgratloser Opportunismus wie von Czajas am Ende AfD und BSW stärkt, sehe ich auch.
Zitat
def
Immerhin hat sie in diesem Fall das Allgemeinwohl vor die Partei gestellt. Ich möchte auch mal loben, wenn es einen Anlass dazu gibt.

Das tat sie wohl nicht grundlos. Wie nämlich der im Nachbarthread heute von Thomas Krickstadt zitierten AGH-Drucksache zu entnehmen ist, läuft mit der Plausibilitätsprüfung der von der BVG eingereichten Unterlagen intern bereits seit November 2024 das PFV. Ich gehe von einer Auslage im März-April 2025 aus.

Spannend wird noch, wie Günther-Wünsch und Czaja-Brüder das ihrer Klientel beibringen... :-)

Viele Grüße
Arnd
So wie immer: Die Grünen!
Was ist denn jetzt eigentlich aus dem Vorhaben geworden, "Ende 2024" das PFV für den BVG-Teil der Verkehrslösung Mahlsdorf mit der öffentlichen Auslage des Plans zu eröffnen? Ich meine, nachdem der Czaja-Clan ja per 23.02.2025 auch noch seinen Einfluss am Platz der Republik 1 in Tiergarten verloren hat, dürfte dem doch eigentlich nichts mehr im Wege stehen...

Viele Grüße
Arnd
Ist der IT-Mensch der Hamburger Umweltbehörde (Träger "UVP-Verbund") noch im Urlaub oder was (oder wer) hindert Frau Bonde und Herrn Falk bitte jetzt immer noch daran, die Planunterlagen öffentlich auslegen zu lassen und damit das Anhörungsverfahren "Verkehrslösung Mahlsdorf" endlich auch formell zu starten...?

Sofern seitens der Geliebten des Kai W. hiergegen Bedenken bestehen, stünde es derselben doch selbstredend frei, diese im Rahmen des gesetzlich definierten Verfahrens gegenüber der Anhörungsbehörde in Schriftform zu artikulieren - dies gülte ebenso, begehrte sie, Planänderungen im Rahmen ihrer Tätigkeit als Leiterin der Senatsbildungsverwaltung (damit als TöB) zu erwirken. Es ist mitnichten erkennbar, woraus nämliche "ehrenwerte Dame" vorliegend irgendeinen Anspruch auf Sonderbehandlung ableiten zu können glaubt.

Was soll also diese unwürdige Verzögerungstaktik?

Viele Grüße
Arnd
Ich hatte vorhin eine Anfrage als Mail an dem Senat für MVKU geschrieben. Mal sehen was oder wann es eine Antwort gibt.

LG Veit



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.2025 14:11 von veit82.
Hallo Leute.


Auf meine Anfrage an den Senat für MVKU bekam ich soeben die Antwort.



Guten Tag,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 10. September sowie Ihr Interesse an der Straßenbahnplanung Berlins.

Das Planfeststellungsverfahren für das Projekt „Verkehrslösung Mahlsdorf“ ist aktuell bei der Vorhabenträgerin (BVG) in der Vorbereitung. Die Unterlagen werden auch durch diese öffentlich ausgelegt. Weitere Informationen finden Sie zu gegebener Zeit auf unserer Website. Diese können Sie hier abrufen: [www.berlin.de].



LG Veit
Gibt es in dieser Sache irgendwelche neuen Ausreden, warum bis dato noch keine Planauslage zum Zwecke des PFV stattgefunden hat bzw. irgendwelche Aussagen, wann diese jetzt stattfinden soll? Oder kam es irgendwann zu christdemokratisch-parteiinternem "Nahverkehr" zwischen Herrn Czaja einerseits sowie den Damen Bonde und Günther-Wünsch, in dessen Ergebnis das hier threadgegenständliche Projekt "im engsten Familienkreis beigesetzt" wurde...?

Viele Grüße
Arnd
Fährt denn die 62 zwischen Köpenick und Mahlsdorf in der Praxis tatsächlich wieder oder gibt es diese angebliche Havarie noch?
Zitat
Nordender
Fährt denn die 62 zwischen Köpenick und Mahlsdorf in der Praxis tatsächlich wieder oder gibt es diese angebliche Havarie noch?

Nein, die 62 fährt normal zwischen Bahnhof Köpenick und Mahlsdorf. Sie ist in der Verkehrszeit der Linie 63 zwischen Köpenick und Mahlsdorf, Rahnsdorfer Str. verdichtet und wird durch die 27 bis Mahlsdorf Süd ergänzt.
Zitat
Nordender
Fährt denn die 62 zwischen Köpenick und Mahlsdorf in der Praxis tatsächlich wieder oder gibt es diese angebliche Havarie noch?

Welche Havarie meinst Du? Da gab es nur die geplanten und bautechnisch unumgänglichen Arbeiten im Auftrag von DB und BWB unter der EÜ Bahnhofstraße Köpenick - davon kommen in 2026/27 aber mindestens noch zwei Neuauflagen...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Nordender
Fährt denn die 62 zwischen Köpenick und Mahlsdorf in der Praxis tatsächlich wieder oder gibt es diese angebliche Havarie noch?

Welche Havarie meinst Du? Da gab es nur die geplanten und bautechnisch unumgänglichen Arbeiten im Auftrag von DB und BWB unter der EÜ Bahnhofstraße Köpenick - davon kommen in 2026/27 aber mindestens noch zwei Neuauflagen...

Er meint die Havarie weswegen der SEV 62 ab Mittelheide eine Umleitung fahren mußte.
Hier nochmal im passenden Thread

Das Projekt »Verkehrslösung Mahlsdorf« kommt auch nach 24 Jahren Planungsgeschichte nur im Zeitlupentempo voran. Sowohl das Planfeststellungsverfahren für die geplante Umgehungsstraße des Ortskerns Mahlsdorf als auch jenes für den zweigleisigen Ausbau der Straßenbahnlinie 62 in der Hönower Straße, um dort endlich einen Zehn-Minuten-Takt und eine gute Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn anbieten zu können.
Linke-Verkehrspolitiker Kristian Ronneburg ist sich sicher, den Grund zu kennen, warum es bei dem seit nun über 24 Jahren geplanten Projekt nicht vorangeht: »Der Senat begräbt die Verkehrslösung Mahlsdorf, weil die aktuelle Wahlkreisabgeordnete zufällig gerade auch noch Bildungssenatorin ist und sich munter in den Fachbereich ihrer Senatskollegin einmischen kann«, sagt er zu »nd«. Das sei »unfassbar«. Schließlich würden »die Fahrgäste der Straßenbahn, wie auch alle anderen Verkehrsteilnehmer*innen, profitieren«.

Mein Text in nd dazu.
Ätzend. Aber die armen Leute die seit 30 Jahren darauf warten, dass man Ihnen die TVO durch die Wuhlheide hackt, da wird dann immer das große Mitleid bekundet. Selber Schuld, wenn man Tram fahren will/muss.
Zitat
nicolaas
Das Projekt »Verkehrslösung Mahlsdorf« kommt auch nach 24 Jahren Planungsgeschichte nur im Zeitlupentempo voran. Sowohl das Planfeststellungsverfahren für die geplante Umgehungsstraße des Ortskerns Mahlsdorf als auch jenes für den zweigleisigen Ausbau der Straßenbahnlinie 62 in der Hönower Straße, um dort endlich einen Zehn-Minuten-Takt und eine gute Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn anbieten zu können.
Linke-Verkehrspolitiker Kristian Ronneburg ist sich sicher, den Grund zu kennen, warum es bei dem seit nun über 24 Jahren geplanten Projekt nicht vorangeht: »Der Senat begräbt die Verkehrslösung Mahlsdorf, weil die aktuelle Wahlkreisabgeordnete zufällig gerade auch noch Bildungssenatorin ist und sich munter in den Fachbereich ihrer Senatskollegin einmischen kann«, sagt er zu »nd«. Das sei »unfassbar«. Schließlich würden »die Fahrgäste der Straßenbahn, wie auch alle anderen Verkehrsteilnehmer*innen, profitieren«.

Mein Text in nd dazu.

Nun ja, die bisher bekannte Planung der BVG könnte allerdings auch ganz "reale" Mängel aufweisen, weil sie weder den fernbahnseitig zweigleisigen Ausbau der Ostbahn (mit damit verbundenen Änderungen an S-/Regionalbahnhof Mahlsdorf und EÜ Hönower Straße) noch den Lückenschluss der Straßenbahn in Richtung Hellersdorf (Riesaer Straße) berücksichtigt. Gerade der Ostbahn kommt derzeit ja im Kontext mit "Rail Baltica" sowie bestimmten anderen Überlegungen, die ich hier nicht vertiefen möchte, wieder höhere Bedeutung zu...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
nicolaas
Das Projekt »Verkehrslösung Mahlsdorf« kommt auch nach 24 Jahren Planungsgeschichte nur im Zeitlupentempo voran. Sowohl das Planfeststellungsverfahren für die geplante Umgehungsstraße des Ortskerns Mahlsdorf als auch jenes für den zweigleisigen Ausbau der Straßenbahnlinie 62 in der Hönower Straße, um dort endlich einen Zehn-Minuten-Takt und eine gute Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn anbieten zu können.
Linke-Verkehrspolitiker Kristian Ronneburg ist sich sicher, den Grund zu kennen, warum es bei dem seit nun über 24 Jahren geplanten Projekt nicht vorangeht: »Der Senat begräbt die Verkehrslösung Mahlsdorf, weil die aktuelle Wahlkreisabgeordnete zufällig gerade auch noch Bildungssenatorin ist und sich munter in den Fachbereich ihrer Senatskollegin einmischen kann«, sagt er zu »nd«. Das sei »unfassbar«. Schließlich würden »die Fahrgäste der Straßenbahn, wie auch alle anderen Verkehrsteilnehmer*innen, profitieren«.

Mein Text in nd dazu.

Nun ja, die bisher bekannte Planung der BVG könnte allerdings auch ganz "reale" Mängel aufweisen, weil sie weder den fernbahnseitig zweigleisigen Ausbau der Ostbahn (mit damit verbundenen Änderungen an S-/Regionalbahnhof Mahlsdorf und EÜ Hönower Straße) noch den Lückenschluss der Straßenbahn in Richtung Hellersdorf (Riesaer Straße) berücksichtigt. Gerade der Ostbahn kommt derzeit ja im Kontext mit "Rail Baltica" sowie bestimmten anderen Überlegungen, die ich hier nicht vertiefen möchte, wieder höhere Bedeutung zu...

Wie kommst du darauf?

Der deutsche Bundestag hat verhindert, dass die Ostbahn in die TEN aufgenommen wird, insofern wäre der bisher nicht beschlossene Ausbau aktuell auch nicht durch EU-Mittel bezuschusst. Die BVG kann nichts berücksichtigen, wozu es keine Entscheidung gibt. Genauso sieht es mit der Verlängerung aus, die aber explizit möglich ist. Insofern sind deine angeblich "realen" Mängel keine Mängel.

Wirklich reale Unstimmigkeiten lassen sich dagegen durchaus in der Planung finden.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Arnd Hellinger

Nun ja, die bisher bekannte Planung der BVG könnte allerdings auch ganz "reale" Mängel aufweisen, weil sie weder den fernbahnseitig zweigleisigen Ausbau der Ostbahn (mit damit verbundenen Änderungen an S-/Regionalbahnhof Mahlsdorf und EÜ Hönower Straße) noch den Lückenschluss der Straßenbahn in Richtung Hellersdorf (Riesaer Straße) berücksichtigt. Gerade der Ostbahn kommt derzeit ja im Kontext mit "Rail Baltica" sowie bestimmten anderen Überlegungen, die ich hier nicht vertiefen möchte, wieder höhere Bedeutung zu...

Quellenstudium hilft ungemein Sachverhalte zu überprüfen, bevor man wild spekulieren muss. Da steht: "Insbesondere sollen die Unterlagen in ihrer Darstellung angepasst werden, »damit Planänderungen während des Planfeststellungsverfahrens nachvollziehbar erkennbar sind«, so die BVG."
Zitat
Jay
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
nicolaas
Das Projekt »Verkehrslösung Mahlsdorf« kommt auch nach 24 Jahren Planungsgeschichte nur im Zeitlupentempo voran. Sowohl das Planfeststellungsverfahren für die geplante Umgehungsstraße des Ortskerns Mahlsdorf als auch jenes für den zweigleisigen Ausbau der Straßenbahnlinie 62 in der Hönower Straße, um dort endlich einen Zehn-Minuten-Takt und eine gute Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn anbieten zu können.
Linke-Verkehrspolitiker Kristian Ronneburg ist sich sicher, den Grund zu kennen, warum es bei dem seit nun über 24 Jahren geplanten Projekt nicht vorangeht: »Der Senat begräbt die Verkehrslösung Mahlsdorf, weil die aktuelle Wahlkreisabgeordnete zufällig gerade auch noch Bildungssenatorin ist und sich munter in den Fachbereich ihrer Senatskollegin einmischen kann«, sagt er zu »nd«. Das sei »unfassbar«. Schließlich würden »die Fahrgäste der Straßenbahn, wie auch alle anderen Verkehrsteilnehmer*innen, profitieren«.

Mein Text in nd dazu.

Nun ja, die bisher bekannte Planung der BVG könnte allerdings auch ganz "reale" Mängel aufweisen, weil sie weder den fernbahnseitig zweigleisigen Ausbau der Ostbahn (mit damit verbundenen Änderungen an S-/Regionalbahnhof Mahlsdorf und EÜ Hönower Straße) noch den Lückenschluss der Straßenbahn in Richtung Hellersdorf (Riesaer Straße) berücksichtigt. Gerade der Ostbahn kommt derzeit ja im Kontext mit "Rail Baltica" sowie bestimmten anderen Überlegungen, die ich hier nicht vertiefen möchte, wieder höhere Bedeutung zu...

Wie kommst du darauf?

Der deutsche Bundestag hat verhindert, dass die Ostbahn in die TEN aufgenommen wird, insofern wäre der bisher nicht beschlossene Ausbau aktuell auch nicht durch EU-Mittel bezuschusst. Die BVG kann nichts berücksichtigen, wozu es keine Entscheidung gibt. Genauso sieht es mit der Verlängerung aus, die aber explizit möglich ist. Insofern sind deine angeblich "realen" Mängel keine Mängel.

Selbst wenn dem so wäre: ich denke, ein Grund, warum Planungsprozesse sich in Deutschland ewig hinziehen ist der Wille, unbedingt alles richtig machen zu wollen und alle Eventualitäten in der Planung zu berücksichtigen. Nur wird man dann eben nie fertig, weil immer noch irgendwas hinzukommt. Irgendwann muss man eben mal einen Schlussstrich ziehen.

Es hilft ja auch niemandem, wenn Planungen sich über Jahrzehnte hinziehen und das Projekt bei seiner Fertigstellung schon veraltet ist - wie die neue Schleifenanlagen am S-Bahnhof Schöneweide mit Vollversiegelung und ohne Sonnenschutz oder jüngst das Leipziger Dreieck in Potsdam. Beide Projekte wären 2002 sicher innovativ gewesen.
Zitat
def
(...)

Selbst wenn dem so wäre: ich denke, ein Grund, warum Planungsprozesse sich in Deutschland ewig hinziehen ist der Wille, unbedingt alles richtig machen zu wollen und alle Eventualitäten in der Planung zu berücksichtigen. Nur wird man dann eben nie fertig, weil immer noch irgendwas hinzukommt. Irgendwann muss man eben mal einen Schlussstrich ziehen.

(...)

Planung kann duchaus schnell und zielgerichtet sein, aber es wird halt schwierig, wenn sich

- Planungsgrundlagen ständig ändern.
- Man eigentlich gar nicht bauen will.
- Man kein Geld zur Verfügung stellt.

i2030 ist ein Musterbeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Und Mahlsdorf spielt ebenfalls in dieser Liga. Wenn die DDR noch 5 Jahre länger durchgehalten hätte, wäre die Strecke vielleicht längst Richtung Hellersdorf durchverbunden
Zitat
Latschenkiefer

- Man eigentlich gar nicht bauen will.

Das ist der Hauptgrund. Alles andere nervt, verlängert die Zeit, würde aber in akzeptablen Zeiten zu Ergebnissen führen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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