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Brückenbauwerk 1 (Marzahner Knoten) 2022-2025
geschrieben von ECG7C 
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Nemo
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Philipp Borchert
Anstelle der BVG würde ich nach der derzeit stattfindenden, maximalen Peinlichkeit, sehr genau überlegen, ob ich nochmal einen Schritt Richtung größer tun sollte (Spoiler: Noch länger bedeutet: noch schwerer).

So lange man noch nicht fahrerfrei fährt, bedeutet mehr Leute in der Bahn immer mehr Wirtschaftlichkeit. Wenn man irgendwann ohne Fahrer fährt, die Personalkosten gegenüber den Fahrzeugkosten deutlich niedriger werden oder die Fahrgäste in Scharen weglaufen, dann kann man über kürzere Züge nachdenken.

Nebenbei verstehe ich nicht, warum es eigentlich keine kuppelbaren Straßenbahnen mit einer Länge von 37,5m gibt.

Es ist auch eine Fragestellung bezüglich Kapazität und Nachfrage. Wir können die Takte auf vielen Strecken nicht beliebig verdichten, die Streckenkapazität ist dann erschöpft. Und auch in Berlin haben wir im Straßenbahnnetz Korridore, wo wir da nahe dran sind. Aber wird brauchen Lösungen, um diese Nachfrage bedienen zu können - und das geht dann effektiv über die Fahrzeuggröße.
Brücke ist fertig, die Strecke befahrbar. Da kann man sie natürlich noch 14 Tage einfach vor sich hinoxidieren lassen.
Zitat
Ingolf
Aber wird brauchen Lösungen, um diese Nachfrage bedienen zu können - und das geht dann effektiv über die Fahrzeuggröße.

Dass die Lösung aber auch sehr enge Grenzen hat, zeigt sich ja nun auch immer wieder vor allem an den neuralgischen Kreuzungen. Haben wir ja nun gerade wieder lesen dürfen - die BVG musste die besonders langen Züge von der M5E abziehen, damit an der LaPe überhaupt noch was voran geht.

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Die paar Schritte kann ich auch fahren.
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Philipp Borchert
Zitat
Ingolf
Aber wird brauchen Lösungen, um diese Nachfrage bedienen zu können - und das geht dann effektiv über die Fahrzeuggröße.

Dass die Lösung aber auch sehr enge Grenzen hat, zeigt sich ja nun auch immer wieder vor allem an den neuralgischen Kreuzungen. Haben wir ja nun gerade wieder lesen dürfen - die BVG musste die besonders langen Züge von der M5E abziehen, damit an der LaPe überhaupt noch was voran geht.

Natürlich hat alles irgendwann seine Grenzen - doch wirklich erreicht sehe ich diese in Berlin bisher nicht erreicht, dass man die nicht lösen kann. Im vorliegenden Fall (Landsberger/Petersburger) haben wir es ja auch im Moment mit baustellenbedingten Einschränkungen zu tun.
Aber selbstverständlich muss man sich die bauliche Infrastruktur und Verkehrsorganisation in diesem Zusammenhang immer mit anschauen. Angefangen von der Stromversorgung über Haltestellenlängen- und breiten (Warteflächen für Fahrgäste) bis hin zu Kapazität /Leistungsfähigkeit von Knoten und vieles andere mehr. Alles in einer normalen Stadt kein Hexenwerk - es gibt beispielsweise Städte/Verkehrsunternehmen, die ihre Knotensignalisierung so angepasst haben, dass sie auf die Länge der nächsten Bahn reagieren kann.
Zitat
Wutzkman
Brücke ist fertig, die Strecke befahrbar. Da kann man sie natürlich noch 14 Tage einfach vor sich hinoxidieren lassen.

Allerdings habe ich - nicht nur in Berlin - in meinen bisher 57 Lebensjahren auch gelernt, dass eine Bahnanlage, die für Laien "fertig und befahrbar" aussieht, dies in technischer und/oder rechtlicher Hinsicht längst noch nicht sein muss - von der BVG-spezifischen Thematik "mitbestimmungspflichtige Fahr- und Dienstpläne" mal ganz abgesehen.

Insofern wäre ich mit derlei Äußerungen evtl. eher etwas zurückhaltender... :-)

Viele Grüße
Arnd
So wie es aussah, war sie auch nicht erst seit gestern fertig.
Wie es aussieht, geht die Brücke am 23. Mai in Betrieb.
Zweimal gingen die Brücken-Bauarbeiten am Marzahner Knoten in die Verlängerung. Doch nun fahren die Linien M6 und 16 wieder durch ins Zentrum.

Habe einen kleinen Artikel in nd dazu gefertigt.
Zitat
Bd2001
Wie es aussieht, geht die Brücke am 23. Mai in Betrieb.

Hat eigentlich zufällig jemand Binder, wie es dort - insbesondere seit gestern - denn jetzt real aussieht...?

Viele Grüße
Arnd
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Arnd Hellinger
Zitat
Bd2001
Wie es aussieht, geht die Brücke am 23. Mai in Betrieb.

Hat eigentlich zufällig jemand Binder, wie es dort - insbesondere seit gestern - denn jetzt real aussieht...?

F8E 8008 am gestrigen Samstag um kurz nach sechs Uhr morgens beim Einschwenken auf das provisorische Gleis Richtung Riesaer Str.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.05.2026 15:42 von bhf-li10317.


Alle drei Bilder stammen von gestern Samstag 23. Mai, aufgenommen um kurz nach 19:00 Uhr. Weil die Sonne schon recht niedrig stand, konnte ich nur in östliche Richtung fotografieren.

Zunächst ein Blick auf die provisorischen Haltestellen mit neuen Wartehäuschen und neuen LED-Laternen. Nur digitale Anzeigen gibt es leider keine.



Die Fahrzeuge schlängeln sich mit entspannten 20 km/h durch die S-Kurven. Hier zu sehen F8E 8004 als M6 nach Hellersdorf, Risaer Straße ...



... und GTZ 2225 als SL62 nach Betriebshof Marzahn.


Ich hoffe die Weichen Rhinstr. bleiben dauerhaft jetzt auch drin.
Zitat
Nordender
Ich hoffe die Weichen Rhinstr. bleiben dauerhaft jetzt auch drin.

Das hoffe ich ja auch sehr, aber unter Bonde, Herz und Falk gewinnen ja leider die BOI*-zentrierten Controller (m/w/d) wieder zunehmend die Oberhand bei der BVG... :-(

* = Betriebswirtschaftlich optimierte Infrastruktur.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Nordender
Ich hoffe die Weichen Rhinstr. bleiben dauerhaft jetzt auch drin.

Das hoffe ich ja auch sehr, aber unter Bonde, Herz und Falk gewinnen ja leider die BOI*-zentrierten Controller (m/w/d) wieder zunehmend die Oberhand bei der BVG... :-(

* = Betriebswirtschaftlich optimierte Infrastruktur.

Weiß nicht, warum immer die Controller:innen am Unglück der Welt schuld sein sollen, die definieren weder die Ziele, die sie kontrollieren, noch entscheiden sie über Maßnahmen oder neue Ziele, wenn von Zielen absehbar abgewichen wird. Deshalb heißt das auch Controlling und nicht zum Beispiel Deciding.
Zitat
def
Weiß nicht, warum immer die Controller:innen am Unglück der Welt schuld sein sollen, die definieren weder die Ziele, die sie kontrollieren, noch entscheiden sie über Maßnahmen oder neue Ziele, wenn von Zielen absehbar abgewichen wird. Deshalb heißt das auch Controlling und nicht zum Beispiel Deciding.

Das ist ja in anderen Verkehrsbereichen auch so: Schuld an der "Abzocke" bei Geschwindigkeitsübertretungen sind auch ausschließlich die Blitzer und allein die Tachometer halten die Automobilisten davon ab, zügig durch die Stadt zu kommen.
Moin,

hier noch eine Pressemitteilung der BVG vom 27. Mai 2026:

Zitat

Freie Fahrt für Straßenbahnen am Verkehrsknoten Marzahn

Straßenbahn fährt wieder durchgehend über die Brücke über die Märkische Allee ● Möglich macht dies eine Sonderkonstruktion

Die Straßenbahnlinien M6 und 16 fahren ab sofort wieder ohne Unterbrechung zwischen Innenstadt und Marzahn. Möglich macht dies eine temporäre Sonderkonstruktion. Nach dem Abriss der eigentlichen Trambrücke hat die BVG ihre Straßenbahngleise provisorisch auf die nördliche Straßenbrücke verlegt und ermöglicht damit einen durchgehenden Verkehr, bis die neue Trambrücke fertiggestellt ist.

Durch diese innovative Übergangslösung steht Zehntausenden Fahrgästen frühzeitig nun wieder eine umsteigefreie Straßenbahnverbindung zur Verfügung. Dies hat bei allen Baumaßnahmen der BVG einen sehr hohen Stellenwert und konnte dank der guten Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt umgesetzt werden.

Die Inbetriebnahme der temporären Gleisverschwenkung (seitliche Verschiebung des Gleisverlaufs) ist ein zentraler Schritt im Zuge der umfangreichen Maßnahmen am Verkehrsknoten Marzahn. Die laufenden Arbeiten dienen der Erneuerung und Modernisierung der bestehenden Infrastruktur und schaffen die Grundlage für eine leistungsfähige und zukunftssichere Verkehrsanbindung im Berliner Osten. Gleichzeitig zeigt die Maßnahme beispielhaft, wie moderne Infrastrukturprojekte in Berlin umgesetzt werden: Bau und Betrieb werden so miteinander verzahnt, dass Einschränkungen für Fahrgäste so gering wie möglich ausfallen.
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Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Danke Thomas.

Was für ein Marketing-Bla

Schade, dass nicht erklärt wird, was daran eine innovative Sonderkonstruktion sein soll. Ohne eine Erklärung ist das doch eine ganz simple, überhaupt nicht seltene baubedingte Verschwenkung...

Und es bleibt die Frage offen, warum diese nicht schon pünktlich zum Abriss der Straßenbahnbrücke eingerichtet wurde. (Der Satz: "Nach dem Abriss..." bedarf für so Laien wie mich schon eine nähere Erläuterung. Ohne diese klingt er nach: Ja in Berlin weiß man nicht, dass Schritt 1 vor Schritt 2 kommt)
Zitat
PassusDuriusculus
Danke Thomas.

Was für ein Marketing-Bla

Schade, dass nicht erklärt wird, was daran eine innovative Sonderkonstruktion sein soll. Ohne eine Erklärung ist das doch eine ganz simple, überhaupt nicht seltene baubedingte Verschwenkung...

Ebend. Eine solche Verschwenkung über eine Brücke hat ein anderer, auch in Berlin fahrender Straßenbahnbetrieb innerhalb von zwei Monaten (August und September 2017) eingerichtet: [www.srs-tram.de] Bei genauerer Betrachtung der Daten waren es sogar nur 5 Tage SEV.
Hätte man sich sparen können, das Rad wurde neu erfunden.
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