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Schöne ÖPNV-Strecken in Potsdam (Bus, Straßenbahn)
geschrieben von ChristianR 
Hallo in die Runde!

Gibt es in Potsdam reizvolle Bus- und/oder Straßenbahn-Linien, die man als ÖPNV-Fan unbedingt mal abfahren sollte, wenn man in der Stadt ist? Gerne natürlich auch verbunden mit ein bisschen "Sightseeing" und sehenswerten Orten in Potsdam. Und: Lohnt sich die Fahrt mit der Fähre F1?

Ich freue mich über jeden Hinweis und jede Empfehlung! Bereits im Voraus vielen Dank!

Grüße
Christian
Reizvoll finde ich die die Heinrich-Mann-Allee, also die Strecke vom Hauptbahnhof nach Bahnhof Rehbrücke. Dort hat die Straßenbahn ihre eigene Allee, d.h. das Gleisbett ist von Bäumen gesäumt, streckenweise hat man auch das Gefühl, man fährt fast durch Wald – und das in der Großstadt entlang einer Hauptverkehrsstraße.
Empfehlenswert ist natürlich die Straßenbahn-Rennstrecke am Anschluss, quer durch die Wohngebiete, über die Nuthe rüber, über Wetzlarer Bahn und Autobahn auf separaten Brücken, ins nächste Wohngebiet. Hier auch noch eine ganz besondere Trassierung - mit eigenem Gleiskörper zwischen Anliegerstraßen, die gleichzeitig auch als Bürgersteig und Haltestellenplattform dienen. Dazu noch zwei der letzten DDR-Haltestellenhäuschen.

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Ein Klassiker wahrscheinlich die Durchfahrt durchs Nauener Tor, auch wenn das dann genau die entgegengesetzte Richtung zu den anderen Tipps ist.
Im Prinzip lohnt es sich, das ganze Straßenbahnnetz einmal abzufahren. Jede Strecke hat ihren Reiz und es ist ja in Potsdam recht überschaubar. Mit dem Bus lohnt sich eine Fahrt auf der Linie 695. Dem gemeinen Touristen sei vielleicht noch dieses Liniennetz empfohlen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Bei der Tram Richtung Norden würde ich die Fahrt nur bis Am Schragen empfehlen, dort kann man sich eine wirklich nette Streckenführung um die sowie die Kolonie Alexandrowka selbst anschauen. Nördlich davon kommen ehrlich gesagt nur sehr monotone Neubaugebiete.

Der Bus zum Park Babelsberg hoch ist sehr hübsch, nach fast zehn Jahren in Potsdam immer noch mein Lieblingspark.

Ansonsten noch mit der RB vom Hbf nach Caputh fahren, landschaftlich reizvoll, und dort gleich noch die Seilfähre mitnehmen: [www.faehre-caputh.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.2024 19:58 von vasarius.
Also ich würde noch ergänzen:
- (Wie schon etwas erwähnt) mit dem 695 oder X15 entlang des Park Sanssouci (mit dem X15 ist vielleicht etwas besser, da dieser auch am Neuen Palais vorbeikommt)
- Mit dem 603 durch die Nauener Vorstadt (auch wenn man aufgrund der Mauer nur Teile des Neuen Gartens sieht).
- Mit dem Regionalzug (ist zwar nicht Bus/Straßenbahn, lohnt sich aber trotzdem) zwischen Hauptbahnhof und Charlottenhof (aufpassen, da nicht alle Züge in Charlottenhof halten) mit schönem Blick über die Neustädter Havelbucht auf Potsdam



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.2024 20:41 von Taktverdichtung.
Nun gut, der 695 fährt durch die (denkmalgeschützte?) Schlagloch Maulbeerallee, der 605 fährt auf der anderen Seiten vom Park Sanssouci am Schloss Charlottenhof vorbei und in der Woche sogar alle 10 Minuten. Auch die Straßenbahn hält ganz in der Nähe. Wer zum Neuen Palais will ist mit dem schneller dort als mit dem 695er, hält der doch wesentlich näher zum Besucher-Zentrum dort. Als Krönenden Abschluss vom Park-Besuch könnte dann noch das Ausflugs-Restaurant am Bürgerbahnhof Park Sanssouci besucht werden – oder hinterm Bahnhof das Garten-Restaurant, bevor entschieden wird wie nach Hause gefahren wird: Mit der Bahn vom Bahnhof darüber, mit dem Bus zurück zum Hauptbahnhof oder nach Pirschheide, um dort in eine Bahn einzusteigen.
Mit dem 692 aus der Innenstadt von Potsdam sieht man außer Alexandrowka nicht viel historisches, der 699 fährt zum Schloß Cecielienhof, aber da dort geschlossen ist sieht man außer Park auch nicht viel. Aber mit einem kleinen Spaziergang ist die Glienicker Brücke wieder erreicht.
Die Linie 697 im Abschnitt Am Schragen - Kaserne Hottengrund ist in jedem Fall lohnenswert. Die Strecke durch das ehemalige Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze ist landschaftlich einmalig.

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Eisern Union!
Vielen Dank an alle für diese tollen Tipps! :-)
Zitat
M69
Die Linie 697 im Abschnitt Am Schragen - Kaserne Hottengrund ist in jedem Fall lohnenswert. Die Strecke durch das ehemalige Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze ist landschaftlich einmalig.

Das lässt sich übrigens bei einer An-/Abreise aus Richtung Berlin mit einer Fahrt mit der BVG-Fähre F10 über den Wannsee verbinden. Abfahrt am Bahnhof Wannsee zur vollen, in Alt-Kladow zur halben Stunde. Wenn das in Kladow nicht passt, bietet sich einer der beiden Biergärten direkt an der Fährstelle für eine Pause an.

Überhaupt ist die Fahrt zwischen Potsdam und Berlin mit S-Bahnen und Regionalzügen am langweiligsten. Ab Wannsee empfiehlt sich neben der Fahrt mit F10 und 697 noch die Fahrt über die Glienicker Brücke (Bus 316) oder über Kohlhasenbrück und die frühere West-Berliner Exklave Steinstücken (Bus 118, in Potsdam dann weiter mit der von Philipp beschriebenen Straßenbahnstrecke Richtung Kirchsteigfeld).



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.05.2024 20:43 von def.
Also wenn das Ziel ist, das Netz zu erkunden und - wenn man schonmal in Potsdam ist - dabei auch etwas Sightseeing zu machen...

...dann ist wirklich das gesamte Straßenbahnnetz erfahrenswert, da hat jeder Ast seine interessanten Besonderheiten (z. B. auch die 93, die an der Glienicker Brücke im Dreieck wendet 😊; und die Glienicker Brücke an sich ist ja auch ein historischer Ort. Oder auch die 91/94 nach Pirschheide, der ex-Hbf von Potsdam ist auch ganz spannend, die breiten Treppen lassen erahnen, was da früher für Menschenmassen umgestiegen sind)
Die 697 hat in Kladow Anschluss zur F10 (und andersherum) 🙂

Ansonsten empfehle ich noch, auch wenn es nur eine kurze Linie ist, einmal mit der 616 zu fahren, um sich die einmalige Siedlungsstruktur von Babelsberg anzuschauen.
Zitat
def
Zitat
M69
Die Linie 697 im Abschnitt Am Schragen - Kaserne Hottengrund ist in jedem Fall lohnenswert. Die Strecke durch das ehemalige Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze ist landschaftlich einmalig.

Das lässt sich übrigens bei einer An-/Abreise aus Richtung Berlin mit einer Fahrt mit der BVG-Fähre F10 über den Wannsee verbinden. Abfahrt am Bahnhof Wannsee zur vollen, in Alt-Kladow zur halben Stunde. Wenn das in Kladow nicht passt, bietet sich einer der beiden Biergärten direkt an der Fährstelle für eine Pause an.

Überhaupt ist die Fahrt zwischen Potsdam und Berlin mit S-Bahnen und Regionalzügen am langweiligsten. Ab Wannsee empfiehlt sich neben der Fahrt mit F10 und 697 noch die Fahrt über die Glienicker Brücke (Bus 316) oder über Kohlhasenbrück und die frühere West-Berliner Exklave Steinstücken (Bus 118, in Potsdam dann weiter mit der von Philipp beschriebenen Straßenbahnstrecke Richtung Kirchsteigfeld).

Oh, das klingt aber wirklich sehr gut! Ich werde tatsächlich aus Berlin kommen und die Glienicker Brücke steht sowieso auf meinem Programm. :-)
Zitat
def
(Bus 118, in Potsdam dann weiter mit der von Philipp beschriebenen Straßenbahnstrecke Richtung Kirchsteigfeld).

Die tolle Straßenbahn-Rennstrecke befindet sich vom 118er aus allerdings in Richtung Stadtzentrum. Nach Kirchsteigfeld ist die Trasse zwar auch noch interessant, aber bei weitem nicht mehr so spektakulär.

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Zitat
Gleisdreiecke
Nun gut, der 695 fährt durch die (denkmalgeschützte?) Schlagloch Maulbeerallee, der 605 fährt auf der anderen Seiten vom Park Sanssouci am Schloss Charlottenhof vorbei und in der Woche sogar alle 10 Minuten. Auch die Straßenbahn hält ganz in der Nähe. Wer zum Neuen Palais will ist mit dem schneller dort als mit dem 695er, hält der doch wesentlich näher zum Besucher-Zentrum dort. Als Krönenden Abschluss vom Park-Besuch könnte dann noch das Ausflugs-Restaurant am Bürgerbahnhof Park Sanssouci besucht werden – oder hinterm Bahnhof das Garten-Restaurant, bevor entschieden wird wie nach Hause gefahren wird: Mit der Bahn vom Bahnhof darüber, mit dem Bus zurück zum Hauptbahnhof oder nach Pirschheide, um dort in eine Bahn einzusteigen.
Mit dem 692 aus der Innenstadt von Potsdam sieht man außer Alexandrowka nicht viel historisches, der 699 fährt zum Schloß Cecielienhof, aber da dort geschlossen ist sieht man außer Park auch nicht viel. Aber mit einem kleinen Spaziergang ist die Glienicker Brücke wieder erreicht.

Zum Schloss Cecilienhof fährt die Linie 603, nicht 699. Seit ein paar Jahren fährt der 695 gar nicht mehr zum Neuen Palais, sondern geradeaus weiter nach Golm. ... nur damit sich ChristianR nicht verfährt. :-)
Zitat
Taktverdichtung
Zitat
Gleisdreiecke
Nun gut, der 695 fährt durch die (denkmalgeschützte?) Schlagloch Maulbeerallee, der 605 fährt auf der anderen Seiten vom Park Sanssouci am Schloss Charlottenhof vorbei und in der Woche sogar alle 10 Minuten. Auch die Straßenbahn hält ganz in der Nähe. Wer zum Neuen Palais will ist mit dem schneller dort als mit dem 695er, hält der doch wesentlich näher zum Besucher-Zentrum dort. Als Krönenden Abschluss vom Park-Besuch könnte dann noch das Ausflugs-Restaurant am Bürgerbahnhof Park Sanssouci besucht werden – oder hinterm Bahnhof das Garten-Restaurant, bevor entschieden wird wie nach Hause gefahren wird: Mit der Bahn vom Bahnhof darüber, mit dem Bus zurück zum Hauptbahnhof oder nach Pirschheide, um dort in eine Bahn einzusteigen.
Mit dem 692 aus der Innenstadt von Potsdam sieht man außer Alexandrowka nicht viel historisches, der 699 fährt zum Schloß Cecielienhof, aber da dort geschlossen ist sieht man außer Park auch nicht viel. Aber mit einem kleinen Spaziergang ist die Glienicker Brücke wieder erreicht.

Zum Schloss Cecilienhof fährt die Linie 603, nicht 699. Seit ein paar Jahren fährt der 695 gar nicht mehr zum Neuen Palais, sondern geradeaus weiter nach Golm. ... nur damit sich ChristianR nicht verfährt. :-)

Herzlichen Dank für den wertvollen Hinweis!

Bis zu meinem Potsdam-Besuch werde ich mich ohnehin noch ein bisschen genauer mit den Netzplänen/Strecken beschäftigen und ggf. nochmal Rückfragen in die Runde werfen. :-)
Zitat
Philipp Borchert
Empfehlenswert ist natürlich die Straßenbahn-Rennstrecke am Anschluss, quer durch die Wohngebiete, über die Nuthe rüber, über Wetzlarer Bahn und Autobahn auf separaten Brücken, ins nächste Wohngebiet. Hier auch noch eine ganz besondere Trassierung - mit eigenem Gleiskörper zwischen Anliegerstraßen, die gleichzeitig auch als Bürgersteig und Haltestellenplattform dienen. Dazu noch zwei der letzten DDR-Haltestellenhäuschen.

Könntest du mir da eventuell noch sagen, welche Linie das ist? :-)
Zitat
ChristianR
Zitat
Philipp Borchert
Empfehlenswert ist natürlich die Straßenbahn-Rennstrecke am Anschluss, quer durch die Wohngebiete, über die Nuthe rüber, über Wetzlarer Bahn und Autobahn auf separaten Brücken, ins nächste Wohngebiet. Hier auch noch eine ganz besondere Trassierung - mit eigenem Gleiskörper zwischen Anliegerstraßen, die gleichzeitig auch als Bürgersteig und Haltestellenplattform dienen. Dazu noch zwei der letzten DDR-Haltestellenhäuschen.

Könntest du mir da eventuell noch sagen, welche Linie das ist? :-)

Das ist die Linie 96 (in der Hauptverkehrszeit auch die Linie 92) nach Marie-Juchacz-Straße.
Zitat
Jumbo
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ChristianR
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Philipp Borchert
Empfehlenswert ist natürlich die Straßenbahn-Rennstrecke am Anschluss, quer durch die Wohngebiete, über die Nuthe rüber, über Wetzlarer Bahn und Autobahn auf separaten Brücken, ins nächste Wohngebiet. Hier auch noch eine ganz besondere Trassierung - mit eigenem Gleiskörper zwischen Anliegerstraßen, die gleichzeitig auch als Bürgersteig und Haltestellenplattform dienen. Dazu noch zwei der letzten DDR-Haltestellenhäuschen.

Könntest du mir da eventuell noch sagen, welche Linie das ist? :-)

Das ist die Linie 96 (in der Hauptverkehrszeit auch die Linie 92) nach Marie-Juchacz-Straße.

Super, herzlichen Dank für die schnelle Antwort!

Dann noch eine letzte Frage: An welchen beiden Haltestellen befinden sich die erwähnten verbliebenen DDR-Haltestellenhäuschen? Die will ich natürlich auf keinen Fall verpassen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.07.2024 09:23 von ChristianR.
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