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Berlin Atlas 2024
geschrieben von M69 
Zitat
Alter Köpenicker
Heute habe ich es endlich geschafft, mir ein Exemplar zu besorgen. Nachdem ich nun etwas darin herumblätterte, stellt sich Ernüchterung ein: Statt einer aktuellen Ausgabe habe ich einen historischen Stadtplan erhalten. Wird denn das Kartenmaterial niemals aktualisiert? Es ist doch nicht damit getan, auf jede neue Ausgabe die aktuelle Jahreszahl draufzuschreiben.

Was ist denn bei Dir nicht aktuell? Ich habe bisher keine wesentlichen Fehler gefunden.
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
Alter Köpenicker
Heute habe ich es endlich geschafft, mir ein Exemplar zu besorgen. Nachdem ich nun etwas darin herumblätterte, stellt sich Ernüchterung ein: Statt einer aktuellen Ausgabe habe ich einen historischen Stadtplan erhalten. Wird denn das Kartenmaterial niemals aktualisiert? Es ist doch nicht damit getan, auf jede neue Ausgabe die aktuelle Jahreszahl draufzuschreiben.

Was ist denn bei Dir nicht aktuell? Ich habe bisher keine wesentlichen Fehler gefunden.

Diverse Straßennamen sind nicht aktuell. Die Audre-Lorde-Straße heißt zum Beispiel immer noch Manteuffelstraße. Als Vogelsdorf und Fredersdorf vor ca. 30 Jahren fusionierten, wurden nunmehr doppelte Straßennamen getilgt, im aktuellen Atlas kann man noch die alten Namen von 1993 lesen. Da soll mich noch einmal jemand anmaulen, wenn ich versehentlich oder weil ich zu faul war, nachzuschlagen, einen alten Straßennamen verwende.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Re: Berlin Atlas 2024
29.06.2024 23:35
Zitat
Alter Köpenicker
Diverse Straßennamen sind nicht aktuell. Die Audre-Lorde-Straße heißt zum Beispiel immer noch Manteuffelstraße.

War auch völlig richtig so. Das behäbige Bezirksamt (hier ist der Platz für Grünen-Bashing...) hat es bis zur Drucklegung auch nicht geschafft, die neuen Schilder aufzuhängen. Die Hausnummern sind auch noch nicht angepasst.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Re: Berlin Atlas 2024
29.06.2024 23:44
Die Umbenennung ist doch trotzdem vollzogen.
Hat nur irgendwie keiner richtig mitbekommen.
Inwieweit und ab wann der BVG dies mitgeteilt wurde ist fraglich.

Bezirk benennt Teil einer Straße um - und kaum jemand merkt es
Re: Berlin Atlas 2024
30.06.2024 00:08
Zitat
GraphXBerlin
Inwieweit und ab wann der BVG dies mitgeteilt wurde ist fraglich.

Das ist überhaupt nicht fraglich. Die BVG erfährt solche Sachen auf dem üblichen Wege (= Veröffentlichung im Amtsblatt).

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Dachte ich mir durchaus. Dann wäre die Frage wann die Deadline zur Abgabe war. 15.September 2023 war die Veröffentlichung des Amtsblattes. Acht Monate später hat der Verkauf gestartet.
Re: Berlin Atlas 2024
30.06.2024 04:32
Das ist völlig Banane, es geht um die Anbringung der Schilder und damit den Vollzug der Umbenennung.

Oder was glaubst, warum die Haltestellen erst im April 2024 umbenannt wurden?

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
Alter Köpenicker
Heute habe ich es endlich geschafft, mir ein Exemplar zu besorgen. Nachdem ich nun etwas darin herumblätterte, stellt sich Ernüchterung ein: Statt einer aktuellen Ausgabe habe ich einen historischen Stadtplan erhalten. Wird denn das Kartenmaterial niemals aktualisiert? Es ist doch nicht damit getan, auf jede neue Ausgabe die aktuelle Jahreszahl draufzuschreiben.

Was ist denn bei Dir nicht aktuell? Ich habe bisher keine wesentlichen Fehler gefunden.

Diverse Straßennamen sind nicht aktuell. Die Audre-Lorde-Straße heißt zum Beispiel immer noch Manteuffelstraße. Als Vogelsdorf und Fredersdorf vor ca. 30 Jahren fusionierten, wurden nunmehr doppelte Straßennamen getilgt, im aktuellen Atlas kann man noch die alten Namen von 1993 lesen. Da soll mich noch einmal jemand anmaulen, wenn ich versehentlich oder weil ich zu faul war, nachzuschlagen, einen alten Straßennamen verwende.

Drucklegung war im Februar 2024, da ist das auch nicht überraschend. Und für Vogelsdorf/Fredersdorf wird man sich vermutlich nicht interessieren, die Fehler werden ja auch in der Online-Version immer noch sein. Wäre sicher hilfreich, sowas bei der BVG direkt mal anzumerken...

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1858-2024
Zitat
B-V 3313
Das ist völlig Banane, es geht um die Anbringung der Schilder und damit den Vollzug der Umbenennung.

Oder was glaubst, warum die Haltestellen erst im April 2024 umbenannt wurden?
Alles o.k. ICH hab mich nicht beschwert...
Re: Berlin Atlas 2024
30.06.2024 15:56
Zitat
B-V 3313
Das ist überhaupt nicht fraglich. Die BVG erfährt solche Sachen auf dem üblichen Wege (= Veröffentlichung im Amtsblatt).

Dann hängt es natürlich auch davon ab, welche Ressourcen man der Kartografieabteilung der BVG zubilligt, um die komplette Kartengrundlage aktuell zu halten.

Es ist durchaus machbar, sämtliche Amtsblätter für Berlin und alle vom Atlas abgedeckten Umlandgemeinden durchzuarbeiten und auf Veröffentlichungen zu Straßenumbenennungen zu prüfen. Allein Berlin hat allerdings in diesem Jahr schon knapp 2.000 Amtsblattseiten produziert, wenn man den gesamten Atlasbereich auf diese Weise aktuell halten will, benötigt man vermutlich mindestens eine Vollzeitstelle allein für diese Aufgabe.

Die Kartengrundlage des Atlas ist meiner Meinung nach (von der punktuellen Aktualität abgesehen) von hervorragender Qualität und wird von weiteren Stadtplänen oder Stadtplandiensten bei weitem nicht erreicht, z.B. was die Hausnummerndarstellung für Straßenabschnitte angeht.

Leider ist es aber offenbar noch ein in mühseliger digitaler Handarbeit erstellter Plan, den man nicht so einfach in die heutige auf konkret digitalisierten Einzelgebäuden basierende Welt überführen kann. Daher stellt sich für mich die Fragen, ob man langfristig diesen Plan weiter entwickeln und in Handarbeit aktuell halten sollte oder ob und wie man diesen Plan in ein geeignetes Format überführen kann, das die vorliegenden und durch amtliche Stellen wie private Dienstleister aktuell gehaltenen Daten nutzt.

Im Grundsatz fände ich eine Karte, die auf OpenStreetMap basiert, in das wiederum aktuelle Daten der Vermessungsämter einfließen sehr sinnvoll. Die BVG oder der VBB könnte sich dann darauf konzentrieren, ihre Informationen aufzubereiten, so dass die Linienführungen im Idealfall tagesaktuell mit Umleitungen und im Einklang mit den Livedaten korrekt dargestellt werden.

Schön wäre es, wenn es gelingen würde, einen Stadtplan von der Darstellungsqualität des BVG-Atlas als Grundlage hinzubekommen. Diese Aufgabe würde ich aber eher bei den Landesvermessungsämtern sehen, die mit Basemap.de schon auf einem guten Weg sind, die Karte aber noch auf den ÖPNV als Grundlage hin optimieren könnten. Auch den Grundansatz von [www.geofabrik.de] mit der Darstellung "OSM bright + ÖPNV" finde ich schon nicht schlecht, aber qualitativ ist beides eben doch noch ein ganzes Stück vom BVG Atlas entfernt. Eher unschön finde ich den Versuch des HVV, seine Linienführungen in eine OSM-basierte Karte einzubinden: [geofox.hvv.de]

Ziemlich gelunden finde ich dabei die Pläne, die das Berliner Unternehmen Baumgardt Consultants [www.baumgardt-online.de] für viele Verkehrsbetriebe bundesweit schon erarbeitet hat.

Zitat
485er-Liebhaber
Und für Vogelsdorf/Fredersdorf wird man sich vermutlich nicht interessieren, die Fehler werden ja auch in der Online-Version immer noch sein. Wäre sicher hilfreich, sowas bei der BVG direkt mal anzumerken...

Die Details in dieser Gemeinde (und vermutlich auch anderen) scheinen bei der Kartenerstellung in der Tat nicht sehr zu interessieren. Es fehlen z.B. auch ganze Neubaugebiete, die es teils schon seit mehr als 20 Jahren gibt. Man muss allerdings auch sagen, dass diese für die jeweilige Linienführung nicht wirklich relevant sind. Es wäre mal interessant zu vergleichen, wie die Aktualität der Pläne in Bereichen ist, in denen in den Umlandgemeinden so viel passiert ist, dass dies zu neuen Linienführungen führte. (z.B. mit Neubaugebieten, die so groß sind, dass sie mindestens eine angepasste Buslinienführung zur Folge hatten) In Potsdam/Golm oder um den BER scheint der Atlas ja deutlich aktueller zu sein als in Vogelsdorf/Fredersdorf, sonst gäbe es dort viele Linien über Ackerflächen.
Zitat

Leider ist es aber offenbar noch ein in mühseliger digitaler Handarbeit erstellter Plan, den man nicht so einfach in die heutige auf konkret digitalisierten Einzelgebäuden basierende Welt überführen kann. Daher stellt sich für mich die Fragen, ob man langfristig diesen Plan weiter entwickeln und in Handarbeit aktuell halten sollte oder ob und wie man diesen Plan in ein geeignetes Format überführen kann, das die vorliegenden und durch amtliche Stellen wie private Dienstleister aktuell gehaltenen Daten nutzt.
Mühselig nur bedingt. Die vorhandene Grafik wird jedesmal händisch angepaßt. Wie soll das auch automatisch gehen? Jede Karte fängt mit einer Vermessung vor Ort an und wird per Hand digitalisiert.
Der Vorteil einer reinen Grafikdatei ist, dass man die Darstellung nach eigenen Wünschen anpassen kann. Man kann wirklich alles bequem an grafischen Informationen nach eigenen Wünschen einpflegen und ist nicht abhängig vom OSM oder GM. Warum ist der BVG-Atlas angenehm zu lesen? Weil die Seiten- bzw. Nebenstraßen alle breit dargestellt sind und auf Hausumrisse verzichtet wird. Beim HVV ist es eigentlich grafisch stümperhaft. Man hat OpenStreetMap genommen und malt einfach die Linien rein. Leider aber auch direkt über (!) die Straßennamen.
Baumgardt-online macht es da schon besser. Leider macht man es sich mit OpenStreetMap sehr bequem als Vorlage. Selbst bei höchster Zoom-Stufe werden viele Namen von Nebenstraßen nicht angezeigt. Die Darstellung der Straßen bei OSM ist halt auch eher suboptimal da natürlich alle Gebäude mit Hausnummer angezeigt werden. Dadurch sind viele Straßen real im Maßstab filigran dargestellt. Für einen Verkehrsatlas nicht die beste Darstellung.
Genau solche Überlegungen waren es m.W., die dazu geführt haben dass die BVG verlautbaren ließ, man wolle sich von der aktuellen Kartografie trennen und etwas neues auf OSM-Basis schaffen. Bislang ist das aus welchen Gründen auch immer unterblieben - sehr zu meiner Freude, denn ich teile alle Aussagen über mir zur grafischen Qualität der BVG-Pläne und dem Vergleich vom HVV.

Baumgart sind natürlich in vielerlei Hinsicht spitze und mutmaßlich auch Marktführer in Deutschland. Auch die schematischen Pläne sind meist exzellent, mit Ausnahme z.B. dem für Chemnitz. Die CVAG hat offenbar die billigste Variante gekauft die wo gibt.

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Re: Berlin Atlas 2024
30.06.2024 23:11
Zitat
GraphXBerlin
Jede Karte fängt mit einer Vermessung vor Ort an und wird per Hand digitalisiert.

Dieser Arbeitsschritt wird aber nun auch nicht für jeden einzelnen Atlas wiederholt, sondern es handelt sich um Daten, die fortgeschrieben werden. Bei der Basemap der amtlichen Vermessung gelingt es ja z.B. schon mal ganz gut, die Straßenbreiten zu überzeichnen und nicht maßstabsgenau darzustellen, nur ist diese halt bisher nicht auf den ÖPNV optimiert.

Bei der HVV-Karte ist m.E. das Hauptproblem, dass hier mittels Leaflet ein zusätzlicher Layer über die übliche OSM-Karte gelegt wird. Leider kann Leaflet meines Wissen seine Layer nicht zwischen die unterschiedlichen OSM-Layer legen, so dass die wünschenswerte Idee, die Straßennamen besser sichtbar zu schreiben, leider scheitert und so die kuriose Situation entsteht, dass gerade dort, wo die Linien entlang führen, die Straßennamen nicht lesbar sind. Dazu kommt, dass die Standarddarstellung von OSM grafisch ohnehin nicht wirklich gelungen ist.

Dennoch würde ich für solche Karten ziemlich sicher auf OSM oder als öffentliches Unternehmen auf eine Kooperation mit der amtlichen Vermesserung setzen, um als Planersteller keine Ressourcen für die Aktualität der Daten zu verschwenden, mit denen ich inhaltlich nichts zu tun habe.
Re: Berlin Atlas 2024
01.07.2024 00:14
Zitat
Lopi2000
Bei der HVV-Karte ist m.E. das Hauptproblem, dass hier mittels Leaflet ein zusätzlicher Layer über die übliche OSM-Karte gelegt wird. Leider kann Leaflet meines Wissen seine Layer nicht zwischen die unterschiedlichen OSM-Layer legen.

Das ist mit Leaflet durchaus möglich, dafür gibt's sogar extra eine Anleitung. Nur müsste es dazu zwei unterschiedliche OSM-Layer geben: einen Layer mit einer „stummen“ OSM-Karte ohne Texte und einen weiteren transparenten Layer, die nur die Texte aus OSM enthält und dann über die Linienverläufe gelegt wird.
So wie es aktuell aussieht, erzeugt der HVV aber nur einen Layer mit allen OSM-Daten und einen weiteren mit den Linienverläufen.
Zitat
485er-Liebhaber
Wäre sicher hilfreich, sowas bei der BVG direkt mal anzumerken...

Meine Erfahrung ist da eine andere. Vor etlichen Jahren habe ich mal ein paar Fehler gemeldet und erfuhr weder eine Resonanz, noch daß etwas geändert wurde.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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