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Görlitzer Bahn: Ausbau Cottbus-Görlitz und Cottbus-Forst
geschrieben von TemperaturBahnfahrer 
Zitat
Philipp Borchert
Definitiv gilt das auch für den Stadtverkehr vor Ort. Allerdings auch auf den Zulaufstrecken in Deutschland, auf denen das Deutschlandticket ja bereits gilt. Da kann also der Streckentarif der CD in Kombination mit einer Tageskarte für vor Ort günstiger sein.

Das mag jetzt ganz sicher so sein. Mein letzter Ausflug in diese Gefilde fand zu Zeiten statt, als es noch kein Deutschlandticket gab. Wir waren daher mit einer Kombination aus Brandenburg-Berlin-Ticket und Euro-Neiße-Ticket unschlagbar günstig unterwegs und bestens bedient.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Besten Dank für die Antworten. Dann schaue ich mir die sanierte Strecke demnächst auch mal an ;)
Wenn Görlitz von Cottbus kommend die Elektrifizierung bekommt, ist dann auch absehbar mit der Elektrifizierung von Dresden kommend zu rechnen?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Wenn Görlitz von Cottbus kommend die Elektrifizierung bekommt, ist dann auch absehbar mit der Elektrifizierung von Dresden kommend zu rechnen?

Hallo, eher nicht. Sachsen ist jetzt wohl dabei, auf den verbliebenden Dieselstrecken dafür zu sorgen, dass die nächste Vergabe mit Batteriezügen erfolgen kann, als eine große Vergabe. Da dafür noch Infrastrukturseitig einiges zu erledigen ist, gibt es wohl Gespräche mit den derzeitigen Betreibern bezüglich der Restlebensdauer/Verfügbarkeit der Desiros bis zur Umstellung auf BEMU irgendwann in den 30ern, ggf. auch entsprechende kurze Übergangsvergaben.

Mit freundlichen Grüßen

Theo
Zitat
Theo333
Zitat
Nukebro
Wenn Görlitz von Cottbus kommend die Elektrifizierung bekommt, ist dann auch absehbar mit der Elektrifizierung von Dresden kommend zu rechnen?

Hallo, eher nicht. Sachsen ist jetzt wohl dabei, auf den verbliebenden Dieselstrecken dafür zu sorgen, dass die nächste Vergabe mit Batteriezügen erfolgen kann, als eine große Vergabe. Da dafür noch Infrastrukturseitig einiges zu erledigen ist, gibt es wohl Gespräche mit den derzeitigen Betreibern bezüglich der Restlebensdauer/Verfügbarkeit der Desiros bis zur Umstellung auf BEMU irgendwann in den 30ern, ggf. auch entsprechende kurze Übergangsvergaben.

In Deutschland ist nämlich die Autobahn von Berlin-Neukölln nach Berlin-Treptow eine bundesweit/überregional bedeutende Infrastruktur, während eine Bahnlinie zwischen einer Landes- und einer Wojewodschaftshauptstadt (und zwei dynamischen Wirtschaftsräumen) ein Lokalvergnügen ist.
Zitat
def
Zitat
Theo333
Zitat
Nukebro
Wenn Görlitz von Cottbus kommend die Elektrifizierung bekommt, ist dann auch absehbar mit der Elektrifizierung von Dresden kommend zu rechnen?

Hallo, eher nicht. Sachsen ist jetzt wohl dabei, auf den verbliebenden Dieselstrecken dafür zu sorgen, dass die nächste Vergabe mit Batteriezügen erfolgen kann, als eine große Vergabe. Da dafür noch Infrastrukturseitig einiges zu erledigen ist, gibt es wohl Gespräche mit den derzeitigen Betreibern bezüglich der Restlebensdauer/Verfügbarkeit der Desiros bis zur Umstellung auf BEMU irgendwann in den 30ern, ggf. auch entsprechende kurze Übergangsvergaben.

In Deutschland ist nämlich die Autobahn von Berlin-Neukölln nach Berlin-Treptow eine bundesweit/überregional bedeutende Infrastruktur, während eine Bahnlinie zwischen einer Landes- und einer Wojewodschaftshauptstadt (und zwei dynamischen Wirtschaftsräumen) ein Lokalvergnügen ist.

Wichtige Dinge sind Bundessache, unwichtige Landes- und Kommunalsache. Es war dann wohl ein großer Fehler 1949 eine Bundesbahn zu erschaffen und 1920 eine Reichsbahn.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wenn man bedenkt dass angeblich die Strecke Dresden-Görlitz auf der "Liste" gestanden hätte die in der DDR elektrifiziert worden wären, wenn sie nicht pleite gegangen wäre...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Wenn man bedenkt dass angeblich die Strecke Dresden-Görlitz auf der "Liste" gestanden hätte die in der DDR elektrifiziert worden wären, wenn sie nicht pleite gegangen wäre...

Nicht nur angeblich. Die Strecke war im Fünfjahrplan 1990-1995 fest eingeplant. Der Abschnitt Dresden - Bautzen sollte 5/96 und der Abschnitt Bautzen - Görlitz 5/97 in Betrieb gehen.
Zitat
Nemo
Wichtige Dinge sind Bundessache, unwichtige Landes- und Kommunalsache. Es war dann wohl ein großer Fehler 1949 eine Bundesbahn zu erschaffen und 1920 eine Reichsbahn.

Die Finanzierung der Schieneninfrastruktur ist in letzter Zeit wieder heftig umstritten.
Immerhin haben sich sieben Bahnverbände im letzten Jahr auf ein Strategiepapier verständigt: [www.allianz-pro-schiene.de]
Berlin - Görlitz hatte es dank Energiewirtschafts-Umstrukturierung der Niederlausitz in den Bundesverkehrswegeplan geschafft, für Dresden - Görlitz kam seinerzeit das Ende der DDR zu früh.

so long

Mario
Mitte der 80er hat man sogar in Görlitz und Schlauroth die noch stehenden Turmmaste der Vorkriegszeit überprüft und teilweise für gut befunden, die wurden farblich markiert. Dazu gab es einen kurzen Artikel in der Fahrt frei.
Auch das Gebäude des Gleichrichterwerks sollte wieder genutzt werden, wahrscheinlich wurde mittlerweile alles abgerissen.
Zitat
Nordender

Auch das Gebäude des Gleichrichterwerks sollte wieder genutzt werden, wahrscheinlich wurde mittlerweile alles abgerissen.

War das nicht eher ein Unterwerk? Man hat ja damals in D bei der Bahn nicht mit Gleichstrom gearbeitet.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Keine Ahnung, es könnte auch ein Unterwerk gewesen sein. Erstaunlich ist das es überhaupt noch Relikte der Alt-Oberleitung gab.
Zitat
Nordender
Keine Ahnung, es könnte auch ein Unterwerk gewesen sein. Erstaunlich ist das es überhaupt noch Relikte der Alt-Oberleitung gab.

Die Demontierung der Infrastruktur war ja alles andere als behutsam und wohlorganisiert. Angeblich lagen nicht unerhebliche Teile der demontierten Anlagen nach der Ankunft in der UdSSR jahrelang ungenutzt herum und sind dadurch teilweise unbrauchbar geworden. Wir können froh sein, dass die Westalliierten keine derartigen Späße mit dem Eisenbahnnetz angestellt haben...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
X-Town Traffic
Wie ist denn der Tarif auf der Strecke? Bis Hradek gilt das D-Ticket, das habe ich schon rausgefunden. Von Hradek bis Liberec verlangt Bahn.de 33€ (beim Betreiber Trilex wird man auf ZVON verwiesen und von dort wiedrum zur DB). Bei České dráhy sind es online umgerechnet ~2,50€.

Die Antwort ist "je nachdem". ;-)

Was du bei den ČD kaufen kannst ist der tschechische, betreiberübergreifende Einheitstarif "OneTicket" für 60 CZK.

Im Zug bei der DLB kriegst du den trilex-Haustarif, 56 CZK.

Allerdings liegt die gesamte Strecke zwischen Hradek nad Nisou und Liberec im Verkehrsverbund IDOL, das Ticket (erhältlich über die verbundeigene App "idolka) kostet 45 CZK, gilt als Verbund-Ticket dann aber auch noch für Straßenbahn und Bus in Liberec.


Zitat

Leider sind in Zittau nur 4 Min zum Umsteigen eingeplant, also keine Zeit einen Automaten aufzusuchen. Kann man Tickets auch im Zug kaufen (mit Karte/oder Bar in €)?
In Zittau gibt es keine Automaten. ;-)

Die DLB verkauft problemlos im Zug. Euro und Tschechische Kronen werden problemlos angenommen, Karte hab ich noch nicht probiert.

Das hier auch genannte Euro-Neiße-Ticket kann man übrigens auch dort im Zug kaufen, ab Hradek aber in der tschechischen Variante.

Tageskarte 1 Person 380 CZK (3 Tage für 700 CZK), 2 Personen 540 CZK (3 Tage 1050 CZK), 3 Personen 620 CZK (3 Tage 1160 CZK), 4 Personen 700 CZK (3 Tage 1270 CZK), 5 Personen 790 CZK (3 Tage 1400 CZK)

Zusätzlich kann für jeweils 110 CZK eine Tageskarte für ein Fahrrad oder einen Hund gelöst werden.

Das wäre aber für eine Tagestour nach Liberec ein weniger übertrieben. Damit könnte man aber zum Beispiel ab Liberec noch weiter nach Szklarska Poręba Górna.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.01.2026 17:56 von fatabbot.
Zitat
Nemo
Zitat
Nordender

Auch das Gebäude des Gleichrichterwerks sollte wieder genutzt werden, wahrscheinlich wurde mittlerweile alles abgerissen.

War das nicht eher ein Unterwerk? Man hat ja damals in D bei der Bahn nicht mit Gleichstrom gearbeitet.

Das Niederschlesische Bahnstromnetz wurde ab 1914 aus dem Bahnkraftwerk im Mittelsteine versorgt, das östlich in einiger Entfernung von den zuerst elektrifizierten Strecken lag und schlesische Steinkohle verstromte. 80 kV Einphasenwechselstrom-Hochspannungsleitungen verbanden es mit mehreren Umformerwerken. Das westlichste war in Lauban. Die Umformerwerke wandelten die 80 kV zu 15 kV Fahrleitungsspannung. In Görlitz am westlichen Ende des Netzes gab es 15 kV Schaltanlagen für den Bahnhofsbereich und den kurzen elektrifizierten Streckenabschnitt bis Schlauroth.
Das Unterwerk Görlitz sollte später über eine 100 kV - Freileitung aus dem Kraftwerk Hirschfelde im Oberlausitzer Braunkohlenrevier versorgt und damit die Elektrifizierung fortgesetzt werden. Siehe [elektrischer-zugbetrieb.de] und einer dort gezeigten Übersichtskarte der bestehenden und geplanten schlesischen Bahnenergieversorgungsanlagen:



Die Zeichnung stammt aus den Unterlagen zur "2. Weltkraftkonferenz", die vom 16. bis 25. Juni 1930 in Berlin tagte und an der über 3900 registrierte Fachleute aus aller Welt teilnahmen. Sozusagen ein Vorläufer der "World Energy Conference" (WEC).

so long

Mario
Radio Lausitz schreibt heute in der Online-Ausgabe dass es frühestens 2041 schnellen und elektrifizierten Zugbetrieb zwischen Cottbus und Görlitz geben werde.
Hauptgrund ist, dass die rund 100 Kilometer lange Strecke in 3 Planungsabschnitte unterteilt wird, für die jeweils ein eigenes Planung- und Genehmigungsverfahren nötig ist.

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Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Stefan Metze
Radio Lausitz schreibt heute in der Online-Ausgabe dass es frühestens 2041 schnellen und elektrifizierten Zugbetrieb zwischen Cottbus und Görlitz geben werde.
Hauptgrund ist, dass die rund 100 Kilometer lange Strecke in 3 Planungsabschnitte unterteilt wird, für die jeweils ein eigenes Planung- und Genehmigungsverfahren nötig ist.

Langsam kommen wir in Zeiträume, wo man sich fragen muss, ob man das noch erlebt.
40 ist das neue 30.

...


Also...
2040 ist das neue 2030
Zitat
PassusDuriusculus
2040 ist das neue 2030

Tja, da sind unsere Nachbarn etwas schneller. DB und PKP elektrifizieren schon mal die Anschlusstrecke bis Görlitz Hbf., siehe: Sächsische Zeitung (archiviert)
Allerdings verschiebt sich laut dieser Zeitungsmeldung auch hier die Fertigstellung von Dezember 2026 auf Herbst 2027. Als Hauptgrund wird die komplizierte Ausrüstung mit Zugsicherung ETCS genannt.
Die frühere 15 kV - Oberleitung der preußischen Eisenbahnstrecken zwischen Breslau und Görlitz bestand bis 1945, danach wurde die Ausrüstung von der Sowjetunion als Reparationsgut demontiert und nach Russland gebracht, aber dort nie genutzt. Der elektrische Betrieb ging bis Schlauroth westlich von Görlitz, an der seit 1815 bestehenden Landesgrenze zwischen Sachsen und der preußischen Provinz Schlesien.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Allerdings verschiebt sich laut dieser Zeitungsmeldung auch hier die Fertigstellung von Dezember 2026 auf Herbst 2027. Als Hauptgrund wird die komplizierte Ausrüstung mit Zugsicherung ETCS genannt.

Als weiterer Grund wird der erforderliche Neubau des Personentunnels genannt:

Zitat
Sächsische.de
„Bei Untersuchungen zum Personentunnel stellten wir im Vorfeld fest, dass nicht nur die Überbauten, sondern auch die Widerlager vollständig erneuert werden müssen“, heißt es in der jetzigen Mitteilung der Bahn. Dadurch sei ein kompletter Neubau des Personentunnels zwischen den Gleisen 3 und 7 erforderlich. Der Personentunnel ist der Durchgang, der von der Bahnhofshalle zu den Gleisen und auch zum Südausgang führt. Er wird da, wo die Gleise 3 und 4 verlaufen, für mehrere Monate gesperrt. Ursprünglich war geplant, dass er während der gesamten Bauzeit geöffnet bleiben kann.
Die Arbeiten am Personentunnel beginnen im Herbst.

Wie aus der Grafik aus dem Original-SZ-Artikel zu entnehmen ist (leider nicht mit archiviert), soll es dann insgesamt 8 Bahnsteiggleise geben. Für einen Bahnhof mit (momentan zumindest) max. 7 Abfahrten pro Stunde schon ordentlich. 👍 Aber vielleicht kommt ja in Zukunft noch Fernverkehr hinzu...

Aktuell übrigens recht kurzfristig angekündigte (stand vor 1 Monat zumindest noch nicht in der Fahrplanauskunft) Bauarbeiten auf der RB65 [www.odeg.de]
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