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S-Bahn Berlin Ausschreibung Stadtbahn + Nord/Süd ab Oktober 2024
geschrieben von Leyla 
Zitat
der weiße bim
Jetzt kommt die Zeit der Alstom-Rechtsanwälte ;-)

Die sollen dann bitte erst einmal die Zuverlässigkeit ihres Mandanten nachweisen. Selbst gegenüber Amtrak (US-amerikanische "Bundesbahn") ist die Firma mit ihren Hochgeschwindigkeitszügen der 2. Generation mittlerweile schon mehrere Jahre im Lieferverzug - die LNVG Niedersachsen und DB Regio Nord warten auf ihre Züge für das RE-Kreuz Bremen...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
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der weiße bim
Jetzt kommt die Zeit der Alstom-Rechtsanwälte ;-)

Die sollen dann bitte erst einmal die Zuverlässigkeit ihres Mandanten nachweisen. Selbst gegenüber Amtrak (US-amerikanische "Bundesbahn") ist die Firma mit ihren Hochgeschwindigkeitszügen der 2. Generation mittlerweile schon mehrere Jahre im Lieferverzug - die LNVG Niedersachsen und DB Regio Nord warten auf ihre Züge für das RE-Kreuz Bremen...

Dann schauen wir mal nach Berlin. Da liefert diese Firma zuverlässig und termintreu Flexities aus während der Gewinner der Ausschreibung mit jahrelanger Lieferverzögerung bei den U-Bahnen für die BVG glänzt.
Zitat
der weiße bim
Jetzt kommt die Zeit der Alstom-Rechtsanwälte ;-)

Und wahrscheinlich geht es dann am Ende trotzdem schneller, als wenn Alstom die Züge geliefert hätte. Immerhin haben die ja wirklich überall massive Lieferverzögerungen. Deswegen wundert es mich auch, dass die sich überhaupt noch irgendwo bewerben, obwohl sie ja eh nicht in der Lage sind pünktlich zu liefern. Die müssen die Strafzahlungen ja schon fest einkalkuliert haben.
Zitat
Bd2001
Zitat
Arnd Hellinger
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der weiße bim
Jetzt kommt die Zeit der Alstom-Rechtsanwälte ;-)

Die sollen dann bitte erst einmal die Zuverlässigkeit ihres Mandanten nachweisen. Selbst gegenüber Amtrak (US-amerikanische "Bundesbahn") ist die Firma mit ihren Hochgeschwindigkeitszügen der 2. Generation mittlerweile schon mehrere Jahre im Lieferverzug - die LNVG Niedersachsen und DB Regio Nord warten auf ihre Züge für das RE-Kreuz Bremen...

Dann schauen wir mal nach Berlin. Da liefert diese Firma zuverlässig und termintreu Flexities aus während der Gewinner der Ausschreibung mit jahrelanger Lieferverzögerung bei den U-Bahnen für die BVG glänzt.

Bitte was? Die Urbanliner hätten doch eigentlich schon ab Mitte 2023 geliefert und in 2024 eingesetzt werden sollen...

Viele Grüße
Arnd
Die Gesamtkonstruktion S-Bahn, so wie sie einst konzipiert und realisiert wurde zu zerschlagen und von verschiedenen Betreibern zu managen, war von Anfang an eine grüne Schnapsidee. Nicht die einzige übrigens. Demnächst gründen wir wieder verschiedene Straßenbahngesellschaften, vielleicht wird's dann was mit der Tram in Spandau?
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Bd2001
Dann schauen wir mal nach Berlin. Da liefert diese Firma zuverlässig und termintreu Flexities aus während der Gewinner der Ausschreibung mit jahrelanger Lieferverzögerung bei den U-Bahnen für die BVG glänzt.

Bitte was? Die Urbanliner hätten doch eigentlich schon ab Mitte 2023 geliefert und in 2024 eingesetzt werden sollen...

Naja, er schrieb "Flexity". Diese Fahrzeuge wurden bei Bombardier bestellt und geliefert. Nicht immer pünktlich, aber doch einigermaßen im Rahmen der in den Einzelabrufen bestellten Liefertermine.

Mit dem nun "Urbanliner" genannten Typ XLZ hast du völlig Recht.
Nach der Bestellung vom 13.1.2021 war die Lieferung des ersten Wagens am 18.8.2023 vereinbart, wenig später korrigiert auf den 29.9.2023. Nach dieser Korrektur wären bis heute bereits neun Positionen, also neun neue Fahrzeuge zu liefern gewesen. Im Gegenzug hat nach meinen Informationen die BVG die vereinbarte Einmalzahlung für die Entwicklung und die Anzahlungen für die ersten sieben Wagen schon 2021, die für die weiteren 13 Wagen 2023 und 2024 überwiesen. Zu einem Zeitpunkt, als der erste Wagen noch Fahrversuche auf dem Testgleis des Bautzener Werkes machte.

so long

Mario
Zitat
Heidekraut
Die Gesamtkonstruktion S-Bahn, so wie sie einst konzipiert und realisiert wurde zu zerschlagen und von verschiedenen Betreibern zu managen, war von Anfang an eine grüne Schnapsidee. Nicht die einzige übrigens. Demnächst gründen wir wieder verschiedene Straßenbahngesellschaften, vielleicht wird's dann was mit der Tram in Spandau?

Oh je, wie oft denn noch? Die Idee - die finde ich ja auch nicht gut - stammt nicht von den Grünen, sondern ursprünglich leider schon von "meiner Genossin" Junge-Reyer und entstand zur Zeit der "ersten S-Bahn-Krise" um 2009. Damals verurteilte nämlich der Bundesgerichtshof auf Antrag von Abellio den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), das S-Bahn- und RE-Netz im Ruhrgebiet nicht direkt an die damalige DB ZugBus Rhein-Ruhr GmbH zu vergeben, wie dies VRR und DB eigentlich verabredet hatten, sondern dieses "in wettbewerbsverträglichen Teilgrößen" öffentlich auszuschreiben. Mit den "wettbewerbsverträglichen Teilgrößen" sollte die Chancengleichheit auch kleinerer Bieter gegenüber Staatsbahn-Ablegern - Abellio gehörte da noch nicht zur NS - sichergestellt werden...

Bei Straßenbahnen ist indes die Rechtslage insofern anders, als es sich etwa bei der BVG oder den Stadtwerken Potsdam jeweils um Eigenbetriebe der jeweiligen Aufgabenträger handelt, so dass hier "in house" Direktvergaben zulässig sind. Als der Bund noch für die S-Bahn bzw. den Bahn-Regionalverkehr insgesamt zuständig war, konnte er natürlich die bundeseigene DB damit beauftragen - und tat das auch.

Viele Grüße
Arnd
Es bleibt trotzdem eine Schnapsidee, der besonders die Grünen anhingen. Sie führte nicht zu mehr Wettbewerb, sondern zu noch viel mehr Bürokratie, sie ist im Kern asozial und daher grün. SPD war dagegen, weil sie um die Belegschaft bangten. Aber auch rein logistisch wird das Problem des Management natürlich viel größer und viel schlechter umzusetzen, als aus einer zentralen Position. Dabei bleibt's, wie oft denn noch.
Gerichtsurteile umsetzen ist eine grüne Schnapsidee? Ja, wer braucht schon Gewaltenteilung, und Recht und Ordnung sollen ohnehin immer nur für die anderen gelten... 🤷‍♂️
Zitat
Heidekraut
SPD war dagegen, weil sie um die Belegschaft bangten.

Wobei das ja auch Unsinn ist. Viele kleine Betriebe brauchen doch insgesamt mehr Mitarbeiter als ein großer oder fürchtete die SPD, es könnten zu viele Arbeitsplätze entstehen?


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
VvJ-Ente
Gerichtsurteile umsetzen ist eine grüne Schnapsidee? Ja, wer braucht schon Gewaltenteilung, und Recht und Ordnung sollen ohnehin immer nur für die anderen gelten... 🤷‍♂️

Schlimm genug, dass DIE GRÜNEN!!1! noch nicht verboten sind, nachdem sie schon den Untergang Pompejis und zwei Weltkriege verursacht haben!!1!!
Zitat
VBB/HVV
rbb24: Konsortium der Deutschen Bahn macht das Rennen gegen Alstom

So wie es hier prophezeit wurde, kam es nun auch.

15 Jahre soll der Vertrag über den Betrieb der ausgeschriebenen S-Bahn-Teilnetze währen. Das ist ja fast so lange, wie die ganze Ausschreibungsgeschichte von der Idee bis zum Ergebnis gedauert hat. Somit sollte man sich gleich am kommenden Montag anschicken, die Ausschreibung für den Folgevertrag auf die Beine zu stellen. Vielleicht sieht dann auch Firma Alstom davon ab, den Rechtsweg zu beschreiten, da sie neue Chancen wittert.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Ach, die Ausschreibung wurde ja schon „entschärft“. War ursprünglich nicht auch mal vorgesehen, dass ein Betreiber keinesfalls beide Netze (Stadtbahn und Nord-Süd-System) gewinnen darf?

Aber schauen wir mal nach vorne:
Dem Artikel zufolge ist davon auszugehen, das Alstom klagen wird.
Dem, was man bisher so lesen konnte, ist davon auszugehen, dass Alstom Recht bekommen wird.

Nehmen wir nun an, das ganze Verfahren wird aufgehoben, und darf noch mal neu beginnen:
Mit Blick auf die BR 480 und die BR 481 (die ja auch nicht jünger wird) wäre es eine Möglichkeit, dass die Länder Berlin und Brandenburg selbst neue Fahrzeuge anschaffen und per Ausschreibung dann „nur“ noch einen Betreiber suchen?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.08.2025 11:14 von Adenosin.
Zitat
Adenosin
Ach, die Ausschreibung wurde ja schon „entschärft“. War ursprünglich nicht auch mal vorgesehen, dass ein Betreiber keinesfalls beide Netze (Stadtbahn und Nord-Süd-System) gewinnen darf?

Aber schauen wir mal nach vorne:
Dem Artikel zufolge ist davon auszugehen, das Alstom klagen wird.
Dem, was man bisher so lesen konnte, ist davon auszugehen, dass Alstom Recht bekommen könnte.

Nehmen wir nun an, das ganze Verfahren wird aufgehoben, und darf noch mal neu beginnen:
Mit Blick auf die BR 480 und die BR 481 (die ja auch nicht jünger wird) wäre es eine Möglichkeit, dass das Land Berlin selbst neue Fahrzeuge anschafft und per Ausschreibung dann „nur“ noch einen Betreiber sucht?

Die Loslimitierung war ein Vorschlag, aber nie Teil der Ausschreibung. Die Komplexität erlangte das Verfahren durch die konträren Interessen von Grünen (offenes Verfahren) und SPD/Linke (Quasi-Direktvergabe). Da kam dann dieses dämliche Kombinationsmodell bei raus, wo Betreiber und Fahrzeughersteller getrennt oder gemeinsam für ein oder beide Lose bieten konnten. Die Fahrzeuge gehen nach den 15 Jahren ans Land über.

Natürlich hätte das Land auch Betrieb und Fahrzeuge getrennt ausschreiben und die Fahrzeuge selbst beschaffen können.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Heidekraut
Es bleibt trotzdem eine Schnapsidee, der besonders die Grünen anhingen. Sie führte nicht zu mehr Wettbewerb, sondern zu noch viel mehr Bürokratie, sie ist im Kern asozial und daher grün. SPD war dagegen, weil sie um die Belegschaft bangten. Aber auch rein logistisch wird das Problem des Management natürlich viel größer und viel schlechter umzusetzen, als aus einer zentralen Position. Dabei bleibt's, wie oft denn noch.

Die Grünen haben dir auch das Kraut legalisiert, von dem du jetzt übermäßig Gebrauch machst. Das ist doch richtig was...
Zitat
Adenosin
Ach, die Ausschreibung wurde ja schon „entschärft“. War ursprünglich nicht auch mal vorgesehen, dass ein Betreiber keinesfalls beide Netze (Stadtbahn und Nord-Süd-System) gewinnen darf?

Aber schauen wir mal nach vorne:
Dem Artikel zufolge ist davon auszugehen, das Alstom klagen wird.
Dem, was man bisher so lesen konnte, ist davon auszugehen, dass Alstom Recht bekommen wird.

Nehmen wir nun an, das ganze Verfahren wird aufgehoben, und darf noch mal neu beginnen:
Mit Blick auf die BR 480 und die BR 481 (die ja auch nicht jünger wird) wäre es eine Möglichkeit, dass die Länder Berlin und Brandenburg selbst neue Fahrzeuge anschaffen und per Ausschreibung dann „nur“ noch einen Betreiber suchen?

Mit welcher Begründung ist davon auszugehen, dass Alstom Recht bekommen wird?
Das ist jetzt nur spärliche Erinnerung, aber hat es was damit zu tun, dass man Alstoms Angebot (nur für Zugbeschaffung) nicht mit dem Gesamtangebot des Joint Ventures (Beschaffung, Fahren und Wartung) vergleichen kann?
Zitat
Wutzkman
Zitat
Adenosin
Ach, die Ausschreibung wurde ja schon „entschärft“. War ursprünglich nicht auch mal vorgesehen, dass ein Betreiber keinesfalls beide Netze (Stadtbahn und Nord-Süd-System) gewinnen darf?

Aber schauen wir mal nach vorne:
Dem Artikel zufolge ist davon auszugehen, das Alstom klagen wird.
Dem, was man bisher so lesen konnte, ist davon auszugehen, dass Alstom Recht bekommen wird.

Nehmen wir nun an, das ganze Verfahren wird aufgehoben, und darf noch mal neu beginnen:
Mit Blick auf die BR 480 und die BR 481 (die ja auch nicht jünger wird) wäre es eine Möglichkeit, dass die Länder Berlin und Brandenburg selbst neue Fahrzeuge anschaffen und per Ausschreibung dann „nur“ noch einen Betreiber suchen?

Mit welcher Begründung ist davon auszugehen, dass Alstom Recht bekommen wird?

Sie haben das Vergabeverfahren bereits erfolgreich gerügt. Da keine Abhilfe erfolgt ist, ist die Chance relativ groß, dass eine Beschwerde vor der Vergabekammer (oder spätestens am Kammergericht) erfolgreich ist. Die spannende Frage ist die nach der Auswirkung auf die Vergabe.

--- Signatur ---
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Zitat
Wutzkman
Zitat
Adenosin
Ach, die Ausschreibung wurde ja schon „entschärft“. War ursprünglich nicht auch mal vorgesehen, dass ein Betreiber keinesfalls beide Netze (Stadtbahn und Nord-Süd-System) gewinnen darf?

Aber schauen wir mal nach vorne:
Dem Artikel zufolge ist davon auszugehen, das Alstom klagen wird.
Dem, was man bisher so lesen konnte, ist davon auszugehen, dass Alstom Recht bekommen wird.

Nehmen wir nun an, das ganze Verfahren wird aufgehoben, und darf noch mal neu beginnen:
Mit Blick auf die BR 480 und die BR 481 (die ja auch nicht jünger wird) wäre es eine Möglichkeit, dass die Länder Berlin und Brandenburg selbst neue Fahrzeuge anschaffen und per Ausschreibung dann „nur“ noch einen Betreiber suchen?

Mit welcher Begründung ist davon auszugehen, dass Alstom Recht bekommen wird?

Da kann ich Dir die Artikel zur Ausschreibung im nd empfehlen. Es gab ja bereits ein Gerichtsverfahren, in denen Alstom mehrere Punkte in dem Vergabeverfahren monierte.

Hab die Details nicht mehr im Kopf, aber die Richter gaben Alstom in der Sache Recht, juristisch wurden die Klagepunkte aber abgewiesen, da Alstom die Punkte während des Vergabeverfahrens zu spät gerügt hatte.

U. a. ging es wohl darum, dass Alstom als Einzelanbieter gegenüber dem Konsortium benachteiligt ist.
So teuer, wie das gesamte Verfahren schon geworden ist, das kann kein Wettbewerb je wieder einspielen. Es wird in keinem Fall billiger, wie man erhofft hatte. Das ist eine Schnapsidee. Das hätte man vorher wissen können. Dass dann Gerichtsurteile erfolgte, ist ja nur eine Folge des ganzen Verfahrens. Ich rauche weder legal noch illegal. Ich war schon immer Nichtraucher und mit den Parteien habe ich mit allen nichts am Hut. Im Unterschied zu den meisten hier.
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