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S-Bahn Berlin Ausschreibung Stadtbahn + Nord/Süd ab Oktober 2024
geschrieben von Leyla 
Zitat
Nukebro

Offiziell muss Frankreich Ausschreibungen machen. De facto gewinnt aber trotzdem meistens Alstom.

Trotzdem hat die Teiltochter der SNCF, Eurostar, bekanntlich Siemens Velaros gekauft...

Im ersten Satz fehlt ein Zwischenglied. Die Aufgabenträger sind verpflichtet, die Fahrleistungen auszuschreiben. Sie sind nicht verpflichtet, Fahrzeuge auszuschreiben.
(Sie können letzteres machen, in dem sie Fahrleistungen ausschreiben und darin festlegen, dass die EVU einen landeseigenen Fahrzeugpool nutzen).

Ohne einen solchen Fahrzeugpool *können* die beauftragten EVU ihrerseits die Fahrzeuge ausschreiben. Sie müssen das nicht tun. Meistens tun sie es aber, aus Eigeninteresse.

Also: bei Ausschreibungen in Frankreich gewinnt meistens die SNCF, und was sie dann für Fahrzeuge beschafft, liegt bei ihr.

Es gibt selten so groteske Ausschreibungskombinationen wie hier bei der S-Bahn.
Zitat
Theo333
Zitat
Jumbo
Die IG Metall will das Alstom-Werk in Hennigsdorf in die Ausschreibung einbeziehen und die Ausschreibungsgewinner Stadler und Mobility und den Verlierer Alstom dafür an einen Tisch holen, schreibt der rbb: [www.rbb24.de]

Klingt für mich nach einer vernünftigen Idee: wenn Alstom für Siemens einen ordentlichen Zulieferauftrag bekommt und im Gegenzug die Klage gegen die Ausschreibung zurücknimmt, dann dürfte allen geholfen sein.

Hallo,

sowas kann schnell nach hinten losgehen, ich sage nur Korruption.

Es ist davon auszugehen, dass Stadler-Siemens im Zuge der Angebotsersellung ein entsprechendes Konzept für die Produktion samt vorhalten von Kapazitäten erarbeitet hat und darauf basierend ein Angebot erstellt hat. Möglicherweise mussten sie auch entsprechende Absichtserklärungen mit den potenziellen Unterlieferanten mit einreichen. Nachträgliche Änderungen mit Nennung des Konkorrenten Alstom könnte dann sogar als eine Kartellbildung angesehen werden und zum Auschluss aus dem Verfahren führen, womit sowohl Stadler-Siemens als auch Alstom raus wären.

Erstens das. Zweitens dürfte eine weitere Konzeptentwicklung die Gesamtkosten weiter iu die Höhe treiben.
Zitat
Heidekraut
Ich weiß meistens gar nichts. Ich hab' ja nur eine Frage gestellt. Mit Gleich- und Wechselstrom wird doch nur auf einer Linie gefahren. Das ist doch ein Zusatzgimmick.

Ich geb mir mal selber eine kompetente Antwort. Synergien mit der Baureihe 490 z. B. können deshalb nicht eintreten, weil sie von Alstom (Bombardier) gefertigt und geliefert wurden, und die letzte Baureihe für Berlin bekanntlich von Siemens-Stadler. Ob es Gemeinsamkeiten zur BR 481 geben mag – eher nicht.

Sollte Alstom das Rennen machen, sieht es allerdings schon wieder anders aus.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.2026 17:33 von Heidekraut.
Zitat
Heidekraut
Sollte Alstom das Rennen machen, sieht es allerdings schon wieder anders aus.

Wobei sich auch zeigt, dass die Synergien wohl nicht allzu groß sind. Als die BR 483/4 ausgeschrieben wurde, wurden gerade die ersten Bahnen der BR490 ausgeliefert. Wenn es erhebliche Synergien gegeben hätte, hätte Alstom die Ausschreibung leicht gewinnen können, weil sie ja nur ein aktuelles Zugmodell anpassen mussten, während Siemens / Stadler grundlegender anfangen mussten zu entwickeln.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Heidekraut
Sollte Alstom das Rennen machen, sieht es allerdings schon wieder anders aus.

Wobei sich auch zeigt, dass die Synergien wohl nicht allzu groß sind. Als die BR 483/4 ausgeschrieben wurde, wurden gerade die ersten Bahnen der BR490 ausgeliefert. Wenn es erhebliche Synergien gegeben hätte, hätte Alstom die Ausschreibung leicht gewinnen können, weil sie ja nur ein aktuelles Zugmodell anpassen mussten, während Siemens / Stadler grundlegender anfangen mussten zu entwickeln.

Bombardier sah sich damals nicht in der Lage die Bedingungen des Lastenheftes zu erfüllen, gab aber dennoch ein Angebot ab und scheiterte somit folgerichtig.

--- Signatur ---
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>Als die BR 483/4 ausgeschrieben wurde, wurden gerade die ersten Bahnen der BR490 ausgeliefert.

Und dann machte sie derartige Schwierigkeiten, dass es noch eine Weile dauerte, bis alles rund lief. Keine gute Visitenkarte für derartige Ausschreibungen.

Trotzdem würde ich es begrüßen, wenn Hennigsdorf etwas zu tun bekäme.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.2026 07:34 von Heidekraut.
Zitat
Heidekraut
Und dann machte sie derartige Schwierigkeiten, dass es noch eine Weile dauerte, bis alles rund lief. Keine gute Visitenkarte für derartige Ausschreibungen.

Wobei man aus diesen "Kinderkrankheiten", die es bei vielen Zügen verschiedener Hersteller immer mal wieder gibt, einerseits einen Rückschluss auf den Hersteller ziehen kann, andererseits auch überlegen könnte, dass es vorteilhaft ist, auf weitgehend etablierte Technik zu setzen und somit auf den Hersteller, der einige Jahre "Entwicklungsvorsprung" hat. (Mal abgesehen davon, dass solche Kriterien ohnehin schwierig in den Vergaberichtlinien abzubilden sind.)
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