Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
S-Bahn Berlin Ausschreibung Stadtbahn + Nord/Süd ab Oktober 2024
geschrieben von Leyla 
Zitat
Theo333
Zitat
Heidekraut

Die Trennung des Betriebs der S-Bahn-Netzteile in Berlin. Was bedeutet das für das Gesamtnetz S-Bahn? Wird es zerfallen? Ist eine Abstimmung noch möglich? Treten die Teilnetze in Konkurrenz? Wird die S85 oder die S46 die Nord-Südbahn oder die Görlitzer Bahn kanibalisieren? Die S9, die Stadtbahn? Ich stelle mir das lustig vor.

Gibt es eigentlich Erfahrungen mit sowas?

Hallo, das ist doch nichts anderes als der Regionalverkehr im VBB-Gebiet, jeder fährt seine Linie gem. Vorgabe des VBB auf teilweise den gleichen Strecken. Dem Fahrgast ist es in der .Regel Schnuppe, ob DB, ODEG oder sonst was auf dem Zug steht. Von daher können ohne Problem auch zwei Verkehrsunternehmen zum BER fahren.

Selbst aus abgegrenzten Netzen gibt es Beispiele, wo verschiedene Unternehmen zusammenwirken. Rhein-Neckar waren lange Zeit eigenständige Unternehmen, bevor sie sich zusammengeschlossen haben. In Basel gibt es mit BVB und BLT noch heute zwei getrennte Verkehrsunternehmen, die gemeinsam eine Infrastruktur nutzen. Selbst wenn man ins Berliner Umland guckt, ist die Übernahme der Woltersdorfer Straßenbahn durch die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn ein interessantes Konstrukt, das zeigt, dass man keinesfalls schwarzsehen und den Untergang des Abendlandes propagieren muss.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Mein Beispiel hinkt natürlich. Ich kann mir eben kaum vorstellen, wie man das auf der einheitlichen Struktur S-Bahn in Berlin hinkriegen kann. Aber denken wir an Flixbus. Vielleicht sollte man Alstom einräumen, auf den gleichen Gleisen ein Alternativangebot zu fahren. ;-)
Zitat
Jay
In Basel gibt es mit BVB und BLT noch heute zwei getrennte Verkehrsunternehmen, die gemeinsam eine Infrastruktur nutzen.

Aber die konkurrieren ja nicht. Die BVB ist für den Kanton Basel-Stadt zuständig und die BLT für den Kanton Basel-Landschaft. Damit die Fahrgäste nicht an der Kantonsgrenze umsteigen müssen, erbringt ein Unternehmen im jeweils anderen Kanton Leistungen, so dass sich am Ende ein Nullsummenspiel ergibt. So fährt beispielsweise die BLT-Linie 11 quer durch Basel bis an die Grenze zu St.-Louis und als Ausgleich führt die BVB-Linie 14 bis raus nach Pratteln.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Jay
In Basel gibt es mit BVB und BLT noch heute zwei getrennte Verkehrsunternehmen, die gemeinsam eine Infrastruktur nutzen.

Aber die konkurrieren ja nicht. Die BVB ist für den Kanton Basel-Stadt zuständig und die BLT für den Kanton Basel-Landschaft. Damit die Fahrgäste nicht an der Kantonsgrenze umsteigen müssen, erbringt ein Unternehmen im jeweils anderen Kanton Leistungen, so dass sich am Ende ein Nullsummenspiel ergibt. So fährt beispielsweise die BLT-Linie 11 quer durch Basel bis an die Grenze zu St.-Louis und als Ausgleich führt die BVB-Linie 14 bis raus nach Pratteln.

Würde die S-Bahn von verschiedenen Unternehmen betrieben, würden die genausowenig konkurrieren. Die Konkurrenzsituation bestünde lediglich in der Ausschreibungsphase, aber nicht im Betrieb.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Jay
In Basel gibt es mit BVB und BLT noch heute zwei getrennte Verkehrsunternehmen, die gemeinsam eine Infrastruktur nutzen.

Aber die konkurrieren ja nicht. Die BVB ist für den Kanton Basel-Stadt zuständig und die BLT für den Kanton Basel-Landschaft. Damit die Fahrgäste nicht an der Kantonsgrenze umsteigen müssen, erbringt ein Unternehmen im jeweils anderen Kanton Leistungen, so dass sich am Ende ein Nullsummenspiel ergibt. So fährt beispielsweise die BLT-Linie 11 quer durch Basel bis an die Grenze zu St.-Louis und als Ausgleich führt die BVB-Linie 14 bis raus nach Pratteln.

Würde die S-Bahn von verschiedenen Unternehmen betrieben, würden die genausowenig konkurrieren. Die Konkurrenzsituation bestünde lediglich in der Ausschreibungsphase, aber nicht im Betrieb.
Im Regionalverkehr gibt es auch unterschiedliche Unternehmen und die scheitern alle gemeinsam an DB InfraGo, aber nicht daran dass es unterschiedliche Unternehmen sind.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.2026 22:30 von Nemo.
Die Zahlen sind enorm. In den nächsten Jahren benötigt die S-Bahn Berlin bis zu rund 503 Kilometer neue Leitungen, um die Verkabelung der Baureihe 481 zu ersetzen. Sie ist mit 1000 Wagen der dominierende Zugtyp im Berliner Netz. Das geht aus einer neuen Ausschreibung der DB-Tochter hervor, mit der sie Lieferanten für den Auftrag sucht.
»Ertüchtigung II« nennt die S-Bahn Berlin GmbH das Programm, für das die Wagen praktisch komplett auseinandergenommen werden müssen, um die verbauten Kabel tauschen zu können. Während des Umbauprogramms, das Anfang 2027 voll beginnen und mindestens bis Ende 2030 laufen soll, werden permanent 30 Wagen nicht dem Betrieb zur Verfügung stehen.

Ich habe einen Artikel für nd dazu geschrieben.
Wurden denn in den Altbaureihen unterm Strich die Kabel auch so oft getauscht? Jedenfalls geht die Arbeit für Schöneweide niemals aus, wenn das so weiterläuft.
Zitat
Heidekraut
Wurden denn in den Altbaureihen unterm Strich die Kabel auch so oft getauscht? Jedenfalls geht die Arbeit für Schöneweide niemals aus, wenn das so weiterläuft.


Vermutlich hatten die weitaus weniger Kabel. Die Steuerung erfolgte doch über Druckluft und wie oft man da die Leitungen flicken musste? Druckluft hat jedenfalls den Vorteil, dass es keine Kurzschlüsse gibt und kleinere Undichtigkeiten vom System toleriert werden.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Stimmt. Das ist auch wieder wahr. Irgendwie wird doch die Ausschreibung zum riesen Bummerang Man sollte überlegen, wie man Optionen bei der 484er-Bestellung aktivieren kann als Brücke. Aber das wurde sicher bereits gemacht und abgelehnt.
Zitat
Heidekraut
Stimmt. Das ist auch wieder wahr. Irgendwie wird doch die Ausschreibung zum riesen Bummerang Man sollte überlegen, wie man Optionen bei der 484er-Bestellung aktivieren kann als Brücke. Aber das wurde sicher bereits gemacht und abgelehnt.

Unfähigkeit und Entscheidungsschwäche sind halt keine Gründe für irgendwelche Notvergaben.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Heidekraut
Wurden denn in den Altbaureihen unterm Strich die Kabel auch so oft getauscht? Jedenfalls geht die Arbeit für Schöneweide niemals aus, wenn das so weiterläuft.

Seinerzeit wurden bei den turnusmäßigen Inspektionen (Schadgruppen) nur defekte Leitungen gewechselt.
Neue Kabelbäume gab es bei Grundinstandsetzungen/Modernisierungen.

Nun soll der Auftraggeber offensichtlich Serienfehler bezahlen, die im ersten Projektteil "Langlebigkeit" entstanden sind. Ist dennoch nachhaltiger als der Neukauf der Züge und sichert Arbeitsplätze in Berlin.

so long

Mario
Wurde eigentlich bei den 480er auch schon alle Kabel mal getauscht? Oder fahren die noch mit ihren alten Leitungen?
Top. Man saniert die Baureihe komplett, um kurz danach die Züge wieder auseinanderzunehmen, weil überraschenderweise die Kabel defekt sind.
Gleichzeitig hätte man Neufahrzeuge der Baureihe 483/484 nachordern können, was jetzt vermutlich zu spät ist?

Interessant, dass das medial und politisch kaum jemanden interessiert, im Kulturressort aber jede Vergabe ausgeschlachtet wird.
Zitat
m7486
Top. Man saniert die Baureihe komplett, um kurz danach die Züge wieder auseinanderzunehmen, weil überraschenderweise die Kabel defekt sind.
Gleichzeitig hätte man Neufahrzeuge der Baureihe 483/484 nachordern können, was jetzt vermutlich zu spät ist?

So einfach kannst du generell keine Neufahrzeuge nachordern, außer du hast bei der vorhergegangenen Ausschreibung entsprechende Optionen vorgesehen. Im allgemeinen gehen lediglich 10% mehr der Bestellung ohne zusätzliche Fahrzeuge. Das wären bei der 483/484 also ca. 5 Vollzüge. Besser als nichts, aber nicht die langfristige Rettung.

Noch dazu würde eine Bestellung von Fahrzeugen außerhalb der laufenden Ausschreibung eben diese gefährden. Dann würde Alstom garantiert klagen und zwar mit recht.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.2026 16:25 von Nemo.
Die S-Bahn GmbH hätte noch jede Menge Optionen offen in ihrer Stadler-Ausschreibung...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.2026 17:01 von PassusDuriusculus.
Zitat
PassusDuriusculus
Die S-Bahn GmbH hätte noch jede Menge Optionen offen in ihrer Stadler-Ausschreibung...

Die Fahrzeuge werden aber nicht im Netz Ring benötigt, bei der man eine gesicherte Finanzierung hat. Warum sollte man was beschaffen für Verkehre, die man ggf. verliert?

Berliner Linienchronik (+ Stationierungen/Werbungen/...) 1858-2026
Zitat
485er-Liebhaber
Zitat
PassusDuriusculus
Die S-Bahn GmbH hätte noch jede Menge Optionen offen in ihrer Stadler-Ausschreibung...

Die Fahrzeuge werden aber nicht im Netz Ring benötigt, bei der man eine gesicherte Finanzierung hat. Warum sollte man was beschaffen für Verkehre, die man ggf. verliert?

Dafür ließen sich ja theoretisch Lösungen finden, da es ja ziemlich klare Rahmenbedingungen gibt (Fahrzeuge können faktisch nur hier eingesetzt werden, man kann/will/darf sich aber nicht ohne entsprechendes Vergabeverfahren auf die DB (oder wen anders) festlegen). Das Land könnte die Fahrzeuge längerfristig ausschreiben als der Vertrag läuft und entweder selbst übernehmen und dann an den jeweiligen Betreiber vermieten oder nach einem Bereitstellungszeitraum die Fahrzeuge übernehmen (und dann ähnlich vorgehen).
Zitat
485er-Liebhaber
Zitat
PassusDuriusculus
Die S-Bahn GmbH hätte noch jede Menge Optionen offen in ihrer Stadler-Ausschreibung...

Die Fahrzeuge werden aber nicht im Netz Ring benötigt, bei der man eine gesicherte Finanzierung hat. Warum sollte man was beschaffen für Verkehre, die man ggf. verliert?

Man könnte z. B. mit dem VBB vereinbaren, die Fahrzeuge im Falle eines Betreiberwechsels zu einem vorverabredeten Preis dem jeweils beauftragten EVU oder der LfS Berlin zu übereignen...

Viele Grüße
Arnd
Das Land Berlin hat aber kein Geld mehr, daher können wir uns eh von dieser Geschichte verabschieden, dass das Land Berlin die Fahrzeuge auf jeden Fall übernimmt. Die Rahmenbedingungen durch die Ausschreibung sind furchtbar schlecht.

Welche Seite möchte das finanzielle Risiko eingehen? Man könnte viel, aber Alstom klagt sicher auch dagegen - sonst sind sie ja im Nachteil und können ihre Fahrzeuge nicht bauen, auch wenn sie die Ausschreibung gewinnen würden.

Berliner Linienchronik (+ Stationierungen/Werbungen/...) 1858-2026
Zitat
Lopi2000
Zitat
485er-Liebhaber
Zitat
PassusDuriusculus
Die S-Bahn GmbH hätte noch jede Menge Optionen offen in ihrer Stadler-Ausschreibung...

Die Fahrzeuge werden aber nicht im Netz Ring benötigt, bei der man eine gesicherte Finanzierung hat. Warum sollte man was beschaffen für Verkehre, die man ggf. verliert?

Dafür ließen sich ja theoretisch Lösungen finden, da es ja ziemlich klare Rahmenbedingungen gibt (Fahrzeuge können faktisch nur hier eingesetzt werden, man kann/will/darf sich aber nicht ohne entsprechendes Vergabeverfahren auf die DB (oder wen anders) festlegen). Das Land könnte die Fahrzeuge längerfristig ausschreiben als der Vertrag läuft und entweder selbst übernehmen und dann an den jeweiligen Betreiber vermieten oder nach einem Bereitstellungszeitraum die Fahrzeuge übernehmen (und dann ähnlich vorgehen).
Ja, die Idee mit der eigenen Fahrzeuggesellschaft ist ja dem Senat mittlerweile auch gekommen, halt nur zu spät für die laufende Ausschreibung.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen