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Stefan Metze
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FlO530
Ich finde, wir stehen im europäischen Vergleich nicht wirklich schlecht da - und dafür ist es völlig latte, ob man zum Alex nun 15 Mal hält oder gar umsteigen muss. Berlin ist groß und direkt kommt man faktisch nirgendwo hin, in keiner Relation innerhalb der Stadt.
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Es gibt sicher auch Beispiele, die besser als hier laufen - aber ich würde sagen, "Katastrophe" ist Berlin auf keinen Fall. Und wenn doch, kommt man immerhin alle 15 min zum Hauptbahnhof - und von dort schnell wieder weg.
Also mir geht's bei meiner Kritik primär nicht um irgendwelche Fahrzeiten. Die sind für die Reiseziele der Fluggäste jetzt schon top und verschlechtern sich in den meisten Fällen durch den Umsteigezwang ab Dezember ja sogar noch. Besser wird es lediglich dann wenn man immer nur den Hauptbahnhof als Reiseziel betrachtet. Und hier liegt auch das ganze Problem. Man hat sich meiner Meinung nach von Seiten der Verantwortlichen in der ganzen Kommunikation und im Handeln so derart auf den Hauptbahnhof versteift und die Bedürfnisse der Reisenden und auch der Hotelwirtschaft ausser Acht gelassen.
Der Nebeneffekt und das ist mein Hauptkritikpunkt: man belastet um einen großen Teil der Reisenden an ihr Ziel zu bringen, ein ohnehin schon störanfälliges und nahezu überlastetes System (die S-Bahn auf der Stadtbahn) mit noch mehr Fahrgästen, die dann auch noch, wie es bei Flugreisenden nun mal üblich ist, mit sperrigem Gepäck unterwegs sind.
Hauptbahnhof und Potsdamer Platz als top Ziel des FEX, alles schön und gut. Zur Realität dazu gehört aber auch, dass sich weder das Umfeld um den Hauptbahnhof noch um den Potsdamer Platz so entwickelt hat, wie man sich das einst vorgestellt hat.
Um den Hauptbahnhof hat sich praktisch bis heute keine Wohnbebauung gebildet, die s.g. Europa-City ist ein Flop. Die geplante Verkehrsanbindung per S-Bahn in die nördlichen Stadtbezirke, nun ja...da wird nun seit 14 Jahren dran gebaut. Die bekommen jetzt eventuell, vielleicht die S85 zum BER.
Potsdamer Platz ähnlich. Weder die geplante Tram oder U-Bahn erreichen den Platz. Die Geschäfts-Quartiere ringsum kämpfen ums Überleben, weil ihre Attraktivität stark nachgelassen hat und sich die Bedürfnisse der Menschen erheblich verändert haben.
Rings um die Stadtbahn hingegen sind in den letzten 3 Jahrzehnten neue Quartiere mit zahlreichen Hotels und Büro-Clustern entstanden. Am Zoo, am Alex und zu aller Überraschung auch rund um den Ostbahnhof mit anschließendem Entertainment Distrikt. Und bis heute ist es so dass sich die Baukräne entlang der Stadtbahn drehen. Hier wird weiter stark investiert und entwickelt. Ganz besonders gut am Alex und rund um den Ostbahnhof zu beobachten.
Diesen Entwicklungen trägt man meiner Meinung nach nicht Rechnung und hält stur am alten geplanten Konzept fest.
Ich denke man hätte einen Teil des AirPort Express durch den Tunnel, den anderen über die Stadtbahn führen sollen. Mit dem RE9 und dem RE20 kommen noch 2 weitere Linien hinzu die ebenfalls durch den Tunnel den BER anfahren. Das sind dann 5-6 Fahrten pro Stunde via Potsdamer Platz. Das halte ich für absolut überzogen.
Nun ist es wie es ist. Ich hoffe ich liege falsch was meine Prognosen für die S-Bahn auf der Stadtbahn angeht und alles gut geht, vor allem bei Störungen auf der Stadtbahn.
Wenn nicht dann muss die Stadt eben wieder mal das übliche Failed-City Bashing in endlosen Shitstorms über sich ergehen lassen.
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Re: Änderungen zum Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 14. Dezember 2025 17.06.2025 00:00 |
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Fhain
Dein Standpunkt impliziert aber, dass der überwiegende Teil der Fluggäste Berlin als Start bzw. Ziel haben. Es gibt aber auch zahlreiche Fluggäste, die aus dem "Umland" (z.B. Leipzig, Erfurt, Schwerin, Rostock ...) anreisen. Die würden in ihrer Reisekette den Hauptbahnhof als Zwischenziel nutzen und von dort zum Flughafen weiterfahren. Und ich denke nicht, dass sie ausschließlich mit dem Auto zum Flughafen fahren.
Allerdings kenne ich kein Verhältnis der Fluggäste mit Start/Ziel Berlin und dem "Umland". Hat hier jemand einen Überblick?
Aus Leipzig oder Erfurt dürfte Südkreuz der Umsteigebahnhof sein und nicht der Hauptbahnhof.Zitat
Fhain
Dein Standpunkt impliziert aber, dass der überwiegende Teil der Fluggäste Berlin als Start bzw. Ziel haben. Es gibt aber auch zahlreiche Fluggäste, die aus dem "Umland" (z.B. Leipzig, Erfurt, Schwerin, Rostock ...) anreisen. Die würden in ihrer Reisekette den Hauptbahnhof als Zwischenziel nutzen und von dort zum Flughafen weiterfahren. Und ich denke nicht, dass sie ausschließlich mit dem Auto zum Flughafen fahren.
Allerdings kenne ich kein Verhältnis der Fluggäste mit Start/Ziel Berlin und dem "Umland". Hat hier jemand einen Überblick?
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Heidekraut
>zahlreiche Fluggäste, die aus dem "Umland" (z.B. Leipzig, Erfurt, Schwerin, Rostock ...) anreisen
Für die gibt es eben viel zu wenig Direktzüge zum BER. Oder vielleicht ein paar Kurswagen?😛
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Heidekraut
Was fliegt denn von Leipzig? Nur der Postbote.
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Re: Änderungen zum Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 14. Dezember 2025 18.06.2025 11:53 |
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Trittbrettfahrer
Mit dem FEX und der S9 ähnelt die Situation in Berlin sehr der Situation am Flughafen Heathrow.
Man kann entweder mit der Piccadilly jede Milchkanne anfahren oder mit dem Heathrow Express oder Elizbeth sehr schnell in die Innenstadt kommen, um dort sehr wahrscheinlich noch einmal umsteigen zu müssen.
Und wie schon von anderen erwähnt, steht Berlin damit im internationalen Vergleich unfassbar gut da.
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IsarSteve
Sowohl die Piccadilly- als auch die Elizabeth line werden von TfL städtisch (dem Bürgermeister und City Hall) betrieben und verwaltet. Der Heathrow Express wird privat betrieben.
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Bumsi
Nach Paris gibt es ja zum Glück genug Direktverbindungen mit der Bahn, Tag und Nacht.
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Trittbrettfahrer
Ja, die Situation wird nicht besser an der Stadtbahn, aber der FEX wird zuverlässiger. Und wenn am Potsdamer Platz oder Hauptbahnhof nach meiner Ankunft mit dem FEX irgendetwas nicht rund läuft, hab ich immer noch viele Alternativen, um an mein Ziel zu kommen.
Und ist nicht das große Problem für den FEX auf der Stadtbahn oder einer anderen Linie Richtung Flughafen, dass der Bereich total überlastet ist?
Deswegen gibt es den FEX über die Dresdner Bahn. Mir ist ein pünktliches, verlässliches System lieber, dass ich mit U- und S-Bahn im Minutentakt erreichen kann, als ein sehr störanfälliger FEX2 auf der Stadtbahn.
Ich selbst hatte schon das Problem, dass ich mit der Regio auf der Stadtbahn vor dem Hauptbahnhof Richtung Flughafen fest hing und dadurch viel Stress am Flughafen hatte.
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Re: Änderungen zum Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 14. Dezember 2025 18.06.2025 19:36 |
Nun, man müsste nur am Zoo halten...Zitat
Heidekraut
Ja, als wir noch für jede Richtung ins Reich einen Bahnhof hatten, ich erinnere mich genau, da hatten wir keine Überlastungsprobleme. Aber es musste ja unbedingt dieser Zentralbahnhof sein, der enorm dimensioniert wurde. Und doch reichen die Kapazitäten kaum aus. Oben nicht - Bahnsteige zu schmal, unten nicht - vier Gleise sind nicht genug.
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Re: Änderungen zum Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 14. Dezember 2025 18.06.2025 19:39 |
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Stefan Metze
Die Problematik bei der Zuverlässigkeit des jetzigen FEX ist Mangel an Personal und Fahrzeugverfügbarkeit.
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Re: Änderungen zum Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 14. Dezember 2025 18.06.2025 22:40 |