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Sanierung Bahnhof Alexanderplatz 2026-2029
geschrieben von GraphXBerlin 
Ich mache mal ein eigenen Thread dazu auf da es sicherlich zukünftig Diskussionsbedarf geben dürfte.

Der Bahnhof Alexanderplatz ist in die Jahre gekommen. 1998 letztmals saniert, soll er nun innerhalb von rund vier Jahren umfassend instandgesetzt werden. Brandschutz, Rolltreppen, Aufzüge, Fassade - alles soll erneuert werden. Ohne den täglichen Zugverkehr zu beeinträchtigen. Mitte nächsten Jahres beginnt der Umbau, 2029 soll der Bahnhof Alexanderplatz dann fertig saniert sein. Kostenpunkt: 70 Millionen Euro.

Millionenprojekt: Bahnhof Alexanderplatz wird bis 2029 erneuert
youtube, rbb24, 22.07.24, siehe auch Abendschau Beitrag.
Ich hoffe sehr, DB InfraGO schafft es im Rahmen dieser Aktion auch einmal, endlich den zweiten Aufzug zum S-Bahnsteig (Gleis 3/4) zu realisieren...

Viele Grüße
Arnd
Man wundert sich, dass dafür noch Geld da ist. Wir haben doch schon die Sanierung des Zoo. Den Umbau des Ostbahnhofs, die Restarbeiten an Ostkreuz. Ich habe nicht den Eindruck, dass der Alexanderplatz den Anforderungen nicht mehr genügt. Ohne wirkliche Verbesserungen funktionaler Art, kann ich die Notwendigkeiten nicht erkennen. Einen zweiten Aufzug, gerne. Eher würde ich denken, dass es an Westkreuz einiges zu tun gibt.
Das Problem liegt doch, wenn ich mich recht erinnere, eher in der Baustruktur, die saniert werden muss. Es geht also nicht darum, die Decken und Wandverkleidungen auszutauschen, sondern das hinter den Decken und Wandverkleidungen zu erneuern, wofür man diese dummerweise erstmal entfernen sein.
Zitat
Heidekraut
Man wundert sich, dass dafür noch Geld da ist.

Mich nicht. Geld ist doch immer da, es liegt im Prinzip in großen Haufen auf der Straße und wird für jeden Mist verschleudert. Nur bei wichtigen Dingen wird Armut vorgeschützt, wie zum Beispiel kürzlich die Bundeskanzlerin in ihrem Sommerinterview zum Thema Bürgergeld. Die großen Geldhaufen von der Straße wurden auch da komplett ausgeblendet. Das ganze Land sei so arm, daß für die Ärmsten unter uns leider nichts mehr übrig bleibt.


Zitat
Heidekraut
Ich habe nicht den Eindruck, dass der Alexanderplatz den Anforderungen nicht mehr genügt. Ohne wirkliche Verbesserungen funktionaler Art, kann ich die Notwendigkeiten nicht erkennen.

Das ist auch mein Eindruck und auch ich kann keine wirkliche Notwendigkeit erkennen. Allein die Aussage, der Bahnhof sei zuletzt 1998 saniert worden, ist doch ein Indiz dafür, daß er noch hervorragend in Schuß sein sollte. Andere Bahnhöfe haben da weitaus weniger Aufmerksamkeit erfahren.


Zitat
Heidekraut
Einen zweiten Aufzug, gerne.

Zweite Aufzüge kann man immer gebrauchen, aber es wäre ja vermessen, deshalb den ganzen Bahnhof in Mitleidenschaft zu ziehen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Nur bei wichtigen Dingen wird Armut vorgeschützt, wie zum Beispiel kürzlich die Bundeskanzlerin in ihrem Sommerinterview zum Thema Bürgergeld.
Wann hat sich Fritzi denn operieren lassen?
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
Alter Köpenicker
Nur bei wichtigen Dingen wird Armut vorgeschützt, wie zum Beispiel kürzlich die Bundeskanzlerin in ihrem Sommerinterview zum Thema Bürgergeld.

Wann hat sich Fritzi denn operieren lassen?

Es handelt sich dabei um ein generisches Femininum, das habe ich aus einem Nachbarforum übernommen, weil es mir sehr gut gefallen hat.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
Alter Köpenicker
Nur bei wichtigen Dingen wird Armut vorgeschützt, wie zum Beispiel kürzlich die Bundeskanzlerin in ihrem Sommerinterview zum Thema Bürgergeld.

Wann hat sich Fritzi denn operieren lassen?

Es handelt sich dabei um ein generisches Femininum, das habe ich aus einem Nachbarforum übernommen, weil es mir sehr gut gefallen hat.

Liebe Alte Köpenickerin,

ein generisches Femininum gibt es in der deutschen Sprache nicht. Solche aktivistischen Sprachveränderungsversuche stoßen nicht nur VvJ-Ente zu Recht auf.

Gruß (oder Grüßin?)
KHH
Eben genau das wollte sie damit ausdrücken. Das generische Femininum ist eine schöne Idee um aufzuzeigen, wir männlich dominiert unsere Sprache ist. Das männliche Geschlecht wird zur Norm erklärt und das weibliche zur Abweichung. Das generische Femininum dreht das Prinzip einfach mal um. Vielleicht kommen wir als Gesellschaft eines Tages dahin, zum Beispiel damenlose Koffer als etwas Normales anzusehen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2025 08:55 von Florian Schulz.
@KHH:
Natürlich gibt es das generische Femininum. Nur weil du das nicht gut findest, hört es nicht auf zu existieren. :-)

Und ich halte die ganze Gendersache für sowas von unnötig. Wie schön wäre, wenn wir eine geschlechterfreie Sprache hätten (vllt. ähnlich der Engländer, die uns da auf diesem Weg schon ein paar Jahrhunderte voraus sind (vor ca. 4 Jahrhunderten hatten die auch noch der/die/das-Äquivalente statt einfach generell de (the) zu benutzen))



Ich verstehe nicht, warum sich konservative Leute immer so aufregen und soviel Heckmeck drum machen. Wenn die Menschen die Wörter "jetzt" und "Lilie" benutzen, regt sich ja auch keiner auf, dass es diese Wörter nicht gibt und es (Stand Goethe) "itzo" und "Lilge" heißt. :-D

Mir ist es sowas von Stulle und ich reagiere auch auf Passa duriuscula oder Tilfrau oder Beate (obwohl ich eigentlich Tilmann heiße). Hauptsache aus dem Kontext ergibt sich, wer gemeint ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass es der Alten Köpenickerin ähnlich geht (ohne für sie sprechen zu wollen), sodass deine Anrede mit Humor genommen wird.



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2025 09:31 von PassusDuriusculus.
Zitat
Alter Köpenicker
Nur bei wichtigen Dingen wird Armut vorgeschützt, wie zum Beispiel kürzlich die Bundeskanzlerin in ihrem Sommerinterview zum Thema Bürgergeld.

+1 😁😍 Ich liebe alles an dem Satz.


Zitat
Florian Schulz
Eben genau das wollte sie damit ausdrücken. Das generische Femininum ist eine schöne Idee um aufzuzeigen, wir männlich dominiert unsere Sprache ist. Das männliche Geschlecht wird zur Norm erklärt und das weibliche zur Abweichung. Das generische Femininum dreht das Prinzip einfach mal um. Vielleicht kommen wir als Gesellschaft eines Tages dahin, zum Beispiel damenlose Koffer als etwas Normales anzusehen.

+1
Zitat
Florian Schulz
Vielleicht kommen wir als Gesellschaft eines Tages dahin, zum Beispiel damenlose Koffer als etwas Normales anzusehen.

Vielleicht würde ein damenloser Koffer keinen Bombenalarm auslösen. Ich werfe jetzt die These ein, dass es einen Grund gibt, dass die deutsche Sprachen auch das Neutrum kennt und daher doch eigentlich ein generisches Neutrum die Lösung wäre.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
also das Bundeskanzlum? :-)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2025 09:30 von PassusDuriusculus.
Zitat
Florian Schulz
Eben genau das wollte sie damit ausdrücken. Das generische Femininum ist eine schöne Idee um aufzuzeigen, wir männlich dominiert unsere Sprache ist. Das männliche Geschlecht wird zur Norm erklärt und das weibliche zur Abweichung. Das generische Femininum dreht das Prinzip einfach mal um. Vielleicht kommen wir als Gesellschaft eines Tages dahin, zum Beispiel damenlose Koffer als etwas Normales anzusehen.
Bei den Deutschen liegt es in der Natur Probleme zu erzeugen wo eigentlich nie welche waren. Spoiler: Das Berliner Wappentier "Der Berliner Bär" ist anscheinend männlich. Der Bundesadler...
Zitat
GraphXBerlin
Bei den Deutschen liegt es in der Natur Probleme zu erzeugen wo eigentlich nie welche waren.

Jeder, der die männliche Komfortzone mal ein bisschen verlässt, kommt zu anderen Schlüssen. Aber ja, feministische Frauenbewegungen zeigen Probleme auf, die den Männern 300 Jahre am Hintern vorbei gingen. Und sowas manifestiert sich über die Jahrhunderte eben in der Sprache. Du kannst ja mal zum Spaß bei Arzneimittelwerbung zählen, wie häufig man den Arzt und Apotheker fragen soll und wie selten die Ärztin oder Apothekerin.

Beim generischen Maskulinum sollen sich Frauen mit angesprochen fühlen und beim generischen Femininum machen Männer ein Fass auf.
Zitat
Florian Schulz
Zitat
GraphXBerlin
Bei den Deutschen liegt es in der Natur Probleme zu erzeugen wo eigentlich nie welche waren.

[...] Du kannst ja mal zum Spaß bei Arzneimittelwerbung zählen, wie häufig man den Arzt und Apotheker fragen soll und wie selten die Ärztin oder Apothekerin.

Beim generischen Maskulinum sollen sich Frauen mit angesprochen fühlen und beim generischen Femininum machen Männer ein Fass auf.

Da bist du aber einige Jahre zu spät. Es heißt längst: "Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke."

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
Florian Schulz
Zitat
GraphXBerlin
Bei den Deutschen liegt es in der Natur Probleme zu erzeugen wo eigentlich nie welche waren.

[...] Du kannst ja mal zum Spaß bei Arzneimittelwerbung zählen, wie häufig man den Arzt und Apotheker fragen soll und wie selten die Ärztin oder Apothekerin.

Beim generischen Maskulinum sollen sich Frauen mit angesprochen fühlen und beim generischen Femininum machen Männer ein Fass auf.

Da bist du aber einige Jahre zu spät. Es heißt längst: "Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke."

Du hast den Erkenntnisgewinn vorweggenommen. Genau dahin wollte ich sie bringen. Bin gespannt, ob die Kollegin so weit geht und die (eindeutig bessere) Formulierung als Luxusproblem abtut :)
Zitat
PassusDuriusculus
also das Bundeskanzlum? :-)

Einfacher wäre es, die Institution z.B. als Bundeskanzlei zu bezeichnen, wie es ja auch in verschiedenen Bundesländern üblich ist, von Staatskanzlei zu sprechen. Die jeweilige Person wäre dann aufgefordert, sich eine entsprechende geschlechtsspezifische Bezeichnung zu wählen, was sie ja in der Regel schon im Rahmen ihrer Kandidatur als Selbstbezeichnung tut.
Das haben wir eigentlich alle längst verstanden. Nicht das Problem ist der Luxus, sondern die Problemsprache. Es kann sein, dass die aktivistische Veränderung der Sprache hilfreich ist. Jedoch sollte so etwas besser wachsen. Das hat Sprache nämlich so an sich. Ich bleibe daher da gelassen. Lass sie reden, ich rede anders. Mal sehen, was am Ende dabei rauskommt.
Zitat
Florian Schulz
Zitat
GraphXBerlin
Bei den Deutschen liegt es in der Natur Probleme zu erzeugen wo eigentlich nie welche waren.

Jeder, der die männliche Komfortzone mal ein bisschen verlässt, kommt zu anderen Schlüssen. Aber ja, feministische Frauenbewegungen zeigen Probleme auf, die den Männern 300 Jahre am Hintern vorbei gingen. Und sowas manifestiert sich über die Jahrhunderte eben in der Sprache. Du kannst ja mal zum Spaß bei Arzneimittelwerbung zählen, wie häufig man den Arzt und Apotheker fragen soll und wie selten die Ärztin oder Apothekerin.

Beim generischen Maskulinum sollen sich Frauen mit angesprochen fühlen und beim generischen Femininum machen Männer ein Fass auf.
Ich bin in keiner Komfortzone. Mir ist es nur einfach Sch***egal. Dann einfach alles "das" und gut ist. Aber dieses ewige "Salzstreuer/in" hebt die Gleichberechtigung in keinster weise nach oben.
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