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Kurzmeldungen August 2025
geschrieben von krickstadt 
Zitat
Mario
Fahrinfo spricht jetzt am Wochenende von einem 10-Minutentakt nach Rosenthal. Kann natürlich auch Fake sein, habe ich nicht vor Ort geprüft.

Jetzt am Abend war das nicht der Fall. Aufgrund eines Notarzteinsatzes bin ich soeben in eine S-Bahn-Betriebslücke zwischen Pankow und Blankenvburg geradten - Hinweis, man möge die Tram 50 nutzen. Kurz bevor die kam, erschien eine M1, die auch gleich zur Guyotstraße geschildert war (am Donnerstag sah ich in Mitte eine M1 nach "Pankow Kirche"). Und das, obwohl zu dieser Zeit vermutlich ein Betrieb mit allen M1en nach Rosenthal Nord einigermaßen problemlos möglich wäre. Hier müsste die BVG sofort nachbessern und den 107er entsprechend verlängern. Aus den sehr früh abgeleiteten M1en erst in den 250er zu steigen, um dann an der Hermann-Hesse-Straße nochmals in einen SEV (oder eben den ab dort fahrenden 107er) zu steigen, finde ich in höchstem Maße unangemessen.

Wenn schon diese dämliche Schillerstraße schon wieder für Probleme sorgt. Langsam müsste man ja mal merken, dass da oben Infrastruktur fehlt.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Zitat
Philipp Borchert
Wenn schon diese dämliche Schillerstraße schon wieder für Probleme sorgt. Langsam müsste man ja mal merken, dass da oben Infrastruktur fehlt.

Könnte man nicht wenigstens bis Pastor-Niemöller-Platz fahren und dann in Höhe Skladanowskystraße wenden, so wie man vor der Elsenstraße wendet? Oder mag es die Signalanlage in der Friedrich-Engels-Straße nicht, wenn man auf der selben Seite der eingleisigen Strecke wieder raus fährt?
In Einzelfällen hat man das wohl schon gemacht. Ob nun die Signalanlage das Problem ist oder eine Fahrplankollision mit einem aus Rosenthal kommenden Zug oder ob selbst dafür die nötige Energieversorgung zu schwach ist - keine Ahnung.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Zitat
Philipp Borchert
In Einzelfällen hat man das wohl schon gemacht. Ob nun die Signalanlage das Problem ist oder eine Fahrplankollision mit einem aus Rosenthal kommenden Zug oder ob selbst dafür die nötige Energieversorgung zu schwach ist - keine Ahnung.

Falls nicht zeitgleich weitere Einschränkungen herrschen, ginge das. Vorausgesetzt wäre Orts- und Sachkenntnis, Kompetenz, Initiative, echte Kundendienstfreundlichkeit, Pragmatismus der Leitstelle und Rückhalt bei Vorgesetzten bei Abweichungen von Fahr- und Dienstplänen. Fahrsignalanlagen funktionieren in verschiedenen Betriebsarten, und ja, es muss jemand vor Ort mit entsprechenden Berechtigungen und Erfahrungen.
Statt gar kein Ersatzverkehr anzubieten und null Info an den Haltestellen, wäre ein Taxiverkehr für eine Metrostraßenbahnlinie angemessen. Nach Verkehrsvertrag und Betriebspflicht eigentlich nötig.

Die Angemessenheit von "Schadensereignis" und totaler Betriebseinstellung wäre zumindest zu hinterfragen.
Dass es in Deutschlands größtem Straßenbahnnetz trotz hunderter Millionen Investitionen seit der Wiedervereinigung immer noch eingleisige Streckenabschnitte gibt, nach einem Viertel des 21. Jahrhunderts. Die sollten schon in den 1920er Jahren verschwinden, dann in den 1980ern, immer kam was dazwischen.

so long

Mario
Kurz nach 12 Uhr gab es ein Update bei den BVG-Störungsmeldungen.
Jetzt gibt es endlich Ersatzverkehr, sogar rückwirkend ;-).

so long

Mario


Ja, aber die blöde Angebotslücke besteht dich nach wie vor. Der SEV müsste eigentlich ab Pankow Kirche fahren.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
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VBB Newsletter

Achtteiliger Zug des RE1 hält erstmals zur Potsdamer Schlössernacht an verlängertem Bahnsteig in Park Sanssouci

Die beliebte Potsdamer Schlössernacht wird auch in diesem Jahr zahlreiche Gäste anziehen. Für eine bequeme ÖPNV-Anreise halten am 22. August 2025 erstmals Züge der ODEG mit acht Wagen und 800 Sitzplätzen an der Station Potsdam Park Sanssouci. Im Vorfeld wurde dafür im Projekt „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ ein Bahnsteig an der Station auf die erforderliche Länge von rund 220 Metern verlängert. Die Bahnsteige an weiteren neun Stationen folgen bis voraussichtlich 2028. Parallel dazu baut die ODEG einen Teil ihres Fahrzeugflotte sukzessive um, damit das Angebot auf dem RE1 bereits frühzeitig mit verlängerten Zügen erhöht werden kann. Die Bordtechnik der eingesetzten Doppeltraktion aus zwei 4 teiligen Desiro HC-Zügen baut auf modernste Fahrzeugarchitektur: Mit bis zu 4.000 kW Leistung, acht angetriebenen Achsen und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ermöglichen sie zuverlässiges, zügiges Fahren mit hoher Beschleunigung. Dank des Single-/Doppelstock-Konzepts verbindet der Zug Effizienz mit Komfort. Breite Türen, große Mehrzweckbereiche und barrierefreie Einstiegsmöglichkeiten bei zwei Bahnsteighöhen (55 cm und 76 cm) sorgen für einen entspannten Fahrgastwechsel.

Die Regionalexpresslinie zwischen Magdeburg – Berlin – Eisenhüttenstadt ist eine wichtige Lebensader für viele Pendler*innen, Studierende und Ausflügler. Mit Betriebsaufnahme des Netzes Elbe-Spree Ende 2022 wurde das Angebotskonzept auf der RE1 in den Hauptverkehrszeiten abschnittsweise auf drei Züge pro Stunde erweitert – davon fahren zwei Züge mit sechs Wagen, ein dritter mit acht. Letzterer hält als Expresszug nur an größeren Bahnhöfen, deren Bahnsteige lang genug für die knapp 210 Meter messenden Züge sind.
Bis 2028 werden zahlreiche Stationen von der DB InfraGO AG im Rahmen des Projektes i2030 für den Einsatz von längeren Zügen auf der Linie RE1 vorbereitet. Das Land Brandenburg sichert die Finanzierung der Bahnsteigverlängerungen zunächst ab. Sobald die nötigen Zuwendungsbescheide vorliegen, wird ein Teil dieser Mittel durch Bundesfördermittel abgelöst. Verlängert werden die Bahnsteige an den Stationen:

Potsdam Park Sanssouci
Hangelsberg
Berkenbrück
Jacobsdorf (Mark)
Pillgram
Götz
Groß Kreutz
Briesen (Mark)
Ziltendorf
Parallel beginnt die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) als Streckenbetreiber ab Ende 2025 mit dem Umbau der vorhandenen Desiro-Zugflotte auf acht Wagen.

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Wir möchten die für Brandenburg so wichtige Strecke des RE1 fit für die Zukunft machen. Dazu gehört, dass wir zunächst die Bahnsteige der Stationen Potsdam Park Sanssouci und Hangelsberg verlängert haben, um längere Züge mit noch mehr Kapazitäten einsetzen zu können. Das Land ist dafür in die Finanzierung gegangen, und ich bin mir sicher, dass unsere Investition in Höhe von 2,75 Millionen Euro für die Stationen Potsdam Park Sanssouci und Hangelsberg ein Schritt für einen noch besseren ÖPNV sind. Besonders freue ich mich, dass nun erstmals zur Potsdamer Schlössernacht längere Züge am Park Sanssouci halten werden.“

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin: „Mit Inbetriebnahme des verlängerten Bahnsteiges am Bahnhof Potsdam Park Sanssouci können dort nun acht Wagen der wichtigen Pendlerlinie RE1 halten. Dies führt zu einer spürbaren Entlastung in der Hauptverkehrszeit. Die Kapazitätssteigerung durch den Einsatz der langen Züge ist ein wichtiger Beitrag für eine zuverlässige und attraktive Schienenverbindung in der Region. Erstmals zur Potsdamer Schlössernacht wird dies zu spüren sein.“

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: „Mit der Verlängerung von neun Bahnsteigen entlang der Trasse des RE 1 schafft die Deutsche Bahn die Voraussetzung, längere Züge einzusetzen und somit mehr Sitzplatzkapazität anzubieten. Damit wird für die Menschen ein weiterer Anreiz geschaffen, auf die umweltfreundliche Schiene umzusteigen.“

Lars Gehrke, Geschäftsführer der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG): „Dieser erste planmäßige Halt unserer Doppeltraktion am verlängerten Bahnsteig ist für uns ein greifbares Zeichen dafür, dass i2030 Wirklichkeit wird. Gemeinsam bringen wir 800 Sitzplätze pro Zug – mit hohem Komfort und echter Barrierefreiheit – direkt in den Alltag unserer Fahrgäste. Zur Schlössernacht vereinen wir Mobilitätsqualität mit einem kulturellen Highlight.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB): „Der RE1, die „Hauptschlagader“ durch das VBB-Land, wird nun weiter aufgewertet. Durch die Bahnsteigverlängerung können wir jetzt längere Züge zum Einsatz bringen. Die dadurch deutlich erhöhte Kapazität führt dazu, dass sich der stark nachgefragte RE 1 für unsere Fahrgäste nun entspannter und komfortabler nutzen lässt, eine echte Verbesserung, an der wir lange gearbeitet haben. Und das Projekt i2030 beweist hier, dass der gemeinsam geplante Infrastrukturausbau nach den notwendigen Jahren der Planung auch wirklich umgesetzt wird. Dass dies gelungen ist, freut mich nicht nur für alle, die zur Potsdamer Schlössernacht mit dem Zug anreisen, sondern besonders für diejenigen, die den RE1 tagtäglich nutzen.“

Mit einem temporären Fahrplankonzept für die Jahre 2026 bis 2028 wird die Voraussetzung geschaffen, dass die sukzessiv umgebauten Achtteiler bereits ab Dezember 2025 in den Einsatz gehen können. So werden mit dem kommenden Fahrplanwechsel z.B. die Stationen Potsdam Park Sanssouci und Potsdam Charlottenhof neu von den verlängerten Zügen bedient. Nach Fertigstellung des aktuell in Neubau befindlichen Bahnhofs Fangschleuse vsl. Ende 2026 werden auch dort Züge mit 800 Sitzplätzen halten können und somit die Kapazität stark erhöht.
Voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel Ende 2028 sollen dann an alle Stationen verlängert sein, sodass dort achteilige Züge halten können.

Mehr Informationen:
[www.i2030.de]

odeg-nes.de

Beste Grüße
Harald Tschirner
verstehe ich das alles richtig ?

a) Der Bahnsteig in Potsdam Sanssouci in Richtung Berlin wurde um 20 m verlängert, damit 8-teilige Desiro HC dort halten können.
Das ist erstmal eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, daß der Bahnsteig bei 55 cm Höhe geblieben ist.
b) der Bahnsteig Hangelsberg um 30-40 m auf 220m verlängert wurde, dort aber keine 8-teiligen Desiro HC halten werden.

Sieht für mich nicht nach einem durchdachten Konzept aus.

Ich möchte nochmal auf die Erfolgsgeschichte des RRX im Ruhrgebiet verweisen, wo vor Einsatz der Desiro HC alle Bahnsteige zeitig auf 210/220m Länge und 0,76m Höhe umgebaut wurden. Das ist für mich ein durchdachtes Konzept und kein Stückwerk wie beim VBB
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
verstehe ich das alles richtig ?

a) Der Bahnsteig in Potsdam Sanssouci in Richtung Berlin wurde um 20 m verlängert, damit 8-teilige Desiro HC dort halten können.
Das ist erstmal eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, daß der Bahnsteig bei 55 cm Höhe geblieben ist.

Spielt das eine Rolle? Die Mittelwagen des Desiro HC weisen zwei Türen mit unterschiedlichen Einstiegshöhen auf. Die FLIRT und KISS werden diese auch aufweisen. Damit ist für solche Unterschiede doch bestens vorgesorgt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2025 19:14 von Flexist.
Zitat
Flexist
Zitat
Jim Knopf vom Niederrhein
verstehe ich das alles richtig ?

a) Der Bahnsteig in Potsdam Sanssouci in Richtung Berlin wurde um 20 m verlängert, damit 8-teilige Desiro HC dort halten können.
Das ist erstmal eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, daß der Bahnsteig bei 55 cm Höhe geblieben ist.

Spielt das eine Rolle? Die Mittelwagen des Desiro HC weisen zwei Türen mit unterschiedlichen Einstiegshöhen auf. Die FLIRT und KISS werden diese auch aufweisen. Damit ist für solche Unterschiede doch bestens vorgesorgt.

Naja, langfristig wäre es schon schön wenn alle Bahnsteige in Deutschland 76cm hätten und man keine Züge mehr mit Türen mit jeweils unterschiedlichen Einstiegshöhen bauen müsste.

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Zitat
Bumsi
Naja, langfristig wäre es schon schön wenn alle Bahnsteige in Deutschland 76cm hätten und man keine Züge mehr mit Türen mit jeweils unterschiedlichen Einstiegshöhen bauen müsste.

Schön wäre das wohl schon, wenn die Einstiegshöhen einheitlich wären, aber gleichzeitig auch so schwierig umzusetzen, dass man sich eher entschieden hat, dauerhaft mit Kompromissen zu arbeiten. Die unterschiedlichen Einstiegshöhen beim Desiro HC sind schon mal eine gute Reaktion darauf.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Bumsi
Naja, langfristig wäre es schon schön wenn alle Bahnsteige in Deutschland 76cm hätten und man keine Züge mehr mit Türen mit jeweils unterschiedlichen Einstiegshöhen bauen müsste.

Schön wäre das wohl schon, wenn die Einstiegshöhen einheitlich wären, aber gleichzeitig auch so schwierig umzusetzen, dass man sich eher entschieden hat, dauerhaft mit Kompromissen zu arbeiten. Die unterschiedlichen Einstiegshöhen beim Desiro HC sind schon mal eine gute Reaktion darauf.

Sorry, aber unterschiedliche Einstiegshöhen sind ein ganz schlechter Kompromiss für schnelle Fahrgastwechsel im Ballungsraum. Fahrgäste, die mit den unterschiedlichen Höhen bei den ODEG Desiro HC nicht so vertraut sind, müssen erst einmal überlegen, was diese ganzen Logos bedeuten sollen und nehmen prompt die "falsche" Türe, stolpern oder fallen sodann auf den Bahnsteig. Das ist gefährlich. Und das ist und bleibt Murks was auf da auf der RE1-Strecke (Fahrzeuge und Infrastruktur) veranstaltet wird. In NRW wurde das wesentlich besser und konsequenter umgesetzt.
Dann drücken wir mal die Daumen, dass das ganze VBB-Land in der Einsatzzeit eines Fahrzeugtyps alle Bahnsteige, die auf wichtigen Linien inzwischen weitgehend einheitlich abseits der FV-Halte bei 55cm liegen, auf 76cm erhöht. Wird nicht passieren? Ach, ups...
55cm ist nun weitgehend Standardhöhe in Berlin und Brandenburg, davon wegkommen wird erstmal nur durch solche Lösungen ähnlich zum Desiro HC der Odeg gut funktionieren.

Gruß Flo
Zitat
FlO530
Dann drücken wir mal die Daumen, dass das ganze VBB-Land in der Einsatzzeit eines Fahrzeugtyps alle Bahnsteige, die auf wichtigen Linien inzwischen weitgehend einheitlich abseits der FV-Halte bei 55cm liegen, auf 76cm erhöht. Wird nicht passieren? Ach, ups...
55cm ist nun weitgehend Standardhöhe in Berlin und Brandenburg, davon wegkommen wird erstmal nur durch solche Lösungen ähnlich zum Desiro HC der Odeg gut funktionieren.

Gruß Flo

Nö, eigentlich braucht man da gar keine Daumen zu drücken, man muss nur das Umsetzen, was im im politischen Raum als Landesnahverkehrsplan 2023-2027 großartig verkündet wurde. Dort ist auf Seite 164 das "Bahnsteighöhenkonzept" als Karte abgebildet und die gesamte RE1-Strecke ist als grün "mit Zielhöhe 76 cm ü.SO" abgebildet.
Alles was neu beschafft wird ist für die Höhenunterschiede bestens vorbereitet, aber was ist mit den Dostos der DB? Auf die setzt man immer weiter, dabei ist bei denen nicht eine Tür für 76 cm ausgelegt.
Solange es keine EU-Verordnung gibt, kann jede regionale Vereinheitlichung ein Schritt in die falsche Richtung sein.

Vielleicht sollte man sich lieber europaweit auf 66cm einigen, dann wäre es gerecht und die Stufen in der Übergangszeit nicht so groß
Ach Leute, es kann niemals eine einheitliche Bahnsteighöhe in Deutschland geben, weil das an den verschiedenen Systemen scheitert. Entsprechend sind auch Abweichungen von der Regelhöhe 76 möglich. Sei es die S-Bahn mit ihren 96cm (und immer noch Abweichungen nach oben) oder sämtliche Tram-Train-Systeme die ins städtische Straßenbahnnetz fahren und daher niedrigere Einstiege benötigen.

Vor allem aber ist die Festlegung auf 76 mit der Begründung "Fernverkehr" absurd, da es im Fernverkehr bisher keine Züge mit dieser Einstiegshöhe gibt. Der neue Talgo-Zug, der zum ICE-L hochgelabelt wurde, ist der erste Zug, der die 76cm Einstiegshöhe erfüllt und dafür dann in den Endwagen Stufen aufweist. Die zeitgleich neu beschafften ICE3neo der Baureihe 408 sind aber weiterhin höher.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Ach Leute, es kann niemals eine einheitliche Bahnsteighöhe in Deutschland geben, weil das an den verschiedenen Systemen scheitert. Entsprechend sind auch Abweichungen von der Regelhöhe 76 möglich. Sei es die S-Bahn mit ihren 96cm (und immer noch Abweichungen nach oben) oder sämtliche Tram-Train-Systeme die ins städtische Straßenbahnnetz fahren und daher niedrigere Einstiege benötigen.

Vor allem aber ist die Festlegung auf 76 mit der Begründung "Fernverkehr" absurd, da es im Fernverkehr bisher keine Züge mit dieser Einstiegshöhe gibt. Der neue Talgo-Zug, der zum ICE-L hochgelabelt wurde, ist der erste Zug, der die 76cm Einstiegshöhe erfüllt und dafür dann in den Endwagen Stufen aufweist. Die zeitgleich neu beschafften ICE3neo der Baureihe 408 sind aber weiterhin höher.

Die S-Bahnen halten aber eher selten an den gleichen Bahnsteigen wie der restliche Verkehr. Wieso sollten Tram-Train-Systeme niedrigere Bahnsteige benötigen? Was spricht dagegen in den genannten Systemen die Straßenbahnhaltestellen auf 76cm zu bringen? Die Straßenbahn Hannover arbeitet sogar mit 82cm Bahnsteigen.

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Zitat
Bumsi


Die S-Bahnen halten aber eher selten an den gleichen Bahnsteigen wie der restliche Verkehr.

Außerhalb von Berlin gibt es das durchaus häufig, es geht hier sogar nicht nur ums Halten, sondern auch ums Durchfahren. Eigentlich sind 96cm perfekt für ebenerdigen Einstieg. Das geht aber nicht, wenn Fern- und Güterzüge dort durchfahren sollen.
Zitat

Wieso sollten Tram-Train-Systeme niedrigere Bahnsteige benötigen? Was spricht dagegen in den genannten Systemen die Straßenbahnhaltestellen auf 76cm zu bringen? Die Straßenbahn Hannover arbeitet sogar mit 82cm Bahnsteigen.

Hochbahnsteige sind städtebaulich durchaus schwierig und und sie erschweren die Infrastrukturnutzung gemeinsam mit Niederflurstraßenbahnen - meistens fahren die Tramtrains ja auch über bestehende Infrastruktur. Man wird ja nicht ein ganzes Straßenbahnsystem auf Hochflur umrüsten wegen einer einzigen Tramtrain-Strecke.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.08.2025 13:04 von Nemo.
Zitat
Nemo
Zitat
Bumsi
Die S-Bahnen halten aber eher selten an den gleichen Bahnsteigen wie der restliche Verkehr.

Außerhalb von Berlin gibt es das durchaus häufig, es geht hier sogar nicht nur ums Halten, sondern auch ums Durchfahren. Eigentlich sind 96cm perfekt für ebenerdigen Einstieg. Das geht aber nicht, wenn Fern- und Güterzüge dort durchfahren sollen.

Abgesehen von Berlin ist es m.E. sogar der Regelfall, dass S-Bahnen auch im Mischverkehr fahren und an "normalen" Bahnsteigen halten.

Ansonsten würde ich ja vorschlagen, für das Thema Bahnsteighöhen einen neuen Faden aufzumachen. Dazu kann man viel und lange diskutieren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.08.2025 13:15 von Latschenkiefer.
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