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Kurzmeldungen August 2025
geschrieben von krickstadt 
Nichts weltbewegendes, aber Flexitiy 9070(?) fuhr heute gegen 12Uhr die Konrad-Wolf-Straße mit Blinklicht stadtauswärts im Schleichgang als "5 Betriebsfahrt" (sic!) und blieb dann mehrere Stunden an der Haltestelle Oberseestraße stehen, die zwei(!) Fahrer standen draußen etwas ratlos dreinblickend. Ein BVG-Servicefahrzeug war allerdings nicht zu sehen. Größere Dellen von einem Verkehrsunfall o.ä. waren auch nicht erkennbar.

Gestört hat es an der besagten Haltestelle nur den SEV-Bus, ansonsten fährt ja derzeit dort außer zu absoluten Tagesrandzeiten keine Bahn.

Warum man das Schadfahrzeug nicht ab Hohenschönhauser Tor etc. auf direktem Weg nach Lichtenberg geleitet hat hätte mich mal interessiert.
Moin,

heute (25.8.2025) wurde in der Berliner Zeitung (und vermutlich auch in anderen Tageszeitungen) auf Seite 9 folgende Bekanntmachung des Eisenbahn-Bundesamts abgedruckt:

Zitat

Bekanntmachung
über die Auslegung
zum Planfeststellungsverfahren für das Bauvorhaben
"Neubau Bf Königs Wusterhausen; Erweiterung des Südkopfes, Gleis 124 (neu: Gleis 24)
Änderung der Eisenbahnstrecke 6142 Berlin-Görlitz, Planfeststellungsabschnitt
km 28,3+65 - km 30,0+60" in der Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald
im Bundesland Brandenburg

[...] Die Auslegung des Plans (Zeichnungen und Erläuterungen) mit den entscheidungserheblichen Unterlagen wird gemäß § 18a Abs. 3 AEG durch eine Veröffentlichung im Internet in der Zeit

vom 1. September 2025 bis einschließlich 30. September 2025

bewirkt.

Die Unterlagen sowie weitere Informationen zu dem Vorhaben finden Sie ab dem 1.9.2025 im Antrags- und Beteiligungsportal des Bundes für Verkehr und Offshore-Vorhaben unter https://beteiligung.bund.de/DE/VorhabenFindenUndBeteiligen/Karte/vorhabenuebersicht-karte.html (VorhabenID: V-E100853). [...]
.

Auf der Vorhabenseite kann auch die vollständige Bekanntmachung (PDF-Datei, 412.818 Bytes) geladen werden.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.08.2025 04:24 von krickstadt.
Bereits am 21.08. gab es bereits den vierten(?) Unfall mit einem BVG-Bus innerhalb von wenigen Wochen.

Berlin-Köpenick
Mehrere Verletzte nach Unfällen an derselben Kreuzung
Do 21.08.25 | 14:30 Uhr,rbb24
Zitat
GraphXBerlin
Bereits am 21.08. gab es bereits den vierten(?) Unfall mit einem BVG-Bus innerhalb von wenigen Wochen.

Der Bus im ersten Bild hat es schon richtig gemacht: "Die Mauer muss weg!"

Wenn ich mir die Kreuzung in Google Streetview anschaue, muss ich an die (sinnvollen) Auflagen, die ich in vielen B-Plan-Verfahren durch die Straßenverkehrsbehörden bekommen habe, denken. Diese fordern (i.d.R. mit Verweis auf die entsprechenden Landesstraßengesetze), dass von Hauptverkehrsstraßen bestimmte Abstände und Sichtdreiecke eingehalten werden müssen. Hier gibt es eine Mauer, die so hoch ist, dass sie die Sicht deutlich behindert - vor allem für Fahrzeuge, die von Osten her auf die Kreuzung zu fahren.
Die Sichtachsen werden bei Wahlplakaten auch gerne ignoriert. Zuständig für Beschwerden ist laut Polizei das Wahlamt, die antworten aber grundsätzlich nicht.
Zitat
krickstadt
Moin,

heute (25.8.2025) wurde in der Berliner Zeitung (und vermutlich auch in anderen Tageszeitungen) auf Seite 9 folgende Bekanntmachung des Eisenbahn-Bundesamts abgedruckt:

Zitat

Bekanntmachung
über die Auslegung
zum Planfeststellungsverfahren für das Bauvorhaben
"Neubau Bf Königs Wusterhausen; Erweiterung des Südkopfes, Gleis 124 (neu: Gleis 24)
Änderung der Eisenbahnstrecke 6142 Berlin-Görlitz, Planfeststellungsabschnitt
km 28,3+65 - km 30,0+60" in der Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald
im Bundesland Brandenburg

[...] Die Auslegung des Plans (Zeichnungen und Erläuterungen) mit den entscheidungserheblichen Unterlagen wird gemäß § 18a Abs. 3 AEG durch eine Veröffentlichung im Internet in der Zeit

vom 1. September 2025 bis einschließlich 30. September 2025

bewirkt.

Die Unterlagen sowie weitere Informationen zu dem Vorhaben finden Sie ab dem 1.9.2025 im Antrags- und Beteiligungsportal des Bundes für Verkehr und Offshore-Vorhaben unter https://beteiligung.bund.de/DE/VorhabenFindenUndBeteiligen/Karte/vorhabenuebersicht-karte.html (VorhabenID: V-E100853). [...]
.

Auf der Vorhabenseite kann auch die vollständige Bekanntmachung (PDF-Datei, 412.818 Bytes) geladen werden.

Viele Grüße, Thomas

Kann man irgendwo (grafisch) sehen, wie der Knoten aufgelöst werden soll?
Zitat
Wutzkman
Zitat
krickstadt
Moin,

heute (25.8.2025) wurde in der Berliner Zeitung (und vermutlich auch in anderen Tageszeitungen) auf Seite 9 folgende Bekanntmachung des Eisenbahn-Bundesamts abgedruckt:

Zitat

Bekanntmachung
über die Auslegung
zum Planfeststellungsverfahren für das Bauvorhaben
"Neubau Bf Königs Wusterhausen; Erweiterung des Südkopfes, Gleis 124 (neu: Gleis 24)
Änderung der Eisenbahnstrecke 6142 Berlin-Görlitz, Planfeststellungsabschnitt
km 28,3+65 - km 30,0+60" in der Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald
im Bundesland Brandenburg

[...] Die Auslegung des Plans (Zeichnungen und Erläuterungen) mit den entscheidungserheblichen Unterlagen wird gemäß § 18a Abs. 3 AEG durch eine Veröffentlichung im Internet in der Zeit

vom 1. September 2025 bis einschließlich 30. September 2025

bewirkt.

Die Unterlagen sowie weitere Informationen zu dem Vorhaben finden Sie ab dem 1.9.2025 im Antrags- und Beteiligungsportal des Bundes für Verkehr und Offshore-Vorhaben unter https://beteiligung.bund.de/DE/VorhabenFindenUndBeteiligen/Karte/vorhabenuebersicht-karte.html (VorhabenID: V-E100853). [...]
.

Auf der Vorhabenseite kann auch die vollständige Bekanntmachung (PDF-Datei, 412.818 Bytes) geladen werden.

Viele Grüße, Thomas

Kann man irgendwo (grafisch) sehen, wie der Knoten aufgelöst werden soll?

Weitere Unterlagen werden am 1.9. veröffentlicht.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Wutzkman
Kann man irgendwo (grafisch) sehen, wie der Knoten aufgelöst werden soll?

Kurz und knapp: Gar nicht.

Es geht hier um den Südkopf des Bahnhofs, wo derzeit gar kein Konflikt besteht.

Über trassenfinder.de lässt sich ein Lageplan herunterladen (oder reinzoomen) aus dem die Gleisbezeichnungen hervorgehen. Das heutige Gleis 124 (künftig) 24 wird (wieder) mit 3 Weichen an die Strecke angebunden und ist künftig das Puffergleis für 750m-Güterzüge.

Der "kleine" Umbau im Nordkopf ist bereits planfestgestellt. Aber auch da geht es nicht wirklich um die Entflechtung. "Nur" die kurze Eingleisigkeit wird durch zwei Weichen und dazwischen eine neue eingleisige Brücke über den Nottekanal beseitigt.

Die "große" Entflechtung ist erst in einem dritten Schritt vorgesehen, wird aber wohl gar keine echte Entflechtung (die nur niveaufrei möglich wäre). Wenn sie überhaupt kommt, dann wird nur Gleis 2 und Gleis 3 in der Nutzung getauscht, so dass es dann eine tatsächlich durchgängige Zweigleisigkeit gäbe. Für die Fahrt in die Gütergleise (und falls kein neuer Bahnsteig gebaut wird, für die RB36) muss dann weiterhin die S-Bahn gekreuzt werden.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
"Dritter Schritt" wohl auch deshalb, damit man es weiter in die nicht absehbare Zukunft schieben kann, oder?
Kurzes Statusupdate aus Johannisthal:
Gestern begannen dann schon die Tiefbauarbeiten im Bereich Winckelmannstr./Köpenicker Str., indem man die das Straßenbahngleis einfassende Asphaltierung malträtierte; heute ist das Gleisstück bereits entfernt. Die Winckelmannstraße ist zwischen Vereinsstraße (exakter: Zufahrt Aldi-Parkplatz) und Köpenicker Straße voll gesperrt, in der Relation Köpenicker/Winckelmannstraße kann einspurig abgebogen werden.

Grüße
Mike
Zitat

"Mike485" am 27.8.2025 um 13.42 Uhr:

Kurzes Statusupdate aus Johannisthal: [...]

Vielen Dank! :-)

Hier ein "Followup" zu der Veröffentlichung einer parlamentarischen Anfrage am 22.7.2025 im Diskussionsfaden "Kurzmeldungen Juli 2025".

Auf diese Anfrage wurde heute im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses eine Nachfrage veröffentlicht:

Zitat

Anfrage der Abgeordneten Linda Vierecke (SPD) vom 4.8.2025 und Antwort vom 19.8.2025: Die Erneuerung der U-Bahnflotte ohne Klimaanlage - zukunftsfähig in Zeiten von Rekordtemperaturen? - Nachfrage

Vorbemerkung der Verwaltung: Die Schriftliche Anfrage betrifft (zum Teil) Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl um eine sachgerechte Antwort bemüht und hat daher die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR um Stellungnahme gebeten, die bei der nachfolgenden Beantwortung berücksichtigt ist bzw. in der Antwort an den entsprechend gekennzeichneten Stellen wiedergegeben wird.

Vorbemerkung der BVG: Umfassende Informationen zum Thema Klimaanlagen finden Sie auch auf unserer Website unter Klimaanlagen - #nachgefragtabgehakt.

Frage 1: In welcher Hinsicht wurden die Lüftungsanlagen der neuen U-Bahnzüge der Berliner Verkehrsbetriebe im Vergleich zu den alten U-Bahnzügen konkret verbessert? Welche Frischluftmenge wird jeweils pro Fahrgast eingebracht? Um wieviel leiser sind die neuen Lüftungsanlagen?

Antwort zu 1.: Die BVG teilt hierzu mit: "Die Frischluftmenge beträgt mindestens 8 m³/h pro Person. Der Innengeräuschpegel im Fahrgastraum im Stand überschreitet bei allen Betriebszuständen inkl. des maximalen Lüftungsbetriebes bei voller Besetzung (4 P/m²) (entspr. Volllast Klimaanlage) den Wert von LpAeq = 63 dB(A) nicht."

Frage 2: Wurden die neuen U-Bahnzüge J und JK der Berliner Verkehrsbetriebe vor dem Einsatz in einer Klimakammer überprüft? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen. Wenn nein, warum nicht?

Antwort zu 2.: Die BVG teilt hierzu mit: "Die Fahrzeuge der Baureihen JK und J wurden bei der RTA Wien im Klima-Wind-Kanal aufwändig getestet. Die Antwort wurde bereits zur Frage 9 der Antwort auf die Schriftliche Anfrage Nr. 19/23070 vom 7. Juli 2025 gegeben:

‚Die ... durchgeführten Tests zeigen, dass die einzuhaltenden Grenzwerte der Behaglichkeitsbedingungen, die neben der Temperatur auch die Luftfeuchte und Luftzirkulation umfassen, die sich aus den ... Normen und Anforderungen ergeben, eingehalten werden.‘

Die entsprechenden Protokolle, die auch Geschäftsgeheimnisse der Fa. Stadler enthalten, liegen der BVG vor und können nach Absprache in einem Datenraum eingesehen werden."

Frage 3: Entsprechen diese Prüfungen jeweils den Typprüfungen nach DIN EN 14813 / Teil 2 und DIN EN 14750 / Teil 2?

Antwort zu 3.: Die BVG teilt hierzu mit: "Ja. Die entsprechenden Protokolle, die auch Geschäftsgeheimnisse der Fa. Stadler enthalten, liegen der BVG vor und können dort nach Absprache in einem Datenraum eingesehen werden."

Frage 4: Falls ja (Bezug zu Frage 2), welche konkreten Innenraumtemperaturen wurden im Fahrgastraum gemessen, insbesondere in den Versuchen TL 221, TL 222, TL 226, TL 227 gemäß DIN EN 14750 / Teil 2?

Antwort zu 4.: Die BVG teilt hierzu mit: "Die entsprechenden Protokolle, die auch Geschäftsgeheimnisse der Fa. Stadler enthalten, liegen der BVG vor und können dort nach Absprache in einem Datenraum eingesehen werden."

Frage 5: Gab es theoretische und/oder praktische Stresstests oder Notfallsimulationen für überlastete Lüftungssysteme von Fahrzeugen und Tunneln bei Temperaturen über 35 °C in Berlin? Wenn nein: Warum nicht? Sind welche geplant? Wenn ja, wann?

Antwort zu 5.: Die BVG teilt hierzu mit: "Nein. Im Tunnelbereich sind keine Temperaturen im Bereich von 35 °C oder höher zu erwarten."

Frage 6: Studien gehen davon aus, dass bereits in den frühen 30er Jahren die 2-Grad Temperaturschwelle global überschritten ist und dann auch Temperaturszenarien von mehreren Wochen im Bereich 40 Grad nicht mehr auszuschließen sind. Gleichzeitig werden SPNV-/ÖPNV-Fahrzeuge häufig 30 und mehr Jahre betrieblich eingesetzt. Geht der Senat davon aus, den derzeitigen Fahrzeugpark für solche Hitzeperioden uneingeschränkt einsetzen zu können? Sind bereits Szenarien für einen teilweisen oder gänzlichen ÖPNV-Shutdown für den Teil des Fahrzeugparks, der nur für die "Temperate"-Klimazone konstruiert und beschafft wurde, entwickelt worden?

Frage 7: Gibt es im Rahmen der Hitzeaktionsplanung konkrete Maßnahmen, um die Fahrzeuge mit "Temperate"-Klima- oder Lüftungsanlagen in Hitzetageszenarien trotzdem einsetzen zu können? Sind diese Maßnahmen durchgerechnet, getestet und verifiziert?

Antwort zu 6. und 7.: Auf Grund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 6 und 7 gemeinsam beantwortet.

Aktuell geht der Senat davon aus, dass die für Klimazone "Temperate" ausgelegten Fahrzeuge während solcher Perioden eingesetzt werden können. Gerade in Tunneln werden Temperaturen von 30 °C oder höher nicht erwartet. Der Sachverhalt wird weitergehend betrachtet. Busse haben eine deutlich kürzere Lebensdauer von unter 15 Jahren. Hier kann bereits früher eine Überprüfung erfolgen.

Frage 8: Bei der Ausschreibung von S-Bahnen, RB/RE-Bahnen U-Bahnen, Trams und Busse sollen die Klimaanlagen gemäß der Klimazonen nach EN 50125-1 auf bestimmte Klimazonen ausgelegt werden.

a) Welche Baureihen und wie viele Fahrzeuge jeweils sind nach der Klimazone "Temperate" (-25 °C bis +35 °C und bis zu +40 °C kurzfristig) bestellt worden und aktuell im Betrieb?
b) Welche Baureihen und wie viele Fahrzeuge jeweils sind nach der Klimazone "Hot dry" oder "Hot humid" (-25 °C bis +40/45 °C wie in Zentral- oder Südspanien bzw. an der Mittelmeerküste) bestellt worden und aktuell im Betrieb?

Antwort zu 8.: Die BVG teilt hierzu mit: "Die Fahrzeuge der U-Bahnbaureihen HK, IK, JK und J besitzen nur Klimaanlagen in der Fahrkabine, die nach EN 50125-1 für Mitteleuropa ausgelegt sind. Eine Auslegung nach der Klimazone "Hot dry" oder "Hot humid" ist nicht sinnvoll und würde die Anschaffungs- und Betriebskosten unnötig erhöhen, da solche Klimabedingungen in den Tunneln nicht zu erwarten sind."

Frage 9: Plant der Senat, künftige Ausschreibungen, Vergaben oder Inhouse-Beauftragungen über die BVG weiter nach den Klimazonen "Temperate" oder nach den Klimazonen "hot dry" oder "hot humid" zu vergeben? Wenn nein, auf welche Klimaprognosen stützt sich der Senat für die Region Berlin?

Antwort zu 9.: Wie in der Antwort zu Frage 13 der Schriftlichen Anfrage Nr. 19/23070 dargelegt, liegt Berlin nach gängiger Definition in der gemäßigten Klimazone ("temperate climate"). Der Senat stützt sich grundsätzlich auf wissenschaftlich fundierte Klimaprognosen. Dabei wird das lokale gemäßigte Klima mit zunehmend häufigeren Hitzetagen und Extremwetterereignissen berücksichtigt. Zukünftige klimatische Entwicklungen und deren potenzielle Auswirkungen fließen in die Planungen ein.

Frage 10: Die Londoner U-Bahn verkehrt in deutlich älteren und deutlich engeren Tunneln als die Berliner U-Bahn. Dort ist es bei den neuen U-Bahnzügen (Piccadilly Line) gelungen, eine Klimaanlage einzubauen. Was macht die Integration einer Klimaanlage bei der Berliner U-Bahn anspruchsvoller als bei der Londoner U-Bahn?

Frage 11: Kann das in London gewählte Konzept auf Berlin übertragen und bei zukünftigen Fahrzeugbeschaffungen berücksichtigt werden? Wenn ja, wie? Wenn nein, warum nicht.

Antwort zu 10. und 11.: Aufgrund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 10 und 11 gemeinsam beantwortet.

Die BVG teilt hierzu mit: "Die Inspiro-Fahrzeuge des London Underground 2024 Stock von Siemens sind keine klassische 'Tube'. Die Fahrzeuge haben die Ausmaße der Berliner Großprofil-U-Bahn, der Einbauort der Klimaanlage ist nicht bekannt, ein Vergleich kann nicht gezogen werden."

Auch wenn aufgrund der Kürze der Bearbeitungszeit dazu keine Information eingeholt werden konnte, wird der Senat die BVG bitten, sich die Lösung der Londoner U-Bahn erläutern zu lassen.

Frage 12: Wieviel Abwärme würde die Klimaanlage eines Berliner U-Bahnzuges im Tunnel verursachen?

Antwort zu 12.: Die BVG teilt hierzu mit: "Ca. 25 % der Antriebsenergie müssen zusätzlich für die Klimatisierung des Fahrgastraumes aufgewendet werden. Diese Energie wird als Wärme in die Tunnel abgegeben. Die tatsächlich zu erwartende Erwärmung hängt von infrastrukturellen Gegebenheiten der Tunnelanlagen ab."

Frage 13: Wieviel Abwärme verursachen die aktuell eingesetzten Berliner U-Bahnzüge im Tunnel, aufgegliedert nach Baureihen?

Antwort zu 13.: Die BVG teilt hierzu mit: "Die Baureihen GI/1E, F74E, F76E bremsen und beschleunigen ausschließlich über Widerstandsschaltwerke und setzen beim Anfahren und Bremsen Energie in Wärme um. Alle anderen, neueren Baureihen können Bremsenergie wieder zurückspeisen, sodass diese wieder für das Beschleunigen zur Verfügung steht. Über die genaue Abwärme der Fahrzeuge liegen keine Daten vor."

Frage 14: Von welchen Temperaturen geht die BVG in U-Bahntunneln bei Temperaturen über 30 Grad aus im Vergleich zu Temperaturen in oberirdischen Lagen?

Antwort zu 14.: Die BVG teilt hierzu mit: "Derzeit (ohne Fahrgastraumklimaanlagen) werden keine Tunneltemperaturen von 30 °C oder mehr erwartet."

Frage 15: Welche Ideen zum Einbau von Klimaanlagen wurden im Rahmen des Industrie-Dialogs vor der Ausschreibung mit den insgesamt zwölf Herstellern diskutiert? Gibt es dazu eine Dokumentation, die einsehbar ist?

Antwort zu 15: Die BVG teilt hierzu mit: "Im Rahmen des Industriedialogs wurde im Jahr 2014 mit rund 16 weltweiten Herstellerfirmen über den Einbau von Klimaanlagen, insbesondere in Kleinprofilfahrzeugen, diskutiert. Zum damaligen Zeitpunkt war keine Klimaanlage verfügbar, die eine in das Dach integrierte Montage erlaubt hätte. Die Hersteller konnten Lösungen für den Einbau von Klimaanlagen auf dem Fahrzeugdach präsentieren, was jedoch aufgrund des geringen Lichtraumprofils der Tunnel nicht umsetzbar ist."

Frage 16: Welche Möglichkeiten der Nachrüstung von Kühlungssystemen in den U-Bahnzügen sieht der Senat, um die Bevölkerung vor Hitze zu schützen?

Antwort zu 16.: Der Senat sieht aktuell keine Möglichkeiten zur Nachrüstung von Kühlungssystemen in den U-Bahnzügen auf Grund der räumlichen Einschränkungen.

Frage 17: Die bisherigen Fahrzeuge verfügen nur einseitig über Klappfenster. Wie beurteilt die BVG eine Nachrüstung von Klappfenstern auf beiden Seiten vor dem Hintergrund einer besseren Belüftung?

Antwort zu 17.: Die BVG teilt hierzu mit: "Die ersten durchgehenden Fahrzeuge der BR H (H95 und H97) verfügten über Klappfenster auf beiden Seiten. Daraufhin kam es zu massiven Fahrgastbeschwerden wegen der auftretenden Zugluft. Daraufhin rüstete die BVG die Fahrzeuge um und die Klappfenster wurden auf jeweils einer Seite durch neue, geschlossene Scheiben ersetzt. Für zukünftige Ausschreibungen wurden danach standardmäßig Klappfenster nur auf einer Wagenseite ausgeschrieben."

Frage 18: Welche Strategie verfolgt der Senat, um den öffentlichen Nahverkehr in Berlin an Hitzetagen mit Temperaturen über 35 °C oder längeren Hitzeperioden mit dauerhaften Temperaturen weit über 35 °C bzw. 40 °C aufrechtzuerhalten - insbesondere mit Blick auf Fahrkomfort, Gesundheitsschutz und Infrastruktur?

Antwort zu 18.: Gemäß Nahverkehrsplan 2019-2023 (Kapitel III.2.6.2) sind Fahrzeuge, soweit dies im jeweiligen Verkehrsmittel technisch umsetzbar ist, mit Klimaanlagen auszustatten, die bei einer Außentemperatur ab 24 °C die Innenraumtemperatur rund 3 °C unterhalb der Außentemperatur halten und für eine angemessene Entfeuchtung sorgen.

Laut Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2022-2026 (Maßnahme A-M-1) sind oberirdische Wartebereiche hinreichend mit Sitzplätzen und Überdachung auszustatten. Begrünte Wartehallendächer können einen zusätzlichen Kühlungseffekt erzielen. In stark hitzebelasteten Bereichen ist durch die zuständigen Stellen die Aufstellung eines ortsnahen Trinkwasserbrunnens zu prüfen.

Frage 19: Welche gesundheitlichen Risiken sieht der Senat insbesondere für vulnerable Gruppen (z. B. ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Kinder) in nicht klimatisierten Fahrzeugen an solchen Hitzetagen und Hitzeperioden? Welche Empfehlungen der WHO oder deutscher Fachgesellschaften (z. B. Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin, Bundesärztekammer) wurden berücksichtigt?

Antwort zu 19.: Wie in der Antwort zu Frage 12 der Schriftlichen Anfrage Nr. 19/23070 dargelegt, besteht nach bisherigem Stand an Hitzetagen in den Fahrzeugen des Berliner ÖPNV keine über die allgemeinen gesundheitlichen Risiken hinausgehenden besonderen Gefährdungen. Gleichwohl wird der Senat die BVG bitten, dies noch einmal erneut zu bewerten.

Welche gesundheitlichen Risiken grundsätzlich für vulnerable Personengruppen bestehen, ist unter folgendem Link dargestellt: Hinweise für verschiedene Personengruppen - Berlin.de.

Um Gesundheitsschäden durch Hitze zu vermeiden, gibt der Senat folgende Empfehlungen: Hitzetipps - Berlin.de.
.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
An alle U2-Nutzer: Heute ist wieder ein eher schwieriger Tag. Innerhalb von 63 Minuten 7 Ausfälle in nur eine Richtung mehrere Lücken von 15-20 Minuten.
Zitat
PassusDuriusculus
An alle U2-Nutzer: Heute ist wieder ein eher schwieriger Tag. Innerhalb von 63 Minuten 7 Ausfälle in nur eine Richtung mehrere Lücken von 15-20 Minuten.

Heute fehlen gar auf der U9 zwei weitere Umläufe, die U4 fährt natürlich nur alle 20 Minuten und die U1 ist dennoch weitgehend eingestellt. Merkwürdig, dass sogar bei dieser aktuellen Wetterlage so viele ein freies Wochenende anstreben ;-)
Zitat
FlO530
Zitat
PassusDuriusculus
An alle U2-Nutzer: Heute ist wieder ein eher schwieriger Tag. Innerhalb von 63 Minuten 7 Ausfälle in nur eine Richtung mehrere Lücken von 15-20 Minuten.

Heute fehlen gar auf der U9 zwei weitere Umläufe, die U4 fährt natürlich nur alle 20 Minuten und die U1 ist dennoch weitgehend eingestellt. Merkwürdig, dass sogar bei dieser aktuellen Wetterlage so viele ein freies Wochenende anstreben ;-)

Auf der U5 erlitt ein F einen Schaden, welcher aber behoben werden konnte. Eine Runde später war der Schadzug noch immer im Einsatz und der Takt pendelte sich allmählich wieder ein. So muss das sein. ;)
Zitat
PassusDuriusculus
An alle U2-Nutzer: Heute ist wieder ein eher schwieriger Tag. Innerhalb von 63 Minuten 7 Ausfälle in nur eine Richtung mehrere Lücken von 15-20 Minuten.
In der Tat. Heute war ein neuer Tiefpunkt in der Betriebsqualität der U-Bahn. Auf der U2 fehlte mindestens ein Drittel des ohnehin reduzierten Ferienfahrplans. U1 eingestellt, U4 im 20-Minuten-Takt.

Und eigentlich dachte man schon in den letzten Monaten, tiefer geht es eigentlich nicht mehr.
Ein Tiefpunkt im Betrieb des Berliner Straßenbahnnetzes findet heute ab 10 Uhr statt. Zur besten Geschäftszeit werden aufgrund einer politischen Demonstration die wichtigsten Straßenbahnlinien für ca. 7 Stunden ganz oder teilweise ersatzlos eingestellt:

so long

Mario


Fährt die M1 tatsächlich wieder zur Schillerstraße? Wie kommt die M1 zum Betriebshof Weißensee, mit Wende über Björnsonstraße? Wenn ja, wozu?

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
"Mehrere hunderttausend Teilnehmende" - das glaub' ich nicht, Tim.

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Für mehr Ümläüte!
Das mit den Stromabschaltungen lese ich das erste Mal.
Zitat
Nordender
Das mit den Stromabschaltungen lese ich das erste Mal.

Es kam aber schon öfters vor, beispielsweise hier, in unserem schönen Köpenick, wenn rings um ein Fußballspiel in der Alten Försterei Geschubse und Gezanke erwartet worden sind. Es dient wohl als Sicherheitsmaßnahme, damit die Wasserwerferfahrer keinen Stromschlag bekommen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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