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Teileinstellung/Kürzungen Heidekrautbahn Ast Basdorf - Zühlsdorf - Wensickendorf (RB27)
geschrieben von Pneumatik 
Das ist doch aber auch eine weitere Niederlage für die wieder Inbetriebnahme der Stammstrecke. Denn wenn es keine Fahrgäste gibt, dann macht das auch wenig Sinn.
Zitat
Heidekraut
Das ist doch aber auch eine weitere Niederlage für die wieder Inbetriebnahme der Stammstrecke. Denn wenn es keine Fahrgäste gibt, dann macht das auch wenig Sinn.

Die ist natürlich abhängig von den zahlreichen Fahrgästen aus Wensickendorf?

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1858-2025
Kleinvieh macht auch Mist. Es werden dann immer weniger, je mehr Äste abgeschnitten werden. Das ist nicht mehr meine Heidekraut.
Die Stammstrecke dient vor allem den anliegenden Gemeinden. Niemand aus Basdorf oder nördlich wird da über die Lande tuckeln und in Wilhelmsruh den langen Weg zur S1 laufen, wenn man über Karow ruckzuck in der S2 und am Gesundbrunnen ist.
Das ändert sich frühestens 2069 mit der Inbetriebnahme der Verlängerung zum Gesundbrunnen.
Das ist leider die reine Wahrheit. Aber ich bin die reine Ausnahme und will unbedingt vom Märkische Viertel nach Wensickendorf. Na gut, ich nehm den Audi.
Na das Märkische Viertel würde ich schon als Anlieger bezeichnen ;-)
Zitat
Heidekraut
Das ist leider die reine Wahrheit. Aber ich bin die reine Ausnahme und will unbedingt vom Märkische Viertel nach Wensickendorf. Na gut, ich nehm den Audi.

Ich will von Wilhelmsruh aus jede Station erkunden. Und ich nehme bestimmt kein Auto dafür ;)
Presse-Update

Kürzungen bei Heidekrautbahn: CDU-Rettungsantrag scheitert, Lüttmann (SPD) schaltet sich ein [MAZ]

Die SPD wacht langsam auf...

Zitat
Benjamin Grimm (SPD)
Deshalb halte ich es für notwendig, die RB27 spätestens im kommenden Jahr neu zu bewerten. Wenn sich dabei zeigt, dass die Nachfrage eine Rücknahme der Kürzungen rechtfertigt, müssen die Bahnen wieder fahren.
...
Auch am Wochenende muss es möglich sein, die Bahn zu nutzen. Und ja, Bahnstrecken müssen insgesamt wirtschaftlich zu betreiben sein. Vielleicht müssen wir aber mehr darüber nachdenken, wie wir eine bessere Auslastung erreichen.
...
Als Beispiel nennt er sinnvolle Synergien mit Bussen, umliegendem Regional- und Fernverkehr oder saisonale Angebote zur Hauptausflugszeit. „Wir dürfen nicht aufhören, durchdachte Angebote zu machen. Kürzungen dürfen nicht dazu führen, dass Strecken dauerhaft stillgelegt werden! Daher befürworte ich die Neubewertung ausdrücklich!

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Parlamentssitzung Brandenburg
Reaktivierung der Heidekrautbahn RB27 - Debattiert wird der Antrag der CDU-Fraktion "Heidekrautbahn stärken – Abbestellung der RB 27 zurücknehmen und Reaktivierung voranbringen". Der Antrag wird abgelehnt

RBB Online

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Individuell unterwegs sind in Berlin nur noch Menschen, die nicht mit dem Auto unterwegs sind.
"Franz Fehrenbach"
Wenn man nun die Heidekrautbahn wieder bis Oranienburg verlängern würde und gleichzeitig die Nordbahn zwischen Wilhelmsruh und Schönholz wieder aufbauen würde, hätte man eine zweite Verbindung parallel zur Stettiner Bahn übers Karower Kreuz.
Da müsste nicht nur die Heidekrautbahn fahren.
Man hätte sozusagen einen Nordbahnersatz.
Zitat
DerMichael
Wenn man nun die Heidekrautbahn wieder bis Oranienburg verlängern würde und gleichzeitig die Nordbahn zwischen Wilhelmsruh und Schönholz wieder aufbauen würde, hätte man eine zweite Verbindung parallel zur Stettiner Bahn übers Karower Kreuz.
Da müsste nicht nur die Heidekrautbahn fahren.
Man hätte sozusagen einen Nordbahnersatz.

Die immernoch eine Dieselstrecke ist. Ich würde nicht gleich von 200% ausgehen, dann kommt nämlich eher gar nichts.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1858-2025
Zitat
485er-Liebhaber
Zitat
DerMichael
Wenn man nun die Heidekrautbahn wieder bis Oranienburg verlängern würde und gleichzeitig die Nordbahn zwischen Wilhelmsruh und Schönholz wieder aufbauen würde, hätte man eine zweite Verbindung parallel zur Stettiner Bahn übers Karower Kreuz.
Da müsste nicht nur die Heidekrautbahn fahren.
Man hätte sozusagen einen Nordbahnersatz.

Die immernoch eine Dieselstrecke ist. Ich würde nicht gleich von 200% ausgehen, dann kommt nämlich eher gar nichts.

Man müsste halt Konzepte entwickeln, wie jetzt bei der zweiten Strecke nach Rostock. Allein mit Anliegern wird da nicht viel zu retten sein. Man muss sich Gedanken machen, wie man dieser Strecke überregional helfen könnte.
Wenn man die Heidekrautbahn mit dem Außenring verknüpfen könnte und zwischen Außenring und Schönholz elektrifizieren würde, könnte zusätzlich der RE6 perspektivisch über diese Strecke fahren und müsste nicht übers Karower Kreuz.
Dann wären natürlich die Investitionen in das H2 Projekt obsolet, aber ich schätze, wenn das Forschungsprojekt ausläuft, wird die Heidekrautbahn eh auf BEMU umgestellt.
Dem jetzt betroffenen Zweig würde das auch nichts bringen, aber eine Durchbindung nach Oranienburg würde ich als zwingend ansehen. Eine Bahn mitten auf dem Feld enden zu lassen führt doch zwangsläufig zur Unrentabilität.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.2025 08:20 von DerMichael.
Zitat
Heidekraut
Kleinvieh macht auch Mist. Es werden dann immer weniger, je mehr Äste abgeschnitten werden. Das ist nicht mehr meine Heidekraut.

Meine schon nicht mehr seit der Übernahme durch die NEB.
Von da ging es bergab. Erst die Streckeneinstellung ab Wensickendorf, der ganze Rückbau von Bahnanlagen.
Selbst in Basdorf wurde alles verstümmelt. Das ganze Blau überall passt gar nicht zur Landschaft.
Der Haltepunkt in Zühlsdorf ist nur noch ein eingezäuntes Freiluftgehege mit einer kleinen Wartehalle und erinnert an eine Viehtriebanlage.
Wensickendorf hat erst das Stellwerk verloren und vor ein paar Jahren auch noch das Bahnhofsgebäude.
Heute endet da ein Gleis auf der grünen Wiese ohne jeglichen Schutz vor der Witterung.
Bin in der Umgebung von Basdorf, in Zühlsdorf aufgewachsen und in den 80er Jahren war selbst in der Nacht Betrieb in Basdorf.
Oft auf dem Stellwerk "BAB" stunden verbracht. Das die Bahn sich mal so entwickelt, ist schon traurig.
Deshalb habe ich 1990 die Reichsbahn auch verlassen und bin seit dem mit der NEB auch nicht mehr mit gefahren.
Jetzt das Desaster mit den Wasserstoffzügen, alles nur noch peinlich. Das überhaupt noch so viele mit der Bahn fahren wundert mich.
Obwohl ich bei der BVG eine Freifahrt habe, nutze ich auch hier lieber das Auto.

Grüße vom Tf
Hallo @Tf, ich würde ja gerne mit Dir Tränen vergießen, aber das bringt nichts. Hoffen wir, dass die Stammlinie noch eröffnet wird. Dann wird man weitersehen, ob sich ein Ausbau ergeben wird. Eine Durchbindung nach Oranienburg wäre sehr wünschenswert. Auch wenn dazu so einige Brücken errichtet werden müssten. Auch die perspektivische Wiederverlängerung nach Liebenwalde, wäre toll.

Mich beschäftigt noch die Frage, ob es eigentlich Mal einen weiterführenden Verkehr über Groß-Schönebeck oder Liebenwalde gab. Natürlich nicht mehr zur Heidekrautbahn gehörig. Ich meine mich an Gleise zu erinnern in der Schorfheide.
Liebenwalde und Groß Schönebeck war Gleisende.
Zitat
Heidekraut
Ich meine mich an Gleise zu erinnern in der Schorfheide.

Falls es sich nicht um die heute noch existierende Strecke Eberswalde–Britz–Joachimsthal–Templin handelt, könntest du den Anschluss des Flugplatzes Groß Dölln gesehen haben. Dieser Anschluss zweigte im Bahnhof Vogelsang von der Strecke Löwenberg–Templin ab.
NEB Fahrplan der RB27 ist nun draußen.
https://www.neb.de/fileadmin/redakteure/Fahrpl%C3%A4ne/2026/RB27_Fahrplan2026_web.pdf

Eine tägliche Leerfahrt am Abend unter der Woche. 19.02 Uhr Abfahrt letzter Zug mit Fahrgästen nach Karow. 19.16 Uhr letzte Ankunft aus Karow. Diese Fahrt setzt dann leer nach Basdorf zurück um von dort dann den bestellten Zug ab Basdorf nach Karow zu bedienen. Damit gesellt sich die zweite Leerfahrt am Tag neben der am Morgen 4.32 Uhr Abfahrt Wensickendorf dazu. Pro Woche sind das dann schon 56 Zugkilometer ohne Fahrgäste quasi für die Tonne. Spannenden Zahlen für Presse, Politik und NGOs.

Zudem beträgt die Wendezeit in Basdorf der gekürzten Züge 1min. Beispiel: tgl aus Karow kommend 9.09 Uhr in Basdorf. Abfahrt nach Karow 9.10 Uhr. Wäre jetzt noch in Erfahrung zu bringen ob das der gleiche Wagen ist oder wie vermutet weiterhin ein eigener Zug. Daraus würde man schließen das die NEB kein Personal oder Zug durch die Maßnahme einspart. Sprich auf dem Papier spart man die Zugkilometer (smarte 5,6km je Richtung) aber volkswirtschaftlich bleibt der Betreiber auf den Personalkosten & Betriebskosten für Fahrzeug sitzen.

Quelle: Screenshots aus dem Fahrplänen der neb.de ab 14.12.2025

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Individuell unterwegs sind in Berlin nur noch Menschen, die nicht mit dem Auto unterwegs sind.
"Franz Fehrenbach"


Es scheint absolut unmöglich zu sein, diese elend lange und unproduktive Wendezeit in Wensickendorf zu vermeiden.

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
@Pneumatik
Zu kurz gedacht, da die Züge nicht nur aus Liebe und Luft fahren, spart man wenigstens Energiekosten. Und jeder Kilometer der nicht gefahren wird, könnte sich postiv auf Unterhaltungskosten (Wartung) auswirken.
Die Leerfahrten sind zwar Käse, aber wenn wir ehrlich sind, dann sehen ich um 19:00 nie Personen die noch in die Richtung Basdorf fahren wollen. Das ist leider die Realität, die ich schon jetzt fast täglich sehe.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.12.2025 21:33 von Barnimer.
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