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Ersatzneubau Schönhauser Allee Brücke 2026-2032
geschrieben von X-Town Traffic 
Zitat
Alba Coach
Man merkt an solchen Planungen, was für Amateure da am Werk sind. Sowohl die Brücke Schönhauser Allee, wie auch an der Landsberger Allee müssten mit größter Dringlichkeit und mit höchstmöglichen Tempo neu errichtet werden. Wir machen aber mal auf ganz gemütlich. Unfassbar. Kostet natürlich. Aber wer jahrelang spart muss am Ende die Zeche zahlen.....

Da hätte man vor 1989 in 2 Schichten, wenn nicht sogar in 3 gearbeitet.
Interessiert heute niemanden, wie lange es dauert. Hauptsache billig.

Grüße vom Tf
Zitat
Triebfahrzeugführer
Zitat
Alba Coach
Man merkt an solchen Planungen, was für Amateure da am Werk sind. Sowohl die Brücke Schönhauser Allee, wie auch an der Landsberger Allee müssten mit größter Dringlichkeit und mit höchstmöglichen Tempo neu errichtet werden. Wir machen aber mal auf ganz gemütlich. Unfassbar. Kostet natürlich. Aber wer jahrelang spart muss am Ende die Zeche zahlen.....

Da hätte man vor 1989 in 2 Schichten, wenn nicht sogar in 3 gearbeitet.
Interessiert heute niemanden, wie lange es dauert. Hauptsache billig.

Wenn es billig werden soll dann baut man rund um die Uhr. Dann kann man kontinuierlich arbeiten und die teuren Baumaschinen maximal auslasten und schnell wieder woanders einsetzen. So arbeitet man im Ausland.

Hierzulande wird der Schutz von Mensch und Tier groß geschrieben und daher darf nur von 12 bis Mittag gearbeitet werden.
Zitat
Triebfahrzeugführer
Zitat
Alba Coach
Man merkt an solchen Planungen, was für Amateure da am Werk sind. Sowohl die Brücke Schönhauser Allee, wie auch an der Landsberger Allee müssten mit größter Dringlichkeit und mit höchstmöglichen Tempo neu errichtet werden. Wir machen aber mal auf ganz gemütlich. Unfassbar. Kostet natürlich. Aber wer jahrelang spart muss am Ende die Zeche zahlen.....

Da hätte man vor 1989 in 2 Schichten, wenn nicht sogar in 3 gearbeitet. Interessiert heute niemanden, wie lange es dauert. Hauptsache billig.

Macht mensch doch z. B. bei der Ringbahn-, Wuhlheidebrücke oder den Generalsanierungen der DB immer noch. Das geht aber dem Wesen nach auch nicht überall und führt zudem heute wie "vor 1989" zwangsläufig dazu, dass andere Projekte nur zeitlich gestreckt oder verschoben umgesetzt werden können, weil Personal, Material und Technik nun einmal weltweit nur limitiert verfügbar sind.

Und möchtest Du die in Prenzlberg Lebenden während der Bauarbeiten für mindestens 6 Monate umsiedeln, um die drei Brücken im 24/7-Betrieb ersatzneubauen zu können? Die Hotelrechnungen dürften jedes Bau-Budget sprengen...

Viele Grüße
Arnd
Ich bin mir relativ sicher, dass Anwohnerinnen und Anwohner solcher Großprojekte vermutlich lieber die sechs Monate in ihren Wohnungen bleiben und die Arbeiten ertragen würden (die ja nicht während der gesamten Zeit so laut sein würden) als vier, fünf Jahre die Baustelle und das Chaos, das durch sie entsteht, zu erdulden. Ganz grundsätzlich, nicht nur in diesem Fall.

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
Hallo,

was die Ringbahnbrücken betrifft, bauen über dem rollenden Rad ist ja bekanntlich nicht einfach.

Hat jemand eine Ahnung, ob geprüft wurde, ob nicht der Etappenweise Neubau mit Umschwenkung der S-Bahn auf die Fernbahngleise eine Variante ist, um zumindestens die S-Bahn offen zu halten? Gerade der Ostring ist immerhin der am meisten Benutzte Abschnitt der Ringbahn.

Mit freundlichen Grüßen

Theo
Zitat
Philipp Borchert
Ich bin mir relativ sicher, dass Anwohnerinnen und Anwohner solcher Großprojekte vermutlich lieber die sechs Monate in ihren Wohnungen bleiben und die Arbeiten ertragen würden (die ja nicht während der gesamten Zeit so laut sein würden) als vier, fünf Jahre die Baustelle und das Chaos, das durch sie entsteht, zu erdulden. Ganz grundsätzlich, nicht nur in diesem Fall.

Nö, wenn ich nur meine persönliche Sicht sehe als jemand, der in Hörweite einer solchen Brücke wohnt, kann ich mir nicht vorstellen, jede Nacht Baulärm zu akzeptieren. Dann lieber 5 Jahre Bauarbeiten, die mich wenig tangieren, weil sie vor allem stattfinden, wenn ich auch arbeite. Auf die Brücke kann ich angesichts paralleler Brücken halbwegs gut verzichten, Ringbahnsperrungen wären wohl eher sporadisch problematisch. Sollte es 24/7-Bauarbeiten geben, würde ich - wie vermutlich auch tausende andere Menschen (hier leben gut 20000 Menschen pro qkm), die in Hörweite leben, natürlich die verpflichtenden Angebote zur Ersatzunterbringung in Anspruch nehmen.
Zitat
Bd2001
Hierzulande wird der Schutz von Mensch und Tier groß geschrieben und daher darf nur von 12 bis Mittag gearbeitet werden.

Steht wo? Aufm Bierdeckel?
Apropos "Früher war alles besser" und "Da wurde noch 60h / Woche gearbeitet". Wir befinden uns hier mitten in der Stadt. Nachtarbeiten sind nur in Ausnahmefällen möglich und wenn das passiert, werden die Anwohner gleich in ein Hotel o.ä. ausquartiert. Es geht also, aber nicht als Dauerzustand.

Personell sind viele Firmen übrigens gar nicht in der Lage, dauerhaft in 3 Schichten zu arbeiten. Da mangelt es dann doch schnell am Fachpersonal, das bestimmte Parteien gerne so flott wie möglich abschieben möchten.

Zitat
Bd2001
Hierzulande wird der Schutz von Mensch und Tier groß geschrieben und daher darf nur von 12 bis Mittag gearbeitet werden.

Was hättest Du denn gerne? Preßlufthammer um 2 Uhr morgens vor Deiner Haustür? Alle Tiere @#$%&, die es wagen in der Nähe der Baustelle aufzutauchen?
Zitat
Latschenkiefer
Personell sind viele Firmen übrigens gar nicht in der Lage, dauerhaft in 3 Schichten zu arbeiten. Da mangelt es dann doch schnell am Fachpersonal, das bestimmte Parteien gerne so flott wie möglich abschieben möchten.

Klar, weil Firmen viel zu viele Projekte gleichzeitig an Land zu ziehen scheinen und zudem viel zu viele Baustellen gleichzeitig aufgemacht werden, die dann eben gar nicht betreut werden können oder nur so, dass jede einzelne auf lange Zeit die vielen Probleme, die sie mit sich zieht, verursacht.

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Für mehr Ümläüte!
Zitat
Latschenkiefer
Nachtarbeiten sind nur in Ausnahmefällen möglich und wenn das passiert, werden die Anwohner gleich in ein Hotel o.ä. ausquartiert. Es geht also, aber nicht als Dauerzustand.

Bislang ging ich davon aus, Baustellen seien gar nicht als Dauerzustände gedacht. Aber jetzt, wo Du es schreibst, ich mich hier und da umsehe und dann nochmal darüber nachdenke, wird mir einiges klar. Es gibt ja tatsächlich Orte, die kenne ich mein ganzes Leben lang nur als Baustelle - die Treskowallee in Oberschöneweide/Karlshorst gehört beispielsweise dazu.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Bislang ging ich davon aus, Baustellen seien gar nicht als Dauerzustände gedacht. Aber jetzt, wo Du es schreibst, ich mich hier und da umsehe und dann nochmal darüber nachdenke, wird mir einiges klar. Es gibt ja tatsächlich Orte, die kenne ich mein ganzes Leben lang nur als Baustelle - die Treskowallee in Oberschöneweide/Karlshorst gehört beispielsweise dazu.

Zumindest als ich in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre dort gelebt habe, gab es auch Phasen ohne Bauarbeiten.

Das ist halt auch eine Frage der Privatisierung und Entbürokratisierung. Ich kann nun frei wählen, wer mir meinen Strom, mein Gas und mein Internet liefert. ("Privatisierung") Diese Unternehmen können alle frei und unabhängig von einander ihre Netze planen, betreiben und erneuern und werden nicht gezwungen, ihre Abläufe mit irgendwem abzustimmen. ("Entbürokratisierung") Das alles sorgt dafür, dass ich bei diesen ganzen leitungsgebundenen Dingen vielleicht ein paar Prozent spare oder mich als Aktionär in diese Unternehmen einkaufen kann, um von deren Gewinnen zu profitieren. Da es aber wohl billiger ist, Leitungen möglichst lange zu nutzen als sie in in koordinierten Aktionen vorzeitig zu erneuern, machen all diese Betriebe ihre Arbeiten nun halt wie es für sie am besten passt und das ist halt leider oft sehr ad hoc ausgelöst durch "Havarien" und gern zeitlich so versetzt, dass es etliche Jahre dauert, bis alle durch sind und dann geht es wieder von vorne los.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Latschenkiefer
Personell sind viele Firmen übrigens gar nicht in der Lage, dauerhaft in 3 Schichten zu arbeiten. Da mangelt es dann doch schnell am Fachpersonal, das bestimmte Parteien gerne so flott wie möglich abschieben möchten.

Klar, weil Firmen viel zu viele Projekte gleichzeitig an Land zu ziehen scheinen und zudem viel zu viele Baustellen gleichzeitig aufgemacht werden, die dann eben gar nicht betreut werden können oder nur so, dass jede einzelne auf lange Zeit die vielen Probleme, die sie mit sich zieht, verursacht.

Na ja, Du weißt aber schon, dass Ausführungszeiträume bzw. Starttermine weniger von den umsetzenden Firmen als vielmehr von den vergebenden Stellen (DB, BVG, SenMVKU, "Stadtwerke", Autobahn GmbH, Bezirksämter etc.) in deren Ausschreibungen vorgegeben werden, was wiederum von Beschlusslagen des jeweiligen Haushaltsgesetzgebers und Abhängigkeiten zu anderen Projekten maßgeblich beeinflusst wird? Dazu kommen noch ungeplante (und in der Form eben auch unplanbare) Ereignisse wie "Ringbahnbrücke Westend" oder "angezündete Kabelbrücken und Stellwerke", die kurzfristig Mensch und Material von laufenden Projekten abziehen...

Gut, manche Verzögerung - etwa durch plötzlich vorgefundene Kabel in Schöneweide - mag sich durch bessere Baugrunderkundung oder
intensivere Abklärung mit Leitungsnetzbetrieben im Vorfeld reduzieren lassen, gänzlich vermeidbar sind solche Sachen aber nie. Wenn dann auch noch irgendein Zulieferer falsch dimensionierte Rohre neben der Baugrube ablegt oder der Stahlbauer wegen Insolvenz einen Brückenunterzug nicht liefert, kannst Du Deinen schönsten Terminplan in die Tonne werfen.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Latschenkiefer
Apropos "Früher war alles besser" und "Da wurde noch 60h / Woche gearbeitet". Wir befinden uns hier mitten in der Stadt. Nachtarbeiten sind nur in Ausnahmefällen möglich und wenn das passiert, werden die Anwohner gleich in ein Hotel o.ä. ausquartiert. Es geht also, aber nicht als Dauerzustand.

Personell sind viele Firmen übrigens gar nicht in der Lage, dauerhaft in 3 Schichten zu arbeiten. Da mangelt es dann doch schnell am Fachpersonal, das bestimmte Parteien gerne so flott wie möglich abschieben möchten.

Zitat
Bd2001
Hierzulande wird der Schutz von Mensch und Tier groß geschrieben und daher darf nur von 12 bis Mittag gearbeitet werden.

Was hättest Du denn gerne? Preßlufthammer um 2 Uhr morgens vor Deiner Haustür? Alle Tiere @#$%&, die es wagen in der Nähe der Baustelle aufzutauchen?

Danke sehr für den Klartext - hätte ich kaum besser formulieren können.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Lopi2000
Zitat
Alter Köpenicker
Bislang ging ich davon aus, Baustellen seien gar nicht als Dauerzustände gedacht. Aber jetzt, wo Du es schreibst, ich mich hier und da umsehe und dann nochmal darüber nachdenke, wird mir einiges klar. Es gibt ja tatsächlich Orte, die kenne ich mein ganzes Leben lang nur als Baustelle - die Treskowallee in Oberschöneweide/Karlshorst gehört beispielsweise dazu.

Zumindest als ich in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre dort gelebt habe, gab es auch Phasen ohne Bauarbeiten.

Das ist halt auch eine Frage der Privatisierung und Entbürokratisierung. Ich kann nun frei wählen, wer mir meinen Strom, mein Gas und mein Internet liefert. ("Privatisierung") Diese Unternehmen können alle frei und unabhängig von einander ihre Netze planen, betreiben und erneuern und werden nicht gezwungen, ihre Abläufe mit irgendwem abzustimmen. ("Entbürokratisierung") Das alles sorgt dafür, dass ich bei diesen ganzen leitungsgebundenen Dingen vielleicht ein paar Prozent spare oder mich als Aktionär in diese Unternehmen einkaufen kann, um von deren Gewinnen zu profitieren. Da es aber wohl billiger ist, Leitungen möglichst lange zu nutzen als sie in in koordinierten Aktionen vorzeitig zu erneuern, machen all diese Betriebe ihre Arbeiten nun halt wie es für sie am besten passt und das ist halt leider oft sehr ad hoc ausgelöst durch "Havarien" und gern zeitlich so versetzt, dass es etliche Jahre dauert, bis alle durch sind und dann geht es wieder von vorne los.

Genau das ist das Problem: Als z. B. mein Onkel bis 1992 in Würzburg beim städtischen Tiefbauamt tätig war, gab es außer dem hauseigenen Unternehmen "Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH", zu dem auch der Straßenbahn- und Busbetrieb gehörte, einerseits und der Oberpostdirektion Nürnberg andererseits niemanden, der unter öffentlichen Straßen irgendwelche Rohre, Kabel etc. verbauen durfte - entsprechend leicht war es, Sanierung und Neubau kommunaler Verkehrsinfrastruktur zu managen...

Viele Grüße
Arnd
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