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VBB-Livekarte: Geplante Abschaltung 2026
geschrieben von Stichbahn 
Die VBB-Livekarte soll 2026 abgeschaltet werden, wie rbb24 nebenbei berichtet: [www.rbb24.de]

Daraus
Zitat
rbb24
Das zeigt sich besonders deutlich, wenn Verkehrsunternehmen vergessen, Fahrtausfälle im System zu vermerken: Dann drehen Geisterbusse und -bahnen in der Livekarte ihre Runden, obwohl sie im echten Leben gar nicht fahren. Das soll sich aber bald ändern: "Um Missverständnisse künftig zu vermeiden, bereiten wir eine Abschaltung der Livekarten-Funktion für das kommende Jahr vor", schreibt VBB-Sprecher Joachim Radünz auf rbb|24-Anfrage.

Sollte es zur Abschaltung kommen, wäre das schade. Denn es wäre wieder ein System der Fahrgastinformation weniger, dass von Zeit zu Zeit wirklich nützlich ist.
Hmm bei mir ist es der BVG-Stadtplan, den ich regelmäßig nutze, während ich die VBB-Live-Karte mehr für eine Spielerei halte. Die Karte suggeriert Ortung der Verkehrsmittel, während es einfach nur eine grafische Interpolierung der Echtzeitdaten ist, die ja weiterhin erhalten bleiben.
Klingt nach einer tollen Lösung ... wir schaffen es nicht, also lassen wir das einfach sein.

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Für mehr Ümläüte!
Zitat
Philipp Borchert
Klingt nach einer tollen Lösung ... wir schaffen es nicht, also lassen wir das einfach sein.

Diese komische Mischlösung finde ich allerdings auch eher verzichtbar. Eine Livekarte mit echten GPS-Daten hätte zumindest den Vorteil, dass man sich selbst ein Bild machen kann und sich nicht auf die regelmäßig scheiternden Prognoseversuche des derzeitigen Systems verlassen zu müssen. Dazu könnten ohnehin verfügbare Informationen wie die Verkehrslagekarte [viz.berlin.de] und die Baustellenkarte der VIZ [viz.berlin.de] und die Demonstrationsliste der Polizei [www.berlin.de] in Plänen verortet werden, damit man sich selbst ein Bild von potenziellen Störungen machen kann.
Wollte nicht zumindest die BVG eine echte GPS-Ortung einführen?
Scheitert bestimmt am alleine in Deutschland heiligen Datenschutz.
Zitat
m7486
Scheitert bestimmt am alleine in Deutschland heiligen Datenschutz.

Da es ja in Deutschland auch Beispiele dafür gibt, dass solche Livedaten online bereit gestellt werden (z.B. in Flensburg oder Wuppertal), scheint es zumindest bundes- und europarechtlich kein Problem zu geben, wobei es natürlich auch noch ein Landesdatenschutzgesetz und ggf. irgendwelche betrieblichen Regelungen gibt, bei denen der Betriebsrat mitentscheiden darf.
Zitat
Philipp Borchert
Klingt nach einer tollen Lösung ... wir schaffen es nicht, also lassen wir das einfach sein.
Sehr gut. Dann werden zeitnah große Teile des Netzes auch einfach eingestellt?
Zitat
m7486
Scheitert bestimmt am alleine in Deutschland heiligen Datenschutz.

Was genau sollten den der Datenschutz dagegen haben? Welche persönlichen Daten sollen denn da betroffen sein?

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Das Gegenteil von ausbauen ist ausbauen.
Zitat
Philipp Borchert
Klingt nach einer tollen Lösung ... wir schaffen es nicht, also lassen wir das einfach sein.

Meines Erachtens in sich schlüssig: VBB, aber auch BVG sind nach meinen Erfahrungen zur Zeit unfähig, verläßliche Echtzeitdaten zur Verfügung zu stellen. Die Kundschaft bemerkt natürlich, wenn z.B. ein Bus einfach von der Anzeige verschwindet, ohne gefahren zu sein.

Mitunter ertappe ich mich bei der Frage, welchen Nutzen der VBB für die Fahrgäste überhaupt hat. Die Sicherung von verkehrsmittelüberschreitenden Anschlüssen gehört sicherlich nicht zu seiner Kernkompetenz,

Marienfelde.
Zitat
Logital
Zitat
m7486
Scheitert bestimmt am alleine in Deutschland heiligen Datenschutz.

Was genau sollten den der Datenschutz dagegen haben? Welche persönlichen Daten sollen denn da betroffen sein?

Je nachdem wie die Daten aufbereitet sind, könnten sie - falls z.B. Wagennummern mit angezeigt würden - dazu führen, dass bestimmten Fahrpersonalen aufgelauert wird, weil man sich bei der vorherigen Fahrt ungerecht behandelt wurde oder aus anderen Gründen den persönlichen Kontakt erneuern / aufrecht erhalten möchte. Kann man konstruiert finden, aber könnte auch ein Grund für einen kritischen Betriebsrat oder Datenschutzbeauftragten sein, nicht zuzustimmen. Kriterium für Datenschutz ist ja nicht nur, ob es sich um persönliche Daten handelt, sondern auch, ob grundsätzlich anonyme Daten Rückschlüsse auf persönliche Daten ermöglichen.

Bei den beiden genannten Beispielen in Flensburg und Wuppertal werden jeweils nur Liniennummer und Ziel angezeigt.
Zitat
Logital
Zitat
m7486
Scheitert bestimmt am alleine in Deutschland heiligen Datenschutz.

Was genau sollten den der Datenschutz dagegen haben? Welche persönlichen Daten sollen denn da betroffen sein?

Das ist finde ich mittlerweile auch typisch deutsch, dass man immer erstmal über den Datenschutz und die Bürokrate schimpft, egal obs wirklich damit iwas zu tun hat 😅
Zitat
Marienfelde
Mitunter ertappe ich mich bei der Frage, welchen Nutzen der VBB für die Fahrgäste überhaupt hat.

Diese Frage keimte ja hier im Forum bereits sehr häufig auf, ohne jemals eine schlüssige Antwort erfahren zu haben.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Marienfelde
Mitunter ertappe ich mich bei der Frage, welchen Nutzen der VBB für die Fahrgäste überhaupt hat.

Diese Frage keimte ja hier im Forum bereits sehr häufig auf, ohne jemals eine schlüssige Antwort erfahren zu haben.

Hä? Dann fahr mal ohne Deutschlandticket ins Ruhrgebiet oder eine Gegend mit kleinen Verkehrsverbünden.
Zitat
marc-j
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Marienfelde
Mitunter ertappe ich mich bei der Frage, welchen Nutzen der VBB für die Fahrgäste überhaupt hat.

Diese Frage keimte ja hier im Forum bereits sehr häufig auf, ohne jemals eine schlüssige Antwort erfahren zu haben.

Hä? Dann fahr mal ohne Deutschlandticket ins Ruhrgebiet oder eine Gegend mit kleinen Verkehrsverbünden.

Ja, der gemeinsame Tarif ist natürlich ein Vorteil und vermutlich der einzige Nutzen für die Fahrgäste. Aber bedarf es dafür ein Konstrukt, wie es der VBB eines ist? Als BVG und S-Bahn ihre Fahrscheine gegenseitig anerkannten, wurde doch auch keine separate Firma gegründet, deren Name fortan die Fahrkarten schmückte.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Lopi2000
Je nachdem wie die Daten aufbereitet sind, könnten sie - falls z.B. Wagennummern mit angezeigt würden - dazu führen, dass bestimmten Fahrpersonalen aufgelauert wird, weil man sich bei der vorherigen Fahrt ungerecht behandelt wurde oder aus anderen Gründen den persönlichen Kontakt erneuern / aufrecht erhalten möchte. Kann man konstruiert finden, aber könnte auch ein Grund für einen kritischen Betriebsrat oder Datenschutzbeauftragten sein, nicht zuzustimmen. Kriterium für Datenschutz ist ja nicht nur, ob es sich um persönliche Daten handelt, sondern auch, ob grundsätzlich anonyme Daten Rückschlüsse auf persönliche Daten ermöglichen.

Bei den beiden genannten Beispielen in Flensburg und Wuppertal werden jeweils nur Liniennummer und Ziel angezeigt.
Dann müsste man in London nachfragen ob solche Fälle jemals vorgekommen sind, dort werden bei jeden Bus in der Livekarte neben Linie und Ziel auch das Kennzeichen angezeigt. Und wer sich schon Zeit aufnimmt um ein bestimmten Bus aufzulauern kann das auch jetzt, einfach an die Strecke stellen und warten bis er zurückkommt. Wagennummer und Kennzeichen sind auch jetzt vor Ort ersichtlich. Aber vermutlich hast du Recht, irgendein Datenschützer wird deswegen aus der "Hecke springen".



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.12.2025 10:32 von Barnimer.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
marc-j
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Alter Köpenicker
Zitat
Marienfelde
Mitunter ertappe ich mich bei der Frage, welchen Nutzen der VBB für die Fahrgäste überhaupt hat.

Diese Frage keimte ja hier im Forum bereits sehr häufig auf, ohne jemals eine schlüssige Antwort erfahren zu haben.

Hä? Dann fahr mal ohne Deutschlandticket ins Ruhrgebiet oder eine Gegend mit kleinen Verkehrsverbünden.

Ja, der gemeinsame Tarif ist natürlich ein Vorteil und vermutlich der einzige Nutzen für die Fahrgäste. Aber bedarf es dafür ein Konstrukt, wie es der VBB eines ist? Als BVG und S-Bahn ihre Fahrscheine gegenseitig anerkannten, wurde doch auch keine separate Firma gegründet, deren Name fortan die Fahrkarten schmückte.

Tarif ist nur ein Punkt von vielen, die der VBB bearbeitet. Der andere fahrgastwirksame Punkt ist die Angebotsplanung im Regionalverkehr. Der VBB führt die Ausschreibungen und das Vertragscontrolling der Verkehrsverträge durch. Und natürlich ginge das Ganze auch ohne VBB, aber dann wären die entsprechenden Mitarbeiter eben in (Unter-)Abteilungen der Ministerien bzw. Senatsverwaltungen angestellt. Insofern übernimmt der VBB hier auch eine gewisse länderübergreifende Bündelungsfunktion für Berlin und Brandenburg.

Ein weiterer Punkt ist das Thema Infrastrukturenwicklung (Stichwort i2030), welcher auch über den VBB läuft. Im Vergleich mit dem HVV ist natürlich noch viel Luft nach oben und der VBB duckt sich auch viel zu gerne weg, wenn es um Themen geht, für die er den Hut aufsetzen könnte. Überflüssig ist er aber ganz sicher nicht, auch wenn es natürlich irgendwie anders auch funktionieren würde. Aber das täte es auch ohne BVG-Wasserkopf.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Alter Köpenicker
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marc-j
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Alter Köpenicker
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Marienfelde
Mitunter ertappe ich mich bei der Frage, welchen Nutzen der VBB für die Fahrgäste überhaupt hat.

Diese Frage keimte ja hier im Forum bereits sehr häufig auf, ohne jemals eine schlüssige Antwort erfahren zu haben.

Hä? Dann fahr mal ohne Deutschlandticket ins Ruhrgebiet oder eine Gegend mit kleinen Verkehrsverbünden.

Ja, der gemeinsame Tarif ist natürlich ein Vorteil und vermutlich der einzige Nutzen für die Fahrgäste. Aber bedarf es dafür ein Konstrukt, wie es der VBB eines ist? Als BVG und S-Bahn ihre Fahrscheine gegenseitig anerkannten, wurde doch auch keine separate Firma gegründet, deren Name fortan die Fahrkarten schmückte.
Ja, mag bei zwei Unternehmen klappen. Aber der VBB hat seine Berechtigung. Würde man den VBB abschaffen hätten wir das unübersichtliche Nachwendechaos. Wir hätten in Brandenburg zahlreiche private Verkehrsunternehmen mit ihren eigenen Tarifen, Bedingungen und Fahrgastinformationen.
Mag für einen Nahverkehrsinteressierten eventuell spannend sein, für Pendler, Touristen oder Ausflügler wäre es ein Horror zwei Zeitkarten zu haben oder sich drei, vier Fahrscheine holen zu müssen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.12.2025 10:41 von GraphXBerlin.
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Jay
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Alter Köpenicker
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marc-j
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Alter Köpenicker
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Marienfelde
Mitunter ertappe ich mich bei der Frage, welchen Nutzen der VBB für die Fahrgäste überhaupt hat.

Diese Frage keimte ja hier im Forum bereits sehr häufig auf, ohne jemals eine schlüssige Antwort erfahren zu haben.

Hä? Dann fahr mal ohne Deutschlandticket ins Ruhrgebiet oder eine Gegend mit kleinen Verkehrsverbünden.

Ja, der gemeinsame Tarif ist natürlich ein Vorteil und vermutlich der einzige Nutzen für die Fahrgäste. Aber bedarf es dafür ein Konstrukt, wie es der VBB eines ist? Als BVG und S-Bahn ihre Fahrscheine gegenseitig anerkannten, wurde doch auch keine separate Firma gegründet, deren Name fortan die Fahrkarten schmückte.

Tarif ist nur ein Punkt von vielen, die der VBB bearbeitet. Der andere fahrgastwirksame Punkt ist die Angebotsplanung im Regionalverkehr. Der VBB führt die Ausschreibungen und das Vertragscontrolling der Verkehrsverträge durch. Und natürlich ginge das Ganze auch ohne VBB, aber dann wären die entsprechenden Mitarbeiter eben in (Unter-)Abteilungen der Ministerien bzw. Senatsverwaltungen angestellt. Insofern übernimmt der VBB hier auch eine gewisse länderübergreifende Bündelungsfunktion für Berlin und Brandenburg.

Ein weiterer Punkt ist das Thema Infrastrukturenwicklung (Stichwort i2030), welcher auch über den VBB läuft. Im Vergleich mit dem HVV ist natürlich noch viel Luft nach oben und der VBB duckt sich auch viel zu gerne weg, wenn es um Themen geht, für die er den Hut aufsetzen könnte. Überflüssig ist er aber ganz sicher nicht, auch wenn es natürlich irgendwie anders auch funktionieren würde. Aber das täte es auch ohne BVG-Wasserkopf.

Mal abgesehen davon, dass sich ja nicht nur BVG und S-Bahn im VBB fahren!
Und wenn man sich anschaut, wie Fr. Bonde als Verkehrssenatorin agiert, braucht man sich ja über die Wirkungsmächtigkeit des VBB nicht sonderlich wundern, oder?
Bei dieser Diskussion hat mich sofort der Status des VBB interessiert. Der VBB ist eine GmbH mit den Gesellschaftern der beiden Länder, 14 Landkreise und 4 kreisfreie Städte. Näheres dazu in Wikipedia. Eine Rolle spielte bei der Gründung der Einigungsvertrag. Das zielt vermtl. auf das ehemalige Westberlin.

Gegründet Ende 1996, gemeinsamer Tarif erst 1999.
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