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U9 Unterbrechung
geschrieben von Bahnmeier 
Zitat
GraphXBerlin
Egal ob Bus, Tram oder U-Bahn, viele Kollegen machen keine Ansagen weil kein Bock, sehen keine Notwendigkeit, sind unsicher bzw. haben Angst flüssig und spontan zu reden oder können eher oberflächlich deutsch bzw. werden eher schlecht verstanden.

Also ich kann ja eine Menge von Gründen nachvollziehen. Wenn aber ein Mitarbeiter gar nicht die Notwendigkeit einer Ansage erkennt, halte ich ihn in seiner Position für nicht nur ein wenig deplaciert.
Wie hätten denn jene Menschen zu Zeiten gehandelt, als es noch gar keine automatischen Ansagen oder gar Beschallungsanlagen gab? Wären sie mit der ganzen Fuhre an Fahrgästen durch die Wendeschleife einfach wieder zurück oder auf den Hof gefahren?


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
FlO530
Ist das Informieren von Fahrgästen tatsächlich kein Teil der Stellenbeschreibung? Das wäre verstörend.
Selbstverständlich nicht. Da steht auch nicht drin, dass man evtl. eine Rollstuhlrampe ausklappen muß. Und warum ist das "verstörend"?
Ich glaube eher die heutige Vorstellung des Busfahrers ist bei vielen nicht mehr aktuell. Das Fahrpersonal und das Selbstverständnis haben sich in den letzten 30 Jahren völlig gewandelt. Das manuelle ansagen der Haltestellen ist langsam in den 1990er Jahren verschwunden. Was "damals" noch Berufung und Stolz war ist heute leider überwiegend ein Job wie viele andere.

Zitat
Ebuscomegusto
Mir scheint das Problem ist grundsätzlicher. Die schlechte Fahgastinfo zeigt sich ja auch an anderen Stellen. Und obwohl es in der Vergangenheit viele Verbesserungen im IT Bereich gab scheinen diese nicht wirklich bei der BVG angekommen zu sein.
Die Fahrgastinfo ist doch in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Ich erinnere mal daran, dass es in der U-Bahn nur das Berliner Fenster gab. In den Bussen vor wenigen Jahren nur die einzeilige LCD-Anzeige der nächsten Haltestelle usw. Etwaige Fortschritte und Erneuerungen im IT-Bereich kommen doch nicht automatisch überall bei Unternehmen oder bei Landesbetrieben sofort an. Es wird ja auch nichts verschenkt.

Zitat
Alter Köpenicker
Also ich kann ja eine Menge von Gründen nachvollziehen. Wenn aber ein Mitarbeiter gar nicht die Notwendigkeit einer Ansage erkennt, halte ich ihn in seiner Position für nicht nur ein wenig deplaciert.
Wie hätten denn jene Menschen zu Zeiten gehandelt, als es noch gar keine automatischen Ansagen oder gar Beschallungsanlagen gab? Wären sie mit der ganzen Fuhre an Fahrgästen durch die Wendeschleife einfach wieder zurück oder auf den Hof gefahren?
Ich bin ja ganz bei dir hinsichtlich "damals war alles besser" ("deplaciert")
Die Notwendigkeit ist eher freiwillig und aus dem Selbstverständnis, Freundlichkeit oder Berufung heraus zu sehen ob ein Fahrer Ansagen macht. In der Regel gibt es automatische Ansagen. Bei kurzen Umleitungen oder Vorkommnissen gibt es mit derzeitiger Technik keine Möglichkeit einer automatischen Ansage. Ja, man sollte vom Fahrer erwarten, dass er Ansagen macht. Ja, die Leitstelle weist bei kurzfristigen Änderungen auch darauf hin. Es ist aber keine Dienstanweisung.
Nochmal: Vor dreißig, zwanzig Jahren hatte das Fahrpersonal blaue Jackets mit Wappen und dem Berliner Bären drauf. Da wehte noch stolz mit. Heute hat man das Wappen entfernt ("die BVG übernimmt keine hoheitlichen Aufgaben" SfI) und die Mitarbeiter kommen, wie eigentlich seit jeher, aus allen Berufsbranchen. Mittlerweile sind die Einstellungshürden gefallen und das Fahrpersonal besteht aus einer bunten Mischung. Für viele ist es "leider" nur ein Job. Jeder Mitarbeiter hat eine andere Einstellung und Ansicht dazu.
def
Re: U9 Unterbrechung
08.01.2026 08:45
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
GraphXBerlin
Egal ob Bus, Tram oder U-Bahn, viele Kollegen machen keine Ansagen weil kein Bock, sehen keine Notwendigkeit, sind unsicher bzw. haben Angst flüssig und spontan zu reden oder können eher oberflächlich deutsch bzw. werden eher schlecht verstanden.

Also ich kann ja eine Menge von Gründen nachvollziehen. Wenn aber ein Mitarbeiter gar nicht die Notwendigkeit einer Ansage erkennt, halte ich ihn in seiner Position für nicht nur ein wenig deplaciert.
Wie hätten denn jene Menschen zu Zeiten gehandelt, als es noch gar keine automatischen Ansagen oder gar Beschallungsanlagen gab? Wären sie mit der ganzen Fuhre an Fahrgästen durch die Wendeschleife einfach wieder zurück oder auf den Hof gefahren?

Einmal das. Im konkreten Fall sei aber auch darauf hingewiesen, dass der aktuelle Bauzustand nicht vom Himmel gefallen ist. Die BVG hätte sich in den letzten Wochen ruhig Gedanken machen können, wie man ihn sinnvoll vermittelt.
Re: U9 Unterbrechung
08.01.2026 10:15
Zitat
def
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
GraphXBerlin
Egal ob Bus, Tram oder U-Bahn, viele Kollegen machen keine Ansagen weil kein Bock, sehen keine Notwendigkeit, sind unsicher bzw. haben Angst flüssig und spontan zu reden oder können eher oberflächlich deutsch bzw. werden eher schlecht verstanden.

Also ich kann ja eine Menge von Gründen nachvollziehen. Wenn aber ein Mitarbeiter gar nicht die Notwendigkeit einer Ansage erkennt, halte ich ihn in seiner Position für nicht nur ein wenig deplaciert.
Wie hätten denn jene Menschen zu Zeiten gehandelt, als es noch gar keine automatischen Ansagen oder gar Beschallungsanlagen gab? Wären sie mit der ganzen Fuhre an Fahrgästen durch die Wendeschleife einfach wieder zurück oder auf den Hof gefahren?

Einmal das. Im konkreten Fall sei aber auch darauf hingewiesen, dass der aktuelle Bauzustand nicht vom Himmel gefallen ist. Die BVG hätte sich in den letzten Wochen ruhig Gedanken machen können, wie man ihn sinnvoll vermittelt.

In einigen Fällen ist die BVG auch von Fremdfirmen abhängig. Die liefern aber auch nicht so schnell wie gewünscht, Fachkräftemangel.

Die Baustellenansagen in den modernen U-Bahnen ist immer noch auf den Stand von 2024 weil nicht geliefert werden konnte, was sind da ein paar Wochen Vorlauf dagegen.
Zitat
Bd2001
Fachkräftemangel.

Da könnte man sich für dieses Jahr auch langsam mal eine neue Ausrede einfallen lassen oder glaubt das tatsächlich noch jemand?


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Re: U9 Unterbrechung
12.01.2026 14:56
Heute schafft es die BVG nichtmal den Pendelzug sinnvoll fahren zu lassen. Als die reguläre U9 in Friedrich-Wilhelm-Platz ankommt, stehen am gegenüberliegenden Daisy Wartezeiten von 10 / 20 Minuten. Warum konnte der Pendelzug nicht die wenigen Sekunden warten? In Walther-Schreiber-Platz sind mindestens 5 Minuten Wendezeit.
Re: U9 Unterbrechung
12.01.2026 17:26
Das frage ich mich auch immer. Warum der Zug am Walther-Schreiber-Platz nicht immer dann losfährt, wenn der entgegenkommende Zug am Bundesplatz losfährt. So wäre in beiden Richtungen nie eine Wartezeit.
Re: U9 Unterbrechung
13.01.2026 19:43
Zitat
Jan22
Das frage ich mich auch immer. Warum der Zug am Walther-Schreiber-Platz nicht immer dann losfährt, wenn der entgegenkommende Zug am Bundesplatz losfährt. So wäre in beiden Richtungen nie eine Wartezeit.

Nachdem wir oben schon gelernt haben, dass Kundenorientierung für das Fahrpersonal in Punkto Information auf keinen Fall erwartet wird (und erwarten werden darf), gilt das sicher auch für so absurde Themen wie Anschlüsse abwarten (abseits Mehringdamm, wo das stur immer (!) gehalten wird).
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