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Streckenreaktivierungen in Brandenburg
geschrieben von Nukebro 
Hier ein recht interessanter Artikel aus der Berliner Zeitung dazu: [www.berliner-zeitung.de]

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Hier ein recht interessanter Artikel aus der Berliner Zeitung dazu: [www.berliner-zeitung.de]

Das sind doch alle bekannten Sachen nur wieder aufgewärmt. :(

Berliner Linienchronik (+ Stationierungen/Werbungen/...) 1858-2026
Hallo Zusammen,

Die ersten Ergebnisse der Machbarkeitsstudien zur möglichen Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecken Werneuchen – Wriezen, Hoppegarten – Altlandsberg und Fredersdorf (b Berlin) – Rüdersdorf (b Berlin) in Brandenburg liegen nun vor. Die Untersuchungen wurden im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sowie die Gutachter TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) und PTV TransportConsult durchgeführt.

https://mil.brandenburg.de/mil/de/presse/detail/~16-12-2025-machbarkeitsstudien-reaktivierung-von-bahnstrecken

Strecken:
Abschlussbericht: Werneuchen-Wriezen (PDF Download)
Abschlussbericht: Fredersdorf-Rüdersdorf (PDF Download)
Kurzbericht: Hoppegarten - Altlandsberg (PDF Download)

Mfg



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.02.2026 18:30 von TomSpeedy.
Zitat
TomSpeedy
Die ersten Ergebnisse der Machbarkeitsstudien zur möglichen Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecken [...] Fredersdorf (b Berlin) – Rüdersdorf (b Berlin) in Brandenburg liegen nun vor.
[...]
Abschlussbericht: Fredersdorf-Rüdersdorf (PDF Download)

Welche konkreten Verbesserungen durch diese Reaktivierung erzielt werden sollen, bleibt in der vorliegenden „Studie“ leider unklar. Zu Beginn wird der Streckenverlauf der Buslinie 951 von Fredersdorf über Vogelsdorf bis zum Krankenhaus Rüdersdorf eingehend betrachtet. Diese Linie wird von Fahrgästen genutzt, zu denen neben Berufspendlern insbesondere Kunden des Multicenters in Vogelsdorf, Patienten des Krankenhauses und der Poliklinik sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Fredersdorf und Vogelsdorf zählen, die das Heinitz-Gymnasium in der Brückenstraße in Rüdersdorf besuchen.

Im nächsten Schritt werden verschiedene Szenarien für die Reaktivierung der Eisenbahnstrecke präsentiert und jeweils deren Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen, bevor schließlich eine finale Variante vorgestellt wird, bei der die Linie 951 nur noch in Rüdersdorf zwischen dem Krankenhaus und dem neuen Endpunkt der Bahn in Schulzenhöhe verkehrt. Vogelsdorf soll in diesem Fall durch eine Umlegung der Linie 949 bedient werden. Dies würde bedeuten, dass man zunächst in entgegengesetzter Richtung zum Bahnhof Fredersdorf fahren müsste, um dann mit der reaktivierten Bahn nach Rüdersdorf zu gelangen und dort mit dem 951er Bus weiter zum Zielort zu fahren. Es ist jedoch fraglich, ob dieser umständliche Ablauf in der bisherigen Fahrzeit realisierbar wäre.

Die Wiederinbetriebnahme von Eisenbahnstrecken für den Personenverkehr ist zwar grundsätzlich zu begrüßen, doch wurde gerade diese Verbindung im Jahr 1965 vermutlich nicht ohne triftigen Grund eingestellt. Sie bindet keine relevanten Ziele an, verläuft querfeldein über landwirtschaftliche Flächen und endet in einer abgelegenen Lage. Für den Güterverkehr, etwa für das Zementwerk in Herzfelde oder potenziell auch für das DHL-Paketzentrum 15, könnte sie durchaus von Nutzen sein, was jedoch offenbar nicht beabsichtigt ist. Für den Personenverkehr hingegen ist diese Verbindung wenig geeignet, sodass Busse auf dieser Relation die bessere Lösung darstellen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Die Wiederinbetriebnahme von Eisenbahnstrecken für den Personenverkehr ist zwar grundsätzlich zu begrüßen, doch wurde gerade diese Verbindung im Jahr 1965 vermutlich nicht ohne triftigen Grund eingestellt. Sie bindet keine relevanten Ziele an, verläuft querfeldein über landwirtschaftliche Flächen und endet in einer abgelegenen Lage. Für den Güterverkehr, etwa für das Zementwerk in Herzfelde oder potenziell auch für das DHL-Paketzentrum 15, könnte sie durchaus von Nutzen sein, was jedoch offenbar nicht beabsichtigt ist. Für den Personenverkehr hingegen ist diese Verbindung wenig geeignet, sodass Busse auf dieser Relation die bessere Lösung darstellen.

Genau dies sagt im Prinzip auch der Abschlussbericht:

Zitat
Abschlussbericht
Eine Nutzen-Kosten-Untersuchung gemäß den Vorgaben des BMDV zur Standardisierten Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen im ÖPNV in der Version 2016+ für den Nachweis des volkswirtschaftlichen Nutzens und zur Beantragung von Fördermitteln, beispielsweise gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG), wird nach Abschluss dieser Machbarkeitsstudie für die Reaktivierung der Strecke Fredersdorf (b Berlin) – Rüdersdorf (b Berlin) aufgrund der aufgezeigten ungünstig wirkenden Faktoren (vgl. Kapitel 7) zum aktuellen Zeitpunkt nicht empfohlen. Zu nennen sind hier vor allem die auf absehbare Zeit fehlende betriebliche Durchbindungsmöglichkeit nach Berlin und die Lage der Bahnstrecke zu den Siedlungsschwerpunkten von Vogelsdorf und Rüdersdorf, welche eine Erschließung mittels Busverkehr wie heute zielführender erscheinen lässt. Ob eine Streckenreaktivierung trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen für das Fahrgastpotenzial dennoch förderwürdig ist, kann nur durch eine Nutzen-Kosten-Untersuchung nachgewiesen werden.

Jens
Es ist ärgerlich, wenn Geld rausgeschmissen wird, um auf den ersten Blick nicht für den Personenverkehr geeignete Strecken zu untersuchen.
Zitat
Jens Fleischmann
Genau dies sagt im Prinzip auch der Abschlussbericht:
[...]

Soweit bin ich gar nicht gekommen, weil ich mich dann schon wieder über so viel Unsinn geärgert habe, denn
Zitat
nicolaas
Es ist ärgerlich, wenn Geld rausgeschmissen wird, um auf den ersten Blick nicht für den Personenverkehr geeignete Strecken zu untersuchen.
Diesen Umstand hätte man nämlich tatsächlich ganz ohne aufwendige Studie feststellen können, wenn man sich nur einmal kurz vor Ort umgesehen hätte. Das habe ich auch früher schon geäußert, als diese Idee aufkam. Aber auf mich hört ja mal wieder keiner und alle haben lieber das Nachsehen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
nicolaas
Es ist ärgerlich, wenn Geld rausgeschmissen wird, um auf den ersten Blick nicht für den Personenverkehr geeignete Strecken zu untersuchen.

Richtig! Und das war auch von Beginn an die Kritik an der Streckenauswahl für die Untersuchungen. Das sowas wie Rüdersdorf und Altlandsberg in der Prüfungsliste auftauchen und in der ersten Runde auch mal grob überblickt wurden, finde ich noch OK. Dass ausgerechnet diese beiden Strecken dann aber in die vertiefte Untersuchung gingen, obwohl die Nachteile offensichtlich sind, hat nicht nur unnötig Geld versenkt, sondern auch die Ressourcen von vielversprechenderen Kandidaten abgezogen.

Auch für die Wriezener Bahn sehe ich nur begrenztes Potenzial auf der Bestandsstrecke. Interessanter wäre es gewesen hier auch eine Teilreaktivierung und ggf. Varianten für Neubaustrecken zu untersuchen. Ich denke, dank Deutschlandticket, könnte zumindest eine Reaktivierung bis Tiefensee (mit Verlegung des Haltepunktes zum Kreisverkehr) ausreichend Potenzial generieren, wobei dann auch die Buslinie 923 Eberswalde - Strausberg zum Plusbus aufgewertet und passend vertaktet werden müsste. Problem wären natürlich die Sprungkosten durch den zusätzlichen Regio-Umlauf. Um den auszugleichen, müssten beim Bus entsprechende Einsparungen erfolgen. Insofern bräuchte es aus meiner Sicht auch einen zusätzlichen Haltepunkt in Werneuchen Ost. Eine NBS müsste entweder den 887 komplett ersetzen, also "geradeaus" nach Bad Freienwalde führen, oder (vermutlich mit größerem Potenzial) nach Eberswalde führen, was dann weitere Synergieeffekte hätte, weil die RB25 auf die RB60 oder RB63 durchgebunden werden könnte und eine Umleitungsstrecke zur Verfügung stünde, wobei für Letzteres dann auch noch eine durchgehende Elektrifizierung sinnvoll wäre.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Auch für die Wriezener Bahn sehe ich nur begrenztes Potenzial auf der Bestandsstrecke. Interessanter wäre es gewesen hier auch eine Teilreaktivierung und ggf. Varianten für Neubaustrecken zu untersuchen.

Im Abschlussbericht der Machbarkeitsuntersuchung zur Reaktivierung ab Werneuchen wurde eine Verlängerung der RB25 über Wriezen, Bad Freienwalde bis nach Eberswalde klar als Vorzugsvariante herausgearbeitet. Das berücksichtigt zwar keine (sicher interessante) Neubaustrecke versucht aber trotzdem alle umliegenden Siedlungsschwerpunkte mit anzubinden. Die RB60 würde in dem Konzept nur noch zwischen Wriezen und Frankfurt(O) verkehren.

Zu der Frage nach dem rausgeschmissenem Geld: Jetzt kann man die Lokalpolitik für die nächsten 10 Jahre auf die Gutachten verweisen. Vor Ort wird der Reaktivierungsgedanke sicherlich auch in Zukunft immer wieder neu entfachen.
Hallo.

Die nächste Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Bahnstrecke Neustadt (Dosse) – Neuruppin West ist da.

Link zur PM:
Pressemitteilung MIL
Download Machbarkeitsstudie

Mfg, Tom

Bahnstrecke Eberswalde-Frankfurt (Oder)
Zitat
TomSpeedy
Hallo.

Die nächste Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Bahnstrecke Neustadt (Dosse) – Neuruppin West ist da.

Link zur PM:
Pressemitteilung MIL
Download Machbarkeitsstudie

Mfg, Tom

Warum wird ein Pendelverkehr und keine Durchbindung als bevorzugte Option präsentiert?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Fährt der RE6 nach Abschluss der Bauarbeiten stündlich über Neuruppin hinaus? Dann könnte ich mir noch vorstellen, dass die Anschlüsse in Neustadt an Wittenberge - Berlin nicht passen, wenn man einfach die in Neuruppin aussetzenden Züge verlängert und Neuruppin - Neustadt -> Berlin/Wittenberge größeres Potenzial hat als Kremmen - Neuruppin - Neustadt. Zusätzliche Züge, z. B. eine verlängerte RB55 oder eine Verbindung von Löwenberg werden wir alle nicht mehr erleben.
Zitat
VvJ-Ente
Fährt der RE6 nach Abschluss der Bauarbeiten stündlich über Neuruppin hinaus? Dann könnte ich mir noch vorstellen, dass die Anschlüsse in Neustadt an Wittenberge - Berlin nicht passen, wenn man einfach die in Neuruppin aussetzenden Züge verlängert und Neuruppin - Neustadt -> Berlin/Wittenberge größeres Potenzial hat als Kremmen - Neuruppin - Neustadt. Zusätzliche Züge, z. B. eine verlängerte RB55 oder eine Verbindung von Löwenberg werden wir alle nicht mehr erleben.

Der Stundentakt beim RE6 besteht durchgehend bis Wittenberge. In Neuruppin wird der zweite Wagenteil abgehängt und eine Stunde später an den Gegenzug wieder angehängt. Genau dieser Zugteil stünde für andere Optionen zur Verfügung. Schafft man mit dem Ausbau auf 120 die 20 Minuten Fahrzeit nach Neustadt, dann wäre das formal umlaufneutral möglich. Aktuell nutzt DB Regio die Stunde, um den Zug zu tanken oder in der Werkstatt zu tauschen.

Ansonsten gibt es ja den sehr deutlichen Wunsch aus Neuruppin die Umleitung via Löwenberg und Oranienburg aufrecht zu erhalten. Für die Reaktivierung Neuruppin - Herzberg (- Löwenberg) läuft eine separate Untersuchung. Da die Strecke zwischenzeitlich instandgesetzt wurde, haben sich die Voraussetzungen verändert und sie wird ja auch aktuell befahren. Insofern wäre dort eigentlich "nur" eine Bestellung notwendig.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Ansonsten gibt es ja den sehr deutlichen Wunsch aus Neuruppin die Umleitung via Löwenberg und Oranienburg aufrecht zu erhalten. Für die Reaktivierung Neuruppin - Herzberg (- Löwenberg) läuft eine separate Untersuchung. Da die Strecke zwischenzeitlich instandgesetzt wurde, haben sich die Voraussetzungen verändert und sie wird ja auch aktuell befahren. Insofern wäre dort eigentlich "nur" eine Bestellung notwendig.

Gut, dass du das nur in Anführungszeichen geschrieben hast. Ein wenig Fahrplangebastel wäre nämlich auch noch nötig, weil der RE6 (zumindest Richtung Berlin) jetzt die Trasse der RB20 ab Oranienburg nutzt. Und die wird man auch nicht so leicht verschieben können, sonst gibt's Probleme in Hennigsdorf und/oder Potsdam eine Lücke im Fahrplan zu finden.
Der Bahnsteig in Oranienburg ist ja eigentlich lang genug um beide Linien zu vereinen. Frage: welcher Zug kann nur passiv bis Hennigsdorf mitfahren bevor die Züge getrennt werden (müssen) ? Sind die Kupplungen kompatibel um beide Züge zu vereinigen? (zumindest passiv)
Zitat
Gleisdreiecke
Der Bahnsteig in Oranienburg ist ja eigentlich lang genug um beide Linien zu vereinen. Frage: welcher Zug kann nur passiv bis Hennigsdorf mitfahren bevor die Züge getrennt werden (müssen) ? Sind die Kupplungen kompatibel um beide Züge zu vereinigen? (zumindest passiv)

Ich denke mal, fahrzeugseitig wäre so eine Durchbindung zumindest langfristig machbar, indem alle 4 betroffenen Linien (RE6: Wittenberge–Neuruppin–Löwenberg–Oranienburg–Berlin, RBxx: Neustadt–Neuruppin, RB20: Oranienburg–Hennigsdorf–Golm–Potsdam, RB22: KW–BER–Golm–Potsdam; die letzten beiden werden ja in Golm vereinigt und fahren bis Potsdam gemeinsam) auf einheitliche BEMU-Triebwagen umgestellt werden, sofern es BEMUs gibt, die die Strecke von Löwenberg über Neuruppin und Pritzwalk bis Wittenberge nur mit Batterie durchhalten.

Das Problem wäre dann aber, dass der RE6 ja nicht mehr nach Hennigsdorf käme, wenn er über Oranienburg fährt. Die Trennung von RE6 und RB20 müsste dann schon in Birkenwerder erfolgen, wo der RE6 aber gar nicht hält (OK, den Halt könnte man zusätzlich aufnehmen). Aber in Birkenwerder kommt schon im Schnitt alle 10 Minuten eine S-Bahn, von denen jede zweite auch noch geräumt werden muss. Da eine Lücke zu finden, in der Züge getrennt oder vereinigt werden, stelle ich mir schwierig vor.
Zitat
Jumbo
Zitat
Gleisdreiecke
Der Bahnsteig in Oranienburg ist ja eigentlich lang genug um beide Linien zu vereinen. Frage: welcher Zug kann nur passiv bis Hennigsdorf mitfahren bevor die Züge getrennt werden (müssen) ? Sind die Kupplungen kompatibel um beide Züge zu vereinigen? (zumindest passiv)

Ich denke mal, fahrzeugseitig wäre so eine Durchbindung zumindest langfristig machbar, indem alle 4 betroffenen Linien (RE6: Wittenberge–Neuruppin–Löwenberg–Oranienburg–Berlin, RBxx: Neustadt–Neuruppin, RB20: Oranienburg–Hennigsdorf–Golm–Potsdam, RB22: KW–BER–Golm–Potsdam; die letzten beiden werden ja in Golm vereinigt und fahren bis Potsdam gemeinsam) auf einheitliche BEMU-Triebwagen umgestellt werden, sofern es BEMUs gibt, die die Strecke von Löwenberg über Neuruppin und Pritzwalk bis Wittenberge nur mit Batterie durchhalten.

Das Problem wäre dann aber, dass der RE6 ja nicht mehr nach Hennigsdorf käme, wenn er über Oranienburg fährt. Die Trennung von RE6 und RB20 müsste dann schon in Birkenwerder erfolgen, wo der RE6 aber gar nicht hält (OK, den Halt könnte man zusätzlich aufnehmen). Aber in Birkenwerder kommt schon im Schnitt alle 10 Minuten eine S-Bahn, von denen jede zweite auch noch geräumt werden muss. Da eine Lücke zu finden, in der Züge getrennt oder vereinigt werden, stelle ich mir schwierig vor.

Vor allem aber geht es auch komplett am Bedarf vorbei. Es geht ja gerade darum mit dem RE6 möglichst direkt nach Berlin rein zu fahren und nicht (wieder) in Hennigsdorf mit dem unzuverlässigen Anschluss zur S25 zu landen. Der Flügelansatz würde sinnvollerweise schon viel früher greifen: RB54 in Herzberg oder RB12 in Löwenberg. Anderswo wird sogar doppelt geflügelt. Allerdings sind wir mit der RB12 dann eben auch nicht in Gesundbrunnen, sondern via Hohenschönhausen und Lichtenberg am Ostkreuz. Vielleicht bekäme man das sogar mit dem vorhandenen Bestand an NEB-Mireos hin, wenn RB61 und RB62 entfallen. Dann aber natürlich mit Endpunkt Neuruppin.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Wie viele Jahre(zehnte) benötigt die Politik um eine teilweise noch vorhandene Trasse von Hennigsdorf nach Berlin auf-/auszu bauen? Wo man Platz findet um ICE von Gesundbrunnen in ein nördliches Betriebswerk zu überführen muß doch auch noch Platz sein um Züge daran vorbei zu führen
Zitat
Gleisdreiecke
Wie viele Jahre(zehnte) benötigt die Politik um eine teilweise noch vorhandene Trasse von Hennigsdorf nach Berlin auf-/auszu bauen? Wo man Platz findet um ICE von Gesundbrunnen in ein nördliches Betriebswerk zu überführen muß doch auch noch Platz sein um Züge daran vorbei zu führen

Das Problem ist Tegel, u. a.
A) der Bahnübergang
B) Die Autobahn (Bahnanlagen teilweise überbaut)

Aber du hast grundsätzlich schon recht. Man will es nicht. Bei welcher Straße würde man bei einem Wiederaufbau mit einer Spur sich zufriedengeben und eine Bauampel mit Wartezeiten für Jahrzehnte hinsetzen...
Die Bahnsteige sind auch nur für 6-Wagen-Züge geeignet. Insgesamt ein trauriger Wiederaufbau.

Wieso hört man beim Verkehrsträger Schiene von Politikern nie: "one more track will fix it"?
Weil die Verkehrswende eine einzige Augenwischerei ist. Und ich es langsam nicht mehr hören kann, wie oft das Wort hier in den Mund genommen wird. Bei dem gegenwärtigen Zustand von ÖPNV und Schiene, ist dieses Wort irreführend. Und Fahrräder sind auch kein ÖPNV sondern nur Individualverkehr.

Erst wenn alle Anstrengungen und finanziellen Mittel in den Ausbau der Schiene gesteckt werden, dann darf man wieder von VW sprechen (ehem. Doppeldeutigkeit unbeabsichtigt).
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