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Wie oft sollte der Fernverkehr in Berlin und dem unmittelbaren Umland halten?
geschrieben von Nukebro 
Die allermeisten ICEs die Berlin anfahren halten ja zwei oder drei Mal in Berlin. Also nicht nur am Hauptbahnhof sondern auch in Spandau (was ja technisch gesehen zu Berlin gehört) oder am Südkreuz oder Gesundbrunnen.

Allerdings kostet jeder Halt auch Zeit und verlängert die Fahrt für Fahrgäste die nicht in Berlin aus- oder umsteigen. Andererseits wird die Überlastung des Hauptbahnhofs etwas gemindert wenn nicht alle da in die Züge rein und raus müssen.

Deshalb die Frage: wie oft sollte der Fernverkehr in Berlin halten? Oder sollte das abhängig davon sein welches Endziel angesteuert wird?

Oder sollte gar auch in Potsdam und am BER gehalten werden?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.12.2025 09:34 von Nukebro.
Potsdam und BER haben kaum Fernverkehr, der auch dort entlang fährt. Daher wird es dort keine weiteren Halte geben.

Ich bin mit den Halten in Spandau / Gesundbrunnen und Hauptbahnhof zufrieden. Zoo für den Stadtbahn-Fernverkehr wäre gut, da der Hauptbahnhof in Nord-Süd-Richtung noch keine passenden S- und U-Bahnlinien hat.

Alles auf den Hauptbahnhof zu konzentrieren, würde diesen völlig überlasten (siehe Hamburg) und zudem wären die Anfahrtswege zu lange.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.12.2025 09:41 von DaniOnline.
Zitat
Nukebro
Deshalb die Frage: wie oft sollte der Fernverkehr in Berlin halten? Oder sollte das abhängig davon sein welches Endziel angesteuert wird?

Da man ja ohnehin nach Sprintern, normalen ICE und langsamerem Fernverkehr differenzieren muss, sollte man meiner Meinung nach zum einen einen Mindestabstand zwischen den Halten vorsehen und zum anderen eine gewisse Untergrenze an potenziellen Einsteigenden. Der Trend geht beim Fernverkehr der DB gerade ohnehin in die Richtung, sich auf die Hauptstrecken zu konzentrieren und den Rest, mit dem sich weniger Geld verdienen lässt, den Ländern zu überlassen, was angesichts der politischen Vorgaben ja auch nachvollziehbar ist.

Wenn ich mir die Städte in NRW so anschaue, die ICE-Systemhalte sind, sind die meisten ungefähr so groß wie 2-3 Berliner Bezirke. Entsprechend sind auch ca. 6 ICE-Halte in Berlin angemessen. Momentan sind diese vor allem entlang der Ringbahn verteilt (v.a. Gesundbrunnen und Südkreuz), was angesichts deren Lage im ÖPNV-Netz auch sinnvoll ist, denn so profitieren z.B. vom Halt am Südkreuz die Menschen im Einzugsradius der Ringbahn und der S2/25, am Gesundbrunnen sieht es noch besser aus. Auch der Halt in Spandau ist durch U7, S- und Regionalbahn für den Westen der Stadt und das Umland sicher hilfreich.

Vergleichbar gute Integrationen ins Schnellbahnnetz gibt an anderen Schnittstellen von Schnellbahnen und Fernbahnstrecken nicht, diese könnten z.B. an den Schnittstellen mit Fernbahnstrecken mit neuen Verkehrsprojekten entstehen wie der Nahverkehrstangente im Osten oder der ominösen U-Bahnlinie 0. Aber ehe es soweit ist, sehe ich Berlin schon ganz gut aufgestellt mit den Fernbahnhalten.
Es sollten auf keinen Fall Fernverkehrshalte wegfallen. Bei der Konkurrenz Flixtrain ist es z.B. sehr unattraktiv das bei etlichen Verbindungen nicht in Spandau gehalten wird.

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Eisern Union!
Zitat
M69
Es sollten auf keinen Fall Fernverkehrshalte wegfallen. Bei der Konkurrenz Flixtrain ist es z.B. sehr unattraktiv das bei etlichen Verbindungen nicht in Spandau gehalten wird.

Ich persönlich finde es eher angenehm, wenn die Züge möglichst wenig halten, bei den Zügen von/nach Hamburg hielt sich vor der Sperrung die Zahl der Ein- und Aussteigenden hielt sich nach meiner Erfahrung (im Vergleich zum Hauptbahnhof) in Grenzen und lag oft nicht wesentlich über der in Wittenberge oder Ludwigslust. Insofern finde ich es bei eigenwirtschaftlichen Verkehren sinnvoll, zwischen Zeitverlust, Stationsentgelten und zusätzlich zu gewinnenden Fahrgästen abgewogen wird.
Rein technisch, wenn ich Berlin nochmal "neu" planen dürfte, würde ich es so planen:

Fernverkehr: Hbf, Spandau, Westkreuz, Nordkreuz, Ostkreuz, Südkreuz
Zusätzliche Regio-Hubs: Zoo, Alex (eventuell mit ausreichend langen bahnsteigen, um als notfall oder ersatz für fernverkehr herzuhalten.)

Entfallen: Charlottenburg, Ostbahnhof, Friedrichstraße

Natürlich würden dann auch Ubahnen und Sbahnen (Nord-Südtunnel zB) anders fahren, aber das hätte was schön symmetrisches. :)
So hätte man auf der Ringbahn alle Himmelsrichtungen, und auf der Stadtbahn ziemmlich genau alle 3 Stationen einen relevanten Umsteigebahnhof. Plus Spandau als Wurmfortsatz halt, weil Berlin im Osten liegt, und das meiste von Deutschland westlich davon, da also mehr hinfährt.

Aber leider sind wir in der Realität. Solche Pläne muss ich wohl in Spielen nachbauen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.12.2025 15:46 von Taari.
Das dürfte zu schematisch gedacht sein. Man darf die Resourcen nicht vergessen, so hat Ostbahnhof eben eine hohe Kapazität. Charlottenburg ist eine eigene Stadt usw., Wichtig ist auch die Konkurrenz. Denn Flixtrain will sich ja verdoppeln, da werden gewiss dann auch mehr Fernhalte gebraucht. Und sind die Kosten nicht auch unterschiedlich und daher Wettbewerbsrelevant?
Zitat
Taari
Rein technisch, wenn ich Berlin nochmal "neu" planen dürfte, würde ich es so planen:

Fernverkehr: Hbf, Spandau, Westkreuz, Nordkreuz, Ostkreuz, Südkreuz
Zusätzliche Regio-Hubs: Zoo, Alex (eventuell mit ausreichend langen bahnsteigen, um als notfall oder ersatz für fernverkehr herzuhalten.)

Entfallen: Charlottenburg, Ostbahnhof, Friedrichstraße

Und warum privilegierst Du die Anrainer am nordwestlichen Stadtrand gegenüber allen andern Stadtrandbewohnern? Und wenn man schon neu plant, drängt sich doch der Bahnhof Friedrichstraße geradezu als Hauptbahnhof auf. Ich hielte Fernbahnhöfe in der Mitte, an den vier Kreuzen sowie noch einmal am Stadtrand bzw. in der jeweils angrenzenden Stadt für sinnvoll. Allzu oft ist es heute ja so, daß man erstmal in die Stadt hineinfahren muß, um dann mit dem Fernzug wieder aus ihr hinausfahren zu können.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Heidekraut
Das dürfte zu schematisch gedacht sein. Man darf die Resourcen nicht vergessen, so hat Ostbahnhof eben eine hohe Kapazität. Charlottenburg ist eine eigene Stadt usw., Wichtig ist auch die Konkurrenz. Denn Flixtrain will sich ja verdoppeln, da werden gewiss dann auch mehr Fernhalte gebraucht. Und sind die Kosten nicht auch unterschiedlich und daher Wettbewerbsrelevant?

"Neu planen" dürfte bei ihm doch im Sinne von "male Bahnsteige auf eine Karte" gemeint sein, und da würde ich das total unterschreiben.
Die hohen Kapazitäten am Ostbahnhof sind murks, denn unterm Strich halten dort ein paar Buslinien und die gleichen S-Bahnen, die überall schon parallel halten. Hätte man die Chance auf Fernverkehr am Ostkreuz nicht vermurkst, wäre dort der geeignetere Start-/Endbahnhof. Es fehlt aber natürlich auch entsprechende Infrastruktur.

Westkreuz ist im Gegensatz zu den anderen Kreuzen irgendwie Niemandsland (der eine oder andere weiß bis heute vermutlich nicht, dass man dort auch rausgehen kann) und Charlottenburg oder Zoo wirken geeigneter.

Generell finde ich die heutige Logik aber gut, wenngleich ich mir einen Halt am Ostkreuz zumindest für die Fernzüge aus Richtung Osten eigentlich wünschen würde - fast eher, als jenen am Ostbahnhof. Die 210m dürften da auch für alles reichen (oder?)...
Ebenso finde ich den Ansatz, in Tagesrandlagen und bei den SuperSprintern eben auch Zoo und Ostkreuz anzubinden, relativ geschickt: Da überwiegen Start/Ziel in Berlin (und somit Menschen, die sich über U9, S41/42 und Co. freuen) deutlich jenen, die am Hbf nur schnell weiter wollen.

Gruß Flo
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