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Zukunft der Kleinprofil-Strecken der U-Bahn
geschrieben von Nukebro 
Die Kleinprofil-Strecken (U1-U4 in heutiger Nomenklatur) zählen in großen Teilen zu den ältesten Teilen des Netzes. Gleichzeitig gibt es dort das meiste "Interlining" (zwei Linien über längere Strecken auf der selben Infrastruktur). Wie der Name schon sagt haben sie ein kleineres Lichtraumprofil als der Rest des Netzes. Gleichzeitig hat man immer wieder die Zuordnung einzelner Linienäste temporär geändert. Historisch auch teilweise für längere Bauperioden. Es gibt ja auch heute wieder Ideen die Linien im Kleinprofilnetz mittel- bis langfristig neu zu ordnen.

Und wie schaut es mit Erweiterungen aus? Wird die "verfluchte" U4 je länger werden als was die Stadt Schöneberg weiland gebaut hat? Geht es bald bis zum Mexikoplatz? Oder bleibt alles trotz vieler Diskussion wie es ist?

Und wie schaut es mit ATO aus? Das ist ja auf der U4 vor vielen Monden mal teilweise ausprobiert worden, dann aber wieder verworfen worden. Aber angesichts der demographischen Entwicklung wird man es doch irgendwann tun müssen, oder nicht?

Was denkt ihr, wie sieht es da 2050 oder 2100 aus?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Da Berlin ja chronisch pleite ist oder wie unser Ex-Bürgermeister sagte "arm aber sexy" wird da nichts passieren, außer das das Rollmaterial ab und an mal erneuert wird. Alles Andere ist reine Illusion oder Wunschdenken.
Zum Mexikoplatz wird man irgendwann fahren können. Wenn man automatisches Fahren einführen wollen würde, hätte man auf U5 und U8 die nächste günstige Gelegenheit. Will man aber nicht, also wird das im Kleinprofilnetz auch nichts.

Alles weitere ist Phantasterei, insbesondere jegliche U4-Verlängerung, zumindest bis es irgendwann vielleicht mal finanziell besser aussieht.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Hast du denn Aussichten das Jahr 2100 noch mitzuerleben?
Zitat
Bahnmeier
Hast du denn Aussichten das Jahr 2100 noch mitzuerleben?

Noch hat man die Strecke zum Mexikoplatz nicht gestrichen. Man wird da eher noch vor der Wahl den Bau dingfest machen. Die finanziellen Folgen kann ja dann die Nachfolgeregierung tragen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Bahnmeier
Hast du denn Aussichten das Jahr 2100 noch mitzuerleben?

Ich vermutlich eher nicht, aber meine Neffen schon eher. Und wenn ich Mal Kinder haben sollte die auch...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Zitat
Bahnmeier
Hast du denn Aussichten das Jahr 2100 noch mitzuerleben?

Ich vermutlich eher nicht, aber meine Neffen schon eher. Und wenn ich Mal Kinder haben sollte die auch...

2100 wird das Schmelzen der Antarktis vorangeschritten sein. Ich schätze mal, der Meeresspiegel wird dann schon 1-2m höher liegen. Das wird unumkehrbar sein.
Gleichzeitig wird Berlin so heiß und trocken sein, dass man die Stadt aufgeben wird. Die Bevölkerung schrumpft, im schlimmsten Fall wird KI der arbeitenden Bevölkerung den Rest gegeben haben. Abgesehen davon, dass bis 2100 auch die wenigen Gen-Z, die heute gerade geboren wurden und in 75 Jahren noch übrig sind, auch schon kurz vorm Exitus stehen.
Ich sehe eher eine dystopischen Zukunft für Berlin entgegen.
Da wird nicht mehr viel gebaut werden und eine U-Bahn wird es vermutlich auch nicht mehr geben.
Es gibt doch Prognosen, dass die Menschheit bis zum Jahr 2100 wieder abgenommen hat.
Allein der Exitus der Boomer bis 2050 wird jede Menge Wohnraum freisetzen. Wenn die AfD erst die Macht übernommen hat und es mit dem zusätzlichen Exodus aller Nicht-Biodeutschen zu weiteren Freisetzen von Wohnraum und Wirtschaft führt, ist sowieso Ende.

Man kann den jetzigen Zustand nicht endlos in die Zukunft projizieren.

[www.destatis.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.12.2025 10:35 von DerMichael.
Zitat
Nemo
Zum Mexikoplatz wird man irgendwann fahren können. Wenn man automatisches Fahren einführen wollen würde, hätte man auf U5 und U8 die nächste günstige Gelegenheit. Will man aber nicht, also wird das im Kleinprofilnetz auch nichts.

Wieso will man nicht? Im Gegensatz, man baut da schon fleissig und nächstes Jahr geht die Teststrecke in Betrieb.

Im Kleinprofil gibt es auch ATO (mit einnem GoA1a). Für höhere GoA fehlen gewisse technische Lösungen.
Der eine malt schwarz, der andere ist der Zukunft froh zugewandt.👍
Zitat
Heidekraut
Der eine malt schwarz, der andere ist der Zukunft froh zugewandt.👍

Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch eine Bahnstrecke bauen!

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Zitat
Heidekraut
Der eine malt schwarz, der andere ist der Zukunft froh zugewandt.👍

Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch eine Bahnstrecke bauen!

Kann man machen. Wäre aber in den Gegenden, die jetzt über 50m NN liegen halt besser angelegt.

Und wenn ich wüsste, dass in 100 Jahren die Pole schmelzen und weiterhin wüsste, dass der Meeresspiegel dann um ca 50m steigen wird und darüberhinaus wüsste, dass Berlin auf ca 35m NN liegt, würde ich heute alles dafür tun, dass das nicht passiert.
Und damit meine ich nicht, das Sondervermögen für ein paar Straßenbäume zu verprassen.
Aber da sind „wir“ anscheinend nicht genug, um das umzusetzen.

Nur mal so nebenbei: würden wir mal annehmen, dass von dem 500Milliarden Klimatransformations- und Investitionsfonds Berlin abhängig von seinem Bevölkerungsanteil 25Mrd abbekommen würde, wäre i2030 doppelt ausfinanziert.

Ich würde mich aber nicht wundern, wenn die CDU die TVO zur Klimatrasse umframed und das Geld dafür verpulvert.


Übrigens liegt die Schachtanlage Asse II, in der angeblich „Ein Wassereinbruch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann“ (Haha!!) bei Wolfenbüttel an der Oberfläche auch nur 77m über NN, wobei die Grube selbst bis zu 750m tief, also bis zu 680m unter dem Meeresspiegel liegt.
Das wird bestimmt nochmals interessant, wenn sich die Nordsee auf den Weg ins Landesinnere macht.

Ich habe übrigens auch noch was zu dem Thema „billiger Atomstrom“ auf Wikipedia gelesen:

Zitat
Wikipedia
Bereits Ende der 1960er Jahre wurde die damalige Asse-Betreibergesellschaft durch die AEG (bis 1978 selbst Hersteller von Atomkraftwerken und damit für seine Kunden) um eine Stellungnahme zur Endlagerbefähigung und zur Größenordnung der zukünftigen Entsorgungskosten gebeten. Im Antwortschreiben teilte diese mit, pro Jahr 300 Fässer problemlos abnehmen zu können, die Kosten noch nicht verbindlich mitteilen zu können, um dann fortzufahren:
„Wir schätzen jedoch, dass die Kosten [...] sich pro 200-Liter-Fass um DM 100 bewegen werden.“
– Gesellschaft für Strahlenforschung mbH, 1969[13]
Die GSF signalisierte gleichzeitig, „dass der zukünftige Preis für die Einlagerung radioaktiver Abfallstoffe nicht streng nach üblichen kaufmännischen Grundsätzen errechnet wird“ und somit die tatsächlichen Kosten der Einlagerung des Atommülls den Kraftwerksbetreibern nicht in Rechnung gestellt werden würden. Der Briefwechsel zwischen der GSF und der AEG zeigt zusätzlich, dass die Asse explizit auf Bitten der Industrie als Endlager genutzt wurde und nicht allein aus staatlichem Betreiben.[14]

Und weiter:

Zitat
Wikipedia
Ab Dezember 1975 galt dann die Gebührenregelung für die Lagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen im Salzbergwerk Asse. Bis zum Ende der Einlagerung erzielte man Einnahmen in Höhe von rund 900.000 Euro.
Für die Sanierung sind Kosten in Höhe von 2 Milliarden Euro eingeplant; Experten-Schätzungen reichen allerdings bis zu 6 Milliarden Euro.[17]

Noch ein Grund, dafür zu sorgen, dass Investitionen in den Klimawandel nicht billiger werden, je mehr man die Augen davor verschließt.



9 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.2025 09:30 von DerMichael.
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