Es gab vor ewig langer Zeit mal jemanden hier im Forum, der die Vorplanung für den Südkopf Hohen Neuendorf vorstellte:
Die Fußgängerunterführung südlich des S-Bahnhofs wird geschlossen. Die S-Bahngleise tauchen südlich des S-Bahnhofs Hohen Neuendorf eine Etage tiefer ab und die Gleise der S8 zweigen dann unter der Fernbahn hindurch nach Osten ab, während die Gleise der S1 im weiteren Verlauf wieder aufsteigen sollen. Ob das jetzt für zwei Gleise bei der S8 reicht, weiß ich nicht mehr.
FunFact:
Die Bahn hatte bisher kein Interesse an einem Ausbau. Die CDU in Frohnau brüstet sich bis heute, den Ausbau verhindert zu haben und dass die Bahn den Frohnauer CDU-Politikern versprach, den Ausbau nicht in Angriff zu nehmen.
Gleichzeitig kommunizierte die CDU jedoch, dass sich die Bahn aber vorbehält, diese Entscheidung zu revidieren. Eigentlich hat die Bahn der CDU nur gesagt, dass da jetzt eh nichts passieren wird und die CDU hat das den Frohnauern als ihren Erfolg aufgeschwätzt.
Der Ausbau wird erst passieren, wenn die Stettiner Bahn dicht ist. Nur wegen 5 Minuten Fahrzeitersparnis wird das nicht passieren.
Kaczmarek deutete an, dass da jetzt gaaaanz langsam aus Resilienzgründen drüber nachgedacht wird, aber ich vermute, das muss sehr behutsam passieren, um die Frohnauer Opposition nicht aufzuwecken.
Interessanterweise wurden auf der Strecke in den letzten Wochen Schwellen auf der Strecke beschriftet. Ob da jetzt was vermessen wurde, kann ich nicht sagen.
Frohnau ist auch etwas anders als Lichtenrade: die Nordbahn liegt bereits auf einem Damm (bis Hermsdorf) oder im Einschnitt (in Frohnau). Es gibt keine Bahnübergänge oder aufzulösende Durchlässe.
Beim Bau von Frohnau wurde übrigens extra links und rechts der Trasse ein Hügel angelegt. Also das Gelände aufgeschüttet und der Bahnhof mit einer Brücke über die Trasse versehen (Frohnauer Brücke). Das Material dafür stammt aus dem künstlich angelegten Hubertussee im Nordosten von Frohnau. Dort sollten eigentlich Wassergrundstücke vermarktet werden, was aber nach der Depression nach dem 1. Weltkrieg nicht mehr passierte (Frohnau ist ein Kunstdorf, dass der Fürst Henckel von Donnersmarck, ein Kohlebaron aus Schlesien, damals seinem Freund dem Kaiser schenkte.)
Es gibt im Süden von Frohnau eine Straße „Am Pfingstberg“. Dieser Pfingstberg war wohl mal einiges höher, wurde abgetragen und befindet sich jetzt im Damm der Strecke.
Große Kunstbauten, wie in Lichtenrade sind dort nicht zu erwarten.
Wenn die Frohnauer nicht komplett blöde sind, könnten sie sich dafür einsetzen, den Einschnitt einfach zu deckeln. Dann hätten sie den Tunnel, den Lichtenrade nie bekam und könnten die Tunneldecke für eine neue Ortsgestaltung oder einfach nur für ihre geliebten Parkplätze nutzen. Da die Strecke mal viergleisig war und links und rechts steile Böschungen sind, müsste man eh Stützwände bauen, um die Gleismittenabstände hinzubekommen. Diese würden wahrscheinlich eh bis fast zur Geländeoberkante reichen.
Die Frohnauer Brücke über die Bahn müsste wegen der Abstände einem Neubau weichen. „Nach oben“ wird man mit Lärmschutzwänden nicht viel ausrichten können, da die Bahn unterhalb der recht dicht am Einschnitt stehenden Häuser steht. Ein Deckel würde sich da einfach aufdrängen.
Damit könnte man auch die Frohnauer ködern. Die Bahn wäre überhaupt nur nördlich der Frohnauer Brücke sichtbar, wo jetzt die Kehre steht und die Bahn vom Einschnitt wieder auf den Damm wechselt um weiter nördlich wieder die Schönfließer Straße zu überqueren.
Die Kehre in Waidmannslust müsste natürlich entfallen. Die könnte man wieder zum S-Bahnhof Hermsdorf verschieben.
Die Kehre in Frohnau müsste auf die Bahnlauben westlich der S-Bahntrasse oder zwischen die S-Bahngleise wandern. Oder zurück nach Birkenwerder, wo sie wohl vor dem Krieg war.
Die S-Bahngleise liegen bis Wilhelmsruh noch in originaler Lage. Bis Wilhelmsruh müssten jetzt schon nur die Brücken erneuert und die Abstände hergestellt werden. M.E. kein Problem: östlich ist ehemaliger Todesstreifen, westlich nur Industrie.
Bis zum Wilhelmsruher Damm sind westlich nur Datschen und östlich Stadler und die ersten Einfamilienhäuser.
In Wittenau soll ein Regiohalt entstehen, der, wie Jungfernheide, eine Verbindung zur U-Bahn ermöglicht.
Dort ist relativ viel Platz auf der Ostseite. Allerdings hat man hier das südliche Zugangsgebäude so gebaut, dass die S-Bahngleise auf der Mitte des Damms liegen. Könnte sein, dass das komplett ersetzt und weiter westlich neu aufgebaut werden muss.
Ab Wittenau beginnt dann der Transit durch die Wohnbebauung. Nordöstlich von Wittenau ist wieder etwas Industrie aber eben auch Häuser. Die ziehen sich dann bis zur Schönfließer Straße in Frohnau, wo östlich der Trasse schon die Stolper Felder sind und die Trasse in den Wald führt.
Noch ein FunFact: es gibt gegenüber vom S-Bahnhof Frohnau einen Wochenmarkt, der auf Gelände steht, dass der Bahn gehört. Anscheinend gehört der Bahn der ganze östliche Grünzug zwischen dem ehemaligen Güterbahnhof in Hermsdorf und der Kehre in Frohnau.
Diesem Wochenmarkt wurde angeblich die Pacht von Seiten der Bahn gekündigt.
4 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.12.2025 22:30 von DerMichael.