Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Beobachtungen zum Silvesterverkehr 2025/2026
geschrieben von Ingolf 
"Wir fahren - oder eben auch nicht.
Und wo, wann und wie wir fahren oder eben auch nicht fahren -
das verraten wir euch natürlich nicht.
Willkommen beim BVG-Silvesterlotto!
Hauptpreis: Gestrandet mitten im Böllergeknalle an der Haltestelle."

So mein Fazit dieser Silvesternacht, hier meine Beobachtungen von unterwegs:

(1) Gegen 18:00 und gegen 22:30 Uhr gab es sowohl auf U8 und U7 nur 10-Minuten-Takte. Dies führte insbesondere bei der U8 gegen 22:30 Uhr zu einem Überlauf des Systems, die Nachfrage konnte nicht bedient werden. Es kam zu Überfüllungen, Verspätungen und zurückbleibenden Fahrgästen. Der U-Bahn-Fahrer meines Zuges versuchte das Problem in der Form zu lösen, indem er mitten im Fahrgastwechsel den Türschließvorgang auslöste. Führte zu noch mehr Stress und damit noch mehr Verzögerungen. Irgendwelches Wach- oder anderes Personal habe ich auf den Bahnsteigen nicht gesehen.

(2) Die Fahrplanauskunft entpuppte sich mal wieder als unbrauchbar und irreführend.
So wurden bei Fahrplanabfragen alle Verbindungen so ausgewiesen, als wenn alle Linien ihrem Regelweg ohne Umleitungen folgen würden. Die nicht bedienten Abschnitte wurden durchgestrichen angezeigt. Damit waren diese Fahrten aber immer im Abfragealgorithmus als vollwertig enthalten und es wurden keine Ausweichrouten angezeigt. Somit hatte man ohne Netz- und Taktkenntnis keine Chance, eine Alternativroute zu finden.

Der ausfallende Abschnitt wurde zwar mit durchgestrichenen Haltestellen anzeigt, doch gab es kein Einspeisen der Alternativrouten in das Auskunftssystem. So konnte man nicht erkennen, über welche Strecken die Umleitungen erfolgten. Manchmal gab es einen Beitext, der aber oft nur erwähnte, dass es eine Umleitung gibt - aber nicht, über welche Strecken. Die Bahnen verschwanden also und tauchten am Ende der Umleitung wieder auf. Dies wirkte besonders fatal bei den Linien M4, M5 und M6, die über die Haltestelle Memhardstraße statt Alexanderplatz geführt wurden. Ausgerechnet die wichtigste Haltestelle der betreffenden Linien existierte nicht - und auch nicht ihre Ersatzhaltestelle.

Dies bezog sich auch auf die Anzeigen an den Haltestellen auf den Umleitungsstrecken, denn dort tauchten die umgeleiteten Linien schlichtweg nicht auf. Beobachtet am Beispiel der Linie 12, die gegen 22/23:00 Uhr nicht zum Hauptbahnhof gefahren ist, sondern zum Hackeschen Markt abgeleitet wurde. Der Ausfall in den Online-Abfragen wurde zwischen Hbf und Zionskirchplatz angezeigt mit dem Hinweis einer Ableitung zum Hackeschen Markt. An der Haltestelle Zionskirchplatz gab es eine Laufschrift mit Hinweis zu einer Umleitung zwischen Naturkundemuseum und Hauptbahnhof - also eben etwas ganz anderes als in der Online-Auskunft. Auf der Ableitungsstrecke zum Hackeschen Markt der 12 gab es keinerlei Informationen an den Haltestellen, auch war diese online nicht existent. Also ist die 12 ab Zionskirchplatz schlichtweg aus jeglicher Planbarkeit einer Reise verschwunden, es gab keine Möglichkeit an den Haltestellen oder online herauszubekommen, wie sie nun tatsächlich fährt.

Wünsche Euch allen ein frohes Jahr



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.01.2026 11:34 von stv. Forumleiter.
def
Re: Fragen 2025
01.01.2026 08:36
Zitat
Ingolf
(2) Die Fahrplanauskunft entpuppte sich mal wieder als unbrauchbar und irreführend.
So wurden bei Fahrplanabfragen alle Verbindungen so ausgewiesen, als wenn alle Linien ihrem Regelweg ohne Umleitungen folgen würden. Die nicht bedienten Abschnitte wurden durchgestrichen angezeigt. Damit waren diese Fahrten aber immer im Abfragealgorithmus als vollwertig enthalten und es wurden keine Ausweichrouten angezeigt. Somit hatte man ohne Netz- und Taktkenntnis keine Chance, eine Alternativroute zu finden.

Der ausfallende Abschnitt wurde zwar mit durchgestrichenen Haltestellen anzeigt, doch gab es kein Einspeisen der Alternativrouten in das Auskunftssystem. So konnte man nicht erkennen, über welche Strecken die Umleitungen erfolgten. Manchmal gab es einen Beitext, der aber oft nur erwähnte, dass es eine Umleitung gibt - aber nicht, über welche Strecken. Die Bahnen verschwanden also und tauchten am Ende der Umleitung wieder auf. Dies wirkte besonders fatal bei den Linien M4, M5 und M6, die über die Haltestelle Memhardstraße statt Alexanderplatz geführt wurden. Ausgerechnet die wichtigste Haltestelle der betreffenden Linien existierte nicht - und auch nicht ihre Ersatzhaltestelle.

Dies bezog sich auch auf die Anzeigen an den Haltestellen auf den Umleitungsstrecken, denn dort tauchten die umgeleiteten Linien schlichtweg nicht auf. Beobachtet am Beispiel der Linie 12, die gegen 22/23:00 Uhr nicht zum Hauptbahnhof gefahren ist, sondern zum Hackeschen Markt abgeleitet wurde. Der Ausfall in den Online-Abfragen wurde zwischen Hbf und Zionskirchplatz angezeigt mit dem Hinweis einer Ableitung zum Hackeschen Markt. An der Haltestelle Zionskirchplatz gab es eine Laufschrift mit Hinweis zu einer Umleitung zwischen Naturkundemuseum und Hauptbahnhof - also eben etwas ganz anderes als in der Online-Auskunft. Auf der Ableitungsstrecke zum Hackeschen Markt der 12 gab es keinerlei Informationen an den Haltestellen, auch war diese online nicht existent. Also ist die 12 ab Zionskirchplatz schlichtweg aus jeglicher Planbarkeit einer Reise verschwunden, es gab keine Möglichkeit an den Haltestellen oder online herauszubekommen, wie sie nun tatsächlich fährt.

Danke für das Teilen Deiner Beobachtungen!

Fassen wir also zusammen: Die BVG betreibt im Vorfeld eine völlig unzureichende Information über das Angebot in der Silvesternacht und verweist stattdessen auf die App, die sie aber nicht zu pflegen in der Lage ist. /facepalm

Die Irritation am Alex hätte man zumindest mildern können, indem man wenigstens in der einen versteckten Meldung auf der BVG-Homepage geschrieben hätte: "Die Linien M4, M5 und M6 werden über die Karl-Liebknecht-Straße umgeleitet und bedienen die Haltestelle "Memhardstraße". Gab es eine solche Information eigentlich wenigstens auf den DAISY-Anzeigen der aufgehobenen Haltestellen?
Jay
Re: Fragen 2025
01.01.2026 11:32
Zitat
def
Zitat
Ingolf
(2) Die Fahrplanauskunft entpuppte sich mal wieder als unbrauchbar und irreführend.
So wurden bei Fahrplanabfragen alle Verbindungen so ausgewiesen, als wenn alle Linien ihrem Regelweg ohne Umleitungen folgen würden. Die nicht bedienten Abschnitte wurden durchgestrichen angezeigt. Damit waren diese Fahrten aber immer im Abfragealgorithmus als vollwertig enthalten und es wurden keine Ausweichrouten angezeigt. Somit hatte man ohne Netz- und Taktkenntnis keine Chance, eine Alternativroute zu finden.

Der ausfallende Abschnitt wurde zwar mit durchgestrichenen Haltestellen anzeigt, doch gab es kein Einspeisen der Alternativrouten in das Auskunftssystem. So konnte man nicht erkennen, über welche Strecken die Umleitungen erfolgten. Manchmal gab es einen Beitext, der aber oft nur erwähnte, dass es eine Umleitung gibt - aber nicht, über welche Strecken. Die Bahnen verschwanden also und tauchten am Ende der Umleitung wieder auf. Dies wirkte besonders fatal bei den Linien M4, M5 und M6, die über die Haltestelle Memhardstraße statt Alexanderplatz geführt wurden. Ausgerechnet die wichtigste Haltestelle der betreffenden Linien existierte nicht - und auch nicht ihre Ersatzhaltestelle.

Dies bezog sich auch auf die Anzeigen an den Haltestellen auf den Umleitungsstrecken, denn dort tauchten die umgeleiteten Linien schlichtweg nicht auf. Beobachtet am Beispiel der Linie 12, die gegen 22/23:00 Uhr nicht zum Hauptbahnhof gefahren ist, sondern zum Hackeschen Markt abgeleitet wurde. Der Ausfall in den Online-Abfragen wurde zwischen Hbf und Zionskirchplatz angezeigt mit dem Hinweis einer Ableitung zum Hackeschen Markt. An der Haltestelle Zionskirchplatz gab es eine Laufschrift mit Hinweis zu einer Umleitung zwischen Naturkundemuseum und Hauptbahnhof - also eben etwas ganz anderes als in der Online-Auskunft. Auf der Ableitungsstrecke zum Hackeschen Markt der 12 gab es keinerlei Informationen an den Haltestellen, auch war diese online nicht existent. Also ist die 12 ab Zionskirchplatz schlichtweg aus jeglicher Planbarkeit einer Reise verschwunden, es gab keine Möglichkeit an den Haltestellen oder online herauszubekommen, wie sie nun tatsächlich fährt.

Danke für das Teilen Deiner Beobachtungen!

Fassen wir also zusammen: Die BVG betreibt im Vorfeld eine völlig unzureichende Information über das Angebot in der Silvesternacht und verweist stattdessen auf die App, die sie aber nicht zu pflegen in der Lage ist. /facepalm

Die Irritation am Alex hätte man zumindest mildern können, indem man wenigstens in der einen versteckten Meldung auf der BVG-Homepage geschrieben hätte: "Die Linien M4, M5 und M6 werden über die Karl-Liebknecht-Straße umgeleitet und bedienen die Haltestelle "Memhardstraße". Gab es eine solche Information eigentlich wenigstens auf den DAISY-Anzeigen der aufgehobenen Haltestellen?

Ich kann da noch einen drauflegen. Gegen 18 Uhr war ich am Alex verabredet. Ich war schon schwer irritiert, dass die U5 plötzlich nur noch alle 10 Minuten fahren sollte, wo doch im Samstag-Fahrplan ein deutlich längerer 5er-Takt bestellt ist. Irgendwann fiel mir dann auf, dass ja auch gar keine Straßenbahnen mehr über den nahezu leeren Platz fahren.

Der Versuch gegen 18:15 Uhr den U-Bahnhof über den Eingang Dircksenstraße (neben der Stadtbahn, auf Seite der Besenkammer) zu betreten scheiterte, weil der Eingang abgeschlossen war. Nächster Versuch war der Eingang neben der Weltzeituhr und schließlich der in Platzmitte. Zur U2 versuchte ich es dann nicht mehr, sondern strebte Richtung S-Bahnhof. Die Polizei hatte nun zwischen Berolinahaus und Kaufhof ihre Taschenkontrollen aufgenommen. Der Platz war noch immer völlig leer (abgesehen von der Polizeipräsenz). Über den U8-Zugang im Berolinahaus war dann endlich ein Betreten des U-Bahnhofs möglich. Die U5 war nun tatsächlich auf einen 10er-Takt ausgedünnt.

Weiter ging es dann mit dem RE1 zum Zoo und dort runter zur U2. Es kam ein JK-6-Wagen-Zug. Die BVG war also nicht mal willens/in der Lage dispositiv einzugreifen und und den zu kurzen Zug durch einen 8-Wagen-Zug zu ersetzen! Rückfahrt gegen 1:50 Uhr: DAISY zeigte für die U2 einen 20-Minuten-Abstand Richtung Pankow an. Richtung Ruhleben korrekt im 15er-Takt. Pünktlich um 1:58 Uhr erreichte der zuvor leicht verspätete Zug den Zoo, wo ich dann in die S5 wechselte. Auslastung war bei beiden Zügen ok. Also zu diesem Zeitpunkt ausreichende Kapazität.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Ingolf
"Wir fahren - oder eben auch nicht.
Und wo, wann und wie wir fahren oder eben auch nicht fahren -
das verraten wir euch natürlich nicht.
Willkommen beim BVG-Silvesterlotto!
Hauptpreis: Gestrandet mitten im Böllergeknalle an der Haltestelle."

So mein Fazit dieser Silvesternacht, hier meine Beobachtungen von unterwegs:

(1) Gegen 18:00 und gegen 22:30 Uhr gab es sowohl auf U8 und U7 nur 10-Minuten-Takte. Dies führte insbesondere bei der U8 gegen 22:30 Uhr zu einem Überlauf des Systems, die Nachfrage konnte nicht bedient werden. Es kam zu Überfüllungen, Verspätungen und zurückbleibenden Fahrgästen. Der U-Bahn-Fahrer meines Zuges versuchte das Problem in der Form zu lösen, indem er mitten im Fahrgastwechsel den Türschließvorgang auslöste. Führte zu noch mehr Stress und damit noch mehr Verzögerungen. Irgendwelches Wach- oder anderes Personal habe ich auf den Bahnsteigen nicht gesehen.

(2) Die Fahrplanauskunft entpuppte sich mal wieder als unbrauchbar und irreführend.
So wurden bei Fahrplanabfragen alle Verbindungen so ausgewiesen, als wenn alle Linien ihrem Regelweg ohne Umleitungen folgen würden. Die nicht bedienten Abschnitte wurden durchgestrichen angezeigt. Damit waren diese Fahrten aber immer im Abfragealgorithmus als vollwertig enthalten und es wurden keine Ausweichrouten angezeigt. Somit hatte man ohne Netz- und Taktkenntnis keine Chance, eine Alternativroute zu finden.

Der ausfallende Abschnitt wurde zwar mit durchgestrichenen Haltestellen anzeigt, doch gab es kein Einspeisen der Alternativrouten in das Auskunftssystem. So konnte man nicht erkennen, über welche Strecken die Umleitungen erfolgten. Manchmal gab es einen Beitext, der aber oft nur erwähnte, dass es eine Umleitung gibt - aber nicht, über welche Strecken. Die Bahnen verschwanden also und tauchten am Ende der Umleitung wieder auf. Dies wirkte besonders fatal bei den Linien M4, M5 und M6, die über die Haltestelle Memhardstraße statt Alexanderplatz geführt wurden. Ausgerechnet die wichtigste Haltestelle der betreffenden Linien existierte nicht - und auch nicht ihre Ersatzhaltestelle.

Dies bezog sich auch auf die Anzeigen an den Haltestellen auf den Umleitungsstrecken, denn dort tauchten die umgeleiteten Linien schlichtweg nicht auf. Beobachtet am Beispiel der Linie 12, die gegen 22/23:00 Uhr nicht zum Hauptbahnhof gefahren ist, sondern zum Hackeschen Markt abgeleitet wurde. Der Ausfall in den Online-Abfragen wurde zwischen Hbf und Zionskirchplatz angezeigt mit dem Hinweis einer Ableitung zum Hackeschen Markt. An der Haltestelle Zionskirchplatz gab es eine Laufschrift mit Hinweis zu einer Umleitung zwischen Naturkundemuseum und Hauptbahnhof - also eben etwas ganz anderes als in der Online-Auskunft. Auf der Ableitungsstrecke zum Hackeschen Markt der 12 gab es keinerlei Informationen an den Haltestellen, auch war diese online nicht existent. Also ist die 12 ab Zionskirchplatz schlichtweg aus jeglicher Planbarkeit einer Reise verschwunden, es gab keine Möglichkeit an den Haltestellen oder online herauszubekommen, wie sie nun tatsächlich fährt.

Wünsche Euch allen ein frohes Jahr

Kannst du das bitte der BVG schreiben? Steter Tropfen höhlt den Stein.
Da ich diesen Jahreswechsel nicht arbeiten musste, habe ich das Haus auch nicht verlassen und kann deswegen selbst keine persönliche Rückmeldung an die BVG schicken.
Oder gleich zur Zeitung, ND?

GLG.................Tramy1
def
Re: Fragen 2025
01.01.2026 12:28
Zitat
PassusDuriusculus
Kannst du das bitte der BVG schreiben? Steter Tropfen höhlt den Stein.

Vielleicht an papierkorb@bvg.de? :)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.01.2026 12:36 von def.
Ich hatte tatsächlich keine Probleme, gut durch die Nacht zu kommen. Ich bin aber auch weitgehend mit der S-Bahn gefahren und musste nicht über den Nordring. Bus M85 fuhr nur bis Kurfürstenstraße - ich weiß allerdings nicht, warum. Soweit ich weiß, gab es am Potsdamer Platz keine Großveranstaltung und von dort bis zum Brandenburger Tor sollte sich jedwede Menge verlaufen. Den 15-Minuten-Takt auf der U2 in der 1- und 2-Uhr-Stunde fand ich zwar unpassend und wenig hauptstadtwürdig, dennoch war der Zug nicht ernsthaft voll. Stark nachgefragt, aber mit genug "Luft". S8 und S2 waren in Pankow landwärts relativ leer.

Das Bild, das die BVG im Vorfeld mit ihrer Nichtinformation abgegeben hat, finde ich am schlimmsten bei der ganzen Sache. Das ist allein dem Unternehmen anzulasten, da hat niemand anderes dran eine Beteiligung, auf den man - anders als bei Betriebsstörungen - zeigen kann.

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
Danke Ingolf für deine Schilderungen.

Lopi und Nemo haben uns ja erklärt, dass die Fahrplanauskunft ohne echtes Informationen ausreichend ist. Das beste Beispiel für, ziemlich offensichtlich nicht - und das bei einer normalen Route.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1858-2025
Re: Fragen 2025
01.01.2026 13:41
Zitat
def
Die Irritation am Alex hätte man zumindest mildern können, indem man wenigstens in der einen versteckten Meldung auf der BVG-Homepage geschrieben hätte: "Die Linien M4, M5 und M6 werden über die Karl-Liebknecht-Straße umgeleitet und bedienen die Haltestelle "Memhardstraße". Gab es eine solche Information eigentlich wenigstens auf den DAISY-Anzeigen der aufgehobenen Haltestellen?

Da kann ich nicht mitreden aber am S-Bahnhof Adlershof informierten die DAISY-Anzeiger darüber und das schon ab Vormittag.
Zitat
485er-Liebhaber
Danke Ingolf für deine Schilderungen.

Lopi und Nemo haben uns ja erklärt, dass die Fahrplanauskunft ohne echtes Informationen ausreichend ist. Das beste Beispiel für, ziemlich offensichtlich nicht - und das bei einer normalen Route.

Oh doch, richtig gepflegt ist sie das! Dazu gehört aber auch:
- nicht fahrbare Verbindungen klar als solche anzeigen
- Alternativen systemisch ausgeben (tun die Apps doch - auch wenn Haltestelle nicht erreichbar, über Fußwege?)
- richtige und vollständige Datenpflege
- unterstützend sinnvolle Freitexte

Insbesondere an letzten zwei Punkten scheitert die BVG leider regelmäßig. Unklar ist, warum... ist es Personalmangel, ist es fehlendes Verständnis für die Realität außerhalb der internen BVG-Bubble oder akutes Desinteresse?
Häufig werden ausfallende Stationen ge-X-t, Ersatzhalte niemals systemisch eingepflegt und oft zwar Umleitungsrouten im Freitext erwähnt, aber nicht, ob der Bus dann auch dort hält, oder Vollgas durchfährt. Leider wissen das im Zweifel nicht einmal die Fahrer, oder entscheiden jede Runde nach Lust und Laune trotz Weisung neu. Weiß man nicht, steht ja auch nirgendwo. Ähnlich ist es ja auch bei der U-Bahn, wo bei Unterbrechungen oft Ausfälle, aber niemals auch die Ersatzfahrten am anderen Ende der Unterbrechung gepflegt werden. Oder die Bahn halt einfach (am U2-Beispiel) auch mal von Amo-Straße bis Zoo ohne Zwischenhalt fährt.

Kurzum: Eigentlich reichts. Mit den richtigen Qualitätsansprüchen an Öffis in Milliionenstädten.

Gruß Flo
Zitat
FlO530
- Alternativen systemisch ausgeben (tun die Apps doch - auch wenn Haltestelle nicht erreichbar, über Fußwege?)

Tun Apps das inzwischen?
Mangels App-tauglichem Gerät kann ich nur die Auskunft im Webbrowser verwenden, aber vermute, dass diese auf die gleiche Schnittstelle im Hintergrund zugreift.
Alternative Verbindungen bekomme ich da nur angezeigt, wenn ich als Start- und Zielpunkt eine Adresse eingebe. Bei Auswahl einer Haltestelle bekomme ich nur Verbindungen von/zu genau dieser Haltestelle angeboten (Ausnahme höchstens, wenn Haltestellen als offizieller Umstieg erfasst sind, z.B. S Charlottenburg und U Wilmersdorfer Straße).

Ich hab mich neulich jedenfalls auf gut 1h Fußmarsch eingestellt, weil ich keine Adresse in der Nähe der Haltestelle wusste und Fahrinfo mir mitteilte, dass der zweistündlich fahrende Bus genau zum Ende meines Termins abfährt und ich aber noch 1 Minute vom Termin zur Haltestelle laufen muss. Zum Glück hatte der Bus 2 Minuten Verspätung, sodass ich ihn doch noch erreicht habe.
Hinterher hab ich gemerkt, dass die andere, ebenfalls zweistündlich, aber von einer 1,5km entfernten Haltestelle fahrende Buslinie nach 16 Minuten Fußweg mit 5 Minuten Wartezeit zu schaffen gewesen wäre – die hat mir Fahrinfo aber nicht angeboten.
Re: Fragen 2025
01.01.2026 17:06
Zitat
Jay
Weiter ging es dann mit dem RE1 zum Zoo und dort runter zur U2. Es kam ein JK-6-Wagen-Zug. Die BVG war also nicht mal willens/in der Lage dispositiv einzugreifen und und den zu kurzen Zug durch einen 8-Wagen-Zug zu ersetzen!

Der 6-Wagen-Zug war am 30.12. auch schon auf Linie; sie hätten also sehr viel Zeit für den Ersatz gehabt...
Re: Fragen 2025
01.01.2026 17:23
Zitat
eiterfugel
Zitat
Jay
Weiter ging es dann mit dem RE1 zum Zoo und dort runter zur U2. Es kam ein JK-6-Wagen-Zug. Die BVG war also nicht mal willens/in der Lage dispositiv einzugreifen und und den zu kurzen Zug durch einen 8-Wagen-Zug zu ersetzen!

Der 6-Wagen-Zug war am 30.12. auch schon auf Linie; sie hätten also sehr viel Zeit für den Ersatz gehabt...

Zeit ja, aber keine Fahrzeuge. Der Fahrzeugpark ist im Kleinprofil auf Kanze genäht. So lange es nicht genügend betriebsfähige JK gibt sind kürzere Züge und ausfallende Fahrten auf der U2 keine Seltenheit.
Zitat
Bd2001
Zitat
eiterfugel
Zitat
Jay
Weiter ging es dann mit dem RE1 zum Zoo und dort runter zur U2. Es kam ein JK-6-Wagen-Zug. Die BVG war also nicht mal willens/in der Lage dispositiv einzugreifen und und den zu kurzen Zug durch einen 8-Wagen-Zug zu ersetzen!

Der 6-Wagen-Zug war am 30.12. auch schon auf Linie; sie hätten also sehr viel Zeit für den Ersatz gehabt...

Zeit ja, aber keine Fahrzeuge. Der Fahrzeugpark ist im Kleinprofil auf Kanze genäht. So lange es nicht genügend betriebsfähige JK gibt sind kürzere Züge und ausfallende Fahrten auf der U2 keine Seltenheit.

Echt? In den letzten Wochen war die U2 bei mir sehr zuverlässig und die Jk-Züge gut und viel im Einsatz. Auf U1 und U3 habe ich auch noch diverse A3L92 im Einsatz gesehen, also auf dem Papier gibt es aktuell mehr als genug Wagen. Woran scheitert es?
Zitat
FlO530
Zitat
485er-Liebhaber
Danke Ingolf für deine Schilderungen.

Lopi und Nemo haben uns ja erklärt, dass die Fahrplanauskunft ohne echtes Informationen ausreichend ist. Das beste Beispiel für, ziemlich offensichtlich nicht - und das bei einer normalen Route.

Oh doch, richtig gepflegt ist sie das! Dazu gehört aber auch:
- nicht fahrbare Verbindungen klar als solche anzeigen
- Alternativen systemisch ausgeben (tun die Apps doch - auch wenn Haltestelle nicht erreichbar, über Fußwege?)
- richtige und vollständige Datenpflege
- unterstützend sinnvolle Freitexte

Insbesondere an letzten zwei Punkten scheitert die BVG leider regelmäßig. Unklar ist, warum... ist es Personalmangel, ist es fehlendes Verständnis für die Realität außerhalb der internen BVG-Bubble oder akutes Desinteresse?
Häufig werden ausfallende Stationen ge-X-t, Ersatzhalte niemals systemisch eingepflegt und oft zwar Umleitungsrouten im Freitext erwähnt, aber nicht, ob der Bus dann auch dort hält, oder Vollgas durchfährt. Leider wissen das im Zweifel nicht einmal die Fahrer, oder entscheiden jede Runde nach Lust und Laune trotz Weisung neu. Weiß man nicht, steht ja auch nirgendwo. Ähnlich ist es ja auch bei der U-Bahn, wo bei Unterbrechungen oft Ausfälle, aber niemals auch die Ersatzfahrten am anderen Ende der Unterbrechung gepflegt werden. Oder die Bahn halt einfach (am U2-Beispiel) auch mal von Amo-Straße bis Zoo ohne Zwischenhalt fährt.

Kurzum: Eigentlich reichts. Mit den richtigen Qualitätsansprüchen an Öffis in Milliionenstädten.

Gruß Flo

Richtig gepflegt ist es nicht, wenn Verbindungen beauskunftet werden, die nicht gefahren werden können.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen S-Bahn/BVG) 1858-2025
Zitat
485er-Liebhaber
Richtig gepflegt ist es nicht, wenn Verbindungen beauskunftet werden, die nicht gefahren werden können.

Ja, es wäre deutlich sinnvoller, wenn es eine vernünftig gepflegte Quelle gäbe, die dann auch sinnvolle Auskünfte geben kann. Zumindest für die Rückreise meiner Gäste schien das auch so zu sein: die Sperrungen der Ringbahn und temporäre Störungen der M10 in Moabit waren zumindest enthalten. Aktuell sind die Ringbahnfahrten wieder in der Auskunft enthalten mit dem Hinweis, dass die Zwischenhalte Wedding und Westhafen entfallen.

Aus meiner Sicht wäre es zielführender, sich darauf zu konzentrieren, die Fahrplanauskunft richtig hinzubekommen, statt die Energie dazu zu verwenden, redundante Informationen aufzubereiten, zumal die Ressourcen offenbar nicht ausreichen, um diese vollständig fehlerfrei hinzubekommen. Im Zweifel würden dann also verschiedene Pläne, Pressemitteilungen und Listen kursieren, die einander widersprechen.
Zitat
Jumbo
Zitat
FlO530
- Alternativen systemisch ausgeben (tun die Apps doch - auch wenn Haltestelle nicht erreichbar, über Fußwege?)

Tun Apps das inzwischen?
Mangels App-tauglichem Gerät kann ich nur die Auskunft im Webbrowser verwenden, aber vermute, dass diese auf die gleiche Schnittstelle im Hintergrund zugreift.
Alternative Verbindungen bekomme ich da nur angezeigt, wenn ich als Start- und Zielpunkt eine Adresse eingebe. Bei Auswahl einer Haltestelle bekomme ich nur Verbindungen von/zu genau dieser Haltestelle angeboten (Ausnahme höchstens, wenn Haltestellen als offizieller Umstieg erfasst sind, z.B. S Charlottenburg und U Wilmersdorfer Straße).

Ich hab mich neulich jedenfalls auf gut 1h Fußmarsch eingestellt, weil ich keine Adresse in der Nähe der Haltestelle wusste und Fahrinfo mir mitteilte, dass der zweistündlich fahrende Bus genau zum Ende meines Termins abfährt und ich aber noch 1 Minute vom Termin zur Haltestelle laufen muss. Zum Glück hatte der Bus 2 Minuten Verspätung, sodass ich ihn doch noch erreicht habe.
Hinterher hab ich gemerkt, dass die andere, ebenfalls zweistündlich, aber von einer 1,5km entfernten Haltestelle fahrende Buslinie nach 16 Minuten Fußweg mit 5 Minuten Wartezeit zu schaffen gewesen wäre – die hat mir Fahrinfo aber nicht angeboten.

Sechzehn Minuten Fußweg ist oft länger als die App anzeigen will. Das kann man aber teilweise einstellen... Bei der VGN App kann man sogar die Gehgeschwindigkeit einstellen – und die Schnellste davon ist wirklich zügig... Sogar Kombinationen aus Leihrad und Öffis unterstützt die App teilweise...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Jumbo
Ich hab mich neulich jedenfalls auf gut 1h Fußmarsch eingestellt, weil ich keine Adresse in der Nähe der Haltestelle wusste und Fahrinfo mir mitteilte, dass der zweistündlich fahrende Bus genau zum Ende meines Termins abfährt und ich aber noch 1 Minute vom Termin zur Haltestelle laufen muss. Zum Glück hatte der Bus 2 Minuten Verspätung, sodass ich ihn doch noch erreicht habe.
Hinterher hab ich gemerkt, dass die andere, ebenfalls zweistündlich, aber von einer 1,5km entfernten Haltestelle fahrende Buslinie nach 16 Minuten Fußweg mit 5 Minuten Wartezeit zu schaffen gewesen wäre – die hat mir Fahrinfo aber nicht angeboten.
Die Fußwege funktionieren ohnehin eher semi. Mal wird mir der Weg zur Haltestelle als Luftlinie angezeigt, wodurch die Entfernungen nicht stimmen, mal muss ich die Länge in den Optionen radikal kürzen, weil 2 km in der Stadt dazu führt, dass mir haufenweise uninteressante Verbindungen angezeigt werden, gerade wenn der Bus auf dem letzten Stück nur selten fährt. Dann kann das schon vorkommen, dass der Fußweg für eine Verbindung aufs Land wiederum zu kurz ist.
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
Jumbo
Ich hab mich neulich jedenfalls auf gut 1h Fußmarsch eingestellt, weil ich keine Adresse in der Nähe der Haltestelle wusste und Fahrinfo mir mitteilte, dass der zweistündlich fahrende Bus genau zum Ende meines Termins abfährt und ich aber noch 1 Minute vom Termin zur Haltestelle laufen muss. Zum Glück hatte der Bus 2 Minuten Verspätung, sodass ich ihn doch noch erreicht habe.
Hinterher hab ich gemerkt, dass die andere, ebenfalls zweistündlich, aber von einer 1,5km entfernten Haltestelle fahrende Buslinie nach 16 Minuten Fußweg mit 5 Minuten Wartezeit zu schaffen gewesen wäre – die hat mir Fahrinfo aber nicht angeboten.
Die Fußwege funktionieren ohnehin eher semi. Mal wird mir der Weg zur Haltestelle als Luftlinie angezeigt, wodurch die Entfernungen nicht stimmen, mal muss ich die Länge in den Optionen radikal kürzen, weil 2 km in der Stadt dazu führt, dass mir haufenweise uninteressante Verbindungen angezeigt werden, gerade wenn der Bus auf dem letzten Stück nur selten fährt. Dann kann das schon vorkommen, dass der Fußweg für eine Verbindung aufs Land wiederum zu kurz ist.

Ich glaube so langsam wird klar warum "MaaS" (Mobility as a service), selbst wenn es "nur" eine intermodale Auskunftsfunktion ohne Ticketverkauf sein soll, alles andere als trivial ist.

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Sechzehn Minuten Fußweg ist oft länger als die App anzeigen will. Das kann man aber teilweise einstellen... Bei der VGN App kann man sogar die Gehgeschwindigkeit einstellen – und die Schnellste davon ist wirklich zügig... Sogar Kombinationen aus Leihrad und Öffis unterstützt die App teilweise...

Fahrinfo ist auf 2km für Fußwege voreingestellt und die fragliche Haltestelle ist 1,2km entfernt, wie mir Fahrinfo anzeigt, wenn ich auf der Karte unmittelbar neben die andere Haltestelle klicke, um den Startpunkt zu setzen.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen