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Straßenbahn nach Slubice
geschrieben von Nukebro 
Zitat
Nukebro
Was müsste eine grenzüberschreitende Straßenbahn an Anforderungen erfüllen?

Natürlich die Anforderungen der Länder beidseits der zu überschreitenden Grenze. Schau es Dir doch mal im Dreiländereck CH-D-F an. Dort verkehren die Linien 3, 8 und 10 grenzüberschreitend. Dabei mußten die Bahnen der Linie 10 mit einem sogenannten Überlandhorn ausgestattet sein und auf den Linien 3 und 8 dürfen nur Fahrzeuge fahren, die ein Bremslicht ihr eigen nennen. Von Spitzfindigkeiten tariflicher Natur einmal ganz abgesehen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Nukebro
Was müsste eine grenzüberschreitende Straßenbahn an Anforderungen erfüllen?

Natürlich die Anforderungen der Länder beidseits der zu überschreitenden Grenze. Schau es Dir doch mal im Dreiländereck CH-D-F an. Dort verkehren die Linien 3, 8 und 10 grenzüberschreitend. Dabei mußten die Bahnen der Linie 10 mit einem sogenannten Überlandhorn ausgestattet sein und auf den Linien 3 und 8 dürfen nur Fahrzeuge fahren, die ein Bremslicht ihr eigen nennen. Von Spitzfindigkeiten tariflicher Natur einmal ganz abgesehen.

Es gab ja auch Pläne zur Wiederverlängerung der Basler Linie 6 nach Lörrach. Bis 1945 fuhren Basler Straßenbahnwagen auch nach Hüningen in Deutschland. Der Ort gehört aber seitdem zu Frankreich und die Linie wurde 1961 eingestellt.
Außerdem fahren französische Straßenbahnen zwischen Straßburg und Kehl sowie seit 1997 deutsche Stadtbahnwagen aus Saarbrücken nach Saargemünd in Frankreich.
Solange die beteiligten Staaten gute Nachbarschaft pflegen, sollte das kein Problem sein.

so long

Mario
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der weiße bim
Solange die beteiligten Staaten gute Nachbarschaft pflegen, sollte das kein Problem sein.

Und das ist das, was Polen und Deutschland derzeit m.E. nicht tun, jedenfalls nicht in größerem Stil. Dass die Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer dem jeweils anderen angeblich so wichtigen Handelspartner nicht gepflegt den Mittelfinger zeigen, macht ein wenig nachdenklich. Ich befürchte allerdings, dass in dieser Berufsgruppe - Vorsicht, Schublade - ein besonders großer Anteil die schärferen Kontrollen um jeden Preis befürwortet und sich bereitwillig dafür stundenlang, womöglich noch auf eigene Kosten, im Dauerstau anstellt.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Dieses ganze Doppelstadt-und-Grenzbrücke=Einigkeits-Gelaber bekommt noch weniger Futter für ein ernst zu nehmendes Bündnis. Seit Jahren finanziert die SVF die grenzüberschreitende OL 983 allein. Damit soll nun Schluss sein. Entweder beteiligt sich die Stadt Słubice endlich an den Kosten dieser Linie oder - ja, oder sie wird halt eingestellt.

[www.rbb24.de]

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Gab es nicht mal auch eine Buslinie von Schwedt über die Grenze? Ist mir irgendwie entfallen. In Guben ist ja auch nichts mehr-mit merkwürdigen Begründungen.
Zitat
Nordender
Gab es nicht mal auch eine Buslinie von Schwedt über die Grenze? Ist mir irgendwie entfallen. In Guben ist ja auch nichts mehr-mit merkwürdigen Begründungen.

Auch ich erinnere mich an die von dir erwähnten Buslinien und wusste nicht, dass es sie nicht mehr gibt. Es wirkt auf mich, als würde der ÖPNV an der deutschen Ostgrenze absichtlich von allen beteiligten Seiten möglichst unmöglich gemacht. Man stelle sich so etwas einmal an anderen Grenzen vor: Im Dreiländereck CH/D/F fahren Straßenbahnen, S-Bahnen, Busse und Regionalbahnen teils im dichten Takt ganz selbstverständlich über die Grenzen, und alle Beteiligten leisten ohne Weiteres ihren Beitrag. Würde dieses Angebot wegfallen, bräche hier eine Welt zusammen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Ja, gab es mal, die Linie 492. Fuhr einst bis "rüber", endete dann irgendwann nur noch an einer Haltestelle "Grenze Polen" und wurde schließlich - weil so ein Angebot niemand gebrauchen kann - eingestellt. Es lässt sich sagen: Deutsch-Polnische Zusammenarbeit funktioniert nicht und wird immer schlimmer. Zumindest im ÖPNV.

An wem es da liegt, vermag ich nicht zu urteilen. In Görlitz funktioniert das noch: [www.goerlitztakt.de]

2017 in Krajnik Dolny ...



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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.03.2026 09:53 von Philipp Borchert.
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Alter Köpenicker
Im Dreiländereck CH/D/F fahren Straßenbahnen, S-Bahnen, Busse und Regionalbahnen teils im dichten Takt ganz selbstverständlich über die Grenzen, und alle Beteiligten leisten ohne Weiteres ihren Beitrag.

Das klappt sogar mit einem Nicht-EU-Land gemeinsam! Ich muss befürchten, dass hier in unserer Gegend althergebrachte, EU-feindliche Kleinstaaterei herrscht - und zwar wieder. Woran das bloß liegen könnte ...?

Um mal zum Thema zurück zu kommen: Absurde Eingangsfrage, wirklich.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
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Alter Köpenicker
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Nordender
Gab es nicht mal auch eine Buslinie von Schwedt über die Grenze? Ist mir irgendwie entfallen. In Guben ist ja auch nichts mehr-mit merkwürdigen Begründungen.

Auch ich erinnere mich an die von dir erwähnten Buslinien und wusste nicht, dass es sie nicht mehr gibt. Es wirkt auf mich, als würde der ÖPNV an der deutschen Ostgrenze absichtlich von allen beteiligten Seiten möglichst unmöglich gemacht. Man stelle sich so etwas einmal an anderen Grenzen vor: Im Dreiländereck CH/D/F fahren Straßenbahnen, S-Bahnen, Busse und Regionalbahnen teils im dichten Takt ganz selbstverständlich über die Grenzen, und alle Beteiligten leisten ohne Weiteres ihren Beitrag. Würde dieses Angebot wegfallen, bräche hier eine Welt zusammen.

Ich glaube der große Unterschied ist, dass im besagte Dreiländereck, diese internationale Mobilität über Jahrzehnte und Generationen natürlich entstehen konnte, und die dort lebenden Menschen inzwischen tief miteinander verbunden sind. An der deutsch-polnischen Grenze ist das anders. Die Menschen auf der polnischen Seite sind dort vor 80 Jahren "erst" gelandet, und die ersten 40 Jahre gab es quasi gar keinen deutsch-polnischen Austausch. D.h. die Identitäten auf beiden Seiten haben sich quasi komplett unabhängig voneinander entwickelt. Ich vermute stark dass sich das bis heute halt auswirkt.

Zumal es mir so scheint als ist die Lage in den deutsch-polnischen Doppelstädten auch noch einmal eine andere als z.B. mit Stettin oder Swinouicze. Die Stettiner z.B. besiedeln ja in erheblichen Maße den Speckgürtel, ganz unabhängig von der Ländergrenze, umgedreht hat Stettin eine große Wirkung auch auf deutschen in der Umgebung.
Könnte man nicht EU-Förderung bekommen?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Offenbar nicht für eine simple Buslinie.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
Zitat
Philipp Borchert
Offenbar nicht für eine simple Buslinie.

Theoretisch könnte man sicher ein schönes Gesamtpaket basteln, in dem die Buslinie auch eine Rolle für das weitere Zusammenwachsen der Städte spielt und dann zusammen mit gemeinsamen Stadtfesten oder was auch immer "garnieren" und bekommt so ein förderfähiges Konzept. Schwieriger ist dagegen vor allem eine dauerhafte Finanzierung zu bekommen, weil die meisten Förderprogramme sich auf Investitionen oder zeitlich befristete Projekte konzentrieren.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Nordender
Gab es nicht mal auch eine Buslinie von Schwedt über die Grenze? Ist mir irgendwie entfallen. In Guben ist ja auch nichts mehr-mit merkwürdigen Begründungen.

Auch ich erinnere mich an die von dir erwähnten Buslinien und wusste nicht, dass es sie nicht mehr gibt. Es wirkt auf mich, als würde der ÖPNV an der deutschen Ostgrenze absichtlich von allen beteiligten Seiten möglichst unmöglich gemacht. Man stelle sich so etwas einmal an anderen Grenzen vor: Im Dreiländereck CH/D/F fahren Straßenbahnen, S-Bahnen, Busse und Regionalbahnen teils im dichten Takt ganz selbstverständlich über die Grenzen, und alle Beteiligten leisten ohne Weiteres ihren Beitrag. Würde dieses Angebot wegfallen, bräche hier eine Welt zusammen.

Auch an der Westgrenze gibt es grenzüberschreitende Regionalzüge und Buslinien, zum Teil schon sehr lange. Ich sollte in den 80er Jahren schon mal meine Oma in Heerlen (NL) abholen, weil die in Aachen den Bus der niederländischen Linie 30 dorthin genommen hatte, aber die Haltestelle für den Rückweg nicht fand. Die Busse der Linie 30 am Bahnhof Heerlen (Sorry: Station NS, natürlich) fuhren maximal nur bis "Aken". ^^ Die Regionalzüge Richtung Osten fuhren damals nur nach Kerkrade. Zu ihrem Glück gab es dort Telefonzellen mit internationalem Telefonnetz und sie hatte genug Kwartjes in der Tasche, so dass ich sie ohne persönliches Erscheinen auf den richtigen Weg bringen konnte.
Zitat
Philipp Borchert
Seit Jahren finanziert die SVF die grenzüberschreitende OL 983 allein. Damit soll nun Schluss sein
Das dürfte so wohl nicht ganz der Wahrheit entsprechen.

Während des anscheinend durch den neuen Bürgermeister (der sich als erster Bürgermeister von Frankfurt (Oder) in der Geschichte in fließendem Polnisch mit seiner Amtskollegin in Słubice verständigen kann) initiierten Probebetriebs im 30-Minuten-Takt und bis zum Bazar hinaus waren da recht eindeutig formulierte Plakate (in polnischer Sprache) im Bus angebracht, die auf die Co-Finanzierung durch die Stadt Frankfurt (Oder) und die Gemeinde Słubice aufmerksam machten.
Zitat
fatabbot
Das dürfte so wohl nicht ganz der Wahrheit entsprechen.

Das ist dann aber nicht mein Fehler, ich habe nur wiedergegeben, was auf rbb24 zu lesen war.

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"Ach, das Holz hier? Ich glaube, Eiche, aber nagelt mich nicht drauf fest."
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Philipp Borchert
Das ist dann aber nicht mein Fehler,
Hab ich auch nicht behauptet. ;-)

rbb24 ist bei Details auch sehr häufig nicht zu gebrauchen, da dort offensichtlich keinerlei Eigenrecherche stattfindet.

Gerade teilt man dort zum Beispiel auch mit, dass für den Sommer eine neue Linie in den Spreewald, nämlich der RE20, in Betrieb genommen werde und es im Sommer dann einen Stundentakt aus RE3 und RE30 nach Stralsund geben werde sowie das es an den Wochenenden im Sommer eine Direktverbindung Berlin - Harz geben werde.

Alles davon hat nichts mit dem Sommer zu tun, sondern fährt das ganze Jahr über.

Angeblich soll der RE3 einen zusätzlichen Fahrradwagen im Sommer erhalten. Das der dann mit 6 Wagen nicht mehr an alle Bahnsteige passen würde: Egal. Hauptsache man hat was in den Artikel geschrieben.

Vor zwei Wochen wurde eine Vollsperrung Fürstenwalde - Erkner über mehr als eine Woche verkündet, obwohl das nur über ein Wochenende ging und der Rest lediglich Nachtsperrungen waren.

RBB halt...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.2026 08:10 von fatabbot.
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fatabbot
rbb24 ist bei Details auch sehr häufig nicht zu gebrauchen, da dort offensichtlich keinerlei Eigenrecherche stattfindet.

Die Mitarbeiter beim rbb sind auch nur wenig ortskundig, wer weiß mit welcher Stadt die das durcheinandergebracht haben. Manchmal habe ich den Eindruck, die wissen nichtmal die Hausnummer ihres eigenen Nachbarn.


Zitat
fatabbot
Angeblich soll der RE3 einen zusätzlichen Fahrradwagen im Sommer erhalten. Das der dann mit 6 Wagen nicht mehr an alle Bahnsteige passen würde: Egal. Hauptsache man hat was in den Artikel geschrieben.

Ich war die letzten acht Tage in Baden unterwegs. Auf dem RE7 (Rheintalbahn, Karlsruhe <> Basel) werden viel zu lange Siemens Desiro HC eingesetzt. Hält der Zug an einem zu kurzen Bahnsteig, gibt es eine Ansage, welche Türen dort nicht genutzt werden können. Ich verstehe nicht, warum dieses Verfahren überall auf unserem Planeten funktioniert – außer im VBB-Land. Eine passende Ansage zu machen, kann doch wirklich nicht schwerer sein, als sich dafür eine Ausrede einfallen zu lassen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
[...]
Zitat
fatabbot
Angeblich soll der RE3 einen zusätzlichen Fahrradwagen im Sommer erhalten. Das der dann mit 6 Wagen nicht mehr an alle Bahnsteige passen würde: Egal. Hauptsache man hat was in den Artikel geschrieben.

Ich war die letzten acht Tage in Baden unterwegs. Auf dem RE7 (Rheintalbahn, Karlsruhe <> Basel) werden viel zu lange Siemens Desiro HC eingesetzt. Hält der Zug an einem zu kurzen Bahnsteig, gibt es eine Ansage, welche Türen dort nicht genutzt werden können. Ich verstehe nicht, warum dieses Verfahren überall auf unserem Planeten funktioniert – außer im VBB-Land. Eine passende Ansage zu machen, kann doch wirklich nicht schwerer sein, als sich dafür eine Ausrede einfallen zu lassen.

Das ist keine Ausrede, sondern ein Zulassungsthema. Die DesiroHC werden eine entsprechend selektive Türsteuerung haben. Unsere Doppelstockwagen haben sowas aber nicht. Demnach müsste die entsprechende Tür (oder der ganzen Wagen) durch den Zugbegleiter gesperrt und überwacht werden. Das mag hier im Ausnahmefall vielleicht operativ noch möglich sein, aber nicht geplant und regelmäßig.

Ein weiteres Thema wäre, ob die Lok mit einem zusätzlichen Wagen überhaupt die Beschleunigungswerte schafft, um den Fahrplan einzuhalten.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Das ist keine Ausrede, sondern ein Zulassungsthema. Die DesiroHC werden eine entsprechend selektive Türsteuerung haben. Unsere Doppelstockwagen haben sowas aber nicht. Demnach müsste die entsprechende Tür (oder der ganzen Wagen) durch den Zugbegleiter gesperrt und überwacht werden. Das mag hier im Ausnahmefall vielleicht operativ noch möglich sein, aber nicht geplant und regelmäßig.
Also auf dem RE5 geht das regelmäßig. Allerdings nur in Mecklenburg.
Zitat
Jay
Zitat
Alter Köpenicker
Auf dem RE7 (Rheintalbahn, Karlsruhe <> Basel) werden viel zu lange Siemens Desiro HC eingesetzt. Hält der Zug an einem zu kurzen Bahnsteig, gibt es eine Ansage, welche Türen dort nicht genutzt werden können. [...] Eine passende Ansage zu machen, kann doch wirklich nicht schwerer sein, als sich dafür eine Ausrede einfallen zu lassen.

Das ist keine Ausrede, sondern ein Zulassungsthema. Die DesiroHC werden eine entsprechend selektive Türsteuerung haben. Unsere Doppelstockwagen haben sowas aber nicht.

Ich habe extra dazugeschrieben, dass es sich um Desiro HC handelt, da diese Fahrzeuge auch im VBB zum Einsatz kommen, wo an zu kurzen Bahnsteigen trotzdem nicht gehalten wird bzw. dieser Umstand als Grund für den Einsatz kurzer Züge herhalten muss. Ob die Fahrzeuge eine selektive Türsteuerung haben oder ob es in der Praxis irgendwie anders gehandhabt wird, kann ich leider nicht sagen, da ich mich nie im letzten Wagen aufhielt und nur aufgrund der Durchsage auf diese Thematik aufmerksam wurde. Wenn ich mich recht entsinne, kam es auch in den Grinsekatzen der Breisgau-S-Bahn entlang der Höllentalbahn (S10, S11) zu solchen Situationen, diese Baureihe ist jedoch im VBB fremd. Die Züge sind übrigens größtenteils unbegleitet; im RE7 wurden jedoch öfter durch eine Fremdfirma die Fahrausweise kontrolliert.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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