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Fragen 2026
geschrieben von Ebuscomegusto 
Re: Fragen 2026
01.07.2026 16:25
Ich hab mega Stress auf Arbeit heute gehabt und bin durch, kann nicht mehr zählen und logisch denken. haha


btw, wo ich schon beim fragen stellen bin, wozu ist dieses ding hier eigentlich da:

(links das ende vom bahnhof, dann folgt ein abstellgleis, wozu ist das kleine stummelgleis da?)
Re: Fragen 2026
01.07.2026 16:38
Zitat
Taari
Ich hab mega Stress auf Arbeit heute gehabt und bin durch, kann nicht mehr zählen und logisch denken. haha


btw, wo ich schon beim fragen stellen bin, wozu ist dieses ding hier eigentlich da:

(links das ende vom bahnhof, dann folgt ein abstellgleis, wozu ist das kleine stummelgleis da?)

Flankenschutz. Damit sollen abrollende Fahrzeuge aus dem Abstellgleis gehindert werden, einem vorbeifahrenden Zug in die Flanke zu rollen.

Um der Frage zuvorzukommen, es geht auch ohne Stummel. Dann dürfen auf dem mittleren Gleis aber keine Fahrzeuge abgestellt werden. Der Flankenschutz wird dann durch Signale hergestellt.
Das heißt aber auch, dass die Weiche Abstellgleis - Flankenschutz prinzipiell in Richtung Flankenschutz gestellt sein und erst unmittelbar vor Abfahrt aus dem Abstellgleis Richtung Strecke?

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Re: Fragen 2026
01.07.2026 17:09
Grundsätzlich bleiben Weichen in der Stellung wie sie zuletzt befahren wurden (Ausnahmen sind Weichen mit Grundstellung). Eine Flsnkenschutzweiche wird in der Regel erst in ihre abweisende Stellung gebracht, wenn sie durch eine flankierende Fahrstraße benötigt wird. Es gibt allerdings Weichen mit Vorzugslagen, die sich nach dem Freifahren in eine bestimmte Stellung bewegen. Jedoch dient dies eher dazu, häufig benutzte Fahrwege quasi 'voreinzustellen' um den Betriebsablauf zu beschleunigen.





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.2026 17:11 von Florian Schulz.
Re: Fragen 2026
01.07.2026 17:13
Zitat
Bd2001
Zitat
Taari
Ich hab mega Stress auf Arbeit heute gehabt und bin durch, kann nicht mehr zählen und logisch denken. haha


btw, wo ich schon beim fragen stellen bin, wozu ist dieses ding hier eigentlich da:

(links das ende vom bahnhof, dann folgt ein abstellgleis, wozu ist das kleine stummelgleis da?)

Flankenschutz. Damit sollen abrollende Fahrzeuge aus dem Abstellgleis gehindert werden, einem vorbeifahrenden Zug in die Flanke zu rollen.

Um der Frage zuvorzukommen, es geht auch ohne Stummel. Dann dürfen auf dem mittleren Gleis aber keine Fahrzeuge abgestellt werden. Der Flankenschutz wird dann durch Signale hergestellt.

Das war auch mein erster Gedanke, aber die werden ja sogar bei modernen (Ostkreuz-Südkreuz) Anlagen MIT Signalen gebaut. Ist dann nehme ich an, einfach eine zweite Sicherheits-Ebene?
Re: Fragen 2026
01.07.2026 17:19
Zitat
Taari
Zitat
Bd2001
Zitat
Taari
Ich hab mega Stress auf Arbeit heute gehabt und bin durch, kann nicht mehr zählen und logisch denken. haha


btw, wo ich schon beim fragen stellen bin, wozu ist dieses ding hier eigentlich da:

(links das ende vom bahnhof, dann folgt ein abstellgleis, wozu ist das kleine stummelgleis da?)

Flankenschutz. Damit sollen abrollende Fahrzeuge aus dem Abstellgleis gehindert werden, einem vorbeifahrenden Zug in die Flanke zu rollen.

Um der Frage zuvorzukommen, es geht auch ohne Stummel. Dann dürfen auf dem mittleren Gleis aber keine Fahrzeuge abgestellt werden. Der Flankenschutz wird dann durch Signale hergestellt.

Das war auch mein erster Gedanke, aber die werden ja sogar bei modernen (Ostkreuz-Südkreuz) Anlagen MIT Signalen gebaut. Ist dann nehme ich an, einfach eine zweite Sicherheits-Ebene?

Es dient ja, wie gesagt, um Fahrzeuge abstellen zu können. Da Fahrzeuge ohne Fahrzeugführer sich nicht für Signale interessieren muss der restliche Verkehr vor ihnen durch den Flankenschutz geschützt werden.

—————————————————

Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.2026 21:43 von Bumsi.
Re: Fragen 2026
01.07.2026 17:42
Zitat
Philipp Borchert
Das heißt aber auch, dass die Weiche Abstellgleis - Flankenschutz prinzipiell in Richtung Flankenschutz gestellt sein und erst unmittelbar vor Abfahrt aus dem Abstellgleis Richtung Strecke?

Je nachdem wo du das Gleis gesehen hast, war das Gleis früher vielleicht ein kurzes Abstellgleis für einen Postwagen, den man dann nach Einfahrt des Zuges schnell hinten anhängen konnte. Flankenschutz kann aber natürlich auch richtig sein und es ist garantiert richtig, wenn das Gleis im Bereich der S-Bahn liegt. Bei der S-Bahn gab es ja nie sowas wie Bahnpostverkehre.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Re: Fragen 2026
01.07.2026 19:14
Zitat
Taari
Das war auch mein erster Gedanke, aber die werden ja sogar bei modernen (Ostkreuz-Südkreuz) Anlagen MIT Signalen gebaut. Ist dann nehme ich an, einfach eine zweite Sicherheits-Ebene?

Ja, nennt sich unmittelbarer Flankenschutz. Wie gesagt, damit sichert man sich vor abrollenden Fahrzeugen. Eine weitere Möglichkeit ist der Einbau einer Gleissperre, aber dafür muß auch Platz sein denn es nützt nichts, wenn das dann entgleiste Fahrzeug in dem Lichtraum des zu schützenden Hauptgleis ragt. Signale muß man sowieso aufstellen um auf dem Abstellgleis wartenden Fahrzeuge eine Fahrterlaubnis zu geben.

Nur mit Signalen nennt man mittelbarer Flankenschutz und dient nur dem Schutz von besetzten Fahrzeugen. Abrollende Baumaschienen oder Wagen werden damit nicht aufgehalten.
Re: Fragen 2026
03.07.2026 12:21
Sehe ich das eigentlich richtig, dass jetzt spätestens mit dem Bau der Häuser auf den ehemaligen Gütergleisen am S-Bahnhof Innsbrucker Platz die Möglichkeit, die noch vorhandenen Gütergleise irgendwann zu elektrifizieren, im Wortsinn verbaut wurde?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.2026 12:22 von fatabbot.
Re: Fragen 2026
03.07.2026 12:37
Zitat

"fatabbot" am 3.7.2026 um 12.21 Uhr:

Sehe ich das eigentlich richtig, dass jetzt spätestens mit dem Bau der Häuser auf den ehemaligen Gütergleisen am S-Bahnhof Innsbrucker Platz die Möglichkeit, die noch vorhandenen Gütergleise irgendwann zu elektrifizieren, im Wortsinn verbaut wurde?

Es wurden "nur" die Gleise des Güterbahnhofs Wilmersdorf "überbaut", es gibt aber immer noch zwei Gütergleise bzw. vermutlich Fernbahngleise zwischen den Häusern und den beiden S-Bahngleisen.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Re: Fragen 2026
03.07.2026 14:20
Zitat
fatabbot
Sehe ich das eigentlich richtig, dass jetzt spätestens mit dem Bau der Häuser auf den ehemaligen Gütergleisen am S-Bahnhof Innsbrucker Platz die Möglichkeit, die noch vorhandenen Gütergleise irgendwann zu elektrifizieren, im Wortsinn verbaut wurde?

Nein, bebaut wurde nur die Fläche des ehemaligen Ortsgüterbahnhofs Berlin-Wilmersdorf, nicht aber das Terrain der - übrigens nach wie vor in Betrieb befindlichen - durchgehenden Hauptgleise. Der Abstand zwischen Neubauten und Bahnanlage wurde dabei auch so festgesetzt, dass dort künftig seitens DB InfraGO noch regelwerkskonform Turmmaste zur Ausstattung beider Gleise mit Wäscheleine einschließlich Speiseleitung etc. gesetzt werden können.

Der einzige Grund, aus dem das bis dato unterbleibt, ist der, dass Herr Nagl beim EBA dafür weder Planrecht beantragt noch die hauseigene "DB Bahnbaugruppe" mit den notwendigen Arbeiten beauftragt hat...

Aber evtl. sollte mensch sich auch zunächst einmal wirklich um die schon vor Jahren planfestgestellte Wäscheleine für die Westhafenanbindung von Moabit Gbf nach HuL kümmern? Wer oder was verhindert dort eigentlich bis dato eine signifikant verzögerungsärmere Projektabwicklung...?

Viele Grüße
Arnd
Re: Fragen 2026
03.07.2026 14:37
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
fatabbot
Sehe ich das eigentlich richtig, dass jetzt spätestens mit dem Bau der Häuser auf den ehemaligen Gütergleisen am S-Bahnhof Innsbrucker Platz die Möglichkeit, die noch vorhandenen Gütergleise irgendwann zu elektrifizieren, im Wortsinn verbaut wurde?

Nein, bebaut wurde nur die Fläche des ehemaligen Ortsgüterbahnhofs Berlin-Wilmersdorf, nicht aber das Terrain der - übrigens nach wie vor in Betrieb befindlichen - durchgehenden Hauptgleise. Der Abstand zwischen Neubauten und Bahnanlage wurde dabei auch so festgesetzt, dass dort künftig seitens DB InfraGO noch regelwerkskonform Turmmaste zur Ausstattung beider Gleise mit Wäscheleine einschließlich Speiseleitung etc. gesetzt werden können.

Der einzige Grund, aus dem das bis dato unterbleibt, ist der, dass Herr Nagl beim EBA dafür weder Planrecht beantragt noch die hauseigene "DB Bahnbaugruppe" mit den notwendigen Arbeiten beauftragt hat...

Aber evtl. sollte mensch sich auch zunächst einmal wirklich um die schon vor Jahren planfestgestellte Wäscheleine für die Westhafenanbindung von Moabit Gbf nach HuL kümmern? Wer oder was verhindert dort eigentlich bis dato eine signifikant verzögerungsärmere Projektabwicklung...?

Der Widersinn ist, dass mit der Elektrifizierung der Bestandsschutz verloren geht und damit Schallschutz nach aktuellem Stand der Technik erforderlich wird. Damit steigen die Kosten der Elektrifizierung in astronomische Höhen. Die elektrischen Züge sind dann zwar viel leiser als die Taigatrommeln vorher, aber so ist die Gesetzeslage... und daher ruht der See still vor sich hin.
Re: Fragen 2026
03.07.2026 14:39
Zitat
Latschenkiefer

Der Widersinn ist, dass mit der Elektrifizierung der Bestandsschutz verloren geht und damit Schallschutz nach aktuellem Stand der Technik erforderlich wird. Damit steigen die Kosten der Elektrifizierung in astronomische Höhen. Die elektrischen Züge sind dann zwar viel leiser als die Taigatrommeln vorher, aber so ist die Gesetzeslage... und daher ruht der See still vor sich hin.

Da hat man aber die gesetzlichen Rahmenbedingunen vor ein paar Jahren geändert, sodass Elektrifizierungen relativ einfach möglich sind.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Re: Fragen 2026
03.07.2026 16:15
Zitat
Nemo
Zitat
Latschenkiefer

Der Widersinn ist, dass mit der Elektrifizierung der Bestandsschutz verloren geht und damit Schallschutz nach aktuellem Stand der Technik erforderlich wird. Damit steigen die Kosten der Elektrifizierung in astronomische Höhen. Die elektrischen Züge sind dann zwar viel leiser als die Taigatrommeln vorher, aber so ist die Gesetzeslage... und daher ruht der See still vor sich hin.

Da hat man aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen vor ein paar Jahren geändert, sodass Elektrifizierungen relativ einfach möglich sind.

Zumal entlang des hier gegenständlichen südlichen Innenrings die sonorischen Ausscheidungen eines anderen bundeseigenen Verkehrsweges jene aus dem Eisenbahnbetrieb egal welcher Traktionsart mittlerweile deutlich überlagern - zu Zeiten der Insellage der Besonderen Politischen Einheit war das natürlich noch etwas anders...

Viele Grüße
Arnd
Re: Fragen 2026
03.07.2026 16:37
Zitat
Latschenkiefer
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
fatabbot
Sehe ich das eigentlich richtig, dass jetzt spätestens mit dem Bau der Häuser auf den ehemaligen Gütergleisen am S-Bahnhof Innsbrucker Platz die Möglichkeit, die noch vorhandenen Gütergleise irgendwann zu elektrifizieren, im Wortsinn verbaut wurde?

Nein, bebaut wurde nur die Fläche des ehemaligen Ortsgüterbahnhofs Berlin-Wilmersdorf, nicht aber das Terrain der - übrigens nach wie vor in Betrieb befindlichen - durchgehenden Hauptgleise. Der Abstand zwischen Neubauten und Bahnanlage wurde dabei auch so festgesetzt, dass dort künftig seitens DB InfraGO noch regelwerkskonform Turmmaste zur Ausstattung beider Gleise mit Wäscheleine einschließlich Speiseleitung etc. gesetzt werden können.

Der einzige Grund, aus dem das bis dato unterbleibt, ist der, dass Herr Nagl beim EBA dafür weder Planrecht beantragt noch die hauseigene "DB Bahnbaugruppe" mit den notwendigen Arbeiten beauftragt hat...

Aber evtl. sollte mensch sich auch zunächst einmal wirklich um die schon vor Jahren planfestgestellte Wäscheleine für die Westhafenanbindung von Moabit Gbf nach HuL kümmern? Wer oder was verhindert dort eigentlich bis dato eine signifikant verzögerungsärmere Projektabwicklung...?

Der Widersinn ist, dass mit der Elektrifizierung der Bestandsschutz verloren geht und damit Schallschutz nach aktuellem Stand der Technik erforderlich wird. Damit steigen die Kosten der Elektrifizierung in astronomische Höhen. Die elektrischen Züge sind dann zwar viel leiser als die Taigatrommeln vorher, aber so ist die Gesetzeslage... und daher ruht der See still vor sich hin.

Hmm? Indem sich Dein Arbeitgeber aber mit der ADB GmbH (vorm. Bundesfernstraßenverwaltung) auf ein gemeinsames Lärmschutzkonzept für beide dortige Bundesverkehrswege verständigte, ließen sich allerdings für Beide die netto entstehenden Kosten deutlich reduzieren. Wir sind hier nämlich offenbar wieder bei dem alten Problem, dass es offenbar jeder Infrastrukturbetrieb peinlichst genau vermeidet, auch nur 20cm über die eigene Grundstücks- und damit Zuständigkeitsgrenze hinaus zu denken und mit dem Nachbarn schon weit vor einem förmlichen PFV gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.

Noch absurder ist das, wenn - wie DB und ADB - beide Institutionen derselben politischen Leitung (BMV) zugeordnet sind...

Viele Grüße
Arnd
Re: Fragen 2026
03.07.2026 16:48
Nebenbei ist die Bebauung des Gbf Wilmersdorf "Friedenauer Höhe" zur Bahn hin als große Lärmschutzwand ausgebaut. Da ist also die Lärmbelästigung bereits berücksichtigt worden.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Re: Fragen 2026
03.07.2026 17:52
Zitat
Arnd Hellinger
Der Abstand zwischen Neubauten und Bahnanlage wurde dabei auch so festgesetzt, dass dort künftig seitens DB InfraGO noch regelwerkskonform Turmmaste zur Ausstattung beider Gleise mit Wäscheleine einschließlich Speiseleitung etc. gesetzt werden können.
Interessant. Das sieht halt eher nicht so aus, das müssen dann wohl sehr schmale Masten sein.

Oder es macht nur den Eindruck, dass die Häuser keine 2m entfernt vom Gleis stehen.
Re: Fragen 2026
03.07.2026 18:45
Damit bleibt doch noch genug Platz für normale Oberleitungsmasten.
Aber für die paar Fahrten, die dort jeden Tag stattfinden, dürfte sich die Elektrifizierung nicht lohnen. Auch wenn es denn theoretisch als Umleitungsstrecke genutzt werden könnte.

___
Gute Nacht, Forum!
Re: Fragen 2026
03.07.2026 19:46
Es geht ja darum, dass hier echter Regionalverkehr angedacht wird, von Güterstrecke ganz zu schweigen.
Re: Fragen 2026
03.07.2026 19:52
Zitat
Heidekraut
Es geht ja darum, dass hier echter Regionalverkehr angedacht wird, von Güterstrecke ganz zu schweigen.

Zwischen Schöneberg und Westkreuz ist eigentlich kein Regionalverkehr geplant, da gibt es dann allenfalls Einsetzer, Aussetzer, Umleiter und Güterzüge, denen der Weg übern Aussenring zu weit, also zu teuer ist. Letztere will man aber ganz sicher nicht auf der Ringbahn haben, da sollte man hinsichtlich der Trassenpreise etwas nachjustieren.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.2026 20:11 von Nemo.
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