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Fragen 2026
geschrieben von Ebuscomegusto 
Re: Fragen 2026
15.09.2026 15:01
Zitat
Flexist
Zitat
lau796
Zitat
Ebuscomegusto
Zitat
Nemo
Auch wenn die Planung aus einem offiziellen Dokument stammt, solltest du nicht zu viel darin hineininterpretieren. Infrastrukturtechnisch sollten von Norden kommend vor allem Züge aus Pankow und vom Ostring zum Hauptbahnhof fahren, von der Wollankstraße sollten die Züge eher in Richtung Nordsüdbahntunnel fahren, das geht nämlich gleichzeitig, während gleichzeitige Fahrten von Pankow zum Nordsüdtunnel und von der Wollankstraße zum Hauptbahnhof nicht möglich sind. Das deutet für mich darauf hin, dass man sich über die betrieblichen Möglichkeiten keine zu großen Gedanken gemacht hat.

Was wäre denn demnach für eine Bedienung im alten und neuen Nord-Süd-Tunnel möglich?

Entsprechend der Gleisgeometrie müssen die mittlefristig geplanten 10-Minuten-Takte von Hennigsdorf und Oranienburg in den alten Nord-Süd-Tunnel geführt werden. Nach dem Bau der NVT Nord und deren Durchbindung nach Birkenwerder könnten die S8 und S85 beide zusammen vom Ostring nach Frohnau verkehren und das Angebot auf der Nordbahn auf einen 5-Minuten Takt verdichten. (Dann könnte man beide Linien auch gleich zu einer echten S-Bahnlinie im 10-Minuten-Takt zusammenlegen.) Auf der Stettiner Bahn könnte man den 5-Minuten-Takt aus einer aus Bernau kommenden Linie in den neuen Nord-Süd-Tunnel (nNST) sowie einer ab Buch einsetzenden Linie in den alten Nord-Süd-Tunnel (aNST) bilden.

In Bornholmer Straße gäbe es dann bahnsteiggleiche Korrespondenzhalte (gerne mit fest eingeplanten 60sek Übergangszeit) in den Relationen:
- Oranienburg -> aNST + Bernau -> nNST
- Frohnau -> Ostring + Buch -> aNST

Dazwischen würde dann ohne Korrespondenz die Linie aus Hennigsdorf in den alten Nord-Süd-Tunnel verkehren. Idealerweise 2,5 Minuten vor der Linie von Bernau in den neuen Nord-Süd-Tunnel.

***

Insgesamt würden nach diesem Konzept im alten Nord-Süd-Tunnel drei Linien jeweils alle 10 Minuten nach Hennigsdorf, Oranienburg und Buch verkehren. Aufgrund der Korrespondenzhalte in Bornholmer Straße ergäbe sich ein 2,5/2,5/5 Minuten Raster.

Im neuen Nord-Süd-Tunnel würden demnach zwei Linien jeweils alle 10 Minuten nach Gartenfeld und Bernau verkehren. Ergänzt wird das Angebot durch die vom Ostring kommende einzelne Zuggruppe. Aufgrund der Tatsache, dass die Linien nach Bernau und auf den Ostring in das 5 Minuten Raster der Ringbahn passen müssen, würde die Linie aus Gartenfeld analog zur S25 im aNST entsprechend in der enstehenden Taktlücke verkehren müssen. Aufgrund des 20-Minuten-Taktes der Linie vom Ostring ergibt sich im nNST ein deutlich ungleichmäßigeres 2,5/5/2,5/2,5/7,5 Minuten Raster. Hier wäre es sinnvoll zu überlegen ob die Linie aus dem nNST auf den Ostring nicht wenigstens bis Gesundbrunnen auf einen 10-Minuten-Takt verstärkt werden kann, um die alle 20 Minuten entsehende 7,5 Minuten Lücke zu schließen.

***

Am südlichen Ende der beiden Nord-Süd-Tunnel würden dann entsprechend insgesamt sechs Linien im 10-Minuten-Takt ankommen. Allerdings sind auf den südlichen Außenästen des Nord-Süd-Systems bisher immer nur vier Linien im 10-Minuten-Takt geplant (Wansee, Zehlendorf, Stahnsdorf und Blankenfelde).

Wie also umgehen mit den anderen beiden Linien? Entweder man bietet auch auf der Anhalter und Dresdener Bahn einen 5-Minuten-Takt an oder man muss die Cheruskerkurve bauen, um ein Teil der Züge auf den Südring abzuleiten.

Ich persönlich finde die zweite Option besser. Auf der Anhalter und Dresdener Bahn ist durch das parallele gute Angebot im Regionalverkehr ein 5-Minuten-Takt vielleicht nicht so dringend nötig wie beispielsweise auf den Nordästen. Außerdem würde eine neue Durchmesserlinie z.B. von Gartenfeld über Jugfernheide, Haupftbahnhof, Gleisdreieck, Südkreuz und Schöneweide nach Königs Wusterhausen neue Direktverbindungen im S-Bahnnetz schaffen. Damit wäre auch die vom IGEB ins Spiel gebrachte Idee einer Durchmesserlinie von Südost nach Nordwest durch einen neuzubauenden Kreuzberger S-Bahn-Tunnels deutlich kostengünstiger zu haben.

Auch betrieblich drängen sich die aktuell in Hermannstraße und Südkreuz endenden Zuggruppen dazu auf über die Cheruskerkurve in das Nord-Süd-System durchgebunden zu werden. Das würde auch weiterhin gut zu der auf dem westlichen Ring ab Südkreuz stetig abnehmenden Fahrgastnachfrage passen.

Übrig bliebe dennoch eine weiter Linie aus den Nord-Süd-Tunneln im 10-Minuten-Takt diese könnte entweder in Südkreuz (unten) enden oder einen der Äste nach Stahnsdorf beziehungsweise Blankenfelde verdichten.

Insgesamt sprechen also viele Gründe (verkehrlich wie betrieblich) für den Wiederaufbau der Cheruskerkurve. Ich finde es daher schade, dass das Land Berlin sich nicht so recht zu diesem bekennen möchte. So wird die Kurve in den Publikationen zum neuen Nord-Süd-Tunnel immer nur nebenbei erwähnt anstatt den großen Mehrwert und die neuen Netzverknüpfungen hervorzuheben.

***

Auf konkrete Liniennummern oder Durchbindungen habe ich bewusst verzichtet. Da scheint jeder so seine ganz eigenen Vorstellungen zu haben :)

Was meint ihr, habe ich möglicherweise bestimmte infrastrukturelle oder fahrplanerische Zwangspunkte übersehen?

S1 Oranienburg - Friedrichstraße - Wannsee
S15 Hbf - Zehlendorf
S2 Bernau - Hbf - Blankenfelde
S25 Hennigsdorf - Friedrichstraße - Stahsndorf
S26 Buch - Friedrichstraße - Stahnsdorf
S6 Gartenfeld - Hbf - Görlitzer Bahn
S65 Westend - Görlitzer Bahn
S8 Frohnau - Ostring
S85 Hbf - Ostring

oder nur alle 20 min S85/86 nach Hbf, dafür alle 20 min S15 weiter nach Gesundbrunnen und darüber hinaus?

Wäre es nicht besser die S25 oder S26 durch den Hauptbahnhof zu leiten. Dann wären Lankwitz und Teltow sowohl mit dem Nordsüdtunnel als auch mit dem Hauptbahnhof verbunden.

Wäre nicht die S1 sinnvoll, da die S2 und S25 schon Südkreuz, als Fernverkehrshalt für die meisten Fernzüge, hat?

Mit freundlichen Grüßen

Theo
Re: Fragen 2026
15.09.2026 15:08
Zitat
Flexist

Wäre es nicht besser die S25 oder S26 durch den Hauptbahnhof zu leiten. Dann wären Lankwitz und Teltow sowohl mit dem Nordsüdtunnel als auch mit dem Hauptbahnhof verbunden.
Die Frage ist, ob mit solchen Ideen dann auch im Norden oder auf der Görlitzer Bahn noch sinnvolle Taktstrukturen rauskommen.

Ansonsten finde ich bahnsteiggleiches Umsteigen nicht besonders schlimm, einen 15/5er Takt hingegen schon.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.2026 15:10 von Nemo.
Zitat
Theo333
Zitat
Flexist
Zitat
lau796
Zitat
Ebuscomegusto
Zitat
Nemo
Auch wenn die Planung aus einem offiziellen Dokument stammt, solltest du nicht zu viel darin hineininterpretieren. Infrastrukturtechnisch sollten von Norden kommend vor allem Züge aus Pankow und vom Ostring zum Hauptbahnhof fahren, von der Wollankstraße sollten die Züge eher in Richtung Nordsüdbahntunnel fahren, das geht nämlich gleichzeitig, während gleichzeitige Fahrten von Pankow zum Nordsüdtunnel und von der Wollankstraße zum Hauptbahnhof nicht möglich sind. Das deutet für mich darauf hin, dass man sich über die betrieblichen Möglichkeiten keine zu großen Gedanken gemacht hat.

Was wäre denn demnach für eine Bedienung im alten und neuen Nord-Süd-Tunnel möglich?

Entsprechend der Gleisgeometrie müssen die mittlefristig geplanten 10-Minuten-Takte von Hennigsdorf und Oranienburg in den alten Nord-Süd-Tunnel geführt werden. Nach dem Bau der NVT Nord und deren Durchbindung nach Birkenwerder könnten die S8 und S85 beide zusammen vom Ostring nach Frohnau verkehren und das Angebot auf der Nordbahn auf einen 5-Minuten Takt verdichten. (Dann könnte man beide Linien auch gleich zu einer echten S-Bahnlinie im 10-Minuten-Takt zusammenlegen.) Auf der Stettiner Bahn könnte man den 5-Minuten-Takt aus einer aus Bernau kommenden Linie in den neuen Nord-Süd-Tunnel (nNST) sowie einer ab Buch einsetzenden Linie in den alten Nord-Süd-Tunnel (aNST) bilden.

In Bornholmer Straße gäbe es dann bahnsteiggleiche Korrespondenzhalte (gerne mit fest eingeplanten 60sek Übergangszeit) in den Relationen:
- Oranienburg -> aNST + Bernau -> nNST
- Frohnau -> Ostring + Buch -> aNST

Dazwischen würde dann ohne Korrespondenz die Linie aus Hennigsdorf in den alten Nord-Süd-Tunnel verkehren. Idealerweise 2,5 Minuten vor der Linie von Bernau in den neuen Nord-Süd-Tunnel.

***

Insgesamt würden nach diesem Konzept im alten Nord-Süd-Tunnel drei Linien jeweils alle 10 Minuten nach Hennigsdorf, Oranienburg und Buch verkehren. Aufgrund der Korrespondenzhalte in Bornholmer Straße ergäbe sich ein 2,5/2,5/5 Minuten Raster.

Im neuen Nord-Süd-Tunnel würden demnach zwei Linien jeweils alle 10 Minuten nach Gartenfeld und Bernau verkehren. Ergänzt wird das Angebot durch die vom Ostring kommende einzelne Zuggruppe. Aufgrund der Tatsache, dass die Linien nach Bernau und auf den Ostring in das 5 Minuten Raster der Ringbahn passen müssen, würde die Linie aus Gartenfeld analog zur S25 im aNST entsprechend in der enstehenden Taktlücke verkehren müssen. Aufgrund des 20-Minuten-Taktes der Linie vom Ostring ergibt sich im nNST ein deutlich ungleichmäßigeres 2,5/5/2,5/2,5/7,5 Minuten Raster. Hier wäre es sinnvoll zu überlegen ob die Linie aus dem nNST auf den Ostring nicht wenigstens bis Gesundbrunnen auf einen 10-Minuten-Takt verstärkt werden kann, um die alle 20 Minuten entsehende 7,5 Minuten Lücke zu schließen.

***

Am südlichen Ende der beiden Nord-Süd-Tunnel würden dann entsprechend insgesamt sechs Linien im 10-Minuten-Takt ankommen. Allerdings sind auf den südlichen Außenästen des Nord-Süd-Systems bisher immer nur vier Linien im 10-Minuten-Takt geplant (Wansee, Zehlendorf, Stahnsdorf und Blankenfelde).

Wie also umgehen mit den anderen beiden Linien? Entweder man bietet auch auf der Anhalter und Dresdener Bahn einen 5-Minuten-Takt an oder man muss die Cheruskerkurve bauen, um ein Teil der Züge auf den Südring abzuleiten.

Ich persönlich finde die zweite Option besser. Auf der Anhalter und Dresdener Bahn ist durch das parallele gute Angebot im Regionalverkehr ein 5-Minuten-Takt vielleicht nicht so dringend nötig wie beispielsweise auf den Nordästen. Außerdem würde eine neue Durchmesserlinie z.B. von Gartenfeld über Jugfernheide, Haupftbahnhof, Gleisdreieck, Südkreuz und Schöneweide nach Königs Wusterhausen neue Direktverbindungen im S-Bahnnetz schaffen. Damit wäre auch die vom IGEB ins Spiel gebrachte Idee einer Durchmesserlinie von Südost nach Nordwest durch einen neuzubauenden Kreuzberger S-Bahn-Tunnels deutlich kostengünstiger zu haben.

Auch betrieblich drängen sich die aktuell in Hermannstraße und Südkreuz endenden Zuggruppen dazu auf über die Cheruskerkurve in das Nord-Süd-System durchgebunden zu werden. Das würde auch weiterhin gut zu der auf dem westlichen Ring ab Südkreuz stetig abnehmenden Fahrgastnachfrage passen.

Übrig bliebe dennoch eine weiter Linie aus den Nord-Süd-Tunneln im 10-Minuten-Takt diese könnte entweder in Südkreuz (unten) enden oder einen der Äste nach Stahnsdorf beziehungsweise Blankenfelde verdichten.

Insgesamt sprechen also viele Gründe (verkehrlich wie betrieblich) für den Wiederaufbau der Cheruskerkurve. Ich finde es daher schade, dass das Land Berlin sich nicht so recht zu diesem bekennen möchte. So wird die Kurve in den Publikationen zum neuen Nord-Süd-Tunnel immer nur nebenbei erwähnt anstatt den großen Mehrwert und die neuen Netzverknüpfungen hervorzuheben.

***

Auf konkrete Liniennummern oder Durchbindungen habe ich bewusst verzichtet. Da scheint jeder so seine ganz eigenen Vorstellungen zu haben :)

Was meint ihr, habe ich möglicherweise bestimmte infrastrukturelle oder fahrplanerische Zwangspunkte übersehen?

S1 Oranienburg - Friedrichstraße - Wannsee
S15 Hbf - Zehlendorf
S2 Bernau - Hbf - Blankenfelde
S25 Hennigsdorf - Friedrichstraße - Stahsndorf
S26 Buch - Friedrichstraße - Stahnsdorf
S6 Gartenfeld - Hbf - Görlitzer Bahn
S65 Westend - Görlitzer Bahn
S8 Frohnau - Ostring
S85 Hbf - Ostring

oder nur alle 20 min S85/86 nach Hbf, dafür alle 20 min S15 weiter nach Gesundbrunnen und darüber hinaus?

Wäre es nicht besser die S25 oder S26 durch den Hauptbahnhof zu leiten. Dann wären Lankwitz und Teltow sowohl mit dem Nordsüdtunnel als auch mit dem Hauptbahnhof verbunden.

Wäre nicht die S1 sinnvoll, da die S2 und S25 schon Südkreuz, als Fernverkehrshalt für die meisten Fernzüge, hat?

Warum werde ich für so eine Scheiße eigentlich angezählt, andere jedoch nicht?
Sind Vollzitate nun also doch gewünscht?


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Re: Fragen 2026
15.09.2026 18:35
Zitat
Theo333

Wäre nicht die S1 sinnvoll, da die S2 und S25 schon Südkreuz, als Fernverkehrshalt für die meisten Fernzüge, hat?

Ich dachte dafür gäbe es die S15, als Verdichterstrecke der S1, die jedoch über Hauptbahnhof fährt?

Edit: Zumindest ab einen späteren Zeitpunkt, wenn alles durchgebunden ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.2026 18:36 von Flexist.
Die S15 wird mit der Durchbindung zum Potsdamer Platz entfallen.

Es wird dann im neuen Nord-Süd-Tunnel maximal geben:
S6 Gartenfeld - Potsdamer Platz/Anhalter Bahnhof/Zehlendorf

Eine Hauptlinie zum Beispiel S2

Und ganz eventuell noch im Berufsverkehr oder so eine S86 Potsdamer Platz - Wedding - Ostring - Grünau
Jay
Re: Fragen 2026
15.09.2026 22:31
Bei DSO ist ein Foto von der Überführung eins GT über die gesperrte 21-Strecke per Unimog zu sehen.

Meine Frage: Warum per Unimog und nicht aus eigener Kraft? Da die Fahrleitung mit der Sperrung nicht umgebaut wurde, muss sie weiterhin unter Spannung stehen, um die beiden Endstellen zu versorgen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Ohne es zu wissen könnte ich mir vorstellen, dass ein Bremsen und Anfahren eines Zuges die offenbar völlig heruntergekommenen Gleise - man kennt's - dann wirklich final zerstören würde ...

Davon abgesehen: Die Fahrleitung wurde doch umgebaut - für die Stumpfendstelle an der Holteistraße.

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.2026 22:50 von Philipp Borchert.
Re: Fragen 2026
16.09.2026 00:07
Zitat
Philipp Borchert
Ohne es zu wissen könnte ich mir vorstellen, dass ein Bremsen und Anfahren eines Zuges die offenbar völlig heruntergekommenen Gleise - man kennt's - dann wirklich final zerstören würde ...

Davon abgesehen: Die Fahrleitung wurde doch umgebaut - für die Stumpfendstelle an der Holteistraße.

Der Unimog fährt doch auch auf den Gleisen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Mag sein, aber die Traktion wird doch wohl über die Reifen laufen, die Schienenräder übernehmen nur die Spurführung - oder?

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Re: Fragen 2026
16.09.2026 09:05
Zitat
Philipp Borchert
Mag sein, aber die Traktion wird doch wohl über die Reifen laufen, die Schienenräder übernehmen nur die Spurführung - oder?

Genau weiß ich das nicht, aber der Gummireifen läuft ja auch auf den Schienen, also wird auch Kraft in die Schienen eingeleitet und man hat ebenso Schienenverschleiß. Von daher sehe ich da keine Infrastrukturschonungsmaßnahme.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Jay
Re: Fragen 2026
16.09.2026 13:24
Zitat
Philipp Borchert
Ohne es zu wissen könnte ich mir vorstellen, dass ein Bremsen und Anfahren eines Zuges die offenbar völlig heruntergekommenen Gleise - man kennt's - dann wirklich final zerstören würde ...

Davon abgesehen: Die Fahrleitung wurde doch umgebaut - für die Stumpfendstelle an der Holteistraße.

Die Anpassung zwischen Wismarplatz und Holteistr. ist nicht relevant, denn wie mein letzter Satzteil aussagt, muss die Fahrleitung für den Betrieb beider Endstellen weiterhin (komplett) unter Spannung stehen.

Der Unimog ist für den Schleppvorgang im Sinne einer sicheren Spurführung eingegleist. Es ist aber nicht genau erkennbar, in welcher Form die Traktionsleistung erfolgt.

Bild im ersten Beitrag

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Re: Fragen 2026
16.09.2026 14:08
Zitat
Jay

Der Unimog ist für den Schleppvorgang im Sinne einer sicheren Spurführung eingegleist. Es ist aber nicht genau erkennbar, in welcher Form die Traktionsleistung erfolgt.

Kann der Unimog denn eigentlich beides, also Antrieb über Gummireifen und Antrieb über die Eisenbahnräder?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Dass die Leitung für die Versorgung beider Endhaltestellen komplett am Netz sein muss, ist weshalb so? Könnte Holteistraße nicht z.B. über die M13-Leitung angeschlossen sein?

Ansonsten käme nur noch rein rechtlicher Kram in Frage. Die BVG hat mir noch vor der Außerbetriebnahne mitgeteilt, dass das Gleis nur für Schleppfahren per Unimog nutzbar bleibt.

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Re: Fragen 2026
16.09.2026 14:16
Zitat
Nemo
Zitat
Jay

Der Unimog ist für den Schleppvorgang im Sinne einer sicheren Spurführung eingegleist. Es ist aber nicht genau erkennbar, in welcher Form die Traktionsleistung erfolgt.

Kann der Unimog denn eigentlich beides, also Antrieb über Gummireifen und Antrieb über die Eisenbahnräder?

Die Eisenbahnräder dienen nur der Spurführung.

Jay
Re: Fragen 2026
16.09.2026 15:47
Zitat
Philipp Borchert
Dass die Leitung für die Versorgung beider Endhaltestellen komplett am Netz sein muss, ist weshalb so? Könnte Holteistraße nicht z.B. über die M13-Leitung angeschlossen sein?

Aus den Gesetzen der Physik. Dank Google Street View hab ich jetzt aber ein paar Punkte gesehen, die ich mir vor Ort noch mal genauer anschauen muss. Und nein, ich werde darauf 'aus Gründen' nicht detailliert eingehen.

Zitat

Ansonsten käme nur noch rein rechtlicher Kram in Frage. Die BVG hat mir noch vor der Außerbetriebnahne mitgeteilt, dass das Gleis nur für Schleppfahren per Unimog nutzbar bleibt.

Ich wollte ja eigentlich keine Spekulation, sondern wissen, ob jemand die (genauen) Hintergründe kennt & preis gibt.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Ich wollte ja eigentlich keine Spekulation, sondern wissen, ob jemand die (genauen) Hintergründe kennt & preis gibt.

Du hast ja nun mal aber nicht nur eine Frage gestellt, sondern gleichzeitig eine These in den Raum geworfen. Die ich nicht nachvollziehen kann und deshalb gern wissen wollte, warum sie stimmt. Als Antwort bekomme ich nun "die Gesetze der Physik" zu lesen. Vielen Dank. Ich freue mich nun schon darauf, dass jemand mit Ahnung auf die Ausgangsfrage mit "Weil's nun mal so ist." antwortet. Bin gespannt, wie lange sich das Forum auf diese Weise trägt.

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Re: Fragen 2026
19.09.2026 22:48
Es wurde gerade der F84-Umbau-Doppeltriebwagen mit den Durchgang ausgemustert. Siehe [www.youtube.com]
Mir war nicht klar, dass jetzt wieder F-Züge ausgemustert werden, zumal noch Drehstromer. Es gibt zwar endlich mehr J, aber dass man inzwischen ausreichend viele hat, um sowohl Blumenbretter-IK als auch funktionsfähige F abzulösen wundert mich. Seit wann werden denn jetzt wieder F-Züge ausgemustert? Oder ist das eher ein Sonderfall?
Re: Fragen 2026
19.09.2026 22:54
Zitat
Slighter
Es wurde gerade der F84-Umbau-Doppeltriebwagen mit den Durchgang ausgemustert. Siehe [www.youtube.com]
Mir war nicht klar, dass jetzt wieder F-Züge ausgemustert werden, zumal noch Drehstromer. Es gibt zwar endlich mehr J, aber dass man inzwischen ausreichend viele hat, um sowohl Blumenbretter-IK als auch funktionsfähige F abzulösen wundert mich. Seit wann werden denn jetzt wieder F-Züge ausgemustert? Oder ist das eher ein Sonderfall?

Es werden schon seit einer ganzen Weile Drehstromer ausgemustert. Am besten die unterschiedlichen Quellen dazu nutzen, die das melden.

Berliner Linienchronik (+ Stationierungen/Werbungen/...) 1858-2026
Re: Fragen 2026
20.09.2026 00:55
Zitat
Slighter
Es wurde gerade der F84-Umbau-Doppeltriebwagen mit den Durchgang ausgemustert. Siehe [www.youtube.com]
Mir war nicht klar, dass jetzt wieder F-Züge ausgemustert werden, zumal noch Drehstromer. Es gibt zwar endlich mehr J, aber dass man inzwischen ausreichend viele hat, um sowohl Blumenbretter-IK als auch funktionsfähige F abzulösen wundert mich. Seit wann werden denn jetzt wieder F-Züge ausgemustert? Oder ist das eher ein Sonderfall?

Durch die Neulieferung von J-Fahrzeugen werden F-Doppeltriebwagen abgelöst. Immer genau solche, die akut schadhaft werden und solche, deren Fristen ablaufen. Und solche Exoten wie der Gelenkwagenversuch 2770/2771. Der Arbeitsumfang, diese Wagen aufzuarbeiten, lohnt sich nicht mehr.
Eigentlich war die Lieferung der ersten J ab 2022 und die Serienlieferung 2024/2025 vorgesehen. Da hatten die F74E und F76E Fristablauf. Die Bw Friedrichsfelde und die Hauptwerkstatt Seestraße mussten sich nochmals den Schaltwerkern aus den 1970ern annehmen und sie aufarbeiten. Zum Glück sind diese in den 2010er Jahren ertüchtigt worden und nach jetzt 50 Dienstjahren vielfach besser in Schuss als die F84 bis 92.
Jetzt geschieht die J-Serienauslieferung erst 2026/2027 und nun sind die Drehströmer F84, F87 und erste F92 dran mit Fristablauf. Also gehen diese zuerst in die Abstellung, zumal die Aluminium-Wagenkastenkonstruktionen der Waggonunion im Schnitt schlechter sind als die von Orenstein & Koppel aus Spandau.

Derzeit sind bereits acht Doppeltriebwagen zur Verschrottung abgeholt worden (zwei F84, vier F87 und zwei F92). Abgestellt und ausgemustert sind weitere sechs F84 und ein F87, die als nächste dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Vorsichtshalber werden dennoch einige der letzten F92 nochmals in der Hw bearbeitet, so dass sie noch vier weitere Jahre einsetzbar bleiben. Neben den F76E-Schaltwerkszügen. Bis die letztens bestellte dritte J-Serie ausgeliefert ist.

so long

Mario
Re: Fragen 2026
21.09.2026 21:56
Nabend,
Was hat es denn mit diesem nervigen Kurzzügen auf der U5 nach 21 Uhr auf sich?
Da fährt die U5 nur alle 10 Minuten und alle müssen in einen 4-Wagen-J-Zug.
Gerade mit den ganzen Reisenden vom Hauptbahnhof mehr als ungünstig und die Züge sind sehr voll.
Ist das gewollt?

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🏳️‍🌈 Vielfalt fährt mit.
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