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Automatisierung der U-Bahn
geschrieben von Nukebro 
Zitat
chilldow
Ich bin ja gespannt, ob es dann einen neuen Beruf bei der U-Bahn gibt. Vollwertiges Fahrpersonal bedarf es dann ja nicht mehr.
Dann würde sowas wie ein Sicherheitsüberwacher ausreichen, der "nur" abfertigt und im Notfall eingreift.
Da reicht dann wesentlich weniger Qualifikation aus.

Die Abfertigung wird im Wesentlichen aus der Leitstelle erfolgen. Sonst bräuchte es ja an jeder Station Personal...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Zitat
chilldow
Ich bin ja gespannt, ob es dann einen neuen Beruf bei der U-Bahn gibt. Vollwertiges Fahrpersonal bedarf es dann ja nicht mehr.
Dann würde sowas wie ein Sicherheitsüberwacher ausreichen, der "nur" abfertigt und im Notfall eingreift.
Da reicht dann wesentlich weniger Qualifikation aus.

Die Abfertigung wird im Wesentlichen aus der Leitstelle erfolgen. Sonst bräuchte es ja an jeder Station Personal...

Ich dachte, die Automatik fertigt ab.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nukebro
Die Abfertigung wird im Wesentlichen aus der Leitstelle erfolgen. Sonst bräuchte es ja an jeder Station Personal...

Sicher? Ich meine gelesen zu haben, dass weiterhin Personal auf den Zügen sein wird.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.01.2026 17:34 von chilldow.
Zitat
chilldow
Zitat
Nukebro
Die Abfertigung wird im Wesentlichen aus der Leitstelle erfolgen. Sonst bräuchte es ja an jeder Station Personal...

Sicher? Ich meine gelesen zu haben, dass weiterhin Personal auf den Zügen sein wird.

Bei GoA2, wie ihn die BVG anfangs einführt, ist Personal auf den Zügen zwingend notwendig. Ja, da wird eine neue Berufsbezeichnung (Zugbediener) mit geringerer Qualifikation und Entlohnung geben.

Bei GoA4 ist kein Personal auf den Zügen. Da überwacht ortliches Personal den Zugverkehr und greift bei Bedarf ein.
Zitat
Nukebro
Und wie verhindern die solche Todesfälle wie den mit dem 17-jährigen der seiner E-Zigarette hinterher ins Gleisbett gesprungen ist und an einem Stromschlag verstorben ist?

Man muss ja immer nur dieselbe Sicherheit wie gegenwärtig garantieren, folglich ändert sich die Lage für Gleishüpfer im Falle einer Automatisierung nicht.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Automatische U-Bahnen in Berlin wird es noch sehr lange nicht geben. Wetten?

GLG.................Tramy1
Zitat
Nemo
Zitat
Nukebro
Und wie verhindern die solche Todesfälle wie den mit dem 17-jährigen der seiner E-Zigarette hinterher ins Gleisbett gesprungen ist und an einem Stromschlag verstorben ist?

Man muss ja immer nur dieselbe Sicherheit wie gegenwärtig garantieren, folglich ändert sich die Lage für Gleishüpfer im Falle einer Automatisierung nicht.

Warum sollte sich die Sicherheit nicht verbessern wenn das möglich ist?

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Zitat
Nemo
Zitat
Nukebro
Und wie verhindern die solche Todesfälle wie den mit dem 17-jährigen der seiner E-Zigarette hinterher ins Gleisbett gesprungen ist und an einem Stromschlag verstorben ist?

Man muss ja immer nur dieselbe Sicherheit wie gegenwärtig garantieren, folglich ändert sich die Lage für Gleishüpfer im Falle einer Automatisierung nicht.

Warum sollte sich die Sicherheit nicht verbessern wenn das möglich ist?

Ja, natürlich kann man die Sicherheit erhöhen, das ist nur nicht notwendig, um seine Erneuerung genehmigt zu bekommen. Mehr Sicherheit heißt in den meisten Fällen eben auch mehr Kosten. Dazu führt jedes weitere System auch immer zu einer sinkenden Zuverlässigkeit, einfach weil mehr kaputt gehen kann. Das ist beim gegenwärtigen Zustand der U-Bahn sicher nicht empfehlenswert, wenn man sich mal anguckt, wie viele Züge mit Türstörungen rumfahren, dann weiß man auch wie viele Bahnhöfe dann auch Türstörungen hätten.

Klar, man könnte auch einfach funktionierende Technik anschaffen, man könnte Ersatzteile lagern und ausreichendes Personal haben. Aber nehmen wir mal an, wir kriegen das nicht hin, muss man sich halt überlegen, was das wichtigste ist. Da sehe ich dann eine Automatisierung weit vor den Bahnsteigtüren und davor erstmal die Beschaffung von einer ausreichenden Anzahl an Fahrzeugen und Fahrpersonal.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Klar, man könnte auch einfach funktionierende Technik anschaffen, man könnte Ersatzteile lagern und ausreichendes Personal haben.

Genau dieses System hatten wir bei Bussen und Bahnen über 100 Jahre lang, hat bestens funktioniert. Ist jedoch unter den "modernen" wirtschaftlich-technischen Rahmenbedingungen nicht mehr praktikabel. Zumindest haben die renommiertesten Unternehmensberater genau das auf Weisung der Aufsichtsräte für gute Honorare empfohlen, und dafür bestellte Vorstände mussten das so umsetzen.

Zitat
Nemo
Aber nehmen wir mal an, wir kriegen das nicht hin, muss man sich halt überlegen, was das wichtigste ist. Da sehe ich dann eine Automatisierung weit vor den Bahnsteigtüren und davor erstmal die Beschaffung von einer ausreichenden Anzahl an Fahrzeugen und Fahrpersonal.

Bahnsteigtüren sind 1984 bis 1991 auf der Teststrecke der M-Bahn in Betrieb gewesen, zuletzt mit Abnahme nach BOStrab als BVG-Linie M1 im Regelbetrieb. Kann niemand sagen, dass es nicht funktioniert hätte. Auch bei großem Andrang ging das meistens glatt, ohne Personal vor Ort (nur über Video aus der Leitstelle beobachtend und gelegentlich über Lautsprecher hinweisgebend).
Für Zweiwagenzüge waren auf jedem Bahnsteig vier Türen installiert. Wurde solo gefahren, öffneten sich nur zwei Türen exakt an der Halteposition des Wagens.

so long

Mario


Zitat
Bd2001
Zitat
chilldow
Zitat
Nukebro
Die Abfertigung wird im Wesentlichen aus der Leitstelle erfolgen. Sonst bräuchte es ja an jeder Station Personal...

Sicher? Ich meine gelesen zu haben, dass weiterhin Personal auf den Zügen sein wird.

Bei GoA2, wie ihn die BVG anfangs einführt, ist Personal auf den Zügen zwingend notwendig. Ja, da wird eine neue Berufsbezeichnung (Zugbediener) mit geringerer Qualifikation und Entlohnung geben.

Bei GoA4 ist kein Personal auf den Zügen. Da überwacht ortliches Personal den Zugverkehr und greift bei Bedarf ein.
Ob es wirklich so kommen wird und es Zugbediener mit geringerer Entlohnung als Zugführer geben wird, wird man in einigen Jahren sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass ver.di da etwas dagegen hat und es letztlich von der Gesamtlänge der Stadt und BVG (Haushaltssituation, wer ist mächtiger, Unternehmen oder Gewerkschaften) abhängt. Zumal der Zugbediener im Störungsfall sehr verantwortungsvolle Aufgaben bei der Evakuierung hätte.
Ich frage mich, wo genau der (Halb)Automatisierte Betrieb schneller sein soll. Die Zeit verliert oder gewinnt man beim Abfertigen, das macht ja erstmal das Fahrpersonal weiterhin, auf Strecke fährt man Höchstgeschwindigkeit, da kann man nix rausholen. Es sei denn, es gelten andere Vorschriften als fürs Zugpersonal (Faba gilt nicht z.B.). Wenn die alten von früher erzählen, sind die damals 3 Minuten gefahren und es war kein Problem.
Ist es eigentlich geplant bei der Umstellung die Höchstgeschwindigkeit auf der U5 auf 70 Km/h zu erhöhen?
Zitat
Flexist
Ist es eigentlich geplant bei der Umstellung die Höchstgeschwindigkeit auf der U5 auf 70 Km/h zu erhöhen?

Ja, sicher. Auf der halben Strecke ist ja schon alles für 70 km/h umgebaut bzw. eingerichtet. Die zweite Hälfte zwischen Tierpark und Hönow kommt mit Erneuerung der WSSB-Zugsicherungstechnik.
In der Praxis ist vor allem auf diesem Abschnitt mit den ursprünglichen E III - Zügen ohne Geschwindigkeitsbegrenzer locker 70 gefahren worden, war aber nicht erlaubt.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Auf der halben Strecke ist ja schon alles für 70 km/h umgebaut bzw. eingerichtet.

Ist das nicht schon seit der Sanierung so? Und warum fährt man dort eigentlich nicht 70 km/h?


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
der weiße bim
Auf der halben Strecke ist ja schon alles für 70 km/h umgebaut bzw. eingerichtet.

Ist das nicht schon seit der Sanierung so? Und warum fährt man dort eigentlich nicht 70 km/h?

Richtig, seit dem Neubau Hbf - Alex und der Grundsanierung der Altstrecke.
Die Begrenzer sind verplombt, können nur auf einen Wert eingestellt werden. Das ist natürlich der sichere, 62 km/h.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim

Bahnsteigtüren sind 1984 bis 1991 auf der Teststrecke der M-Bahn in Betrieb gewesen, zuletzt mit Abnahme nach BOStrab als BVG-Linie M1 im Regelbetrieb. Kann niemand sagen, dass es nicht funktioniert hätte. Auch bei großem Andrang ging das meistens glatt, ohne Personal vor Ort (nur über Video aus der Leitstelle beobachtend und gelegentlich über Lautsprecher hinweisgebend).
Für Zweiwagenzüge waren auf jedem Bahnsteig vier Türen installiert. Wurde solo gefahren, öffneten sich nur zwei Türen exakt an der Halteposition des Wagens.

Die Strecke war ja nur sehr kurz echt in Betrieb, sodass sich gewisse Verschleißerscheinungen gar nicht entwickeln konnten.

Türen, Rolltreppen und Fahrstühle sind alles Dinge, die mit unserer Technik seit Jahrzehnten beherrscht werden. Dennoch sehe ich monatelang nicht funktionierende Rolltreppen und Fahrstühle und ich sehe U-Bahn- und S-Bahnzüge mit teilweise nicht funktionierenden Türen.

Warum sollte das bei Bahnsteigtüren anders sein?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
der weiße bim
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
der weiße bim
Auf der halben Strecke ist ja schon alles für 70 km/h umgebaut bzw. eingerichtet.

Ist das nicht schon seit der Sanierung so? Und warum fährt man dort eigentlich nicht 70 km/h?

Richtig, seit dem Neubau Hbf - Alex und der Grundsanierung der Altstrecke.
Die Begrenzer sind verplombt, können nur auf einen Wert eingestellt werden. Das ist natürlich der sichere, 62 km/h.

Die Wabco-Geräte können ganz leicht von 60 km/h auf 70 km/h umgestellt werden. Die Zugprüfer sind dazu eingewiesen und haben immer eine Plombe und die Plombenzange bei sich.

Noch einfacher geht es bei H und aufwärts, da gibt es ein Menüpunkt und es läßt sich das ohne Plombe ändern. Auf den Menüpunkt kommt man nur per Sonderschließung und den passenden Schlüssel haben wiederum nur die Zugprüfer.
Zitat
der weiße bim
Zitat
Flexist
Ist es eigentlich geplant bei der Umstellung die Höchstgeschwindigkeit auf der U5 auf 70 Km/h zu erhöhen?

Ja, sicher. Auf der halben Strecke ist ja schon alles für 70 km/h umgebaut bzw. eingerichtet. Die zweite Hälfte zwischen Tierpark und Hönow kommt mit Erneuerung der WSSB-Zugsicherungstechnik.
In der Praxis ist vor allem auf diesem Abschnitt mit den ursprünglichen E III - Zügen ohne Geschwindigkeitsbegrenzer locker 70 gefahren worden, war aber nicht erlaubt.

Und warum können die 70 Km/h nicht bereits zwischen Tierpark und Hauptbahnhof ausgefahren werden?
Zwei Dinge:
Die Türen gehen auch oft kaputt, weil jemand noch unbedingt in die schließende Tür reinspringen muss und die Tür dann gegen die Schließkraft geöffnet wird. Im Prinzip, wie auch in den Fahrstühlen: Vandalismus.

Zu den Bahnsteigtüren: Bahnsteigtüren setzen zwingend kompatible Fahrzeuge voraus, welche die Türen an der exakt gleichen Stelle haben. Das ist aber jetzt nicht so. Man könnte Linien nur sortenrein befahren.

Der automatische Betrieb hätte noch den Vorteil, dass man bedarfsgerecht fahren könnte, als in Spitzenzeiten „mal eben“ einen Zug mehr losschicken könnte, ohne dass dafür ein Fahrer 8h auf seinen Einsatz warten müsste. Man könnte alles viel dynamischer steuern, als es jetzt möglich wäre.
Vielleicht wegen der unterschiedlichen Zugtypen? Wenn einer 70 fahren darf und der andere nur 60, fährt er auf den Vordermann auf oder reißt vor dem Hintermann eine Lücke. Und wenn der 70er-Zug in jedem Bahnhof die gewonnene Zeit wieder abstehen muss, ist die Aktion total sinnlos. Selbst wenn das Beschleunigen von 60 auf 70 keine zusätzliche Energie bräuchte, würden vermutlich irgendwann andersbegabte Fahrgäste, die nicht checken, warum ihr Zug an jedem Bahnhof länger steht, die Türen lahmlegen, weil sie ihre Astralkörper nicht rechtzeitig aus der Tür nehmen.

Kann denn schon heute ein verspäteter Zug auf 70 beschleunigt werden, wie das die S-Bahn zeitweise bei der Ringbahn praktiziert hat?
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