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Automatisierung der U-Bahn
geschrieben von Nukebro 
Ich bin jetzt kein großer Fan von Bahnsteigtüren. Aber diese Behauptung, dass es nur geht, wenn nur Fahrzeuge mit exakt der gleichen Türanordnung eingesetzt werden, stimmt nicht. In Japan habe ich so halbhohe Bahnsteigtüren erlebt, die wesentlich größere Ausschnitte hatten als nur exakt die Türbreite.
In Sofia gibt es an ein paar Stationen so Drahtgitterkonstruktionen, die wie Garagen-Rolltore funktionieren und jeweils mehrere Meter breit sind zwischen schlanken Stützen, die vielleicht 20 oder 30 Zentimeter breit sind.
Exakt die gleiche Türanordnung verschiedener Fahrzeugtypen ist also keine zwingende Voraussetzung. Ob gerade die Sofioter Konstruktion gerade für hiesige Verhältnisse ausreichend vandalismusresistent wäre, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Mit den Rolltoren verlängern sich die Fahrgastwechselzeiten doch noch mehr.
Und ich möchte mir nicht den Aufschrei anhören, wenn der erste Last-Second-Jumper so ein Tor auf den Kopf bekommt.
So ein Tor auf den Kopf sind sicherlich andere Kräfte, als zwei Türen gegen den ganzen Körper
Zitat
VvJ-Ente
Kann denn schon heute ein verspäteter Zug auf 70 beschleunigt werden, wie das die S-Bahn zeitweise bei der Ringbahn praktiziert hat?

Nein, pro Linie gestatten Betriebsleiter U-Bahn und TAB nur eine Streckenhöchstgeschwindigkeit.
Dazu kommt, dass die noch eingesetzten IK-Züge nie für 70 km/h zugelassen wurden.
Und mehr als einen Umlauf spart man auch bei geringfügig höherer Geschwindigkeit nicht ein, die verbleibenden würden merklich mehr Strom verbrauchen. Außerdem haben die auf der U5 eingesetzten F-Züge keine Rückspeisung von Bremsstrom. Dafür nutzen sie die Bremswärme zur Beheizung.

so long

Mario
Bahnsteigtüren haben den zusätzlichen Vorteil, dass es Fahrgästen schwieriger wird ihren Müll ins Gleisbett zu werfen, was Geld für Reinigung spart... In manchen Netzen Gerät der Müll dann sogar in Brand das sicherlich auch nicht billig ist...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
DerMichael
Mit den Rolltoren verlängern sich die Fahrgastwechselzeiten doch noch mehr.

Die Aussage zeigt ganz klar, dass hier die Erfahrung zu solchen Systemen fehlt.
Solche Probleme gab es weltweit doch schon überall.

Die Frage ist eben immer: Möchte man ein zweckerfüllendes Produkt oder möchte man ein Premium-Produkt?

Wenn man ein Premium-Produkt möchte, dann sind Türbreite und Fahrgastwechsel kein Problem. Ist aber auch nicht die günstigste Variante.
Es gibt weltweit Bahnsteigtürensysteme, die unfassbar schnell funktionieren - genauso schnell wie sich die Tür auch heute schon öffnet. Ohne jegliche Einbußen beim Fahrgastwechsel.

Und überhaupt: Die Türen bei BVG und S-Bahn öffnen und schließen sich ziemlich langsam im internationalen Vergleich mit besseren Beispielen. Aber dann dazu braucht man wartungsintensivere Taschentüren oder Außentüren mit mehr Luftwiderstand. In Berlin hat man sich gegen diese Lösungen entschieden.
Zitat
DerMichael
Mit den Rolltoren verlängern sich die Fahrgastwechselzeiten doch noch mehr.

Wenn man so etwas bei uns einbauen würde, auf jeden Fall – die Tore dürfen sich nicht zu schnell öffnen und schließen, damit den Leuten nicht schwindlig wird. In Sofia hingegen merkt man kaum einen Unterschied, wie man in diesem Video sehen kann. Ein guter Vergleich sind Laufschriften, die bei uns im halben Schneckentempo über die Anzeige kriechen. Das wirkt zwar besonders spannend, raubt aber einfach nur unnötig Zeit.


Zitat
Trittbrettfahrer
Die Türen bei BVG und S-Bahn öffnen und schließen sich ziemlich langsam im internationalen Vergleich

Das war ja auch nicht immer so.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.2026 08:59 von Alter Köpenicker.
Ok, unter Rolltor hätte ich auch eher so etwas verstanden:

[youtu.be]

Darf dann der Zug abfahren, während das Tor noch oben ist, also schließt es auch so wie es öffnet?

Sieht aber so aus, als ob es ein einfaches Kettenzugsystem wäre. Nur eben auch die perfekte Leinwand für Schmierereien.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.2026 17:02 von DerMichael.
Zitat
DerMichael
Darf dann der Zug abfahren, während das Tor noch oben ist, also schließt es auch so wie es öffnet?

Das ist doch an verschiedenen Stellen im Video zu sehen, zum Beispiel hier, von innen: [youtu.be]


Zitat
DerMichael
Nur eben auch die perfekte Leinwand für Schmierereien.

Findest Du? Schmierereien sind doch auf den dünnen Stäben allenfalls schemelhaft zu erkennen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Moin,

Peter Neumann hat heute in der Berliner Zeitung auf Seite 4 ein neues Buch vorgestellt, das ein ehemaliger BVG-Fachmann für die Zugsicherung bei der Berliner U-Bahn, Norbert Ritter, mit Hilfe der Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn herausgegeben hat:

Zitat

Vorerst weiter mit Fahrer

Experte hält automatischen U-Bahnbetrieb für unrealistisch. Aber neue Tests sind geplant

[...] Peter Neumann
.

Online ist der Artikel auch zu finden (Archiv).

Leider konnte ich die im Artikel genannte ISBN-Nummer 978-3-00-084206-1 nicht online finden (um das Buch zu bestellen). Vielleicht kann hier jemand helfen, der zufällig Kontakte zur AG Berliner U-Bahn hat?

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Sehr spannender Artikel.

Mein persönlicher Lieblingssatz daraus:
Zitat

Würde der Straßenverkehr ähnlich strengen Sicherheitsanforderungen unterworfen, dürfte kein Auto fahren, da ist sich der Berliner gewiss

Meine Conklusio: Vielleicht könnte man beim Schienenverkehr ein My weniger streng und im Straßenverkehr etwas strenger sein.
Zitat
PassusDuriusculus
Sehr spannender Artikel.

Mein persönlicher Lieblingssatz daraus:
Zitat

Würde der Straßenverkehr ähnlich strengen Sicherheitsanforderungen unterworfen, dürfte kein Auto fahren, da ist sich der Berliner gewiss

Meine Conklusio: Vielleicht könnte man beim Schienenverkehr ein My weniger streng und im Straßenverkehr etwas strenger sein.

Allerdings hat man ja auch die ganzen Sicherheitsbestimmungen im Schienenverkehr mit Blut geschrieben. So ziemlich alle waren da eine Reaktion auf einen oder mehrere schlimme Unfälle. Man kann da sicherlich ausmisten, ohne allzuviel Schaden anzurichten. Einfach weniger streng sein führt über kurz oder lang zu Katastrophen. Beispielsweise war man vor Eschede etwas weniger Streng bei der Radsatzprüfung.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Zitat
PassusDuriusculus
Sehr spannender Artikel.

Mein persönlicher Lieblingssatz daraus:
Zitat

Würde der Straßenverkehr ähnlich strengen Sicherheitsanforderungen unterworfen, dürfte kein Auto fahren, da ist sich der Berliner gewiss

Meine Conklusio: Vielleicht könnte man beim Schienenverkehr ein My weniger streng und im Straßenverkehr etwas strenger sein.

Allerdings hat man ja auch die ganzen Sicherheitsbestimmungen im Schienenverkehr mit Blut geschrieben. So ziemlich alle waren da eine Reaktion auf einen oder mehrere schlimme Unfälle. Man kann da sicherlich ausmisten, ohne allzuviel Schaden anzurichten. Einfach weniger streng sein führt über kurz oder lang zu Katastrophen. Beispielsweise war man vor Eschede etwas weniger Streng bei der Radsatzprüfung.

Man könnte aus Autounfällen ja auch die eine oder ander Schlussfolgerung ziehen und entsprechend reagieren..

Und bei Eschede wurden Regeln missachtet...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.03.2026 13:21 von PassusDuriusculus.
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Nemo
Zitat
PassusDuriusculus
Sehr spannender Artikel.

Mein persönlicher Lieblingssatz daraus:
Zitat

Würde der Straßenverkehr ähnlich strengen Sicherheitsanforderungen unterworfen, dürfte kein Auto fahren, da ist sich der Berliner gewiss

Meine Conklusio: Vielleicht könnte man beim Schienenverkehr ein My weniger streng und im Straßenverkehr etwas strenger sein.

Allerdings hat man ja auch die ganzen Sicherheitsbestimmungen im Schienenverkehr mit Blut geschrieben. So ziemlich alle waren da eine Reaktion auf einen oder mehrere schlimme Unfälle. Man kann da sicherlich ausmisten, ohne allzuviel Schaden anzurichten. Einfach weniger streng sein führt über kurz oder lang zu Katastrophen. Beispielsweise war man vor Eschede etwas weniger Streng bei der Radsatzprüfung.

Man könnte aus Autounfällen ja auch die eine oder ander Schlussfolgerung ziehen und entsprechend reagieren..

Und bei Eschede wurden Regeln missachtet...

Im Schienenverkehr herrschen noch immer andere technische Voraussetzungen als im Straßenverkehr (Spurführung, Haftreibung, andere Fahrzeugmassen), als das eine Gleichmacherei in irgendeiner Art sinnvoll wäre. Und so leicht hat es Elon Musk mit dem autonomen Fahren auch nicht gerade.





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.03.2026 13:32 von Florian Schulz.
Zitat
Florian Schulz
Im Schienenverkehr herrschen noch immer andere technische Voraussetzungen als im Straßenverkehr (Spurführung, Haftreibung, andere Fahrzeugmassen), als das eine Gleichmacherei in irgendeiner Art sinnvoll wäre.

Gerade die Spurführung ist doch ein wichtiges Sicherheitsmerkmal. Deshalb finde ich, dass Geschwindigkeiten über 150 km/h ausschließlich spurgeführten Fahrzeugen vorbehalten sein sollten.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Florian Schulz
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Nemo
Zitat
PassusDuriusculus
Sehr spannender Artikel.

Mein persönlicher Lieblingssatz daraus:
Zitat

Würde der Straßenverkehr ähnlich strengen Sicherheitsanforderungen unterworfen, dürfte kein Auto fahren, da ist sich der Berliner gewiss

Meine Conklusio: Vielleicht könnte man beim Schienenverkehr ein My weniger streng und im Straßenverkehr etwas strenger sein.


Allerdings hat man ja auch die ganzen Sicherheitsbestimmungen im Schienenverkehr mit Blut geschrieben. So ziemlich alle waren da eine Reaktion auf einen oder mehrere schlimme Unfälle. Man kann da sicherlich ausmisten, ohne allzuviel Schaden anzurichten. Einfach weniger streng sein führt über kurz oder lang zu Katastrophen. Beispielsweise war man vor Eschede etwas weniger Streng bei der Radsatzprüfung.

Man könnte aus Autounfällen ja auch die eine oder ander Schlussfolgerung ziehen und entsprechend reagieren..

Und bei Eschede wurden Regeln missachtet...

Im Schienenverkehr herrschen noch immer andere technische Voraussetzungen als im Straßenverkehr (Spurführung, Haftreibung, andere Fahrzeugmassen), als das eine Gleichmacherei in irgendeiner Art sinnvoll wäre. Und so leicht hat es Elon Musk mit dem autonomen Fahren auch nicht gerade.


Da hast du meinen Beitrag wohl nicht verstanden. Natürlich gibt es unterschiedliche Regeln. Ich rede nicht von Gleichmacherei, sondern von der Strenge, wie die Regeln für das eine oder andere in Deutschland zu Stande kommen.
Der Autoverkehr tötet jährlich weltweit über eine Million Menschen.

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Florian Schulz
Im Schienenverkehr herrschen noch immer andere technische Voraussetzungen als im Straßenverkehr (Spurführung, Haftreibung, andere Fahrzeugmassen), als das eine Gleichmacherei in irgendeiner Art sinnvoll wäre.

Gerade die Spurführung ist doch ein wichtiges Sicherheitsmerkmal. Deshalb finde ich, dass Geschwindigkeiten über 150 km/h ausschließlich spurgeführten Fahrzeugen vorbehalten sein sollten.

Och menno. Keine Formel 1 oder Formel E mehr?

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Zitat
Untergrundratte
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Florian Schulz
Im Schienenverkehr herrschen noch immer andere technische Voraussetzungen als im Straßenverkehr (Spurführung, Haftreibung, andere Fahrzeugmassen), als das eine Gleichmacherei in irgendeiner Art sinnvoll wäre.

Gerade die Spurführung ist doch ein wichtiges Sicherheitsmerkmal. Deshalb finde ich, dass Geschwindigkeiten über 150 km/h ausschließlich spurgeführten Fahrzeugen vorbehalten sein sollten.

Och menno. Keine Formel 1 oder Formel E mehr?

Und auch keine Flugzeuge mehr.

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Zitat
Bumsi
Zitat
Untergrundratte
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Florian Schulz
Im Schienenverkehr herrschen noch immer andere technische Voraussetzungen als im Straßenverkehr (Spurführung, Haftreibung, andere Fahrzeugmassen), als das eine Gleichmacherei in irgendeiner Art sinnvoll wäre.

Gerade die Spurführung ist doch ein wichtiges Sicherheitsmerkmal. Deshalb finde ich, dass Geschwindigkeiten über 150 km/h ausschließlich spurgeführten Fahrzeugen vorbehalten sein sollten.

Och menno. Keine Formel 1 oder Formel E mehr?

Und auch keine Flugzeuge mehr.

Braucht man ja auch Dank Hyperloop gar nicht mehr. Und ins Weltall geht es per Orbitalfahrstuhl, der an einem Seil aus Nanoröhren per Magnetbahntechnologie nach oben gleitet.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat

Thomas Krickstadt am 27.3.2026 um 9.53 Uhr:

[...] Leider konnte ich die im Artikel genannte ISBN-Nummer 978-3-00-084206-1 nicht online finden (um das Buch zu bestellen). [...]

Heute konnte ich im U-Bahn-Museum der AG Berliner U-Bahn im U-Bahnhof Olympia-Stadion das Buch in Empfang nehmen. :-)

Nachdem Peter Neumann mir den Hinweis geschrieben hatte, dass der Herausgeber des Buches die Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn ist, habe ich die Kontakt-E-Mail-Adresse auf deren Home Page angeschrieben. Ich bekam die folgende Antwort ...

Zitat

[...] Das Buch "Die Signal- und Zugsicherungsanlagen bei der Berliner U-Bahn" können Sie entweder direkt im Berliner U-Bahn-Museum (nächster Öffnungstag: 11. April) oder per Bestellung erhalten.

Das Buch selbst kostet 39,95 Euro. Bei Versand mit der Post kämen noch 6,19 Porto obendrauf. Da wir nur Vorkasse anbieten, gebe ich Ihnen gleich die Kontodaten mit, falls Sie das Buch bestellen möchten: [...]

Sobald die Überweisung erfolgt ist, schicken wir Ihnen das Buch so schnell wie möglich zu. [...] Sollten Sie noch weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Seite.

Ich habe mich für die (heutige) Abholung entschieden und den Betrag vorab überwiesen.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
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