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BVG Auslastungsinfo BETA - warum werden keine aktuellen Daten bereitgestellt ?
geschrieben von Mariendorfer 
Kürzlich wurde hier nach Belastungszahlen der BVG-Linien gefragt und auch diese interessante Auswertung verlinkt:

[app.powerbi.com]

Diese BVG-Auswertung ist es wert, in einem eigenen Thema diskutiert zu werden.
Man kann hier alle Linien und die Fahrrichtung auswählen und die Auslastung (Fahrgastzahl / Platzkapazität) betrachten.

Man sieht hier sehr schön, in welchen Abschnitten es kritische Auslastungen (rot) gibt. Ein gutes Beispiel ist die Linie M76.
Man sieht den für eine Radiallinie typischen zeitlichen Auslastungsverlauf. Morgens hohe Auslastungen/Überlastungen von Süden bis Alt-Mariendorf, nachmittags hohe Auslastungen/Überlastungen ab Alt-Mariendorf nach Süden.

Leider sind die Auslastungen derzeit nur bis Februar 2023 verfügbar (Hinweis auf Ende der Corona-Maßnahmen).

Aber warum eigentlich werden die Auslastungs-Auswertungen nicht aktualisiert ?

Die Fahrgastzahlen werden doch sicher weiterhin automatisch im Linienverlauf erfasst. Auch heute wäre es doch sehr hilfreich, die Auslastungen anzuschauen und Schlussfolgerungen anhand von konkreten Daten und nicht nach Bauchgefühl zu diskutieren.


Edit: konkretes Beispiel M76 ergänzt.

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Viele Grüße vom Mariendorfer



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.01.2026 09:49 von Mariendorfer.
Was kann man mit diesen Auslastungsdaten anfangen ?

Auslastungsdaten sind für die Planung wertvoller als absolute
Fahrgastzahlen pro Linie. Man kann die absoluten Fahrgastzahlen
nach Größe sortieren und sich freuen, welche Linie gewonnen hat.
Für eine konkrete Planung helfen absolute Zahlen nicht.

Auslastungsdaten zeigen, wie die tatsächliche Situation auf den
Streckenabschnitten ist. Sie werden als Quotient von Verkehrsnachfrage
und Platzkapazität pro Stunde beim aktuellen Angebotszustand
ermittelt.

Punktuelle rote Abschnitte der Auslastungsdaten deuten auf
Überlastungen hin, bei denen eine Kapazitätserweiterung hilfreich,
aber wohl wirtschaftlich kaum durchsetzbar ist. Bei längeren roten
Abschnitten lohnt sich ein genauer Blick.

Die Auslastungsdaten können aber auch für eine erste Betrachtung
genutzt werden, ob eine Buslinie durch eine Straßenbahn oder U-Bahn
ersetzt werden könnte, wenn keine genaueren Daten vorliegen.


Ich hätte gerne in den oben verlinkten Auslastungsdaten nachgesehen,
wie sich die Situation beim Bus zwischen Mexikoplatz und Krumme Lanke
darstellt. Dort fährt die BVG-Buslinie 118 im 10 min Takt und die
Buslinie 622 PM regiobus im 30 min Takt. Das klingt nicht gerade nach
einem schnellbahnwürdigen Abschnitt. Leider fehlt genau die Linie 118
in den BVG Auslastungsdaten.

Was genau würde passieren, wenn die U-Bahn von Krumme Lanke bis
Mexikoplatz fährt ? Es werden sicherlich zusätzliche Fahrgäste von der
Wannseebahn auf die U-Bahn umsteigen. Interessant wäre es, wie
viel genau es sein werden.

Wie würde sich das Platzangebot verändern ? Die U3 fährt Mo-Fr
tagsüber im 5 min Takt, also 12 Fahrten pro Richtung und Stunde.
Für die Zuglänge nehme ich mal 6 Wagen an, also 72 Kleinprofilwagen
pro Stunde und Richtung. Beim Bus hatten wir 8 Fahrten pro
Stunde und Richtung.

Neue Verbindungen können zusätzliche Nachfrage erzeugen.
Wie wird das hier sein? Zumal die S-Bahn nur alle 10 min fährt.
Vermutlich wird man die Busline 118 brechen und bei der U-Bahn
nur jede zweite Fahrt bis Mexikoplatz durchfahren lassen.
Dann hätten wir nur 36 Kleinprofilwagen pro Stunde als Ersatz
für 8 Fahrten beim Bus. Aber das ist reine Spekulation ...


Edit: der 118er hat einen 10 min-Takt mit Frühverstärkern in der 7. Stunde

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Viele Grüße vom Mariendorfer



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.01.2026 03:24 von Mariendorfer.
Zitat
Mariendorfer
Was kann man mit diesen Auslastungsdaten anfangen ?

Auslastungsdaten sind für die Planung wertvoller als absolute
Fahrgastzahlen pro Linie. Man kann die absoluten Fahrgastzahlen
nach Größe sortieren und sich freuen, welche Linie gewonnen hat.
Für eine konkrete Planung helfen absolute Zahlen nicht.

So schön systematisch werden sie leider nicht mehr veröffentlicht, aber in der Fahrplanauskunft gibt es sie immerhin noch für jede einzelne Fahrt. So eine Übersicht wäre trotzdem hilfreich auch im Sinne der BVG, damit sich Fahrgäste ggf. in Eigenverantwortung besser auf die Verkehrsmittel verteilen können. Unter meinen regelmäßigen Fahrten gibt es durchaus einige, bei denen ich eine etwas längere Fahrzeit im Gegenzug für einen etwas höheren Fahrkomfort tauschen würde, etwa weil ich weiß, dass die Fahrt mit einer parallel zu meiner Schnellbahnstrecke verlaufenden Buslinie weniger ausgelastet ist (oder auch umgekehrt).

Insofern fände ich es auch gut, wenn es diese Tabellen weiterhin gäbe, bzw. idealerweise diese Daten sogar auf einem Stadt- oder Liniennetzplan visualisiert.

Der Umstand, dass diese Betaversion mit Power BI, quasi eine Großkundenversion von Excel mit mehr Möglichkeiten, umgesetzt wurde, zeigt aber, dass wohl recht viel händische Aufbereitung darin streckt und die Daten nicht direkt aus den Fahrplandaten generiert wurden. Dieser zusätzliche Aufwand war wohl der Coronaphase geschuldet.
Ein schönes Spielzeug - von der Sacher her. Allerdings bin ich bezüglich der Glaubwürdigkeit sehr im Zweifel. Alle Übersichten die ich mir ansah, erweckten den Eindruck, die dargestellten Linien würden von niemandem benutzt werden, während die Realität eine ganz andere ist, bzw. von mir anders wahrgenommen wird. Oder sollte es nur jeweils ein bedauerlicher Einzelfall sein, wenn ich in viel zu vollen Transportgefäßen befördert werde? Was für ein Zufall.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
es gibt übrigens schon einen Thread zu der "BVG-Auslastungsinfo BETA" an sich, begonnen am 12.04.2021:
[www.bahninfo-forum.de]

Die dort verlinkte Pressemitteilung gibt ein paar Hintergründe zu den Daten. Nicht alles muss durchspekuliert werden ;)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.01.2026 09:05 von Stichbahn.
Zitat
Alter Köpenicker
Ein schönes Spielzeug - von der Sacher her. Allerdings bin ich bezüglich der Glaubwürdigkeit sehr im Zweifel. Alle Übersichten die ich mir ansah, erweckten den Eindruck, die dargestellten Linien würden von niemandem benutzt werden, während die Realität eine ganz andere ist, bzw. von mir anders wahrgenommen wird. Oder sollte es nur jeweils ein bedauerlicher Einzelfall sein, wenn ich in viel zu vollen Transportgefäßen befördert werde? Was für ein Zufall.

Da wird man in BVG-Logik davon ausgehen, dass 100%=rot erreicht wird, wenn 4 Menschen pro Quadratmeter stehen. Während bei vielleicht hellgrün schon alle Sitzplätze belegt sind. Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir genau das im verlinkten Thema schon diskutiert.
Zitat
PassusDuriusculus
Zitat
Alter Köpenicker
Ein schönes Spielzeug - von der Sacher her. Allerdings bin ich bezüglich der Glaubwürdigkeit sehr im Zweifel. Alle Übersichten die ich mir ansah, erweckten den Eindruck, die dargestellten Linien würden von niemandem benutzt werden, während die Realität eine ganz andere ist, bzw. von mir anders wahrgenommen wird. Oder sollte es nur jeweils ein bedauerlicher Einzelfall sein, wenn ich in viel zu vollen Transportgefäßen befördert werde? Was für ein Zufall.

Da wird man in BVG-Logik davon ausgehen, dass 100%=rot erreicht wird, wenn 4 Menschen pro Quadratmeter stehen. Während bei vielleicht hellgrün schon alle Sitzplätze belegt sind. Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir genau das im verlinkten Thema schon diskutiert.

Da die Darstellung aus der Coronazeit stammte, glaube ich das nicht. Außerdem weiß man ja auch nie, wie die Daten zu Stande gekommen sind. Ist bei der BVG jeder Bus als Zählbus ausgestattet, sodass man wirklich jede Fahrt zählen kann und man einen echten Durchschnittswert berechnen kann? Handelt es sich womöglich sogar um eine Prognose, die von pünktliche Fahrten ausgeht, also das Ergebnis einer fahrplanfeinen Umlegungsrechnung oder hat man jede Fahrt zweimal im Jahr gezählt und nimmt das Ergebnis dann für bare Münze?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Ach Nemo... nicht spekulieren, sondern einfach die BVG-PM lesen, die ich auf die ich im verlinkten Thread hinwies...

Darin heißt es u.a.
Zitat
BVG-PM vom 12.04.2021
„Wir nutzen dafür die Daten der automatischen Zählsysteme in den Fahrzeugen. Deshalb gibt es die Angaben auch nur für jene Linien, auf denen wir genug Fahrzeuge mit Zählanlage im Einsatz haben und daher genug Daten für eine Auswertung vorliegen“, erläutert Timo Kerßenfischer, BVG-Abteilungsleiter für Fahrgastinformation.

Mehr in der PM...
Typischerweise ist nur ein Teil der Fahrzeuge einer Linie mit den Zählsystemen ausgestattet,
d.h. man müsste die erhobenen Nachfragedaten auf die gesamte Linie hochrechnen.

Die Ergebnisse müssten dann auf Plausibilität geprüft und ggf. Fehlerursachen behoben werden.

Da aber nun für eine gewisse Quote der Fahrzeuge diese Systeme gekauft wurden,
wäre es sinnvoll, die Qualität der Daten zu verbessern.

Zwischen dem Corona-Zustand Februar 2023 und heute haben sich relevante Veränderungen
der Verkehrsnachfrage ergeben. So wurde u.a. das Home-Office eingeführt und teilweise
wieder zurückgedreht. Mit der Einrichtung sicherer Fahrradwege / -spuren hat der
Anteil des Fahrradverkehr zugenommen.

Es gibt daher gute Gründe, aktuelle und verlässliche Auslastungsdaten bereitzustellen.

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Viele Grüße vom Mariendorfer
Die wahrgenommene Auslastung und die mathematische Auslastung sind tatsächlich unterschiedliche Größen.

Was ist die wahrgenommene Auslastung? Wenn man jeden Fahrgast fragt, wie viele andere Fahrgäste es im Fahrzeug gab, dann kommt ein höherer Wert raus als wenn man den Durchschnitt über alle Fahrten nimmt. Alleine schon weil man bei Leerfahrten keine Fahrgäste fragen kann.

Das ist ein bisschen so wie dass die meisten Leute mit jemanden befreundet sind, der mehr Freundinnen und Freunde hat als man selbst.

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Die wahrgenommene Auslastung und die mathematische Auslastung sind tatsächlich unterschiedliche Größen.

Was ist die wahrgenommene Auslastung? Wenn man jeden Fahrgast fragt, wie viele andere Fahrgäste es im Fahrzeug gab, dann kommt ein höherer Wert raus als wenn man den Durchschnitt über alle Fahrten nimmt. Alleine schon weil man bei Leerfahrten keine Fahrgäste fragen kann.

Das ist ein bisschen so wie dass die meisten Leute mit jemanden befreundet sind, der mehr Freundinnen und Freunde hat als man selbst.
Dann einfach mal das Fahrpersonal fragen welches schlicht "Erfahrungswerte" hat.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Nukebro
Die wahrgenommene Auslastung und die mathematische Auslastung sind tatsächlich unterschiedliche Größen.

Was ist die wahrgenommene Auslastung? Wenn man jeden Fahrgast fragt, wie viele andere Fahrgäste es im Fahrzeug gab, dann kommt ein höherer Wert raus als wenn man den Durchschnitt über alle Fahrten nimmt. Alleine schon weil man bei Leerfahrten keine Fahrgäste fragen kann.

Das ist ein bisschen so wie dass die meisten Leute mit jemanden befreundet sind, der mehr Freundinnen und Freunde hat als man selbst.
Dann einfach mal das Fahrpersonal fragen welches schlicht "Erfahrungswerte" hat.

Auch das Fahrpersonal hat ja jeweils seine eigene Wahrnehmung und die Wahrnehmung dürfte ebenso von dem Effekt geprägt sein, dass negative Erlebnisse stärker in Erinnerung bleiben. Völlig objektive Daten wird man auf diesem Weg also wohl auch nicht erhalten.

Vor einigen Jahren gab es aber mal ein Forschungsprojekt, das die gefühlte Auslastung iim ÖPNV gemessen hat und wohl auch als Grundlage in die Weiterentwicklung der Auslastungsangaben eingeflossen ist. Ich erinnere mich vage an Aufkleber, die in verschiedenen Bahnen dazu aufforderten, die Auslastung zu bewerten. Ähnliches macht offenbar auch Google in seiner Kartenanwendung.
Zitat
Lopi2000
Auch das Fahrpersonal hat ja jeweils seine eigene Wahrnehmung und die Wahrnehmung dürfte ebenso von dem Effekt geprägt sein, dass negative Erlebnisse stärker in Erinnerung bleiben. Völlig objektive Daten wird man auf diesem Weg also wohl auch nicht erhalten.
Nö. Das Fahrpersonal kann durchaus aus der Erfahrung heraus "verlässlich" sagen wo u.a: die Heißpunkte einer Linie sind. Das hat gar nichts mit negativen Erinnerungen zu tun (welche sollten das sein?) Würde sich "farblich" mit der (genaueren) Grafik decken. Aber Fahrgäste sind dafür gänzlich ungeeignet.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Lopi2000
Auch das Fahrpersonal hat ja jeweils seine eigene Wahrnehmung und die Wahrnehmung dürfte ebenso von dem Effekt geprägt sein, dass negative Erlebnisse stärker in Erinnerung bleiben. Völlig objektive Daten wird man auf diesem Weg also wohl auch nicht erhalten.
Nö. Das Fahrpersonal kann durchaus aus der Erfahrung heraus "verlässlich" sagen wo u.a: die Heißpunkte einer Linie sind. Das hat gar nichts mit negativen Erinnerungen zu tun (welche sollten das sein?) Würde sich "farblich" mit der (genaueren) Grafik decken. Aber Fahrgäste sind dafür gänzlich ungeeignet.

Naja, so GRUNDSATZ-Aussagen wie "am Hackeschen Markt wird nicht so viel ausgestiegen und eingestiegen in die SBahn, aber in Friedrichstraße steigen sehr viele leute aus und ein bzw. um." kann man durchaus auch als Fahrgast wahrnehmen.
Bei Fahrpersonal ist halt die Frage, wann sie wo im Einsatz sind. Ich kenne die Schichtplanung nicht und weiß nicht, ob die gleichen Leute immer die gleichen Linien/Fahrzeuge/Zeiten fahren oder nicht. Je gleicher der Ort und je unterschiedlicher die Zeiten sind, desto besser kann man sicherlich die Aussagen tätigen als Personal.
Wenn man eine hohe Zahl an Fahrgäste nur zu einer Linie befragt erhält man aus dem Mosaik sicherlich auch ein gutes annäherndes Muster.
Schon nach wenigen Jahren ist ein Fahrer oft genug alle Linien seines Hofes zu allen Tageszeiten abgefahren um die Schwerpunkte bzgl. Berufs-Schülerverkehr, Umstiegspunkte, Einkaufsstraßen ziemlich genau zu bennenen. Die Fahrgastzählung ist natürlich das sicherste Instrument. Wobei die Grafiken zur Corona-Zeit tatsächlich sehr ungewöhnliche Lastverteilungen angezeigt haben die für die heute Zeit gänzlich anders aussehen.
Zitat
GraphXBerlin
Wenn man eine hohe Zahl an Fahrgäste nur zu einer Linie befragt erhält man aus dem Mosaik sicherlich auch ein gutes annäherndes Muster.
Schon nach wenigen Jahren ist ein Fahrer oft genug alle Linien seines Hofes zu allen Tageszeiten abgefahren um die Schwerpunkte bzgl. Berufs-Schülerverkehr, Umstiegspunkte, Einkaufsstraßen ziemlich genau zu bennenen. Die Fahrgastzählung ist natürlich das sicherste Instrument. Wobei die Grafiken zur Corona-Zeit tatsächlich sehr ungewöhnliche Lastverteilungen angezeigt haben die für die heute Zeit gänzlich anders aussehen.

Es geht vermutlich ja auch nicht darum, allein aus den Befragungsergebnissen ein Abbild über die Auslastung der einzelne Fahrten zu generieren, sondern darum, das Empfinden der Fahrgäste und die auf anderem Wege (z.B. Handybewegungsdaten entlang der Bahnstrecken) gewonnenen Daten in Einklang zu bringen. Wenn Google weiß, dass sich X Handys von A nach B bewegen (was durch die Appnutzung bekannt sein dürfte) und gleichzeitig viele Menschen angeben, dass die Bahnen zwischen A und B sehr stark ausgelastet sind, kann daraus eine Auslastungsinformation zusammengeführt werden. Diese Ergebnisse kann Google dann künftig selbst generieren, auch ohne dass es dazu unbedingt Auslastungsdaten in den Fahrzeugen selbst erfasst werden müssen.

Da die Bewegungsdaten ohnehin in Massen anfallen und bereitwillig geteilt werden, kann so sogar ggf. eine belastbarere Datengrundlage erarbeitet werden als Zählautomaten in einigen wenigen Fahrzeugen erzeugen könnten. Diese kann Google dann entweder zur Verbesserung der eigenen Angebote nutzen und/oder an die Verkehrsunternehmen verkaufen.
Zitat
Lopi2000
Zitat
GraphXBerlin
Wenn man eine hohe Zahl an Fahrgäste nur zu einer Linie befragt erhält man aus dem Mosaik sicherlich auch ein gutes annäherndes Muster.
Schon nach wenigen Jahren ist ein Fahrer oft genug alle Linien seines Hofes zu allen Tageszeiten abgefahren um die Schwerpunkte bzgl. Berufs-Schülerverkehr, Umstiegspunkte, Einkaufsstraßen ziemlich genau zu bennenen. Die Fahrgastzählung ist natürlich das sicherste Instrument. Wobei die Grafiken zur Corona-Zeit tatsächlich sehr ungewöhnliche Lastverteilungen angezeigt haben die für die heute Zeit gänzlich anders aussehen.

Es geht vermutlich ja auch nicht darum, allein aus den Befragungsergebnissen ein Abbild über die Auslastung der einzelne Fahrten zu generieren, sondern darum, das Empfinden der Fahrgäste und die auf anderem Wege (z.B. Handybewegungsdaten entlang der Bahnstrecken) gewonnenen Daten in Einklang zu bringen. Wenn Google weiß, dass sich X Handys von A nach B bewegen (was durch die Appnutzung bekannt sein dürfte) und gleichzeitig viele Menschen angeben, dass die Bahnen zwischen A und B sehr stark ausgelastet sind, kann daraus eine Auslastungsinformation zusammengeführt werden. Diese Ergebnisse kann Google dann künftig selbst generieren, auch ohne dass es dazu unbedingt Auslastungsdaten in den Fahrzeugen selbst erfasst werden müssen.

Da die Bewegungsdaten ohnehin in Massen anfallen und bereitwillig geteilt werden, kann so sogar ggf. eine belastbarere Datengrundlage erarbeitet werden als Zählautomaten in einigen wenigen Fahrzeugen erzeugen könnten. Diese kann Google dann entweder zur Verbesserung der eigenen Angebote nutzen und/oder an die Verkehrsunternehmen verkaufen.

Durchaus ist dies jederzeit möglich. Da fast jeder Google Maps auf dem Handy hat werden genau so bei der Routendarstellung / Navi aktuelle Staus in zwei Farben angezeigt.
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