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Mariendorfer
Was kann man mit diesen Auslastungsdaten anfangen ?
Auslastungsdaten sind für die Planung wertvoller als absolute
Fahrgastzahlen pro Linie. Man kann die absoluten Fahrgastzahlen
nach Größe sortieren und sich freuen, welche Linie gewonnen hat.
Für eine konkrete Planung helfen absolute Zahlen nicht.
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Alter Köpenicker
Ein schönes Spielzeug - von der Sacher her. Allerdings bin ich bezüglich der Glaubwürdigkeit sehr im Zweifel. Alle Übersichten die ich mir ansah, erweckten den Eindruck, die dargestellten Linien würden von niemandem benutzt werden, während die Realität eine ganz andere ist, bzw. von mir anders wahrgenommen wird. Oder sollte es nur jeweils ein bedauerlicher Einzelfall sein, wenn ich in viel zu vollen Transportgefäßen befördert werde? Was für ein Zufall.
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PassusDuriusculus
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Alter Köpenicker
Ein schönes Spielzeug - von der Sacher her. Allerdings bin ich bezüglich der Glaubwürdigkeit sehr im Zweifel. Alle Übersichten die ich mir ansah, erweckten den Eindruck, die dargestellten Linien würden von niemandem benutzt werden, während die Realität eine ganz andere ist, bzw. von mir anders wahrgenommen wird. Oder sollte es nur jeweils ein bedauerlicher Einzelfall sein, wenn ich in viel zu vollen Transportgefäßen befördert werde? Was für ein Zufall.
Da wird man in BVG-Logik davon ausgehen, dass 100%=rot erreicht wird, wenn 4 Menschen pro Quadratmeter stehen. Während bei vielleicht hellgrün schon alle Sitzplätze belegt sind. Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir genau das im verlinkten Thema schon diskutiert.
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BVG-PM vom 12.04.2021
„Wir nutzen dafür die Daten der automatischen Zählsysteme in den Fahrzeugen. Deshalb gibt es die Angaben auch nur für jene Linien, auf denen wir genug Fahrzeuge mit Zählanlage im Einsatz haben und daher genug Daten für eine Auswertung vorliegen“, erläutert Timo Kerßenfischer, BVG-Abteilungsleiter für Fahrgastinformation.
Dann einfach mal das Fahrpersonal fragen welches schlicht "Erfahrungswerte" hat.Zitat
Nukebro
Die wahrgenommene Auslastung und die mathematische Auslastung sind tatsächlich unterschiedliche Größen.
Was ist die wahrgenommene Auslastung? Wenn man jeden Fahrgast fragt, wie viele andere Fahrgäste es im Fahrzeug gab, dann kommt ein höherer Wert raus als wenn man den Durchschnitt über alle Fahrten nimmt. Alleine schon weil man bei Leerfahrten keine Fahrgäste fragen kann.
Das ist ein bisschen so wie dass die meisten Leute mit jemanden befreundet sind, der mehr Freundinnen und Freunde hat als man selbst.
Zitat
GraphXBerlin
Dann einfach mal das Fahrpersonal fragen welches schlicht "Erfahrungswerte" hat.Zitat
Nukebro
Die wahrgenommene Auslastung und die mathematische Auslastung sind tatsächlich unterschiedliche Größen.
Was ist die wahrgenommene Auslastung? Wenn man jeden Fahrgast fragt, wie viele andere Fahrgäste es im Fahrzeug gab, dann kommt ein höherer Wert raus als wenn man den Durchschnitt über alle Fahrten nimmt. Alleine schon weil man bei Leerfahrten keine Fahrgäste fragen kann.
Das ist ein bisschen so wie dass die meisten Leute mit jemanden befreundet sind, der mehr Freundinnen und Freunde hat als man selbst.
Nö. Das Fahrpersonal kann durchaus aus der Erfahrung heraus "verlässlich" sagen wo u.a: die Heißpunkte einer Linie sind. Das hat gar nichts mit negativen Erinnerungen zu tun (welche sollten das sein?) Würde sich "farblich" mit der (genaueren) Grafik decken. Aber Fahrgäste sind dafür gänzlich ungeeignet.Zitat
Lopi2000
Auch das Fahrpersonal hat ja jeweils seine eigene Wahrnehmung und die Wahrnehmung dürfte ebenso von dem Effekt geprägt sein, dass negative Erlebnisse stärker in Erinnerung bleiben. Völlig objektive Daten wird man auf diesem Weg also wohl auch nicht erhalten.
Zitat
GraphXBerlin
Nö. Das Fahrpersonal kann durchaus aus der Erfahrung heraus "verlässlich" sagen wo u.a: die Heißpunkte einer Linie sind. Das hat gar nichts mit negativen Erinnerungen zu tun (welche sollten das sein?) Würde sich "farblich" mit der (genaueren) Grafik decken. Aber Fahrgäste sind dafür gänzlich ungeeignet.Zitat
Lopi2000
Auch das Fahrpersonal hat ja jeweils seine eigene Wahrnehmung und die Wahrnehmung dürfte ebenso von dem Effekt geprägt sein, dass negative Erlebnisse stärker in Erinnerung bleiben. Völlig objektive Daten wird man auf diesem Weg also wohl auch nicht erhalten.
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GraphXBerlin
Wenn man eine hohe Zahl an Fahrgäste nur zu einer Linie befragt erhält man aus dem Mosaik sicherlich auch ein gutes annäherndes Muster.
Schon nach wenigen Jahren ist ein Fahrer oft genug alle Linien seines Hofes zu allen Tageszeiten abgefahren um die Schwerpunkte bzgl. Berufs-Schülerverkehr, Umstiegspunkte, Einkaufsstraßen ziemlich genau zu bennenen. Die Fahrgastzählung ist natürlich das sicherste Instrument. Wobei die Grafiken zur Corona-Zeit tatsächlich sehr ungewöhnliche Lastverteilungen angezeigt haben die für die heute Zeit gänzlich anders aussehen.
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Lopi2000
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GraphXBerlin
Wenn man eine hohe Zahl an Fahrgäste nur zu einer Linie befragt erhält man aus dem Mosaik sicherlich auch ein gutes annäherndes Muster.
Schon nach wenigen Jahren ist ein Fahrer oft genug alle Linien seines Hofes zu allen Tageszeiten abgefahren um die Schwerpunkte bzgl. Berufs-Schülerverkehr, Umstiegspunkte, Einkaufsstraßen ziemlich genau zu bennenen. Die Fahrgastzählung ist natürlich das sicherste Instrument. Wobei die Grafiken zur Corona-Zeit tatsächlich sehr ungewöhnliche Lastverteilungen angezeigt haben die für die heute Zeit gänzlich anders aussehen.
Es geht vermutlich ja auch nicht darum, allein aus den Befragungsergebnissen ein Abbild über die Auslastung der einzelne Fahrten zu generieren, sondern darum, das Empfinden der Fahrgäste und die auf anderem Wege (z.B. Handybewegungsdaten entlang der Bahnstrecken) gewonnenen Daten in Einklang zu bringen. Wenn Google weiß, dass sich X Handys von A nach B bewegen (was durch die Appnutzung bekannt sein dürfte) und gleichzeitig viele Menschen angeben, dass die Bahnen zwischen A und B sehr stark ausgelastet sind, kann daraus eine Auslastungsinformation zusammengeführt werden. Diese Ergebnisse kann Google dann künftig selbst generieren, auch ohne dass es dazu unbedingt Auslastungsdaten in den Fahrzeugen selbst erfasst werden müssen.
Da die Bewegungsdaten ohnehin in Massen anfallen und bereitwillig geteilt werden, kann so sogar ggf. eine belastbarere Datengrundlage erarbeitet werden als Zählautomaten in einigen wenigen Fahrzeugen erzeugen könnten. Diese kann Google dann entweder zur Verbesserung der eigenen Angebote nutzen und/oder an die Verkehrsunternehmen verkaufen.