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Witterungsbedingte Betriebseinstellung am 26.1.26 (Eisregen) - Dokumentation
geschrieben von Jay 
Vielleicht will man sie nur auf der Innenstadt-Schleife einsetzen, da bräuchte man nur eine Gleisverbindung und eine zusätzliche Haltestelle.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Es handelt sich hier eigentlich um ein Zweirichtungssystem und ich sehe dort auf dem Luftbild Mittelbahnsteige, sodass linksseitige Türen notwendig wären.

Nicht unbedingt. Wenn Gleiskreuzungen an den richtigen Stellen vorhanden sind, können Mittelbahnsteige auch von Einrichtungsfahrzeugen bedient werden. Unter anderem wird das so in Zürich auf den Linien 7 und 9 zwischen den Haltestellen Milchbuck und Schwamendingerplatz gehandhabt.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Wenn Gleiskreuzungen an den richtigen Stellen vorhanden sind, können Mittelbahnsteige auch von Einrichtungsfahrzeugen bedient werden.

Oder man stellt die Rückfallweichen passend für Linksverkehr ein, falls die Haltestelle sowieso eine Ausweiche an einer ansonsten eingleisigen Strecke ist. Das ist beispielsweise in Leipzig an der Haltestelle Pittlerstraße der Fall.
Zitat
krickstadt
Zitat

"Jay" am 19.2.2026 um 9.40 Uhr:

Auch dieser Artikel hat wieder eine deutliche Schlagseite. [...]

Meinst Du den Autor dieses Artikels, die Berliner Zeitung oder den Abgeordneten bzw. Fraktionsvorsitzenden des Bündnisses SW? Ich finde, dass der Autor der Berliner Zeitungen "ohne Schlagseite" (was ist das überhaupt?), also ausgeglichen über die Anfrage und die Antworten berichtet. Nur die Fragen des Abgeordneten sind typisch für ihn, was mich persönlich ihn niemals zitieren lässt.

Ich meine die BLZ. Das BSW natürlich auch. Und natürlich hat jedes Medium seine eigene Ausrichtung. Beim gnadenlosen Ausleben seiner Agenda ist der Springer Konzern ganz vorne dabei. Im Sinne der abgebildeten Meinungspluralität der Redaktion schätze ich regional den Tagesspiegel.

Zitat

Die Berliner Zeitung hat auf Ihre Fahnen geschrieben, ausgewogen alle politischen Richtungen zu Wort kommen zu lassen, selbst wenn sie der eigenen Meinung widersprechen (manchmal auch von mir schwer zu ertragen).

Viele Grüße, Thomas

Naja, zwischen Behauptung und Realität liegen oft Welten. Der "Perdefuß" dabei ist, dass die Redaktion die entsprechende Auswahl trifft und sich dann bei "unbequemen" Gastartikeln hinter diesem Credo verstecken kann, obwohl sie natürlich bewusst platziert sind.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
krickstadt

Die Berliner Zeitung hat auf Ihre Fahnen geschrieben, ausgewogen alle politischen Richtungen zu Wort kommen zu lassen, selbst wenn sie der eigenen Meinung widersprechen (manchmal auch von mir schwer zu ertragen).

Viele Grüße, Thomas

Satire bitte kennzeichnen :'D

Also die Putin-Prawda berichtet nun schon lange nicht mehr ausgewogen. Gerne mal mit dem Verleger beschäftigen und in welchen Kreisen er sich umgibt: [taz.de]
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Jay
Auch ein anderer Punkt wird nicht wirklich betrachtet. Richtigerweise wird endlich mal erwähnt, dass die modernisierten Tatra auch allergisch auf Unterbrechungen der Stromzufuhr reagieren,

Das habe ich mich auch schon die ganze Zeit gefragt. Im Prinzip waren es ja nach der großen Modernisierung gar nicht mehr die alten Fahrzeuge.

Das stimmt. Aber der T6A2 und KT4Dt haben zumindest ihren Wiedererkennungswert behalten.
Zitat

Thomas Krickstadt am 19.2.2026 um 5.40 Uhr:

PS: Sobald ich die Anfrage im Newsletter sehe, gebe ich hier Bescheid.

Nach sechs Tagen wurde die parlamentarische Anfrage heute veröffentlicht, Titel: "Wo sind die robusten alten Trams?".

Viele Grüße, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Moin,

heute (26.2.2026) wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses eine weitere parlamentarische Anfrage nebst Antworten zum Thema Vereisung der Straßenbahnfahrleitungen veröffentlicht. Diesmal eine relativ kurze Anfrage von der CDU:

Zitat

Anfrage des Abgeordneten Prof. Dr. Martin Pätzold (CDU) vom 3.2.2026 und Antwort vom 16.2.2026: Straßenbahnchaos durch Vereisung transparent machen

Vorbemerkung der Verwaltung: Die Schriftliche Anfrage betrifft (zum Teil) Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl um eine sachgerechte Antwort bemüht und hat daher die Berliner Verkehrsbetriebe AöR (BVG) um Stellungnahme gebeten, die bei der nachfolgenden Beantwortung berücksichtigt ist. Sie wird in der Antwort an den entsprechend gekennzeichneten Stellen wiedergegeben.

Frage 1: Welche konkreten Ursachen haben nach Kenntnis des Senats dazu geführt, dass vereiste Oberleitungen über mehrere Tage hinweg zu einem nahezu vollständigen Stillstand des Straßenbahnverkehrs geführt haben und diese Vereisung nicht zeitnah beseitigt werden konnte?

Antwort zu 1.: Nach Auskunft der BVG bildete sich innerhalb sehr kurzer Zeit aufgrund von Eisregen auf den Oberleitungen eine Eisschicht, sodass zahlreiche Straßenbahnen während des laufenden Betriebs auf der Strecke zum Stehen kamen. Es war kein Straßenbahnverkehr mehr möglich. Die Entfernung des Eises musste von Hand durchgeführt werden, was aufgrund der Größe des Netzes mehrere Tage in Anspruch genommen hat.

Frage 2: Welche Maßnahmen haben BVG und Senat während der Ausfälle ergriffen, um einen verlässlichen Ersatzverkehr sicherzustellen, und aus welchen Gründen wurde für die betroffenen Straßenbahnlinien kein flächendeckender Schienenersatzverkehr eingerichtet?

Antwort zu 2.: Die Aufgabe der Einrichtung von Schienenersatzverkehren liegt vertraglich vereinbart bei der BVG.

Die BVG teilt hierzu mit: "Ab dem 27.1.2026 nahm der Straßenbahnverkehr Schritt für Schritt den Verkehr wieder auf, parallel wurde ein Schienenersatzverkehr mit allen zur Verfügung stehen Kapazitäten eingerichtet. Ein komplettes redundantes System für einen vollständigen Ersatz des drittgrößten Straßenbahnnetzes der Welt ist weder kapazitativ möglich, noch wirtschaftlich umsetzbar. Alle zur Verfügung stehenden Kräfte befanden sich im Einsatz."

Frage 3: Welche technischen, organisatorischen und betrieblichen Konsequenzen ziehen Senat und BVG aus diesen Vorfällen, um künftig sicherzustellen, dass der Straßenbahnverkehr bei winterlichen Witterungslagen schneller stabilisiert wird und Außenbezirke nicht über Tage vom leistungsfähigen ÖPNV abgeschnitten sind?

Antwort zu 3.: Die BVG teilt hierzu mit: "Die BVG wird die Situation im Nachgang analysieren und in Abstimmung mit der Senatsverwaltung die notwendigen möglichen Konsequenzen für die Zukunft ziehen."
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Viele Grüße, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Naja den SEV in Antwort 2 wollen wir mal ganz schnell vergessen, das waren winzige Abschnitte ohne Verlass drauf. Der für die 50 fuhr auch nur bis 20:00, meine Beobachtung.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.02.2026 07:43 von Nordender.
Zitat

"Nordender" am 26.2.2026 um 7.43 Uhr:

[...] Der für die 50 fuhr auch nur bis 20:00, meine Beobachtung.

Das waren die "zur Verfügung stehen[den] Kapazitäten".

Gruß, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Deswegen hätte ich den SEV gar nicht erwähnt, es gibt ja auch gute Informationssysteme für Smartphones die darauf hinweisen könnten.
Aber nicht bei der BVG...da standen welche wie die Deppen im Dunkeln und haben auf nix gewartet.
Zitat

"Nordender" am 26.2.2026 um 8.30 Uhr:

Deswegen hätte ich den SEV gar nicht erwähnt [...]

Wer hätte den SEV nicht erwähnen sollen, der Herr Professor oder die BVG?

Zitat

[...] da standen welche wie die Deppen im Dunkeln und haben auf nix gewartet.

Herr Professor Dr. Pätzold hat nach einem "verlässlichen Ersatzverkehr" bzw. "flächendeckenden Schienenersatzverkehr" gefragt, nicht nach den Auswirkungen des rudimentären SEVs. Ich habe sogar den Eindruck, dass er nicht wusste, dass ein rudimentärer SEV stattfand.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
Ich habe sogar den Eindruck, dass er nicht wusste, dass ein rudimentärer SEV stattfand.

Viele Grüße, Thomas

Den Eindruck habe ich auch, aber von der BVG diese Armseligkeit als SEV zu verkaufen ist schon eine Blamage.
Vor allem windet sich die BVG mal wieder um die entscheidende Frage: warum hat man es Tage später, als große Teile des Streckennetz in Betrieb waren, nicht geschafft, wenigstens einen ÖV sicherzustellen?

Niemand erwartet, dass man ein knapp 200 km langes Streckennetz innerhalb von zwei Stunden mit Bussen ersetzen kann. Es erwartet auch niemand, dass die 61 zwischen Friedrichshagen und Rahnsdorf prioritär ist. Aber dass mit der mittleren M6 selbst stark belastete Metro-Korridore tagelang ersatzlos entfallen sind, ist einfach erbärmlich. Allein dafür würde der Falk in einer funktionierenden Stadt gefeuert. Aber das Prinzip Verantwortung gilt ja nur für den Pöbel.

Nun gut, schwarze und rote CDU machen halt ausschließlich Politik für Auto fahrende EFH-Bewohner:innen am Stadtrand. Die Bewohner:innen von Plattenbauten sind denen ebenso egal wie der (aus ihrer Sicht) Abschaum, der andere Verkehrsmittel als das Auto nutzt.

Wozu hat die BVG eigentlich die drei 90er-Jahre-Bauten an der Jannowitzbrücke gemietet, wenn deren Insass:innen schon daran scheitern, SEV-Busse zu organisieren und gerade im absoluten Ausnahmefall bei der Fahrgastinformation wenigstens nicht komplett zu versagen? Wissen die, dass man Telefone auch für andere Zwecke als Marketing benutzen kann? Während Held:innen bei Wind und Wetter das Straßenbahnnetz wieder befahrbar gemacht haben, hat man in den beheizten Büros offensichtlich Punkt 17 Uhr Schluss gemacht und die Fahrgastinformation bis zum Bürobeginn weitgehend eingestellt. Ich glaube, man kann ohne Qualitätsverlust aus dem Trias ein Duas machen.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.02.2026 18:38 von def.
Zitat
def
Wozu hat die BVG eigentlich die drei 90er-Jahre-Bauten an der Jannowitzbrücke gemietet, wenn deren Insass:innen schon daran scheitern, SEV-Busse zu organisieren und gerade im absoluten Ausnahmefall bei der Fahrgastinformation wenigstens nicht komplett zu versagen?

Offensichtlich, damit sie - falls es mal wieder nicht so mit dem eigenen Angebot klappt - gute Alternativen direkt vor der Tür haben und bequem mit der S-Bahn fahren können...
Moin,

heute (5.3.2026) wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses eine parlamentarische Anfrage der Linken nebst Antworten veröffentlicht, in der auch eine über mehrere Seiten führende Tabelle mit dem genauen Ablauf der Wiederinbetriebnahme von Straßenbahnlinien und den Einsätzen von Schienenersatzverkehren enthalten ist (mit der Überschrift "Straßenbahn-Betriebsübersicht 26.01. – 30.01."). Aufgrund des Umfangs dieses Dokuments gebe ich hier nur den Link zur PDF-Datei an (286.621 Bytes):

Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Die Linke) vom 4.2.2026 und Antwort vom 23.2.2026: Witterungsbedingter Totalausfall der Straßenbahn

Viele Grüße, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
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