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Nahverkehr: Bundesweiter Streik am Montag (2.2.2026) und weitere Streiks 2026
geschrieben von Stichbahn 
Zitat
Bumsi
2020 soll niemand mit der Pandemie gerechnet haben?

Sorry, ist schon wieder ziemlich lange her. Die Einigung über den Manteltarif und den Entgelttarif war bereits Anfang 2019. Covid19 wurde erst im Spätherbst entdeckt.
Die Laufzeit für den Manteltarif wurde auf 1,5 Jahre bis Mitte 2020 vereinbart. Seitdem werden Mantel und Entgelt zu verschiedenen Zeiten verhandelt.
Der Entgelttarif wurde bis zum 31.12.2023, also wie oben geschrieben für 4 Jahre festgelegt. Dafür gab es in Jahresstufen insgesamt 8% Erhöhung.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Jedoch hatte damals niemand die Pandemie und die dabei sprunghaft gestiegenen Lebenshaltungskosten vorausgesehen. Im Ergebnis ergab die lange Laufzeit einen erheblichen Reallohnverlust für die Beschäftigten, was eine Menge Austritte und die Schwächung der gewerkschaftlichen Kraft zur Folge hatte. Es wurde beschlossen, nie wieder längere Laufzeiten zu akzeptieren.

War das wirklich die Pandemie, die für sprunghaft gestiegenen Lebenshaltungskosten gesorgt hat. Der Inflationssprung (2 Jahre um die 6 % statt 0-2% im langjährigen Schnitt [www.finanz-tools.de] ) war 2022 durch die Öl- und Gaspreise und 2023 durch die in Folge angepassten Tarife die dafür günstigere Laufzeiten hatten.
Zitat
der weiße bim
Auch für die BVG war im Rückblick der Abschluss nicht so gut, denn viele Fachkräfte haben das Unternehmen aus finanziellen Gründen verlassen. Die ersatzweise Neueingestellten wiederum haben das fachlich Niveau der Anstalt verringert, viele davon überstanden die Probezeit nicht und haben so die Fluktuation noch größer gemacht.

Edit: Falsche Jahreszahl geändert.

Gibt es denn keine Möglichkeit, einen Tarifvertrag freiwillig nachzuverhandeln? So hätte die BVG freiwillig mehr Gehalt bieten können, um Fachkräfte zu halten und als Arbeitgeber attraktiv zu sein.

Ein kommunales Nahverkehrsunternehmen sollte nicht auf Gewinnmaximierung getrimmt sein, oberstes Ziel sollte ein Optimum an Mobilität für die Fahrgäste sein, die im Optimalfall komplett auf den motorisierten Individualverkehr verzichten (können). Dies wäre umweltpolitisch aber auch ökonomisch für Bewohner und Gäste sinnvoll.
Zitat
DaniOnline
Zitat
der weiße bim
Auch für die BVG war im Rückblick der Abschluss nicht so gut, denn viele Fachkräfte haben das Unternehmen aus finanziellen Gründen verlassen. Die ersatzweise Neueingestellten wiederum haben das fachlich Niveau der Anstalt verringert, viele davon überstanden die Probezeit nicht und haben so die Fluktuation noch größer gemacht.

Edit: Falsche Jahreszahl geändert.

Gibt es denn keine Möglichkeit, einen Tarifvertrag freiwillig nachzuverhandeln? So hätte die BVG freiwillig mehr Gehalt bieten können, um Fachkräfte zu halten und als Arbeitgeber attraktiv zu sein.

Ein kommunales Nahverkehrsunternehmen sollte nicht auf Gewinnmaximierung getrimmt sein, oberstes Ziel sollte ein Optimum an Mobilität für die Fahrgäste sein, die im Optimalfall komplett auf den motorisierten Individualverkehr verzichten (können). Dies wäre umweltpolitisch aber auch ökonomisch für Bewohner und Gäste sinnvoll.

Dafür müssten halt auch entsprechende Haushaltsmittel verfügbar sein. Beziehungsweise umgeschichtet werden... Ich hätte ja Vorschläge woran gespart werden könnte bzw. womit Einnahmen generiert werden können, aber ich fürchte das will die CDU und selbst Teile der SPD nicht hören...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Immerhin hat jetzt auch die BVG ein Angebot vorgelegt
[www.tagesspiegel.de]

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Gute Nacht, Forum!
»Trotz aller schönen Dinge. Bus fahren ist einer der stressigsten Jobs Berlins«, sagt Ekkehard Spiegel. Nicht nur wegen zu kurzer Wendezeiten, wegen denen der Toilettenbesuch oft ausfällt. »Jeder von uns hat pro Schicht so zwei bis drei Beinahe-Unfälle. Nicht nur, dass wir von anderen Autos geschnitten werden, manche setzen dann das Auto direkt vor uns, um rechts abzubiegen. Da geht dann jedes Mal das Adrenalin hoch«, so Spiegel.

Ein BVG-Busfahrer berichtet über seinen Berufsalltag. Ich habe es für nd aufgeschrieben.
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