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Nahverkehr: Bundesweiter Streik am Montag (2.2.2026) und weitere Streiks 2026
geschrieben von Stichbahn 
Wegen des Streiks im kommunalen ÖPNV und notwendiger Bauarbeiten auf der Berliner Stadtbahn wird am Samstag, 28. Februar 2026, ein zusätzliches Regionalverkehrsangebot eingerichtet.


[www.vbb.de]

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Das Gegenteil von ausbauen ist ausbauen.
Zitat
Logital
Wegen des Streiks im kommunalen ÖPNV und notwendiger Bauarbeiten auf der Berliner Stadtbahn wird am Samstag, 28. Februar 2026, ein zusätzliches Regionalverkehrsangebot eingerichtet.


[www.vbb.de]

Scheinbar wurde der Link noch einmal verkürzt und funktioniert daher nicht mehr. Dieser (ohne -am-samstag als letzte Worte) funktioniert:
[www.vbb.de]

Falls da nochmal jemand herumbastelt hier die Kerninhalte:
Es pendelt stündlich ein ODEG-Zug zwischen Zoo und Friedrichstraße: jeweils in den Stunden 16-21 zu den Minuten 08 ab Zoo und 37 ab Friedrichstraße mit Zwischenhalt am Hbf.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.02.2026 12:52 von Lopi2000.
Zitat
Logital
Wegen des Streiks im kommunalen ÖPNV und notwendiger Bauarbeiten auf der Berliner Stadtbahn wird am Samstag, 28. Februar 2026, ein zusätzliches Regionalverkehrsangebot eingerichtet.


[www.vbb.de]

Dein link funktioniert nicht. Aber da es eine Pressemitteilung ist, darf man diese hier auch wiedergeben:

Zitat
VBB
Wegen des Streiks im kommunalen ÖPNV und notwendiger Bauarbeiten auf der Berliner Stadtbahn wird am Samstag, 28. Februar 2026, ein zusätzliches Regionalverkehrsangebot eingerichtet.

Zwischen Berlin Friedrichstraße und Berlin Zoologischer Garten fährt die ODEG ergänzend zum bestehenden Regionalverkehr stündlich – von 16:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr. Ein Halt am Hauptbahnhof ist ebenfalls vorgesehen.

Mit diesen zusätzlichen Fahrten sollen die eingeschränkten S‑Bahn‑Verbindungen auf dem Abschnitt Friedrichstraße – Zoologischer Garten entlastet werden. Durch den verdi‑Streik stehen keine alternativen Umfahrungsmöglichkeiten zur Verfügung, daher schaffen die zusätzlichen Regionalzüge mehr Kapazität und bessere Reisemöglichkeiten für Fahrgäste.
Beim Schauen der heutigen Abendnachrichten im rbb ist im Zusammenhang mit dem Streik mal eine etwas andere Frage bei mir aufgekommen. Bei der Kundgebung am Invalidenpark haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verkehrsunternehmen aus Berlin und Brandenburg versammelt, darunter auch von Cottbusverkehr. Die sind anscheinend mit einem ihrer Busse nach Berlin gefahren, denn im Hintergrund konnte man einen Citaro LE dieses Unternehmens sehen.

Wie läuft denn so etwas ab? Die Personale legen die Arbeit nieder und zum Dank kriegen sie noch einen Bus zur Verfügung gestellt, um damit zum Streiken zu fahren und, im weitesten Sinne, dem Arbeitgeber gegenüber ihren Unmut auszudrücken? Entführt werden sie den Bus ja kaum haben. Oder legt man hier Geld zusammen und mietet sich den Bus, um gemeinsam zu fahren und der Betrieb freut sich, dass zusätzlich zu gesparten Sprit- und Personalkosten sogar noch Geld für einen vermieteten Bus reinkommt?

Kann mich hierzu eventuell jemand erleuchten? Die Antwort fände ich wirklich interessant.
Zitat
Lopi2000
Falls da nochmal jemand herumbastelt hier die Kerninhalte:
Es pendelt stündlich ein ODEG-Zug zwischen Zoo und Friedrichstraße: jeweils in den Stunden 16-21 zu den Minuten 08 ab Zoo und 37 ab Friedrichstraße mit Zwischenhalt am Hbf.

Oder vielleicht doch nicht? Die Störungsmeldungen lassen Nichts Gutes verheißen.
[www.odeg.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.02.2026 22:10 von Knut Rosenthal.
Zitat
VBB/HVV
Kann mich hierzu eventuell jemand erleuchten? Die Antwort fände ich wirklich interessant.

Ich weiß es nicht, würde aber formell ein Anmieten dieser Busse vermuten. Dazu muss man auch berücksichtigen, dass Streiks bei öffentlichen Großunternehmen etwas ziemlich ritualisiertes haben und man im Anschluss an die Streiktage auch wieder persönlich verhandelt und weiter miteinander arbeitet, wird auch das irgendwie kooperativ und rechtlich korrekt ablaufen, also kein Bus vom Hof gekapert aber auch nicht mit Schikanen die Teilnahme an zentralen Streikveranstaltungen blockiert.

Abgesehen davon hat ja auch Cottbusverkehr etwas von einer guten Wahrnehmung des Unternehmens beim Streik, denn die Geschäftsführung muss ja später auch die Abschlüsse im Dialog mit der Politik refinanzieren.
Zitat
Philipp Borchert
Schaut mal, was geht: Konstruktive Gespräche ohne Eskalationen, die zu einem Ergebnis führen:

[www.gdl.de]

Noch vor Ende der Friedenspflicht. Damit ist wenigstens ein Teil des ÖPNV unserer Stadt in nächster Zeit gesichert.

Wie konnte das passieren? War es letztlich damals doch Weselski, der diesas Mal nicht mehr involviert war? Sind die DBer jetzt sauer, weil für sie nicht mehr rausgeholt würde?

Hoffentlich hat das Signalwirkung für die aktuellen Auseinandersetzungen zwischen den kommunalen Arbeitgebern und ver.di.

Man muss sagen, dass bei den letzten Verhandlungen das Angebot vor den vielen Streiks sehr nahe am endgültigen Ergebnis war, aber in der Streikphase beide Seiten viel Geld gekostet hat. Wahrscheinlich waren deshalb beide Seiten diesmal etwas kompromissbereiter, unabhängig von einem Weselsky.

—————————————————

Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Zitat
Philipp Borchert
Aber die Friedenspflicht bei der GDL endet doch auch in Kürze ... und nur um der Gewerkschaft eins mitzugeben würde ich ungern tagelang auf den ÖPNV verzichten wollen...

Laut heutiger Tagesschau haben sich gestern - oh Wunder - DB und GDL ganz ohne Klassenkampf-Folklore darauf verständigt, die im Betriebsdienst Tätigen höher zu entlohnen. Bei der "großen Bahn" und deren Ablegern Regio bzw. S-Bahn Berlin ist also erstmal Ruhe...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Lopi2000
Zitat
VBB/HVV
Kann mich hierzu eventuell jemand erleuchten? Die Antwort fände ich wirklich interessant.

Ich weiß es nicht, würde aber formell ein Anmieten dieser Busse vermuten. Dazu muss man auch berücksichtigen, dass Streiks bei öffentlichen Großunternehmen etwas ziemlich ritualisiertes haben und man im Anschluss an die Streiktage auch wieder persönlich verhandelt und weiter miteinander arbeitet, wird auch das irgendwie kooperativ und rechtlich korrekt ablaufen, also kein Bus vom Hof gekapert aber auch nicht mit Schikanen die Teilnahme an zentralen Streikveranstaltungen blockiert.

Abgesehen davon hat ja auch Cottbusverkehr etwas von einer guten Wahrnehmung des Unternehmens beim Streik, denn die Geschäftsführung muss ja später auch die Abschlüsse im Dialog mit der Politik refinanzieren.

Bleibt immer noch die Frage nach dem Fahrer. Der streikt ja auch. Also müßte die Gewerkschaft eine Notdienstvereinbarung als Besteller mit sich als streikende Gewerkschaft abschließen.
Zitat
Bd2001
Bleibt immer noch die Frage nach dem Fahrer. Der streikt ja auch. Also müßte die Gewerkschaft eine Notdienstvereinbarung als Besteller mit sich als streikende Gewerkschaft abschließen.

Sie könnte ja auch nur den Bus mieten und den Fahrer selbst stellen. Das ist zwar vielleicht in den Standardverträgen für Busanmietungen nicht vorgesehen, aber auch hier könnte man ja vertrauensvoll mit dem vertrauten Personal kooperieren.
Zitat
VBB/HVV
Wie läuft denn so etwas ab? Die Personale legen die Arbeit nieder und zum Dank kriegen sie noch einen Bus zur Verfügung gestellt, um damit zum Streiken zu fahren und, im weitesten Sinne, dem Arbeitgeber gegenüber ihren Unmut auszudrücken?

Eine ähnliche Frage habe ich mir auch gestellt, als sich die Streikenden beim letzten Streik, Anfang Februar, in einem Bus des bestreikten Unternehmens aufwärmten, weil es vor den Werktoren bitterkalt war. Wie wir heute sehen, brachte sie diese nette Geste offenbar nicht zum Einlenken.

Überhaupt habe ich den Eindruck, die Gewerkschaft ver.di kann das Auslaufen von Tarifverträgen kaum erwarten, damit wieder einmal ordentlich gestreikt werden kann. Früher wurde erst gestreikt, wenn die Tarifverhandlungen wirklich festgefahren waren, heute haben sie noch nicht mal richtig begonnen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Aus dem Kurzmeldungs-Thema, als es um die zusätzlichen Regionalzüge auf der Stadtbahn heute ging:

Zitat
Giovanni
Auch Richtung Osten wäre eine Rückfahrt zur Minute 04 (RB 23) etwas besser, aber ob eine 6-min-Wende machbar ist, ist vom Fahrgastaufkommen abhängig.

Ich gehe fest davon aus, dass die Züge leer gewesen wären. Gestern konnte ich in keiner S-Bahn eine ernst zu nehmende, stärkere Besetzung feststellen.

Es fiel deutlich auf, dass es eben doch passendere Momente gibt, zu denen Fahrgäste nicht so stark vom Streik im ÖPNV betroffen sind - das Wetter ist sehr angenehm, es ist Wochenende (viele Leute sind entspannter) und die Meldung, dass sich DB und GDL einigen konnten, war eine sehr gute. Keine Großereignisse in Aussicht. So lässt es sich aushalten. Ich erinnere daran, weil es immer wieder Laberbacken gibt, die wenn stärkere Kritik an Streiks an z.B. sehr kalten Tagen aufkommt, tottern "es gäbe ja nie den passenden Zeitpunkt".

Offenbar doch. War natürlich Zufall. Leider finden die Verhandlungen dank dieser festgefahrenen Ansicht, Tariflaufzeiten müssen stets in Jahresrhythmen gerechnet werden, IMMER im Winter statt, sodass sich Alternativen wie vor allem das Fahrrad, oftmals gar nicht anbieten und man aufgeschmissener ist als eben im Sommer.

Ich wäre zudem für eine Forderung, die Verhandlungen von Tarif- und Manteltarifvertrag wieder zusammen zu führen, damit wir diese unsägliche Situation nicht mehr jedes Jahr haben.

~~~~~~
Für mehr Ümläüte!
Zitat
Philipp Borchert
Gestern konnte ich in keiner S-Bahn eine ernst zu nehmende, stärkere Besetzung feststellen.

Mir kam hingegen die S47 zwischen Spindlersfeld und Schöneweide in beiden Richtungen voller vor als sonst.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Philipp Borchert
Gestern konnte ich in keiner S-Bahn eine ernst zu nehmende, stärkere Besetzung feststellen.

Mir kam hingegen die S47 zwischen Spindlersfeld und Schöneweide in beiden Richtungen voller vor als sonst.

Das lag auch daran, das diese Verbindung nur aller 40 Minuten oder seltener gefahren wurde.

Zitat
Philipp Borchert

Ich wäre zudem für eine Forderung, die Verhandlungen von Tarif- und Manteltarifvertrag wieder zusammen zu führen, damit wir diese unsägliche Situation nicht mehr jedes Jahr haben.

Das wird nicht passieren. Da kann ja ver.di nur verlieren.

Außerdem sind die jährlichen Tarifverhandlungen ja eine Folge von Corona, wo ja Tarifverhandlungen nicht stattfanden.

Die jetzigen Tarifverträge sind aber auf vier Jahre ausgelegt. So wird im Nahverkehr frühestens 2029 wieder gestreikt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.02.2026 11:03 von Bd2001.
Zitat
Bd2001
Zitat
Alter Köpenicker
Mir kam hingegen die S47 zwischen Spindlersfeld und Schöneweide in beiden Richtungen voller vor als sonst.

Das lag auch daran, das diese Verbindung nur aller 40 Minuten oder seltener gefahren wurde.

Nicht zum Zeitpunkt meiner Mitfahrten, das war einmal am späten Morgen und um die Mittagszeit herum.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Bd2001

Die jetzigen Tarifverträge sind aber auf vier Jahre ausgelegt. So wird im Nahverkehr frühestens 2029 wieder gestreikt.

Ach echt? Wie "verträgt" sich den das mit der Mitteilung der BVG von vor 10 Monaten:
"Die Laufzeit beträgt 24 Monate, rückwirkend zum 1. Januar 2025 bis mindestens zum 31. Dezember 2026". Dann ist 2 Jahre Ruhe oder wie meinst du das?
Zitat
Joe
Zitat
Bd2001

Die jetzigen Tarifverträge sind aber auf vier Jahre ausgelegt. So wird im Nahverkehr frühestens 2029 wieder gestreikt.

Ach echt? Wie "verträgt" sich den das mit der Mitteilung der BVG von vor 10 Monaten:
"Die Laufzeit beträgt 24 Monate, rückwirkend zum 1. Januar 2025 bis mindestens zum 31. Dezember 2026". Dann ist 2 Jahre Ruhe oder wie meinst du das?

Ja stimmt, mein Fehler
Zitat
Bumsi
Man muss sagen, dass bei den letzten Verhandlungen das Angebot vor den vielen Streiks sehr nahe am endgültigen Ergebnis war, aber in der Streikphase beide Seiten viel Geld gekostet hat. Wahrscheinlich waren deshalb beide Seiten diesmal etwas kompromissbereiter, unabhängig von einem Weselsky.

Ich würde den schnellen Kompromiss mit der GDL eher darauf zurückführen, dass der neu eingesetzte Bahnvorstand gegenwärtig noch viel größere Probleme zu haben scheint, was mit dem kürzlichen Rauswurf der neuen Finanzvorständin (und Quotenfrau) nur ein Schlaglicht auf den Zustand in der obersten DB Führungsebene wirft.
Immerhin ist es der DB gelungen, durch die weitgehende Realisierung der finanziellen Forderungen zwei Jahre Laufzeit zu vereinbaren. Die GDL-Forderung soll bei 12 Monaten gelegen haben.

so long

Mario
Zitat
Bd2001
Zitat
Philipp Borchert

Ich wäre zudem für eine Forderung, die Verhandlungen von Tarif- und Manteltarifvertrag wieder zusammen zu führen, damit wir diese unsägliche Situation nicht mehr jedes Jahr haben.

Das wird nicht passieren. Da kann ja ver.di nur verlieren.

Außerdem sind die jährlichen Tarifverhandlungen ja eine Folge von Corona, wo ja Tarifverhandlungen nicht stattfanden.

Die lange Laufzeit bis zur letzten Tarifrunde 2024 war ein großes Problem, wofür die damalige ver.di-Tarifkommission eine Menge Kritik verkraften musste. Dabei war der Abschluss von 2019 gemessen an der Vor-Corona-Inflationsrate gar nicht so schlecht. Jedoch hatte damals niemand die Pandemie und die dabei sprunghaft gestiegenen Lebenshaltungskosten vorausgesehen. Im Ergebnis ergab die lange Laufzeit einen erheblichen Reallohnverlust für die Beschäftigten, was eine Menge Austritte und die Schwächung der gewerkschaftlichen Kraft zur Folge hatte. Es wurde beschlossen, nie wieder längere Laufzeiten zu akzeptieren.
Auch für die BVG war im Rückblick der Abschluss nicht so gut, denn viele Fachkräfte haben das Unternehmen aus finanziellen Gründen verlassen. Die ersatzweise Neueingestellten wiederum haben das fachlich Niveau der Anstalt verringert, viele davon überstanden die Probezeit nicht und haben so die Fluktuation noch größer gemacht.

Edit: Falsche Jahreszahl geändert.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2026 00:22 von der weiße bim.
2020 soll niemand mit der Pandemie gerechnet haben?

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
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