Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Schwedt-Berlin direkt – mit verlängerter RB24?
geschrieben von jorges 
Zitat
jorges
Also eine RB24 haben, die Blankenfelde-BER-Ostkreuz-Lichtenberg-Bernau-Eberwalde-Angermünde-Schwedt fährt.

Nachteile:
  • Mehrkilometer zwischen Eberswalde und Angermünde

Vorteile:
  • Schwedt behält Direktanbindung an Berlin
  • Angermünde (und Schwedt) bekommen Direkt-Anbindung an Flughafen BER und Ostkreuz
  • Vermeidung von Dieselbetrieb unter Fahrdraht zw. Angermünde und Schwedt
  • diese RB24 könnte die Zwischenhalte zwischen ANG und EW übernehmen, RE3 könnte beschleunigt werden

Was meint Ihr?

Das kostet wieder mehr Geld was der VBB nicht hat, daher auch Abbestellungen im letzten Dezember. Ich denke, die Schwedter müssen wohl erstmal in den Sauren Apfel beißen. Und dass man woanders kürzt extra FÜR eine RB24 Verlängerung, kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen.

Dann muss man eben ein mal umsteigen, ist halt so. Damals als die RB60 gekürzt wurde nach Eberswalde und die RB24 das Stück nach Berlin übernahm, gabs auch Kritik, aber letztendlich hat man sich damit abgefunden und nimmt es an. So sollten die Schwedter es auch dann tun! Aber die NEB muss auch ihren Fuhrpark/Personal bei sammen haben damit man zuverlässig fährt!

Liebe Grüße

Bahnstrecke Eberswalde-Frankfurt (Oder)



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.04.2026 22:48 von TomSpeedy.
Wie wäre es bei der Verbindung nach Schwedt mit Zugteilung in Chorin und dann in zwei Teilen im Blockabstand nach Angermünde? Wenn der Platz am Bahnsteig nicht für RE3 plus "Anhänger" ausreichend ist, bekommt der Zugteil nach Schwedt die Türfreigabe erst nach der Teilung, wenn der Teil nach Stralsund den Bahnhof verlassen hat.
Zitat
VvJ-Ente
Wie wäre es bei der Verbindung nach Schwedt mit Zugteilung in Chorin und dann in zwei Teilen im Blockabstand nach Angermünde? Wenn der Platz am Bahnsteig nicht für RE3 plus "Anhänger" ausreichend ist, bekommt der Zugteil nach Schwedt die Türfreigabe erst nach der Teilung, wenn der Teil nach Stralsund den Bahnhof verlassen hat.

Das Problem bei Flügelkonzepten ist nicht die Teilung sondern die Vereinigung. Die Sicherungstechnik muss es erlauben, auf einen stehenden Zug als Zugfahrt beizufahren. Das ist in Chorin nicht der Fall. Ist der zweite Zugteil verspätet, blockiert der erste so lange das Gleis. Ist der erste Zugteil verspätet, muss der zweite bereits in Angermünde zurückgehalten werden. Da hängen ja auch Umläufe dran. Und was man aus dem Fernverkehr gelernt hat, ist dass das Kuppeln technisch zuverlässig funktionieren muss, sonst zerschießt man sich sehr viel.





2 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.05.2026 10:21 von Florian Schulz.
Zitat
VvJ-Ente
Wie wäre es bei der Verbindung nach Schwedt mit Zugteilung in Chorin und dann in zwei Teilen im Blockabstand nach Angermünde? Wenn der Platz am Bahnsteig nicht für RE3 plus "Anhänger" ausreichend ist, bekommt der Zugteil nach Schwedt die Türfreigabe erst nach der Teilung, wenn der Teil nach Stralsund den Bahnhof verlassen hat.

Ist der Bahnsteig Chorin (früher: Chorin Kloster) nicht nur ein Haltepunkt? Kann man da Züge trennen und vor allem auch wieder vereinigen?
Aber es dürfte möglich sein, im Bahnhof Chorin (früher: Chorin, heute von Personenzügen ohne Halt durchfahren) so eine Trennung und Vereinigung vorzunehmen, falls nicht das Regelwerk inzwischen geändert wurde. Jedenfalls habe ich vor Jahren im Bahnhof Neustadt(Holst) genau so eine Trennung und Vereinigung erlebt: Ab Lübeck Hbf fuhren 2 gekuppelte Triebwagen los, im Güterbahnhof von Neustadt(Holst) hielt der Zug an, die Schraubenkupplung(!) wurde gelöst, und ein Zugteil fuhr weiter zum Personenbahnhof von Neustadt, der an einer kurzen Stichstrecke liegt. Der andere Zugteil fuhr auf der Vogelfluglinie weiter nach Puttgaren.
Zitat
Jumbo
Jedenfalls habe ich vor Jahren im Bahnhof Neustadt(Holst) genau so eine Trennung und Vereinigung erlebt: Ab Lübeck Hbf fuhren 2 gekuppelte Triebwagen los, im Güterbahnhof von Neustadt(Holst) hielt der Zug an, die Schraubenkupplung(!) wurde gelöst, und ein Zugteil fuhr weiter zum Personenbahnhof von Neustadt, der an einer kurzen Stichstrecke liegt. Der andere Zugteil fuhr auf der Vogelfluglinie weiter nach Puttgaren.

Und warum konnten sie vereinigt werden? Weil die Stellwerke fahrstraßentechnisch dafür ausgelegt waren: [stellwerke.info]

Der Fahrgast muss darauf achten, in den richtigen Zugteil einzusteigen. Das könnte zu einem zusätzlichen Problem werden.
Zitat
Jumbo
Zitat
VvJ-Ente
Wie wäre es bei der Verbindung nach Schwedt mit Zugteilung in Chorin und dann in zwei Teilen im Blockabstand nach Angermünde? Wenn der Platz am Bahnsteig nicht für RE3 plus "Anhänger" ausreichend ist, bekommt der Zugteil nach Schwedt die Türfreigabe erst nach der Teilung, wenn der Teil nach Stralsund den Bahnhof verlassen hat.

Ist der Bahnsteig Chorin (früher: Chorin Kloster) nicht nur ein Haltepunkt? Kann man da Züge trennen und vor allem auch wieder vereinigen?
Aber es dürfte möglich sein, im Bahnhof Chorin (früher: Chorin, heute von Personenzügen ohne Halt durchfahren) so eine Trennung und Vereinigung vorzunehmen, falls nicht das Regelwerk inzwischen geändert wurde. Jedenfalls habe ich vor Jahren im Bahnhof Neustadt(Holst) genau so eine Trennung und Vereinigung erlebt: Ab Lübeck Hbf fuhren 2 gekuppelte Triebwagen los, im Güterbahnhof von Neustadt(Holst) hielt der Zug an, die Schraubenkupplung(!) wurde gelöst, und ein Zugteil fuhr weiter zum Personenbahnhof von Neustadt, der an einer kurzen Stichstrecke liegt. Der andere Zugteil fuhr auf der Vogelfluglinie weiter nach Puttgaren.

Trennen geht eigentlich immer. Das Vereinigen ist das Problem. Man muss da ja auf ein besetztes Gleis einfahren, was sicherungstrechnisch so meistens nicht möglich ist. Die Lösung ist hier, dass man das Gleis per Gleissperrsignal in zwei Hälften unterteilt, sodass der 2. Zugteil dann auch Einfahrt auf das rot zeigende Gleissperrsignal hat. Nach dem Halt des 2. Zugteils kann dieser dann als Rangierfahrt auf den schon lange vorher eingefahrenen 1. Zugteil auffahren und ankuppeln.

In Angermünde sehe ich allerdings das Problem, dass man zwar von den Gleisen in Richtung Schwedt auch in bzw aus Richtung Prenzlau und Stettin aus- und einfahren kann, der Bahnsteig aber sehr kurz ist. Man müsste die Bahnsteige der Gleise 1 und 2 also um mindestens 70 bzw. 50 m verlängern und die Sicherungstechnik so umbauen, dass man auf das teilweise besetzte Gleis aus Richtung Norden einfahren kann. Das geht nicht mal eben so.

Meiner Ansicht nach wäre das durchaus sinnvoll, da man dann bei großem Fahrgastandrang mit dem Schwedter Zugteil auch für die Fahrgäste zwischen Angermünde und Berlin noch Kapazitäten hat.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.2026 11:25 von Nemo.
Ich habe mir jetzt mal den Spurplan von Schwedt angeguckt.
[geoviewer.deutschebahn.com]

Es müsste doch eigentlich möglich sein, von Schwedt kommend auf Gleis 141 oder Gleis 143 einzufahren und dann als Rangierfahrt auf Gleis 133 oder 231, welche für den Fahrgast als Gleis 1 bzw. Gleis 2 bezeichnet werden vorzuziehen und anzukuppeln. Dann bliebe als Problem nur noch der zu kurze Bahnsteig an Gleis 2 mit 157m, Gleis 1 mit 137m, der aber wegen einiger Weichen nicht so einfach zu verlängern ist.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.2026 12:11 von Nemo.
Zitat
Heidekraut
Der Fahrgast muss darauf achten, in den richtigen Zugteil einzusteigen. Das könnte zu einem zusätzlichen Problem werden.

Ich verstehe nicht, warum in unserer Region ständig aus Dingen ein Problem gemacht wird, die anderswo Gang und Gäbe sind. In Franken fahren Züge mit bis zu vier Zugteilen, die unterwegs an verschiedenen Bahnhöfen getrennt bzw. gekuppelt werden. Überall im Land gibt es solche Flügelkonzepte, ohne dass sich jemand daran stört oder Schwierigkeiten entstehen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Heidekraut
Der Fahrgast muss darauf achten, in den richtigen Zugteil einzusteigen. Das könnte zu einem zusätzlichen Problem werden.

Ich verstehe nicht, warum in unserer Region ständig aus Dingen ein Problem gemacht wird, die anderswo Gang und Gäbe sind. In Franken fahren Züge mit bis zu vier Zugteilen, die unterwegs an verschiedenen Bahnhöfen getrennt bzw. gekuppelt werden. Überall im Land gibt es solche Flügelkonzepte, ohne dass sich jemand daran stört oder Schwierigkeiten entstehen.

Das größere Problem ist wohl eher dass man bei der hierzulande vorherrschenden Unpünktlichkeit jegliches Flügelungskonzept vergessen kann. Die vereinigte Zugleistung ist nämlich dann unpünktlich, wenn eine der beiden Zuführungsleistungen verspätet ist. Das dürfte also fast auf eine Verdoppelung der Unpünktlichkeit hinauslaufen inkl. langer Wartezeiten für den pünktlichen Zugteil in Angermünde. Dazu kommt dann ggf. noch die falsche Reihung der Züge, falls der geplant vordere Zugteil unpünktlich ist und dann daher zum hinteren Zugteil wird. Das erschwert dann echt die Umlaufplanung und die Fahrgastinformation, wenn man die Reihung der Zugteile dann für die Rückfahrt nicht ändert.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.2026 12:20 von Nemo.
Kurzfristig gehen Flügelzüge ohnehin nicht. Keine geeigneten Fahrzeuge, keine geeignete Sicherungstechnik im Flügelbahnhof.

Ansonsten sehe ich diese im vorliegenden Fall auch sehr skeptisch. Auf einer so langen Linie wie dem RE3 wird es immer wieder Störungen geben, die dann direkt Auswirkungen auf die zu flügelnden (oder zu vereinigenden) Züge haben. es nutzt Schwedt dann ja auch nichts, wenn man theoretisch eine Verbindung hat, diese aber nur sehr unzuverlässig fährt.
Zitat
Alter Köpenicker
Ich verstehe nicht, warum in unserer Region ständig aus Dingen ein Problem gemacht wird, die anderswo Gang und Gäbe sind. In Franken fahren Züge mit bis zu vier Zugteilen, die unterwegs an verschiedenen Bahnhöfen getrennt bzw. gekuppelt werden. Überall im Land gibt es solche Flügelkonzepte, ohne dass sich jemand daran stört oder Schwierigkeiten entstehen.

Es wird ja nicht zwingend in der Region Brandenburg ein Problem daraus gemacht, denn es gibt ja zumindest vereinzelt Flügelkonzepte, die auch funktionieren. Da Infrastruktur und Betrieb bei solchen Konzepten aber aufeinander abgestimmt werden müssen, ist es üblich, dass diese langfristig geplant und koordiniert werden. Dafür müssten sie aber erstmal im Landesnahverkehrsplan auftauchen und hätten z.B. in den Deutschlandtakt einfließen sollen. Dann könnte man die Infrastruktur entsprechend auf diese Ziele optimieren und z.B. im nächsten Verkehrsvertrag (also ab 2038) neue Angebote schaffen.

Das hat man aber bewusst nicht getan. Eine Stellungnahme der Landesarbeitsgemeinschaft Verkehr der Industrie- und Handelskammern, die ein solches Flügelkonzept forderte, wurde mit folgendem Text abgelehnt und floss nicht in den Nahverkehrsplan ein: "Vielen Dank für Ihre Einwendung, die im LNVP nicht berücksichtigt wird, da ein Flügelkonzept in Angermünde in Richtung Schwedt aufgrund der unpraktischen Bahnsteiganordnung, sowie eher kurzer Bahnsteige in Richtung Schwedt zurzeit nicht machbar ist. Ein für die Flügelung Richtung Schwedt notwendiger Umbau des Bahnhofes steht aufgrund des vsl. hohen baulichen und finanziellen Aufwandes aus Sicht des Landes in keinem Verhältnis zum Nutzen."

Allerdings war im Nahverkehrsplan vom Status quo mit den abwechselnden Fahrten nach Stralsund und Schwedt ausgegangen worden, so dass die anstehende Verschlechterung für Schwedt nicht in die Abwägung eingeflossen ist.

Auch eine Verlängerung der RB24 nach Schwedt wurde verworfen, wobei diese aber auch mit der Behauptung vorgeschlagen wurde, diese könnte umlaufneutral realisiert werden.
Also erst muss man unterscheiden in technisch nicht machbar und politisch nicht gewollt. Ersteres scheint man mittelfristig lösen zu können, beispielsweise durch Schaffung einer Kuppelstelle südlich von Angermünde, wenn man den Bahnhof nicht total umbauen will. Wenn ein Zugteil auf den anderen warten soll, bleibt der wartende Teil natürlich in Angermünde am Bahnsteig stehen bis der andere da ist und zieht erst dann in der richtigen Reihenfolge zur Kuppelstelle vor. Ist die Verspätung des einen Zugteils zu groß, fährt nur der Stralsunder Teil nach Berlin weiter und der Schwedter bleibt in Angermünde stehen bis er fahrplanmäßig wieder Richtung Schwedt zurückfährt. Das wäre der Ist-Zustand von heute, aber nur für einen Umlauf.
Für politisch gewollt sehe ich aber kohlpechrabenschwarz.
Zitat
Nemo
Das Vereinigen ist das Problem. Man muss da ja auf ein besetztes Gleis einfahren, was sicherungstrechnisch so meistens nicht möglich ist. Die Lösung ist hier, dass man das Gleis per Gleissperrsignal in zwei Hälften unterteilt, sodass der 2. Zugteil dann auch Einfahrt auf das rot zeigende Gleissperrsignal hat. Nach dem Halt des 2. Zugteils kann dieser dann als Rangierfahrt auf den schon lange vorher eingefahrenen 1. Zugteil auffahren und ankuppeln.

In Falkenberg (Elster) ist mir kein Sperrsignal am Bahnsteig aufgefallen. Der RE10 (=hinterer Zugteil des vereinigten Zuges) hielt einfach im oberen Güterbahnhof an und fuhr dann langsam weiter bis der auf den RE11 traf. Vermutlich steht da im oberen Güterbahnhof ein passendes Zwischensignal, an dem sich der RE10 von einer Zug- in eine Rangierfahrt verwandeln konnte. In Angermünde müsste diese Verwandlung dann schon am Einfahrsignal geschehen.
Zitat
Jumbo
Zitat
Nemo
Das Vereinigen ist das Problem. Man muss da ja auf ein besetztes Gleis einfahren, was sicherungstrechnisch so meistens nicht möglich ist. Die Lösung ist hier, dass man das Gleis per Gleissperrsignal in zwei Hälften unterteilt, sodass der 2. Zugteil dann auch Einfahrt auf das rot zeigende Gleissperrsignal hat. Nach dem Halt des 2. Zugteils kann dieser dann als Rangierfahrt auf den schon lange vorher eingefahrenen 1. Zugteil auffahren und ankuppeln.

In Falkenberg (Elster) ist mir kein Sperrsignal am Bahnsteig aufgefallen. Der RE10 (=hinterer Zugteil des vereinigten Zuges) hielt einfach im oberen Güterbahnhof an und fuhr dann langsam weiter bis der auf den RE11 traf. Vermutlich steht da im oberen Güterbahnhof ein passendes Zwischensignal, an dem sich der RE10 von einer Zug- in eine Rangierfahrt verwandeln konnte. In Angermünde müsste diese Verwandlung dann schon am Einfahrsignal geschehen.

Am Einfahrsignal geht das nicht, da das noch freie Strecke ist. In Angermünde gibt es aber auch so einen Güterbahnhofsteil.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Lopi2000
Zitat
Alter Köpenicker
Ich verstehe nicht, warum in unserer Region ständig aus Dingen ein Problem gemacht wird, die anderswo Gang und Gäbe sind.

Es wird ja nicht zwingend in der Region Brandenburg ein Problem daraus gemacht, denn es gibt ja zumindest vereinzelt Flügelkonzepte, die auch funktionieren. Da Infrastruktur und Betrieb bei solchen Konzepten aber aufeinander abgestimmt werden müssen, ist es üblich, dass diese langfristig geplant und koordiniert werden.

Dass die Infrastruktur dafür geeignet sein muss, versteht sich wohl von selbst, das würde ich nicht als "Problem" ansehen. Leider hast Du den Teil abgetrennt, auf den ich mich bezog, nämlich orientierungslose Fahrgäste.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Dass die Infrastruktur dafür geeignet sein muss, versteht sich wohl von selbst, das würde ich nicht als "Problem" ansehen. Leider hast Du den Teil abgetrennt, auf den ich mich bezog, nämlich orientierungslose Fahrgäste.

Wie sind denn die Erfahrungen aus Regionen, in denen Flügelzugkonzepte üblicher sind als bei uns? Wie oft gibt es dort verirrte Fahrgäste? Und wie lange hat es gedauert, bis sich die Mehrzahl der Fahrgäste darauf eingestellt hat, gleich in den richtigen Zugteil einzusteigen?

Ich fand die Menschentraube auf dem Bahnsteig in Leipzig letztens jedenfalls beeindruckend. Der RE10/RE11 war noch nicht da, aber der Großteil der Leute auf dem Bahnsteig stand bereits dort, wo der RE10 zum Halten kommen wird, während der Bahnsteiganfang, wo der RE11 hält, recht leer war.

Wichtig ist natürlich ein vernünftiges Informationskonzept, das bereits vor dem Einstieg und auch nochmal vor der Zugteilung auf die Flügelung hinweist. Aber da finde die Infomationen in RB20 und RE10 (die anderen Zugteile kann ich mangels bisheriger Nutzung nicht beurteilen) deutlich genug. Das eine Mal im RE6-Teil nach Neuruppin West, wo der Zugbegleiter jeden Fahrgast persönlich ansprach, war zwar guter Service, aber eigentlich schon zu viel des Guten.

Und Smombies, die sich per Kopfhörer, welche die Umgebungsgeräuche wegfiltern, komplett von der Umwelt abschotten, dürften spätestens nach der dritten Falschfahrt auch bemerkt haben, dass sie ausnahmsweise mal den Anzeigen/Ansagen etwas mehr Aufmerksamkeit widmen sollten.
Es gibt zwar auch Menschen, die aufgrund von körperlichen/geistigen Einschränkungen nicht alle Informationen wahrnehmen können. Bei denen vermute ich aber, dass die sich vorab informieren und eher besonders aufmerksam sind.
Zitat
Alter Köpenicker
Dass die Infrastruktur dafür geeignet sein muss, versteht sich wohl von selbst, das würde ich nicht als "Problem" ansehen. Leider hast Du den Teil abgetrennt, auf den ich mich bezog, nämlich orientierungslose Fahrgäste.

Ich habe es bewusst weggelassen, weil ich wiederum davon ausgehe, dass sich eine gute Fahrgastinformation von selbst versteht (auch wenn es natürlich Optimierungsbedarfe gibt). An und in jedem Zugteil ist das Ziel dieses Zugteils angeschrieben, an den Bahnsteigen und in den Fahrplanapps und -tabellen wird auf die Teilung hingewiesen, bevor die Teilung ansteht gibt es zusätzlich Durchsagen. Insofern ist es mir ein Rätsel, wie daraus überhaupt ein Problem konstruiert werden kann.
Zitat
Lopi2000
An und in jedem Zugteil ist das Ziel dieses Zugteils angeschrieben, an den Bahnsteigen und in den Fahrplanapps und -tabellen wird auf die Teilung hingewiesen, bevor die Teilung ansteht gibt es zusätzlich Durchsagen.

Das wäre der Idealfall und so wird es ja auch vielerorts umgesetzt.


Zitat
Lopi2000
Insofern ist es mir ein Rätsel, wie daraus überhaupt ein Problem konstruiert werden kann.

Das führt die S-Bahn Berlin allabendlich eindrucksvoll vor Augen, wenn von der S46 nach Königs Wusterhausen die Wagen 5 bis 8 ab Schöneweide plötzlich nach Spindlersfeld fahren. Auf diesen Umstand weist an den Unterwegsbahnhöfen nur eine lahme Laufschrift auf den Zugzielanzeigern am Bahnsteig hin, dem Zug selbst sieht man es nicht an. Auch nach der Trennung in Schöneweide sorgt der Spindlersfelder Zugteil für Verwirrung, weil er "Südkreuz", "nicht einsteigen" oder gar nichts anzeigt. Das tatsächliche Ziel erscheint im Prinzip erst mit der Rücknahme der Türfreigabe. Inwiefern die Zugzielanzeiger am Bahnsteig dort für Irritation sorgen, habe ich noch nicht herausgefunden.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Das führt die S-Bahn Berlin allabendlich eindrucksvoll vor Augen, wenn von der S46 nach Königs Wusterhausen die Wagen 5 bis 8 ab Schöneweide plötzlich nach Spindlersfeld fahren. Auf diesen Umstand weist an den Unterwegsbahnhöfen nur eine lahme Laufschrift auf den Zugzielanzeigern am Bahnsteig hin, dem Zug selbst sieht man es nicht an. Auch nach der Trennung in Schöneweide sorgt der Spindlersfelder Zugteil für Verwirrung, weil er "Südkreuz", "nicht einsteigen" oder gar nichts anzeigt. Das tatsächliche Ziel erscheint im Prinzip erst mit der Rücknahme der Türfreigabe. Inwiefern die Zugzielanzeiger am Bahnsteig dort für Irritation sorgen, habe ich noch nicht herausgefunden.

Das ist natürlich ein schönes Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Als Hintergrund könnte ich mir vorstellen, dass Zugteilungen (und vor allem Flügelungen) im Berliner S-Bahn-Netz ziemlich unüblich sind. Zum einen sind die Zugzielanzeiger möglicherweise nicht darauf ausgelegt, mehr als Laufschriften für ungewöhnliche Dinge anzuzeigen, anders als die bei der "richtigen" bahn, die inzwischen unterschiedliche Ziele und Teilungen ganz sinnvoll anzeigen. Zum anderen werden diese Informationen auch nicht bei der Fahrplanauskunft angezeigt. Dort erkennt man die Fahrten eigentlich nur daran, dass sie von Gleis 3 statt Gleis 4 fahren.

Aber der Umstand, dass einzelne EVU es offenbar nicht hinbekommen, ihre Fahrten sinnvoll zu kommunizieren, spricht nicht grundsätzlich gegen Flügelungen und schon gar nicht gegen Flügelungen, die dauerhaft etabliert werden.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen