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Bau der U8 ins Märkische Viertel
geschrieben von Philipp Borchert 
Danke für den Link. Kosten erscheinen bei solchen politischen Projekten oft gewürfelt. Es muss ja nicht so extreme Kostensteigerungen geben wie bei Stuttgart 21 oder dem Flughafen BER, aber der Preis der U8 erscheint mir auch eher niedrig.
Die neuen Stationen inkl. aller HFT* alleine könnten schon diesen Preis übersteigen. Der Schildvortrieb ist da noch nicht dabei.
Ist bei dem Boden da (Sand) Schildvortrieb gut möglich? Ich kenne mich nicht so aus.

* Höhenfördertechnik
Zitat
def
Toll auch, dass die Mauer zwischen Rosenthal und dem MV offensichtlich noch immer nicht gefallen ist. Die meisten MV-Buslinien enden also weiterhin westlich, die M1 östlich der Mauer. Vielleicht hätte eine M1 wenigstens zum Märkischen Zentrum die U8 etwas mehr "gefüttert".

Hier hätte es ja auch schon viel gebracht, wenn man die M1 im Zuge der Sanierung der Friedrich-Engels-Straße bis zum Wilhelmsruher Damm, östlich der Eisenbahn geführt hätte und am Wilhelsruher Damm einen Umsteigeknoten errichtet hätte. Platz zum Wenden ist für die M1 jedenfalls vorhanden.
Hat Reinickendorf jemals Interesse an so einer Verbindung gehabt? Ich unterstelle nein.
Aber die Bauzeit für die U-Bahn wird so lang sein, dass man in der Zeit eins, zwei, fix eine Straßenbahn ins Märkische Zentrum gebaut hat. Mal schauen, was die nächste Regierung so vorhat. Es käme darauf an, die Tram möglichst nicht parallel zur U8 zu führen. Und wo wird dann die U8 mit der Heidekraut verbunden?
Zitat
Heidekraut
Und wo wird dann die U8 mit der Heidekraut verbunden?

In Gesundbrunnen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Heute feierten BVG und Verkehrssenatorin den angeblichen Start von Erkundungsbohrungen für die Vorplanung der U8-Verlängerung ins Märkische Viertel. Es ist eine Simulation – wie der vorgebliche Spatenstich für die Verlängerung der U3 von Krumme Lanke zum Mexikoplatz im vergangenen Jahr. Immerhin begannen im Berliner Südwesten tatsächlich Bauarbeiten, allerdings nur für den Ersatzneubau eines maroden Bestandstunnels, der bis zu seiner Sperrung für die Abstellung von U-Bahn-Wagen genutzt worden ist. Baurecht für die Verlängerung der U3 zum Mexikoplatz gibt es bis heute nicht.

Ich habe einen Text auf der BUND-Seite Umweltzone Berlin dazu veröffentlicht.
Zitat
nicolaas
Heute feierten BVG und Verkehrssenatorin den angeblichen Start von Erkundungsbohrungen für die Vorplanung der U8-Verlängerung ins Märkische Viertel. Es ist eine Simulation – wie der vorgebliche Spatenstich für die Verlängerung der U3 von Krumme Lanke zum Mexikoplatz im vergangenen Jahr. Immerhin begannen im Berliner Südwesten tatsächlich Bauarbeiten, allerdings nur für den Ersatzneubau eines maroden Bestandstunnels, der bis zu seiner Sperrung für die Abstellung von U-Bahn-Wagen genutzt worden ist. Baurecht für die Verlängerung der U3 zum Mexikoplatz gibt es bis heute nicht.

Ich habe einen Text auf der BUND-Seite Umweltzone Berlin dazu veröffentlicht.

Erkundungsbohrungen sind kein Baustart. Das ist so üblich, bei jeglicher größeren Baumaßnahme mit Konstruktivem Ingenieurbau.

Aber es ist halt schon Wahlkampf. Und da man nichts fertiges hat, feiert man sich halt beim Start der Erkundungsbohrungen.
Zitat
Latschenkiefer
Aber es ist halt schon Wahlkampf. Und da man nichts fertiges hat, feiert man sich halt beim Start der Erkundungsbohrungen.

Es ist wirklich erschütternd, dass die CDU in Sachen Erwartungsmanagement so gar nichts dazulernt. Eigentlich hätte sie ja von dem selbstverschuldeten Desaster lernen können, das ihr eigener Kanzler auf Bundesebene erleidet. Stattdessen werden wieder munter Erwartungen geweckt, die sie nie erfüllen werden (können). Dass sie damit mittelfristig sich selbst schaden, ist die geringste Folge - viel schlimmer ist, dass so Stück für Stück das Vertrauen in Staat und Politik als Ganzes verloren geht.
Zitat
Latschenkiefer

Erkundungsbohrungen sind kein Baustart. Das ist so üblich, bei jeglicher größeren Baumaßnahme mit Konstruktivem Ingenieurbau.

Aber es ist halt schon Wahlkampf. Und da man nichts fertiges hat, feiert man sich halt beim Start der Erkundungsbohrungen.

...und selbst diesen Start simmuliert man, da man noch nichtmal weiß wo die Bahn eigentlich genau entlang fahren soll. Man bohrt einfach irgendwo auf einer landeseigenen Baustelle.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
...und selbst diesen Start simmuliert man, da man noch nichtmal weiß wo die Bahn eigentlich genau entlang fahren soll. Man bohrt einfach irgendwo auf einer landeseigenen Baustelle.

Na, also zum einen hat man eine sehr genaue Vorstellung der planerisch bevorzugten Trasse und zum anderen dürfte die Wegführung bis zum Märkischen Zentrum stets entlang des Wilhelmsruher Damm tatsächlich in Stein gemeißelt sein, egal in welchem Streckenszenario.

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Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
Nemo
...und selbst diesen Start simmuliert man, da man noch nichtmal weiß wo die Bahn eigentlich genau entlang fahren soll. Man bohrt einfach irgendwo auf einer landeseigenen Baustelle.

Na, also zum einen hat man eine sehr genaue Vorstellung der planerisch bevorzugten Trasse und zum anderen dürfte die Wegführung bis zum Märkischen Zentrum stets entlang des Wilhelmsruher Damm tatsächlich in Stein gemeißelt sein, egal in welchem Streckenszenario.

Man weiß noch gar nicht wo Erkundungsbohrungen überhaupt notwendig sind. Üblichwerise muss ein bisschen weiter nach links und rechts gedacht werden als nur zwischen den Tunnelwänden.

Zitat
BVG Pressemitteilung
U8 ins Märkische Viertel: BVG legt los

Bau der rund drei Kilometer langen Neubaustrecke wird konkreter ● Senat erteilt BVG Planungsauftrag für die nächste Phase ● Erste Erkundungsbohrung entlang der Trasse startet



Die Verlängerung der U8 ins Märkische Viertel nimmt Fahrt auf. Nachdem der Berliner Senat Ende April 2026 die Fortführung der Planungen beschlossen hat, liegt nun auch der offizielle Planungsauftrag für die nächste Projektphase vor. Die zuständige Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat die BVG und ihre Tochtergesellschaft BVG Projekt GmbH mit der Fortführung der Planungen nun offiziell beauftragt. Und die verlieren keine Zeit: Mit einer ersten Erkundungsbohrung im Bereich der ehemaligen Postbrücke beginnen die ersten Baugrunduntersuchungen entlang der geplanten Trasse.

Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG: „Der Auftrag vom Senat ist da – und wir legen direkt los. Für viele Menschen im Märkischen Viertel ist die U8 seit Jahrzehnten ein großer Wunsch. Mit den ersten Erkundungsbohrungen beginnt nun die konkrete Planungsarbeit an diesem Projekt.“



Die Verlängerung der U8 ist im Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr als langfristige Infrastrukturmaßnahme vorgesehen. Sie soll die bestehende Strecke vom heutigen Endbahnhof Wittenau bis zu einem neuen Endbahnhof am Senftenberger Ring erweitern. Grundlage für die Fortführung der Planungen sind umfangreiche Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit, zu verschiedenen Verkehrssystemen sowie zu möglichen Trassenvarianten. Das Ergebnis: Eine Verlängerung der U8 bietet die leistungsfähigste Lösung für die Anbindung des Märkischen Viertels an das Berliner Schnellbahnnetz.



Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Mit der Verlängerung der U8 schaffen wir eine leistungsfähige und zukunftsfähige Anbindung für eines der größten Wohngebiete Berlins. Zehntausende Menschen im Märkischen Viertel sollen künftig direkt an das Berliner U-Bahn-Netz angeschlossen werden. Der heutige Planungsauftrag ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem noch attraktiveren Nahverkehrsangebot im Berliner Norden.“



Die planerisch bevorzugte Trasse verläuft vom Bahnhof Wittenau entlang des Wilhelmsruher Damms über die Wesendorfer Straße bis zum Senftenberger Ring.



Dennis Backwinkel, Geschäftsführer der BVG Projekt GmbH: „Wir nutzen den Rückenwind des Planungsauftrags und beginnen unmittelbar mit den ersten Untersuchungen vor Ort. Die Erkundungsbohrungen liefern wichtige Informationen über die Beschaffenheit des Untergrunds entlang der geplanten Trasse. Diese Erkenntnisse sind eine wesentliche Grundlage für die weitere Planung und helfen uns dabei, das Projekt technisch und wirtschaftlich optimal zu planen.“



Mit dem Planungsauftrag startet nun die nächste Phase der Vorplanung. In den kommenden Monaten werden die bisherigen Untersuchungsergebnisse vertieft und die bevorzugte Trassenführung weiter ausgearbeitet. Dazu gehören unter anderem Baugrunduntersuchungen, die Konkretisierung der Streckenführung und der geplanten Bahnhofsstandorte sowie die weitere technische und wirtschaftliche Planung des Projekts. Mit Abschluss der Vorplanung steht neben einer möglichen Trasse, eine valide Kostenschätzung sowie ein Zeitplan.
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Beste Grüße
Harald Tschirner
Zitat: „Das Märkische Viertel mit so vielen Einwohnerinnen und Einwohner muss dringend angeschlossen werden an den U-Bahn-ÖPNV“, bekräftigt sie.

Gilt das nicht seit wievielen Jahrzehnten jetzt? Was ist daran neu? Und was ist Wählertäuschung?
Haben sich die Damen und Herren auch geäußert, mit welchen Wagen die U8 ins Märkische Viertel fahren soll? Obwohl, 15-Minuten-Takt zwischen Senftenberger Ring und Hermannstraße wäre ja auch ok.
Zitat
VvJ-Ente
Haben sich die Damen und Herren auch geäußert, mit welchen Wagen die U8 ins Märkische Viertel fahren soll? Obwohl, 15-Minuten-Takt zwischen Senftenberger Ring und Hermannstraße wäre ja auch ok.

Bis zur Eröffnung sind doch die Optionen für die J-Züge alle verfallen, sodass man dann K-Züge beschaffen könnte.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Latschenkiefer
Aber es ist halt schon Wahlkampf. Und da man nichts fertiges hat, feiert man sich halt beim Start der Erkundungsbohrungen.

Da muss einem aber schon eine gehörige Portion Optimismus innewohnen, wenn man meint, dass das noch etwas nützt. In der jüngsten Ausgabe der Abendschau wurde gerade der Berlin-Trend erörtert.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
VvJ-Ente
Haben sich die Damen und Herren auch geäußert, mit welchen Wagen die U8 ins Märkische Viertel fahren soll?

Nein, die Autos​enatorin erklärte lediglich, warum eine Verlängerung der Straßenbahn auf keinen Fall in Frage kommt, und erläuterte dabei auch den Größenunterschied zwischen einem U-Bahn- und einem Straßenbahnwagen. Dass beide Verkehrsmittel völlig unterschiedliche Aufgaben erfüllen würden, ließ sie jedoch völlig außer Betracht.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Wieso weiß man eigentlich nicht sehr genau, wie der Boden dort beschaffen ist, wo doch das Märkische Viertel dort gebaut wurde? Das muss doch perfekt dokumentiert sein. Oder sind in den letzten 70 Jahren bedeutende Bodenveränderungen aufgetreten? Ist nicht wahrscheinlich, oder?
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
VvJ-Ente
Haben sich die Damen und Herren auch geäußert, mit welchen Wagen die U8 ins Märkische Viertel fahren soll?

Nein, die Autos​enatorin erklärte lediglich, warum eine Verlängerung der Straßenbahn auf keinen Fall in Frage kommt, und erläuterte dabei auch den Größenunterschied zwischen einem U-Bahn- und einem Straßenbahnwagen. Dass beide Verkehrsmittel völlig unterschiedliche Aufgaben erfüllen würden, ließ sie jedoch völlig außer Betracht.

Vielleicht kennt sie ihn auch nicht? Würde ja erklären warum sie da unbedingt eine U-Bahn bauen möchte.
Zitat

"nicolaas" am 1.7.2026 um 13.22 Uhr:

[...] Ich habe einen Text auf der BUND-Seite Umweltzone Berlin dazu veröffentlicht.

Danke dafür, aber leider hat anscheinend niemand der anderen darüber berichtenden Journalisten Deine Hinweise gelesen und dann auf diese "Fake-Demonstration" hingewiesen. Die Abendschau zeigt einen Netzplan mit vier neuen U-Bahnstationen ...



... und Peter Neumann nennt den Ort der Demonstration, aber vermutet nur, dass es sich um einen Schau-Termin handelt (Archiv):

Zitat

Die BVG hatte zur ehemaligen Postbrücke am Wilhelmsruher Damm 150 auf eine Baustelle der Gesobau geladen, um den Beginn der Baugrunduntersuchungen zu zelebrieren. [...] Da der Bohrer aber nur in wenige Meter Tiefe reichte, wurden bei der Technikdemonstration Bedenken laut: Ist das Ganze vielleicht doch nur ein Schau-Termin?

Läuft ... :-/

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.07.2026 02:59 von krickstadt.
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