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Unternehmenskultur bei der BVG
geschrieben von Arnd Hellinger 
Das heißt "Nuii".

Übrigens gibt es mittlerweile neben der einigermaßen dezenten Werbung für Nius in einigen U-Bahn-Innenräumen auch einen Doppeldecker mit großflächiger Vollwerbung (Wagen 3569) für dieses Unternehmen.

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.06.2026 13:55 von Philipp Borchert.
Zitat
Philipp Borchert
Übrigens gibt es mittlerweile neben der einigermaßen dezenten Werbung für Nius in einigen U-Bahn-Innenräumen auch einen Doppeldecker mit großflächiger Vollwerbung (Wagen 3569) für dieses Unternehmen.

Hier ein Foto: [cdn.bsky.app]
Link zum vollständigen Post (nur nach Anmeldung sichtbar): [bsky.app]

Zitat
Lopi2000
Zitat
TobiBER
Die Plätze werde von der Wall vermarktet - da ist die BVG der falsche Ansprechpartner.

Nein, der BVG gehören die Flächen und sie kann die Regel festsetzen, nach denen sie genutzt werden. Im Zweifel könnte sie auch den Vertrag mit dem Werbepartner kündigen und ihm notfalls Schadenersatz zahlen.

Es dürfte allerdings schwierig sein, diese Werbung wirklich zu verbieten, denn sie wirbt zwar für ein ziemlich schlechtes Produkt, das ohnehin negativ auffällt und die öffentliche Debatte in bestimmte Richtungen schieben möchte. Es kommt mir allerdings noch aussichtsreicher vor, dem Medium angesichts seiner "Arbeit" den Begriff "Journalismus" zu verbieten, als diese ziemlich vage Werbung selbst zu verbieten, so schlecht und problematisch ich das beworbene Produkt auch finde.

Das Problem ist ja nicht, dass es ein handwerklich schlechtes Produkt oder so ist, sondern es sind ja gezielte, faktenverdrehende Diffamierungs- und Hetzkampagnen die oft auf keinem Wahrheitsgehalt fußen.

Tja, wo zieht man da die Grenze?

Ich erinner mal an die Atheisten-Werbung, wo die BVG plötzlich moralische Bedenken anmeldete, während Kirchen und Glaubensgemeinschaften weiter werben dürften. Die Initiative hatte sich dann halt einen alten DD-Bus besorgt und tourte damit durchs Land: [www.youtube.com]
Zitat
X-Town Traffic
Zitat
Philipp Borchert
Übrigens gibt es mittlerweile neben der einigermaßen dezenten Werbung für Nius in einigen U-Bahn-Innenräumen auch einen Doppeldecker mit großflächiger Vollwerbung (Wagen 3569) für dieses Unternehmen.

Hier ein Foto: [cdn.bsky.app]
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Lopi2000
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TobiBER
Die Plätze werde von der Wall vermarktet - da ist die BVG der falsche Ansprechpartner.

Nein, der BVG gehören die Flächen und sie kann die Regel festsetzen, nach denen sie genutzt werden. Im Zweifel könnte sie auch den Vertrag mit dem Werbepartner kündigen und ihm notfalls Schadenersatz zahlen.

Es dürfte allerdings schwierig sein, diese Werbung wirklich zu verbieten, denn sie wirbt zwar für ein ziemlich schlechtes Produkt, das ohnehin negativ auffällt und die öffentliche Debatte in bestimmte Richtungen schieben möchte. Es kommt mir allerdings noch aussichtsreicher vor, dem Medium angesichts seiner "Arbeit" den Begriff "Journalismus" zu verbieten, als diese ziemlich vage Werbung selbst zu verbieten, so schlecht und problematisch ich das beworbene Produkt auch finde.

Das Problem ist ja nicht, dass es ein handwerklich schlechtes Produkt oder so ist, sondern es sind ja gezielte, faktenverdrehende Diffamierungs- und Hetzkampagnen die oft auf keinem Wahrheitsgehalt fußen.

Tja, wo zieht man da die Grenze?

Ich erinner mal an die Atheisten-Werbung, wo die BVG plötzlich moralische Bedenken anmeldete, während Kirchen und Glaubensgemeinschaften weiter werben dürften. Die Initiative hatte sich dann halt einen alten DD-Bus besorgt und tourte damit durchs Land: [www.youtube.com]

Man hatte auch mal Werbung für das Artemis - also für ein Bordell - was früher so wohl nicht möglich gewesen wäre. Die Zeiten ändern sich halt und je nachdem sind halt andere Dinge möglich - oder eben nicht. Gegenwärtig ist woke out, schlechtes Benehmen jenseits der Besteckwahl im Restaurant ist in, vor allem wenn es von rechts kommt. Also werden wir da noch einige Kröten schlucken müssen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Natürlich dürfen die werben, es sei denn man verbietet den Verein. Ob die BVG nun jede Werbung zensieren sollte? Naja, social media ist ja auch angehalten, nicht alles durchgehen zu lassen. Das Problem ist wirklich die Grenze.
Zitat
Nemo
Zitat
X-Town Traffic
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Philipp Borchert
Übrigens gibt es mittlerweile neben der einigermaßen dezenten Werbung für Nius in einigen U-Bahn-Innenräumen auch einen Doppeldecker mit großflächiger Vollwerbung (Wagen 3569) für dieses Unternehmen.

Hier ein Foto: [cdn.bsky.app]
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Lopi2000
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TobiBER
Die Plätze werde von der Wall vermarktet - da ist die BVG der falsche Ansprechpartner.

Nein, der BVG gehören die Flächen und sie kann die Regel festsetzen, nach denen sie genutzt werden. Im Zweifel könnte sie auch den Vertrag mit dem Werbepartner kündigen und ihm notfalls Schadenersatz zahlen.

Es dürfte allerdings schwierig sein, diese Werbung wirklich zu verbieten, denn sie wirbt zwar für ein ziemlich schlechtes Produkt, das ohnehin negativ auffällt und die öffentliche Debatte in bestimmte Richtungen schieben möchte. Es kommt mir allerdings noch aussichtsreicher vor, dem Medium angesichts seiner "Arbeit" den Begriff "Journalismus" zu verbieten, als diese ziemlich vage Werbung selbst zu verbieten, so schlecht und problematisch ich das beworbene Produkt auch finde.

Das Problem ist ja nicht, dass es ein handwerklich schlechtes Produkt oder so ist, sondern es sind ja gezielte, faktenverdrehende Diffamierungs- und Hetzkampagnen die oft auf keinem Wahrheitsgehalt fußen.

Tja, wo zieht man da die Grenze?

Ich erinner mal an die Atheisten-Werbung, wo die BVG plötzlich moralische Bedenken anmeldete, während Kirchen und Glaubensgemeinschaften weiter werben dürften. Die Initiative hatte sich dann halt einen alten DD-Bus besorgt und tourte damit durchs Land: [www.youtube.com]

Man hatte auch mal Werbung für das Artemis - also für ein Bordell - was früher so wohl nicht möglich gewesen wäre. Die Zeiten ändern sich halt und je nachdem sind halt andere Dinge möglich - oder eben nicht. Gegenwärtig ist woke out, schlechtes Benehmen jenseits der Besteckwahl im Restaurant ist in, vor allem wenn es von rechts kommt. Also werden wir da noch einige Kröten schlucken müssen.

Vom Artemis geht ja wohl kaum eine Gefahr für die Gesellschaft und die demokratische Willensbildung aus?
Zitat
marc-j
Zitat
Nemo
Man hatte auch mal Werbung für das Artemis - also für ein Bordell - was früher so wohl nicht möglich gewesen wäre. (...)

Vom Artemis geht ja wohl kaum eine Gefahr für die Gesellschaft und die demokratische Willensbildung aus?

Bekannt ist allerdings auch, dass von derartigen "Verkehrsbetrieben" leider nicht selten erhebliche Gefahr für das gesundheitliche sowie finanzielle Wohlergehen der dort Beschäftigten - regelhaft der weiblichen - ausgeht. Insofern stellt sich durchaus auch hier die Frage, ob ein öffentliches Unternehmen derartige "Nahverkehrsanbietende" unbedingt durch Gestellung von Werbeflächen unterstützen muss...

Viele Grüße
Arnd
Was ist mit Vivantes, Adidas, Call a Pizza und die Bundeswehr um mal aktuelle Werbepartner aufzuzählen. Also wenn die BVG bei jedem Werbepartner prüfen soll, ob "das gesundheitliche sowie finanzielle Wohlergehen der dort Beschäftigten" gewahrt wird, kommt doch gar nichts Sinnvolles mehr raus.

Weil sie nämlich wohl bei sich selbst anfangen müsste :->





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.2026 19:44 von Florian Schulz.
Zitat
Florian Schulz
Was ist mit Vivantes, Adidas, Call a Pizza und die Bundeswehr um mal aktuelle Werbepartner aufzuzählen. Also wenn ein Nahverkehrsbetrieb bei jedem Werbepartner prüft ob "das gesundheitliche sowie finanzielle Wohlergehen der dort Beschäftigten" gewahrt wird, kommt doch gar nichts Sinnvolles mehr raus.

Weil sie nämlich wohl bei sich selbst anfangen müsste :->

Na ja, anders als Bordelle unterliegen Adidas, Vivantes, Bundeswehr etc. allerdings sehr wohl den entsprechenden gesetzlichen sowie tarifvertraglichen Bestimmungen zu Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und Entlohnung. Ja, auch ein Standortkommandeur der Bundeswehr darf nicht nach Gutdünken befehlen, wonach ihm gerade gelüstet...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Florian Schulz
Was ist mit Vivantes, Adidas, Call a Pizza und die Bundeswehr um mal aktuelle Werbepartner aufzuzählen. Also wenn die BVG bei jedem Werbepartner prüfen soll, ob "das gesundheitliche sowie finanzielle Wohlergehen der dort Beschäftigten" gewahrt wird, kommt doch gar nichts Sinnvolles mehr raus.

Weil sie nämlich wohl bei sich selbst anfangen müsste :->

Solche Prüfungen gehören zwar sicher nicht zum Kerngeschäftsfeld, aber es gibt ja auch CSR-Richtlinien und dazu Nachhaltigkeitsberichte, die grundsätzlich davon zeugen, dass die BVG um verschiedene gesellschaftliche Themen anders kümmert oder kümmern möchte als die mius-Schreiberlinge das herschreiben möchten: [www.bvg.de]
Zitat
Philipp Borchert
Das heißt "Nuii".

Übrigens gibt es mittlerweile neben der einigermaßen dezenten Werbung für Nius in einigen U-Bahn-Innenräumen auch einen Doppeldecker mit großflächiger Vollwerbung (Wagen 3569) für dieses Unternehmen.

Die BVG möchte, dass die Werbung verschwindet.
[www.tagesspiegel.de]

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Gute Nacht, Forum!
Zitat
IsarSteve
Ich habe diesen Beitrag verschoben, da er wenig mit J/Jk zu tun hat.
Zitat
M48er
Zitat
Ingolf
Ich teile weiterhin nicht den Ansatz, dass das gegenwärtige Fahrgastverhalten sich in Zukunft so fortschreiben wird, dass wir keinen oder nur minimalen Leistungsaufwuchs bei der U-Bahn benötigen. Und wenn der Nahverkehrsplan auch von Angebotsreduzierungen in den Nebenzeiten spricht, dann ist klar, worum es hier geht: Um Schrumpfung des ÖPNV, nicht um adäquate Angebote.

Es ist viel in Bewegung geraten in den letzten Jahren - aber das wird auch noch weitergehen, da es etliche Faktoren in Stadt und Gesellschaft gesamt gibt, die hier wirken und nicht alle absehbar sind. Ein Fortschreiben des Status Quo reicht da nicht aus.

Und zudem gibt es ja hausgemachte Faktoren, die inzwischen mit Sicherheit nachfragedämpfend bei der U-Bahn wirken: eben die gegenwärtige Überlastung in der HVZ und sogar NVZ auf einigen Linien, die massive Unzuverlässigkeit des Systems (bis hin zu tageweisen Komplettausfällen von Linien) verbunden mit katastrophaler Fahrgastinformation, jahrelange Baustellen, die zu jahrelangen praktisch unbrauchbaren Ersatzverkehren (z.B. U2 abends) und Sperrungen von U-Bahnhöfen führen. Von Schmutz und Gefühl von Verwahrlosung in vielen Bahnhöfen gar nicht erst gesprochen. Dies wegzuignorieren zu wollen hilft auch nicht weiter - es sein denn, man möchte Nachfrage loswerden (wie ein Teil der Politik ja andeutet, dass viele Fahrgäste ja "grüne Ideologie" sind).

Ich teile Deine Einschätzung, dass ein Angebotswachstum sinnvoll und erforderlich wäre. Gleichwohl würde ich differenzierter herangehen.
Natürlich kann man die Zukunft nie exakt vorhersagen, aber ich gehe schon von strukturellen Veränderungen bei Arbeitswelt (mehr Online-Arbeit) und Handel (ebenfalls mehr online) aus. Und das merkt man m.E. dauerhaft im Verkehr - übrigens auch im MIV, wo ebenfalls Ausbauprojekte deswegen gestrichen gehören und auch der Bestand auf Rückbaupotentiale untersucht werden sollte. Eine maßvolle Taktreduzierung gegenüber den damaligen Planungen (3 1/3-Takt im Gesamtnetz) finde ich deswegen schon angebracht. Beispielsweise erkenne ich auf meinen Stammlinien U2 und U9 beim angebotenen 4-Minuten-Takt keinerlei Kapazitätsengpässe. Die westliche U2 hat sogar solche Kapazitätsreserven, dass sie eine Verkehrswende in der City-West ohne Taktverdichtung stemmen könnte.

‘Wehret den Anfängen’ Aber natürlich hat das niemand getan.

Ja, das wurde alles schon einmal gesagt, aber in ‘Talking Shops wie dieser’ steckt die Mehrheit so tief in ihrer Blase, dass es mehr oder weniger sinnlos ist, das anzusprechen, weil sie ihre oft lächerlichen Ansichten verteidigen – nur weil es nicht ihr bevorzugtes öffentliches Verkehrsmittel ist.

Was war mit Doppeldeckerbussen? Als 400 alte Doppeldecker durch nur 199 (200) Doppeldecker und 200 besonders günstige Viehtransporter ersetzt wurden, sagte niemand ein Wort. Eine Reduzierung der Fahrgastkapazität um etwa ein Drittel, aber ein Anstieg des Platzbedarfs an den Haltestellen, was entspricht etwa dem Austausch aller EN-Busse durch VW- (MUVA)Busse. Kein Ton von den sogenannten Enthusiasten oder, schlimmer noch, von den Entscheidungsträgern. Dann wurde beschlossen, diese Busse nur von bestimmten Höfen aus einzusetzen – sodass Busse auf den seit langem bestehenden Doppeldeckerlinien 120, 133, X33, M46, M45, M48, M49 und X34 (und mehr) oft völlig überfüllt sind. Was auch Bizarrerweise bedeutet, dass in Steglitz Doppeldecker auf der 282er und GN-Busse auf der M48er fahren - und niemand sagt ein Ton. Wer das nicht glaubt, sollte mal versuchen, in einem Klapperkasten GN von Spandau nach Tegel oder von Charlottenburg nach Kladow zu stehen und das zweimal am Tag! Hin und zurück. Kein Wunder, dass die Leute das Auto benutzen, wenn sie eins haben. Und die BVG glaubt, sie käme damit durch, weil niemand etwas sagt.

Und jetzt geht es weiter... Straßenbahnen und U-Bahn sind nun betroffen, und plötzlich interessieren sich einige hier dafür?

RBB Heute

IsarSteve


Ist so ein Bus wirklich noch 1999 unterwegs gewesen? Sonst echt krass wie antiquiert dieser wirkt, wenn man das mal mit älteren Schienenfahrzeugen aus der Zeit vergleicht wie den Gisela-Zügen oder den F-Zügen oder der BR143 oder BR 480...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.06.2026 13:01 von PassusDuriusculus.
Zitat
PassusDuriusculus
Ist so ein Bus wirklich noch 1999 unterwegs gewesen? Sonst echt krass wie antiquiert dieser wirkt, wenn man das mal mit älteren Schienenfahrzeugen wie den Gisela-Zügen oder den F-Zügen oder der BR143 oder BR 481 vergleicht...

Dem BVB wurden nur 12 bis 15 Jahre alte Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, die sonst verschrottet worden wären. Neuere Fahrzeuge wurden ihnen damals nicht anvertraut.

Wenn du daraus eine Ost-West-Debatte machen willst (so sieht es jedenfalls aus), kann ich dir versichern, dass aus „westlicher Sicht“ damals nichts aus der DDR auch nur annähernd modern wirkte. Ob es nun Schnipsel-Lederjacken, Schipsel-Emaille-Bahnhofsschilder oder Lokomotiven ohne flache Seiten waren … alles sah ziemlich billig aus.

IsarSteve



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.06.2026 12:45 von IsarSteve.
Das war einer der späteren Serien, 2002 dürfte Einsatzende gewesen sein. Auf dem 100er fuhr alles, alt und ganz neu. Zu Veranstaltungen auch mal nicht mit Oberdeck.
@IsarSteve Wie kommst du auf Ost-West?
Ich bin sehr klischeedeutsch und schreibe nichts zwischen den Zeilen, sondern wollte auf den Unterschied zwischen Bussen und Schienenfahrzeugen hinaus. Also eig. genau, was ich geschrieben habe...
Zitat
Nordender
Das war einer der späteren Serien, 2002 dürfte Einsatzende gewesen sein. Auf dem 100er fuhr alles, alt und ganz neu. Zu Veranstaltungen auch mal nicht mit Oberdeck.

Ich glaube, es ist ein SD79 Wagen 32xx… Keine größere Zielanzeige – kein ANNAX ! Doch 11 Jahre alt in 1990.

IsarSteve
Zitat
IsarSteve
Zitat
IsarSteve
Ich habe diesen Beitrag verschoben, da er wenig mit J/Jk zu tun hat.
Zitat
M48er
Zitat
Ingolf
Ich teile weiterhin nicht den Ansatz, dass das gegenwärtige Fahrgastverhalten sich in Zukunft so fortschreiben wird, dass wir keinen oder nur minimalen Leistungsaufwuchs bei der U-Bahn benötigen. Und wenn der Nahverkehrsplan auch von Angebotsreduzierungen in den Nebenzeiten spricht, dann ist klar, worum es hier geht: Um Schrumpfung des ÖPNV, nicht um adäquate Angebote.

Es ist viel in Bewegung geraten in den letzten Jahren - aber das wird auch noch weitergehen, da es etliche Faktoren in Stadt und Gesellschaft gesamt gibt, die hier wirken und nicht alle absehbar sind. Ein Fortschreiben des Status Quo reicht da nicht aus.

Und zudem gibt es ja hausgemachte Faktoren, die inzwischen mit Sicherheit nachfragedämpfend bei der U-Bahn wirken: eben die gegenwärtige Überlastung in der HVZ und sogar NVZ auf einigen Linien, die massive Unzuverlässigkeit des Systems (bis hin zu tageweisen Komplettausfällen von Linien) verbunden mit katastrophaler Fahrgastinformation, jahrelange Baustellen, die zu jahrelangen praktisch unbrauchbaren Ersatzverkehren (z.B. U2 abends) und Sperrungen von U-Bahnhöfen führen. Von Schmutz und Gefühl von Verwahrlosung in vielen Bahnhöfen gar nicht erst gesprochen. Dies wegzuignorieren zu wollen hilft auch nicht weiter - es sein denn, man möchte Nachfrage loswerden (wie ein Teil der Politik ja andeutet, dass viele Fahrgäste ja "grüne Ideologie" sind).

Ich teile Deine Einschätzung, dass ein Angebotswachstum sinnvoll und erforderlich wäre. Gleichwohl würde ich differenzierter herangehen.
Natürlich kann man die Zukunft nie exakt vorhersagen, aber ich gehe schon von strukturellen Veränderungen bei Arbeitswelt (mehr Online-Arbeit) und Handel (ebenfalls mehr online) aus. Und das merkt man m.E. dauerhaft im Verkehr - übrigens auch im MIV, wo ebenfalls Ausbauprojekte deswegen gestrichen gehören und auch der Bestand auf Rückbaupotentiale untersucht werden sollte. Eine maßvolle Taktreduzierung gegenüber den damaligen Planungen (3 1/3-Takt im Gesamtnetz) finde ich deswegen schon angebracht. Beispielsweise erkenne ich auf meinen Stammlinien U2 und U9 beim angebotenen 4-Minuten-Takt keinerlei Kapazitätsengpässe. Die westliche U2 hat sogar solche Kapazitätsreserven, dass sie eine Verkehrswende in der City-West ohne Taktverdichtung stemmen könnte.

‘Wehret den Anfängen’ Aber natürlich hat das niemand getan.

Ja, das wurde alles schon einmal gesagt, aber in ‘Talking Shops wie dieser’ steckt die Mehrheit so tief in ihrer Blase, dass es mehr oder weniger sinnlos ist, das anzusprechen, weil sie ihre oft lächerlichen Ansichten verteidigen – nur weil es nicht ihr bevorzugtes öffentliches Verkehrsmittel ist.

Was war mit Doppeldeckerbussen? Als 400 alte Doppeldecker durch nur 199 (200) Doppeldecker und 200 besonders günstige Viehtransporter ersetzt wurden, sagte niemand ein Wort. Eine Reduzierung der Fahrgastkapazität um etwa ein Drittel, aber ein Anstieg des Platzbedarfs an den Haltestellen, was entspricht etwa dem Austausch aller EN-Busse durch VW- (MUVA)Busse. Kein Ton von den sogenannten Enthusiasten oder, schlimmer noch, von den Entscheidungsträgern. Dann wurde beschlossen, diese Busse nur von bestimmten Höfen aus einzusetzen – sodass Busse auf den seit langem bestehenden Doppeldeckerlinien 120, 133, X33, M46, M45, M48, M49 und X34 (und mehr) oft völlig überfüllt sind. Was auch Bizarrerweise bedeutet, dass in Steglitz Doppeldecker auf der 282er und GN-Busse auf der M48er fahren - und niemand sagt ein Ton. Wer das nicht glaubt, sollte mal versuchen, in einem Klapperkasten GN von Spandau nach Tegel oder von Charlottenburg nach Kladow zu stehen und das zweimal am Tag! Hin und zurück. Kein Wunder, dass die Leute das Auto benutzen, wenn sie eins haben. Und die BVG glaubt, sie käme damit durch, weil niemand etwas sagt.

Und jetzt geht es weiter... Straßenbahnen und U-Bahn sind nun betroffen, und plötzlich interessieren sich einige hier dafür?

RBB Heute

Hallo IsarSteve,
ich kann deinem Beitrag nur zustimmen!
Immerhin verkehren auf der früheren Doppeldecker-Verbindung von Brandenburg nach Berlin (d.h. Teltow Stadt - Bhf. Zoo X10) wieder regelmäßig die selbigen. Auch der 115er (Nikolassee-Düppel- U Fehrbelliner Platz) wurde wieder auf DD‘s umgestellt (zumindest werktags, wie sonntags gefahren wird weiß ich nicht).
Es bleibt zu beobachten, ob das so bleibt oder gar wieder auf weitere Linien ausgeweitet wird.

Nach diesem Artikel befinden sich die begehrtesten Sitzplätze Berlins, zumindest im ÖPNV, in Doppeldeckern oben:
[www.rbb24.de]

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.06.2026 15:37 von Möckernbrücke.
Zitat
PassusDuriusculus
Ist so ein Bus wirklich noch 1999 unterwegs gewesen? Sonst echt krass wie antiquiert dieser wirkt, wenn man das mal mit älteren Schienenfahrzeugen aus der Zeit vergleicht wie den Gisela-Zügen oder den F-Zügen oder der BR143 oder BR 480...

Das dürfte früher sein, 1999 gab es m.E. auch schon das heutige Haltestellendesign.

Die Busse dürften aber tatsächlich noch vereinzelt unterwegs gewesen sein, ich erinnere mich dunkel, auf einem Kunstunterrichtsausflug zum Bauhaus-Archiv um 2003 damit unterwegs gewesen zu sein.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.06.2026 14:15 von def.
Das heutige Haltestellendesign existiert seit Anfang 1998, die Aufnahme dürfte somit 96/97 entstanden sein. Mit den Rollband Doppeldeckern bin ich als Kind in dieser Zeit sehr viel gefahren, die waren damals ganz normales Stadtbild ebenso wie 0305er mit Rollbandanzeige

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Eisern Union!
Zitat
M69
Das heutige Haltestellendesign existiert seit Anfang 1998 (...)

Und war auch sofort stadtweit präsent?

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Die paar Schritte kann ich auch fahren.
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