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Verkehrspolitik in Berlin (2)
geschrieben von Forummaster Berlin 
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Balu der Bär
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Jumbo
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Balu der Bär
Allein vom Nummernschild kannst du aber nicht mehr darauf schließen, wo ein Fahrzeug gemeldet ist. Es ist mittlerweile erlaubt, nach Umzug bei Ummeldung sein altes Kennzeichen zu behalten. Zulassungspapiere werden neu ausgestellt auf die neue Adresse.

Ist das nicht mittlerweile noch flexibler, sodass man völlig frei ist, bei welcher Behörde man das Auto anmeldet, solange man die richtige Adresse angibt?
Oder hat der Bernd, der schon lange hier wohnt, seinen Meldewohnsitz zwischendurch mal kurz nach Barnim verlegt, um seinen Vornamen ans Auto zu bekommen?

Bernd müsste nach Bernau (BER) ziehen.
Man kann überall abmelden, an- und ummelden muss in dem Zulassungsbezirk erfolgen, wo man den Hauptwohnsitz hat.

Und was ist, wenn man auswärts ein gebrauchtes Auto kauft, kann man da dann das auswärtige Kennzeichen ummelden und behalten?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.09.2026 19:37 von Nemo.
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Balu der Bär
Bernd müsste nach Bernau (BER) ziehen.

Eberswalde, Ahrensfelde oder auch Stolzenhagen oder Stolzenhagen gingen auch, da das Unterscheidungszeichen BER für den ganzen Landkreis Barnim vergeben wird.

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Balu der Bär
Man kann überall abmelden, an- und ummelden muss in dem Zulassungsbezirk erfolgen, wo man den Hauptwohnsitz hat.

Mir ist nicht klar, wie der Abs. 4 im § 75 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung gemeint ist. Danach könnte doch die Zulassungsbehörde in der Kreisstadt Eberswalde den Antrag auf Zulassung bearbeiten und durch Vergabe des Kennzeichens BER-ND xxx erledigen, sofern die hiesige Zulassungsbehörde zustimmt.
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Nemo
Und was ist, wenn man auswärts ein gebrauchtes Auto kauft, kann man da dann das auswärtige Kennzeichen ummelden und behalten?

Das kann man und man spart sogar noch Geld dabei, weil kein neues Kennzeichen geprägt werden muss. Angesichts der umfangreichen Liberalisierungen frage ich mich allerdings, warum es überhaupt noch Einschränkungen für die Buchstaben-Zahlen-Kombinationen auf dem Kennzeichen gibt. Einen großen Vorteil habe ich noch nie darin gesehen und war eher überfordert, als ich beim Autohändler erfuhr, dass ich mein Kennzeichen "kostenlos" wählen konnte und sollte, weil es beim Zulassungservice, den ich dazu gebucht hatte, inklusive war. Als kleinen Vorteil der wohnortbezogenen Kennzeichen emfand ich immer, dass die Chance auf Ortskenntnis bei einheimischen Kennzeichnen höher sind und ich bei auswärtigen eher mit einer gewissen Orientierungslosigkeit gerechnet habe.
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Lopi2000
Angesichts der umfangreichen Liberalisierungen frage ich mich allerdings, warum es überhaupt noch Einschränkungen für die Buchstaben-Zahlen-Kombinationen auf dem Kennzeichen gibt.

Etwas Licht ins Dunkel könnte dieses aufschlussreiche Video hier bringen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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Alter Köpenicker
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Lopi2000
Angesichts der umfangreichen Liberalisierungen frage ich mich allerdings, warum es überhaupt noch Einschränkungen für die Buchstaben-Zahlen-Kombinationen auf dem Kennzeichen gibt.

Etwas Licht ins Dunkel könnte dieses aufschlussreiche Video hier bringen.

Gut, solche Einschränkungen finde ich ja noch sehr sinnvoll, der Staat muss ja nicht auch noch dabei helfen, ein solches Gedankengut codiert auf amtlichen Kennzeichen in die Welt zu tragen. Und da die Zulassungsstellen nicht die Motivation für die Kennzeichenauswahl prüfen wollen und sollen, gibt es halt solche Listen. Für eine 1988 geborene Nadine Schmidt mag es eine gewisse Einschränkung sein, weil sie andere Gründe für ihr Wunschkennzeichen hat, aber eine für alle geltende Sperrliste finde ich hier schon sinnvoll, selbst bei einer vollen Liberalisierung.
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Lopi2000
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Alter Köpenicker
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Lopi2000
Angesichts der umfangreichen Liberalisierungen frage ich mich allerdings, warum es überhaupt noch Einschränkungen für die Buchstaben-Zahlen-Kombinationen auf dem Kennzeichen gibt.

Etwas Licht ins Dunkel könnte dieses aufschlussreiche Video hier bringen.

Gut, solche Einschränkungen finde ich ja noch sehr sinnvoll, [...]

Grundsätzlich ja, aber man muss es auch nicht übertreiben, wie im Video dargestellt.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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Alter Köpenicker
Grundsätzlich ja, aber man muss es auch nicht übertreiben, wie im Video dargestellt.

Ich halte es aber auch nicht für übertrieben, wenn so ein Erkennungszeichen einer verbotenen, verfassungsfeindlichen Organisation verboten wird, bzw. einfach nicht als Wunschkennzeichen verfügbar ist, auch wenn es "nur" eine Zahl ist, die für andere Menschen eine andere Bedeutung haben kann.

Im übrigen gibt es meist umfangreichen Bestandsschutz für bestehende Kennzeichen, allerdings hat der Herr im Beispiel sein Fahrzeug offenbar jährlich ab- und wieder angemeldet, wodurch der Bestandsschutz erloschen ist. Die Bearbeiterin zeigt auch, dass es durchaus sinnvoll ist, für solche Kennzeichen standardisierte Listen zu haben, die in der Verwaltungslogik dann einfach angewandt und nicht weiter hinterfragt werden, heute oft in Kombination mit einer IT, die die Vergabe einfach unterbindet. Von allein wäre sie offensichtlich nicht auf die Idee gekommen, dass diese Zahl nicht verwendet werden sollte, obwohl es eine gut begründete Liste gibt, die für die 28 wohl (fast?) bundesweit angewandt wird.
Also ich verstehe, dass die 18 und die 88 problematisch sind, aber die 28? Da muss man schon sehr viel Phantasie haben, das in Zusammenhang zu bringen. Oder anders gesagt: Mit der Phantasie, die hier zum Tragen kommt, kann man vermutlich für alle Zahlenkombinationen eine Argumentation finden und müsste sie folglich alle verbieten.
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Wutzkman
Also ich verstehe, dass die 18 und die 88 problematisch sind, aber die 28? Da muss man schon sehr viel Phantasie haben, das in Zusammenhang zu bringen. Oder anders gesagt: Mit der Phantasie, die hier zum Tragen kommt, kann man vermutlich für alle Zahlenkombinationen eine Argumentation finden und müsste sie folglich alle verbieten.

Wenn man sich nur ein bisschen mit der Bedeutung der Zahl im Kontext mit der verbotenen verfassungsfeindlichen Organisation beschäftigt, braucht man meiner Meinung nach nicht mehr Phantasie dafür als für die 18 oder die 88. Am konsequentesten könnte man dem Problem natürlich mit dem vollständigen Verzicht auf Wunschkennzeichen und einer automatisierten Vergabe inkl. Prüfung mit einer Negativliste begegnen.
Doch, die braucht man in der Tat. Immerhin steht die 28 als Abkürzung für die englische Bezeichnung. Hierzulande würde man auf KfZ-Kennzeichen wiederum wohl eher die 25 benutzen, welche jedoch anscheinend gar nicht verboten ist.

Dabei ist (Achtung - Side Fact) in Deutschland die Verwendung der deutschen Variante an sich strafbar, die der englischen dagegen nicht.
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Lopi2000
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Alter Köpenicker
Grundsätzlich ja, aber man muss es auch nicht übertreiben, wie im Video dargestellt.

Ich halte es aber auch nicht für übertrieben, wenn so ein Erkennungszeichen einer verbotenen, verfassungsfeindlichen Organisation verboten wird, bzw. einfach nicht als Wunschkennzeichen verfügbar ist, auch wenn es "nur" eine Zahl ist, die für andere Menschen eine andere Bedeutung haben kann.

Wenn noch nicht mal die Dame von der Vergabestelle zuverlässig weiß, was es mit der 28 auf sich hat und dass diese Ziffernkombination überhaupt auf Kfz-Kennzeichen Tabu ist, wird das wohl auch auf eine übergroße Mehrheit der Bevölkerung zutreffen. Somit ist diese Vorgehensweise durchaus übertrieben, zumal derlei Verbote auch nach hinten losgehen und erst recht Begehrlichkeiten wecken könnten.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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Alter Köpenicker
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Lopi2000
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Alter Köpenicker
Grundsätzlich ja, aber man muss es auch nicht übertreiben, wie im Video dargestellt.

Ich halte es aber auch nicht für übertrieben, wenn so ein Erkennungszeichen einer verbotenen, verfassungsfeindlichen Organisation verboten wird, bzw. einfach nicht als Wunschkennzeichen verfügbar ist, auch wenn es "nur" eine Zahl ist, die für andere Menschen eine andere Bedeutung haben kann.

Wenn noch nicht mal die Dame von der Vergabestelle zuverlässig weiß, was es mit der 28 auf sich hat und dass diese Ziffernkombination überhaupt auf Kfz-Kennzeichen Tabu ist, wird das wohl auch auf eine übergroße Mehrheit der Bevölkerung zutreffen. Somit ist diese Vorgehensweise durchaus übertrieben, zumal derlei Verbote auch nach hinten losgehen und erst recht Begehrlichkeiten wecken könnten.

Es ist ziemlich egal, ob ein übergroßer Teil der Bevölkerung etwas rafft oder nicht rafft. Relevant ist, ob es für die entsprechende Zielgruppe ein Erkennungszeichen ist.

--- Signatur ---
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Jay
Es ist ziemlich egal, ob ein übergroßer Teil der Bevölkerung etwas rafft oder nicht rafft. Relevant ist, ob es für die entsprechende Zielgruppe ein Erkennungszeichen ist.

Es ist ja auch nicht so, dass es eine einzelne übersensible Zulassungsstelle ist, sondern die Ziffernfolge steht in vielen Regionen auf der Negativliste. Rechtlich ist es deutlich einfacher, eine Ziffernfolge grundsätzlich zu sperren als sie einzelnen Personen dieser Zielgruppe zu untersagen.
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Alter Köpenicker
Wenn noch nicht mal die Dame von der Vergabestelle zuverlässig weiß, was es mit der 28 auf sich hat und dass diese Ziffernkombination überhaupt auf Kfz-Kennzeichen Tabu ist, wird das wohl auch auf eine übergroße Mehrheit der Bevölkerung zutreffen. Somit ist diese Vorgehensweise durchaus übertrieben, zumal derlei Verbote auch nach hinten losgehen und erst recht Begehrlichkeiten wecken könnten.

Das ist die Darstellung einer Satiresendung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, staatliche Akteure bewusst ins Lächerliche zu ziehen. Jede anderes journalistische Medium hätte diese Passage rausgeschnitten und der Verwaltung Gelegenheit gegeben, den Sachverhalt fundiert darzustellen. Von daher würde ich aus der Einzelperson nicht verallgemeinern wollen.
Grundsätzlich zählt bei problematischen Symboliken auch nicht die kollektive Unwissenheit, sondern es soll vermieden werden, verfassungswidrigen Verhaltensweisen eine Plattform zu geben. Mit der gleichen Begründung könnte man sonst auch alle anderen szene-internen Symbole als übertrieben darstellen, nur weil die Bevölkerung davon keine Ahnung hat. Unwissenheit ist jedoch der Nährboden für solche Leute, denn sie wollen es ja gerade, dass solche Symbole nur innerhalb der Szene verstanden werden.

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Wutzkman
Also ich verstehe, dass die 18 und die 88 problematisch sind, aber die 28?

Bernd Höcke?
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Global Fisch
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Wutzkman
Also ich verstehe, dass die 18 und die 88 problematisch sind, aber die 28?

Bernd Höcke?

Das wäre dann aber doch relativ weitsichtig.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Global Fisch
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Wutzkman
Also ich verstehe, dass die 18 und die 88 problematisch sind, aber die 28?

Bernd Höcke?

Ich verstehe deinen Einwand und mag (in dem Fall nicht), wie du denkst.

Mit der gleichen Portion Satire erlaube ich mir dennoch zu erfragen, was an Bernd Höcke denn nun so problematisch ist?
Zitat

"Global Fisch" am 7.9.2026 um 21.40 Uhr:

Bernd Höcke?

Ui, wer war das nochmal, der den Vornamen Bernd verwendet hat?

Edit: Hab's gefunden. Die heute-Show. Vor acht Jahren.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.2026 17:55 von krickstadt.
Blockierter Tram-Ausbau: Der BUND Berlin fordert einen neuen Senat auf, möglichst zügig eine Verwaltungskonferenz Tram einzuberufen, bei der alle beteiligten Behörden und die BVG die bisher festgestellten Blockaden analysieren und gangbare Prozesse besprechen.

https://www.bund-berlin.de/service/presse/detail/news/neustart-fuer-ausbau-berlin-braucht-eine-verwaltungskonferenz-tram/
Soeben in der Berliner Wahlarena im rbb (etwa bei Minute 50): Frau Brinker von der AfD möchte die äußeren Teile von Spandau in der Breite auf Wasserwegen erschließen. Neues aus der Serie: Hauptsache keine Straßenbahn. Denn eine Straßenbahn behindere ja auch den Lieferverkehr (wer kennt ihn nicht, den vielen Lieferverkehr entlang Wilhelmstraße, Gatower Straße, Heerstraße und Falkenseer Chaussee) und eine U-Bahn sei sehr teuer. Was auch stimmt, mal davon abgesehen, dass sie nicht zur Flächenerschließung gedacht ist. Aber das ist ja mal wieder das bekannte, sinnlose Gefrage: U-Bahn oder Straßenbahn?

Dies war die Antwort auf die Frage einer Spandauerin, wie man denn nun gedenke, Spandau abseits vom sehr gut angebundenen Zentrum besser an den ÖPNV anzuschließen bzw. Kapazitäten auszuweiten. Ebenfalls erfolgte der Verweis auf Jahre ergebnisloser Planung von Straßenbahn und U-Bahn und lange Buslinien in die äußeren Teile von Spandau.

Nun, wer freut sich auch schon auf die vielen Kanäle in Wilhelmstadt, Heerstraße Nord, Staaken (Brunsbütteler Damm) und Falkenhagener Feld? Der westliche Bezirk Spandau als neues Venedig? Sehr viele existierende und vor allem schiffbare Wasserwege sehe ich dort nämlich nicht.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.2026 21:22 von VBB/HVV.
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