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Verkehrspolitik in Berlin (2)
geschrieben von Forummaster Berlin 
Ich hätte mir letztes Wochenende tiefgekühlte Kleidung gewünscht. Wo gibt es die?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Wozu brauchst Du dafür einen Laden? Leg' doch einfach Deine Kleidung in die Tiefkühltruhe?
Zitat
Philipp Borchert
Kein Wunder also, dass Klamottenläden sich an diesen gigantischen Trend heften - ja schon fast müssen ...

Apropos Klamottenläden: offenbar hat die BVG mal wieder eine Merch-Aktion in Kooperation mit einem solchen gestartet. Im Uniqlo Flagship Store in der Tauentzienstraße gibt es lt. BVG-Facebookseite zumindest ein T-Shirt und eine Tasche.
Ist jetzt hier Sommerloch ausgebrochen? Gut, die CDU hat ihre U-Bahn-Seligkeit demonstriert, gewählt wird sie sicher nicht mehr. Die Grünen sind fast gleichauf mit den LINKEN, aber was bieten die eigentlich gegen die U-Bahn? Sie müssten doch nun schon auf der Wuhlheider Barrikade stehen und die Nahverkehrstangente fordern. Oder ist das mehr Sache der LINKEN? Wer verlängert die Straßenbahn in Mahlsdorf, da hätten wir doch eine ideale Osttangente.
Für 'ne ideale Osttangente müsste so eine Straßenbahnstrecke schon durchgehend zweigleisig sein. Mit der 62, selbst wenn sie mal nach Hellersdorf fahren würde, ist kein Staat zu machen.

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Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Zitat
Philipp Borchert
Natürlich ... schließlich locken Läden, die Tiefkühlkost vertreiben, zehntausende Kunden aus dem ganzen Land ... jeder will das haben. ..

Genau. Die einen sind aufs Auto angewiesen, weil sie jede Woche für ihre gehbehinderte Großmutter eine neue Waschmaschine kaufen müssen.
Die anderen setzen jede Woche ihre gehbehinderte Großmutter in eine Tiefkühltruhe und kutschieren sie dann per Expressbus durch die Gegend.
Na, dann bauen wir doch zweigleisig aus.
Zitat
Philipp Borchert
Für 'ne ideale Osttangente müsste so eine Straßenbahnstrecke schon durchgehend zweigleisig sein. Mit der 62, selbst wenn sie mal nach Hellersdorf fahren würde, ist kein Staat zu machen.

hier sollten wir uns ehrlich machen: Wir haben in weiten Abschnitten des Hultschiner Damms eigentlich nur die Wahl zwischen eingleisigem besonderen Bahnkörper oder zweigleisiger Straßenbündigkeit: Der Straßenraum von Grundstücksgrenze zu Grundstücksgrenze ist für die Unterbringung von zwei Gleisen, zwei Kfz-Fahrbahnen und regelkonformen Fuß- und Radwegen schlichtweg zu schmal. Und einen durchgehenden Eingriff in die Vorgärten der Anlieger dürfte nicht ansatzweise durchsetzbar sein - das wird niemand ernsthaft heutzutage erwägen. Bäume hätten wir dann hier auch nicht mehr.

Was im bestehenden Straßenraum denkbar wäre, ist eine Eigentrasse in eine Richtung - in der Gegenrichtung Straßenbündigkeit. Das wäre zum Beispiel vor größeren Knoten etc. zielführend, jeweils im Wechsel. Ebenso ließen sich durch eine Optimierung der Haltestellen und der Bahnsteige (bei Zweirichtungsfahrzeugen ergeben sich da mehr Spielräume als gegenwärtig) und vielleicht kleinere Eingriffe in Straßenraum längere zweigleisige Begegnungsabschnitte schaffen. Da ergeben sich also auch ohne durchgehende Zweigleisigkeit m.E. einige Beschleunigungspotentiale in diesem Straßenraum.
Ich stimme dem zu. Aber der Knackpunkt liegt vermutlich wieder in "regelkonform".
Zitat
Ingolf

Was im bestehenden Straßenraum denkbar wäre, ist eine Eigentrasse in eine Richtung - in der Gegenrichtung Straßenbündigkeit. Das wäre zum Beispiel vor größeren Knoten etc. zielführend

Bei den speziellen "Berliner Verhältnissen" müsste die Straßenbahn allerdings immer auf der vom Knoten wegführenden Richtung einen eigenen Gleiskörper haben, sonst würde die Nachrang-Schaltung greifen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Tagesspiegel
Bereits seit mehreren Tagen beeinträchtigen Hitzeschäden an den Gleisen den Verkehr auf der Ringbahn. Auch am Mittwoch kommt es wegen andauernder Reparaturarbeiten auf dem Südring zu Einschränkungen, wie die Berliner S-Bahn mitteilte.

[www.tagesspiegel.de]

Aber Klimaschutz schadet ja der Wirtschaft oder so
Wie naiv kann man sein, dass man glaubt, das mit Klimaschutz lösen zu können. man muss die Anlagen ertüchtigen und schützen, denn Klima kriegen wir so oder so. ;-)
Zitat
Ingolf
Zitat
Philipp Borchert
Für 'ne ideale Osttangente müsste so eine Straßenbahnstrecke schon durchgehend zweigleisig sein. Mit der 62, selbst wenn sie mal nach Hellersdorf fahren würde, ist kein Staat zu machen.

hier sollten wir uns ehrlich machen: Wir haben in weiten Abschnitten des Hultschiner Damms eigentlich nur die Wahl zwischen eingleisigem besonderen Bahnkörper oder zweigleisiger Straßenbündigkeit: Der Straßenraum von Grundstücksgrenze zu Grundstücksgrenze ist für die Unterbringung von zwei Gleisen, zwei Kfz-Fahrbahnen und regelkonformen Fuß- und Radwegen schlichtweg zu schmal. Und einen durchgehenden Eingriff in die Vorgärten der Anlieger dürfte nicht ansatzweise durchsetzbar sein - das wird niemand ernsthaft heutzutage erwägen. Bäume hätten wir dann hier auch nicht mehr.

Das zu klären ist die Aufgabe von Planfeststellungsverfahren.
In Berlin wurden schon viele ursprünglich eingleisig angelegte Straßenbahnstrecken zweigleisig ausgebaut, davon mehrere in Köpenick.

Das Problem stellt sich an vielen Stellen, will man neue Straßenbahnstrecken bauen. Beispielsweise beim geplanten Ausbau der M2 in Richtung Blankenburger Süden ist einiges an privatem Grund zu erwerben, viele Vorgärten in der Blankenburger Straße oder auch einzelne Kleingärten in der Aidastraße gehören längst dem Land Berlin.

Das von vornherein als unmöglich zu erklären, hilft nicht weiter.

so long

Mario
Zitat
marc-j
Zitat
Tagesspiegel
Bereits seit mehreren Tagen beeinträchtigen Hitzeschäden an den Gleisen den Verkehr auf der Ringbahn. Auch am Mittwoch kommt es wegen andauernder Reparaturarbeiten auf dem Südring zu Einschränkungen, wie die Berliner S-Bahn mitteilte.

[www.tagesspiegel.de]

Aber Klimaschutz schadet ja der Wirtschaft oder so

Lass bloß nicht König Friedrich hören, dass du den royalen Ausführungen misstraust...
So - die Hafenmauer aus Spandau ist nicht mehr...

Aber was wird nun aus Ute und Dirk...?

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
So - die Hafenmauer aus Spandau ist nicht mehr...

Aber was wird nun aus Ute und Dirk...?

Och, wahrscheinlich findet die CDU nun einen Kandidaten, bei dem das Volk glaubt, dass es besser wird und man die Linken so verhindern kann und sie kriegen dann doch wieder 30%. Und es geht einfach so weiter.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Evers? Der das Urteil für die Beamten (da bin ich bei Polizei und Feuerwehr) mit Absicht verzögert, fast ignoriert? Gott bewahre. Würde ich auch von Grün und links was dazu hören.
Zitat
Nemo
Zitat
Arnd Hellinger
So - die Hafenmauer aus Spandau ist nicht mehr...

Aber was wird nun aus Ute und Dirk...?

Och, wahrscheinlich findet die CDU nun einen Kandidaten, bei dem das Volk glaubt, dass es besser wird und man die Linken so verhindern kann und sie kriegen dann doch wieder 30%. Und es geht einfach so weiter.

Das würde mich sehr wundern, weil die CDU dann sogar gegenüber 2023 hinzugewänne - als sie auf Bundes- und Landesebene in der Opposition war und es so natürlich recht leicht im Wahlkampf hatte. Merz' Politik im Bund mit seinem Misstrauen und seiner tiefen Verachtung gegenüber der Bevölkerung (Krankschreibung ab dem ersten Tag) ist sicher auch für die Landes-CDU wenig hilfreich. Und selbst wenn die CDU wider Erwarten auf 30 % käme, hätte sie mit der 13-Prozent-SPD keine Mehrheit.

Im Grunde werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zwei Optionen bleiben: Rot-Grün-Rot oder Schwarz-Grün-Rot. Vielleicht war es doch keine gute Idee von der Union, jahrelang besinnungslos auf die Grünen einzuprügeln und sie zum absoluten Hauptfeind zu erklären. Man hat damit nicht nur Erwartungen geschürt, die man gar nicht erfüllen konnte und kann, und so nicht nur die Grünen, sondern auch sich selbst geschwächt; man hat nebenbei auch viel Porzellan zerschlagen - warum sollten die Grünen mit einer Partei zusammenarbeiten wollen, die sie jahrelang als hirnlose Ideologen, die alten Menschen die Heizung rausreißen wollen, diffamiert hat?

Ich betone: es geht nicht darum, die Grünen von - auch harter - Kritik auszunehmen, es geht um das "Wie", die Lügenmärchen von angeblichen Heizungsverboten, das Aufpeitschen irgendwelcher Bauern, die dann den Wirtschaftsminister mit Mistgabel und Traktoren an der Fähre erwarten. Da ist die Union jahrelang weit übers Ziel hinausgeschossen und hat so das politische und gesellschaftliche Klima mitvergiftet.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.2026 22:39 von def.
Zitat
Arnd Hellinger
So - die Hafenmauer aus Spandau ist nicht mehr...

Och, nun wird es ja nichts mehr mit dem CDU-Wahlslogan "Jederzeit an jedem Ort - für alle Berliner Tennissport!"
Das Setting für den Wahlkampf ist ja schon gesetzt:
- Der Untergang des Abendlandes steht bevor (AfD und Linkspartei sind vor der CDU)
- vermutlich Pro Auto (wobei durch den Umstand das das Volksbegehren nicht genug Stimmen hatte und somit kein Volksentscheid stattfindet für "Berlin Autofrei" wird das Zugpferd wohl weniger "ziehen") oder sowas wie "Mobilität für alle Berlin"

Durch die notwendige Dreier-Koalition wird die Senatsbildung und die Konstituierung des neuen Abgeordnetenhauses länger dauern. Bis dahin ist das alte Abgeordnetenhaus mit Mehrheit für CDU und SPD weiterhin beschlussfähig und kann politisch weitermachen, auch gegen den "Umweltverbund".
Ich sehe für das nächste halbe Jahr weitere Beschlüsse kommen, die Fakten schaffen, z. B. für die TVO oder die A100, insb. mit dem neuen Planbeschleunigungsgesetz im Rücken!
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