Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Versorgung von PCK Schwedt
geschrieben von Heidekraut 
Die Sache pressiert. Durch die Pipeline aus Rostock kann nicht genug Öl transportiert werden. Welche Möglichkeiten gäbe es denn, per Kesselwagenzüge Öl aus den Häfen nach Schwedt zu transportieren? DA auch der ÖPNV im VBB davon abhängt, ist das wohl nicht OT.

[www.tagesschau.de]
Zitat
Heidekraut
Die Sache pressiert. Durch die Pipeline aus Rostock kann nicht genug Öl transportiert werden. Welche Möglichkeiten gäbe es denn, per Kesselwagenzüge Öl aus den Häfen nach Schwedt zu transportieren? DA auch der ÖPNV im VBB davon abhängt, ist das wohl nicht OT.

[www.tagesschau.de]

Wir haben doch noch die Druschba-Trasse. Die hat einen Abzweig nach Danzig zum Terminal. Da kann ja auch eingespeißt werden.

Mit Kesselwagen sieht es ganz mau aus. Weder DB noch Private haben dafür genügend geeignete Kesselwagen.
Vor zwölf Jahren hat Russland die Krim und Teile des Donbass annektiert. Seit vier Jahren greift Putin die ganze Ukraine an. Und trotzdem hat man es nicht geschafft, sich in Bezug auf das PCK auf das zu erwartende in ausreichendem Ausmaße vorzubereiten. Es ist eigentlich kein Wunder, wenn Deutschland zwischen den Mächten dieser Welt zerrieben wird, so unfähig wie sich politische und wirtschaftliche "Elite" zeigen.
Wie zu lesen in jeder Presse und im TV, wird das "Umgeleitet" und es gibt keinen echten wirksamen Engpass. Okay?
Versorgung ist weiterhin gesichert.

GLG.................Tramy1



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.2026 21:44 von Tramy1.
Nein, in dem Artikel steht ja eindeutig, dass das nur vorläufig für die nächste Zeit gilt. Die Röhre aus Danzig hat zu wenig Kapazität und ist ausgelastet, sie soll durch Schmiermittel die das Öl flüssiger machen um 10% gesteigert werden. Das wird aber knapp. Kesselwagen sollten beschaffbar sein, zur Not werden sie gebaut, aber gibt es auch genug Schienentrasse für einen solchen Zweck, ausgerechnet in der unterentwickeltsten Ecke des Deutschen Schienennetzes?
Zitat
def
Vor zwölf Jahren hat Russland die Krim und Teile des Donbass annektiert. Seit vier Jahren greift Putin die ganze Ukraine an. Und trotzdem hat man es nicht geschafft, sich in Bezug auf das PCK auf das zu erwartende in ausreichendem Ausmaße vorzubereiten. Es ist eigentlich kein Wunder, wenn Deutschland zwischen den Mächten dieser Welt zerrieben wird, so unfähig wie sich politische und wirtschaftliche "Elite" zeigen.

Du schreibst mal wieder Murks, sorry to say.

Man hat den Ausfall von russischem Ural-Öl durch Kasachisches Öl kompensiert. Mal eben schnell irgendwo neue Infrastruktur hinstellen, da sind in D ganz viele sofort auf den Barrikaden. Wegen Käfer und was weiß ich nicht alles. Von der Bauzeit reden wir mal nicht. Völlig unmöglich. Der Mann im Kreml versucht einfach jetzt, in einer Situation wo die USA das Embargo auf russisches Öl zeitweilig ausgesetzt haben, seinen Stoff an die Käufer zu bringen und bemächtigt sich der Infrastruktur als Druckmittel. Wenn das nicht funktioniert, wird er seinen Versuch ziemlich schnell aufgeben, weil er auch an der Durchleitung vom kasachischen Öl verdient. Sicher nicht so viel, als würde er sein Öl verkaufen, aber besser als nix.

Es gibt Situationen, da kann man sich noch so gut vorbereiten, es wird danach unangenehm. Das ist für viele Menschen in D eine unbequeme Wahrheit, weil man sich Jahrzehntelang daran gewöhnt hat, dass der Staat die Probleme löst oder mit Geld zuschüttet. Du würdest die gleiche Frage stellen, wenn in der Eifel ein Vulkan ausbricht.
Benzin und Diesel werden nochmal spürbar teurer werden, Kerosin wird im Sommer knapp und es ist bei weitem nicht sicher, dass jeder Urlaubsflieger im AUG auch wirklich gefuelled werden kann. Die Auswirkungen werden aber alle spüren, wenn im Supermarkt die Preise steigen, und die Regale leerer werden. Am Ende des Tages wird der Otto-Normalverbraucher weniger Wohlstand genießen, weil die Kosten der Krise umgelegt und sozialisiert werden. Das ist am Ende BWL 1.Semester.
Zitat
Balu der Bär
Du schreibst mal wieder Murks, sorry to say.

Ach, die übliche Projektion...

Zitat
Balu der Bär
Man hat den Ausfall von russischem Ural-Öl durch Kasachisches Öl kompensiert.

Sehr konsequent, diese Kompensation dann durch eine Pipeline zu beziehen, die durch Russland verläuft. De facto hat man überhaupt nichts kompensiert, wenn man das aktuelle Geschehen nicht als Szenario bedacht hat.

Zitat
Balu der Bär
Mal eben schnell irgendwo neue Infrastruktur hinstellen, da sind in D ganz viele sofort auf den Barrikaden.

Zwölf Jahre = "mal eben schnell irgendwo"? Hörst du dir manchmal selbst zu? Wenn deine Ansprüche an Schnelligkeit vor 80 Jahren schon gegolten hätten, sähe Berlin wohl immer noch aus wie 1945. Es scheitert ja, siehe @Bd2001, schon daran, wenigstens als Ersatz-/Rückfallmaßnahme innerhalb von 12 Jahren genug Kesselwagen zu beschaffen.

Zitat
Balu der Bär
Benzin und Diesel werden nochmal spürbar teurer werden, Kerosin wird im Sommer knapp und es ist bei weitem nicht sicher, dass jeder Urlaubsflieger im AUG auch wirklich gefuelled werden kann. Die Auswirkungen werden aber alle spüren, wenn im Supermarkt die Preise steigen, und die Regale leerer werden. Am Ende des Tages wird der Otto-Normalverbraucher weniger Wohlstand genießen, weil die Kosten der Krise umgelegt und sozialisiert werden. Das ist am Ende BWL 1.Semester.

Auch das so ein Fall, Realitäten ins Auge zu blicken. Das ist jetzt die wievielte Energie-/Ölkrise in den letzten Jahrzehnten? Die letzte liegt noch keine fünf Jahre zurück. Und was machen große Teile der Politik? Verteufeln Wärmepumpen, Elektroautos, ÖV- und Radwegeausbau und Windkraftanlagen. Und die Bevölkerung? Wählt mehrheitlich jene Parteien, die genau das tun. Selbst schuld. Und jedes Mal sind alle wieder überrascht. Ich kann das Gejammer nicht mehr hören.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.2026 08:09 von def.
Aber nun gleiten wir wieder ab. Die Frage ging auf: Welche Bahnstrecken stehen möglicherweise zusätzlich zu den Pipelinemaßnahmen zur Verfügung?
Zitat
def
Zwölf Jahre = "mal eben schnell irgendwo"?

Nach heutigen Maßstäben wäre das sogar sehr schnell.


Zitat
def
Und was machen große Teile der Politik? Verteufeln Wärmepumpen, Elektroautos, ÖV- und Radwegeausbau und Windkraftanlagen. Und die Bevölkerung? Wählt mehrheitlich jene Parteien, die genau das tun. Selbst schuld. Und jedes Mal sind alle wieder überrascht.

Ich wünschte, ich könnte ein solches Vorgehen wenigstens nachvollziehen. Man bekommt ja auch nur Ausflüchte und keine vernünftige Antwort präsentiert, wenn man mal nachhakt, aus welchen Gründen die eine oder andere Partei gewählt wurde.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Heidekraut
Aber nun gleiten wir wieder ab. Die Frage ging auf: Welche Bahnstrecken stehen möglicherweise zusätzlich zu den Pipelinemaßnahmen zur Verfügung?

Such Dir hier eine aus:
[www.openrailwaymap.org]

Viel Auswahl bleibt ja für Dein konkretes Beispiel zwischen Rostock und PCK nicht.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Die Herren sind an einer Diskussion nicht interessiert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
def
Und was machen große Teile der Politik? Verteufeln Wärmepumpen, Elektroautos, ÖV- und Radwegeausbau und Windkraftanlagen. Und die Bevölkerung? Wählt mehrheitlich jene Parteien, die genau das tun. Selbst schuld. Und jedes Mal sind alle wieder überrascht.

Ich wünschte, ich könnte ein solches Vorgehen wenigstens nachvollziehen. Man bekommt ja auch nur Ausflüchte und keine vernünftige Antwort präsentiert, wenn man mal nachhakt, aus welchen Gründen die eine oder andere Partei gewählt wurde.

Im Zweifelsfall sind eh "DIE GRÜNEN!!!1!" schuld, wenn das eintritt, wovor sie seit Jahren warnen. Es ist aber natürlich auch ein Problem, dass die Grünen leider die einzige im ehemals oder aktuell Bundestag vertretene Partei sind, die in dieser Hinsicht recht konsequent ist. Das österreichische Pendant zur FDP (die Neos) betreibt zum Beispiel auch eine seriöse Klimapolitik, eben mit marktliberaleren Ansätzen als die Grünen. (Die liegen übrigens auch anders als die FDP konstant bei ca. 10 %, egal ob sie regieren oder in der Opposition sind.)

Das ist auch ein Drama in der deutschen Parteienlandschaft: wer die Grünen nicht mag, hat im Grunde keine Chance, für Decarbonisierung (sprich: Klimaschutz und geopolitische Unabhängigkeit) zu stimmen. Die Union rückt immer weiter nach rechts, die AfD ist dort schon, für die FDP gilt Marktwirtschaft nur für andere und sie wittert überall "Sozialismus" und "Gratismentalität", außer bei kostenlosem Parken natürlich, die SPD ist die SPD und für die Linke hat es einfach keine Priorität. Man seht sich wirklich nach Helmut Kohl zurück, der hat aus dem Ozonloch wenigstens Konsequenzen gezogen, statt das Problem rhetorisch anzuerkennen, aber alle möglichen Maßnahmen abzulehnen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.2026 09:25 von def.
Wenn die Grünen nicht mit dem A*** wieder einreißen würden, was sie vorne aufbauen, wenn sie bei ihrem ach so wiss. Ansatz nicht ständig den Überblick verlören, wenn sie rechnen könnten und sehen, dass das alles kaum bezahlbar ist, wenn sie weniger Globuli schlucken und anthroposophisch daher kämen, etwas praktischer, pragmatischer und vor allem strukturiert denken würden. Wenn sie nicht alles mit Geld zuschütten und sich in sozialen Fragen an den LINKEN orientieren würden, den Markt verstehen und mit den Liberalen gut könnten. Dann wird das vielleicht auch in Baden-Württemberg was werden. Aber ich zweifle daran. Dort haben die Grünen ihren besten Populisten eingebracht. Na bravo.

Und dann noch nicht so religiös daher kommen täten, alle Welt zu missionieren und sie zu ihrem Glück zu zwingen. Nunja, das wäre ja nicht zum Aushalten. So eine Partei gibt es nicht.

Und wer glaubt, dass ich was mit den Blauen am Hut hab, irrt gewaltig.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.2026 19:57 von Heidekraut.
Wie wäre es mit dem Öltransport über die Oder?

Die PCK ist von Passow aus schienentechnisch angebunden. Die Strecke nach Stettin ist schon mal mehrfach unterbrochen. Also bliebe nur mit Kopf machen in Angermünde und dann über die Stralsunder Strecke? Oder über Neubrandenburg - Stavenhagen nach und von Rostock. Nur gibt es wohl keine Kurve zur Loydbahn. Also muss man über Lüssow fahren. Wer kennt die Auslastung der Strecke? Es wäre wohl besser als über Stralsund, da die Strecke Stralsund - Rostock ja wohl wenig Kapazität bietet.
Zitat
Heidekraut
Wie wäre es mit dem Öltransport über die Oder?

Die PCK ist von Passow aus schienentechnisch angebunden. Die Strecke nach Stettin ist schon mal mehrfach unterbrochen. Also bliebe nur mit Kopf machen in Angermünde und dann über die Stralsunder Strecke? Oder über Neubrandenburg - Stavenhagen nach und von Rostock. Nur gibt es wohl keine Kurve zur Loydbahn. Also muss man über Lüssow fahren. Wer kennt die Auslastung der Strecke? Es wäre wohl besser als über Stralsund, da die Strecke Stralsund - Rostock ja wohl wenig Kapazität bietet.

Rostock - Stralsund hat keine freien Kapazitäten. Das krankt an den Abschnitten Rostock (Abzweig Riekdahl)–Ribnitz-Damgarten West und Velgast–Stralsund die nur eingleisig sind. Der Ausbau sollte mal im Rahmen des Projektes VDE Nr.1 kommen zuerst 1997, dann 2002. Mittlerweile gibt es keine Zeitschiene mehr für den Ausbau der Strecke.

Über Stavenhagen würde es prinzipiell gehen, die Strecke ist aber auch eingleisig und dazu ohne Fahrleitung. Da fehlen wieder die Dieselloks.
Eigentlich wäre Stettin der nächste und richtige Hafen. Er müsste halt mit einem Ölterminal versehen werden. Da Polen ebenfalls von PCK profitiert, ist das nicht so abwegig. Sowohl die Oder, als auch eine Schienenstrecke wären gut, vielleicht beides. Nach Stettin soll es ja bald wieder gehen?
Zitat
Heidekraut
Eigentlich wäre Stettin der nächste und richtige Hafen. Er müsste halt mit einem Ölterminal versehen werden. Da Polen ebenfalls von PCK profitiert, ist das nicht so abwegig. Sowohl die Oder, als auch eine Schienenstrecke wären gut, vielleicht beides. Nach Stettin soll es ja bald wieder gehen?

Die Polen bauen aber nicht mal so einen Ölhafen. Schon gar nicht in einer Zeit, wo Planungen schnell wieder über den Haufen geworfen werden.
Zitat
Heidekraut
Die Sache pressiert. Durch die Pipeline aus Rostock kann nicht genug Öl transportiert werden. Welche Möglichkeiten gäbe es denn, per Kesselwagenzüge Öl aus den Häfen nach Schwedt zu transportieren? Da auch der ÖPNV im VBB davon abhängt, ist das wohl nicht OT.

[www.tagesschau.de]

Ganz ehrlich: Die Tanklager, von denen aus die Betriebstankstellen von BVG, DB, SWP und anderen VBB-Verkehrsunternehmen mit Kraftstoffen auf Mineralölbasis beliefert werden, lassen sich auch mit gleichartigen Produkten aus Leuna, Ingolstadt, Karlsruhe, Gelsenkirchen bzw. den Niederlanden, Belgien, Italien oder Österreich versorgen. Der EU-Binnenmarkt existiert... :-)

Problematisch an der reduzierten Belieferung von PCK via Druschba sind eher die mittel- bis längerfristigen Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Bevölkerungsstruktur im Kreis Uckermark - Jobalternativen finden sich dort nämlich bisher eher wenige, was wiederum @def in seinen hiesigen Aussagen bestätigt, mensch hätte in Potsdam und Angermünde schon beizeiten auf Herrn Habeck sowie die ach so bösen Grünen hören und den Strukturwandel einleiten müssen.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Heidekraut
Echt jetzt?

Und Deine Erwiderung bezieht sich jetzt bitte genau worauf...?

Viele Grüße
Arnd
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen