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Einstieg an allen Türen bei der BVG
geschrieben von VBB/HVV 
Im Zuge der Corona-Pandemie wurde der Einstieg an allen Türen bekanntlich offiziell wieder gestattet, zeitweise war der Ein- und Ausstieg an der ersten Tür ja auch gar nicht möglich (Schutzfolie/Absperrband hinter dem Fahrerplatz).
Dankenswerterweise hat man uns die Wiedereinführung des Vordereinstiegs erspart, so halb offiziell-inoffiziell (im Juristendeutsch würde man es wohl "schwebend" nennen) besteht das Provisorium nach wie vor.

Ohne dazu großartig etwas gelesen oder vernommen zu haben, ist mir zuletzt aufgefallen, dass die 2026er-Serie der Solaris Urbino IV 18 electric, die gerade ausgeliefert und in Betrieb genommen wird (Fahrzeugnummern 5650 aufwärts) nun sogar wieder Außentürtaster an den hinteren Türen besitzt. So war es zuletzt bei den Bussen, die in 2003 in Betrieb genommen wurden, ab 2005 gab es nur noch den Kinderwagen-Taster an der 2. Tür. Dies bedeutet anscheinend, dass man sich vernünftigerweise dazu entschieden hat, den Einstieg an allen Türen dauerhaft beizubehalten, allerdings ohne dies großartig bekanntzugeben, mein letzter Stand ist immer noch, dass es sich hierbei um das zu Pandemie-Zeiten eingeführte "dauerhafte Provisorium" handelt.

Ist jemandem dazu eine öffentliche Mitteilung oder eine interne Entscheidung bekannt, die später erfolgte?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.05.2026 10:40 von VBB/HVV.
Ich denke, das hängt auch mit dem D-Ticket zusammen.
Zitat
Heidekraut
Ich denke, das hängt auch mit dem D-Ticket zusammen.

Dann erläutere doch mal gerne diesen Zusammenhang. Ich sehe da keinen.

Berliner Linienchronik (+ Stationierungen/Werbungen/...) 1858-2026
Ich war gerade in Sachsen, da mußte man beim Fahrer den QR-Code des D-Tickets oder Papiertickets (vermutlich erkennt das System, ob die Tickets schon benutzt wurden) scannen. Er sieht wie bei den Zugbegleitern, ob der Fahrausweis gültig ist.Dies lässt sich in Berlin schwer durchführen, wenn z.B. in Steglitz vielleicht 15 oder mehr Personen sehen.
Zitat
Giesendorfer
Ich war gerade in Sachsen, da mußte man beim Fahrer den QR-Code des D-Tickets oder Papiertickets (vermutlich erkennt das System, ob die Tickets schon benutzt wurden) scannen. Er sieht wie bei den Zugbegleitern, ob der Fahrausweis gültig ist.Dies lässt sich in Berlin schwer durchführen, wenn z.B. in Steglitz vielleicht 15 oder mehr Personen sehen.

Das war aber auch schon vor dem Deutschlandticket so. Meine Karte wollte kaum einer am Kontrollleser haben - manche waren davon eher verwirrt, dass man sein Ticket vorzeigt.

Berliner Linienchronik (+ Stationierungen/Werbungen/...) 1858-2026
Zitat
Giesendorfer
Ich war gerade in Sachsen, da mußte man beim Fahrer den QR-Code des D-Tickets oder Papiertickets (vermutlich erkennt das System, ob die Tickets schon benutzt wurden) scannen. Er sieht wie bei den Zugbegleitern, ob der Fahrausweis gültig ist.Dies lässt sich in Berlin schwer durchführen, wenn z.B. in Steglitz vielleicht 15 oder mehr Personen sehen.

Wie mag das erst in Bayern sein? Dort war es schon immer deutscher als deutsch.
Zitat
Heidekraut
Zitat
Giesendorfer
Ich war gerade in Sachsen, da mußte man beim Fahrer den QR-Code des D-Tickets oder Papiertickets (vermutlich erkennt das System, ob die Tickets schon benutzt wurden) scannen. Er sieht wie bei den Zugbegleitern, ob der Fahrausweis gültig ist.Dies lässt sich in Berlin schwer durchführen, wenn z.B. in Steglitz vielleicht 15 oder mehr Personen sehen.

Wie mag das erst in Bayern sein? Dort war es schon immer deutscher als deutsch.

Da reicht es doch schon bei einem Umlandverkehrsbetrieb zu landen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Ja, zum Beispiel ganz toll auf der "Mischlinie" 893. BVG-Bus? Steig' ein an Tür 1, steig' ein an Tür 2, kauf' das Ticket beim Fahrer wenn noch keines da ist, fertig. Wehe, es kommt ein BBG-Bus. Gut, in dem kann man sein Ticket noch mit Bargeld kaufen, soweit ich weiß. Aber richtig Ärger gibt's, wenn man hinten einsteigt ...

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Ich bin kürzlich mit einer Busfahrt nach Schulschluss von Torgelow nach Pasewalk gefahren. Obwohl quasi alle weiteren Fahrgäste Schüler:innen waren, durfte jede:r einzelne sein Ticket einlesen, was natürlich dann dazu führte, dass der Anschlusszug in Pasewalk (in meinem Fall der RE4 Richtung Lübeck) nicht mehr zu erreichen gewesen wäre, wenn es nicht die ungewöhnliche Situation gegeben hätte, dass Bus und RE4 nur von einem Zaun getrennt nebeneinander hielten und der Anschluss trotz der Verspätung gesichert wurde.
Zitat
Lopi2000
Ich bin kürzlich mit einer Busfahrt nach Schulschluss von Torgelow nach Pasewalk gefahren. Obwohl quasi alle weiteren Fahrgäste Schüler:innen waren, durfte jede:r einzelne sein Ticket einlesen, was natürlich dann dazu führte, dass der Anschlusszug in Pasewalk (in meinem Fall der RE4 Richtung Lübeck) nicht mehr zu erreichen gewesen wäre, wenn es nicht die ungewöhnliche Situation gegeben hätte, dass Bus und RE4 nur von einem Zaun getrennt nebeneinander hielten und der Anschluss trotz der Verspätung gesichert wurde.

Bei uns – und das sogar im VBB-Land und noch keine 10 Jahre her – wurde "damals" auch bei jedem einzelnen Schüler nach Schulschluss genau die Gültigkeit studiert. Und wehe, am 02. war noch die Monatsmarke (!) des Vormonats in der sowieso fürs ganze Jahr bezahlten Jahres(!)karte drin, dann war aber was los...

Geht aber auch überall anders so: Auch bei der riesigen Umsteigeanlage am Kieler Hauptbahnhof ging der Ausstieg im Gelenkbus super schnell (dafür war es ja ein Viertürer :-)), der Einstieg durch z.T. genau einen Türflügel bei quasi 100% Fahrgastwechsel dafür aber umso langsamer.
Nun, der Berliner geht grundsätzlich bei Rot über die Straße. Der Dresdner sch*** dich an: "Jo, wenn se de Stroofe dafür bezahlen wollen ..."

Bürokratischer Kontrollwahn. Offenbar hat noch keiner ausgerechnet, was das kostet. Und was Vertrauen zum Bürger an Mitteln freisetzen kann.
Moin,
Nicht ganz zu dem Thema, aber durchaus zum Thema "Türen im Bus" passend. In viele Großstädten geht die Tendenz ja dazu in Solo-Bussen eine dritte, bzw. in Gelenk-Bussen eine vierte Tür einzubauen und damit den Fahrgastfluss schneller gestalten zu wollen.
In Berlin ist mir das bisher so noch nicht untergekommen/aufgefallen.
Hat das eine tieferen Sinn oder ist es schlicht und alleine das liebe Geld, welches man sich sparen will?

Freue mich auf dachdienliche Antworten :)
Gruß CityBahn
Zitat
CityBahn GT8N
In viele Großstädten geht die Tendenz ja dazu in Solo-Bussen eine dritte, bzw. in Gelenk-Bussen eine vierte Tür einzubauen und damit den Fahrgastfluss schneller gestalten zu wollen.
In Berlin ist mir das bisher so noch nicht untergekommen/aufgefallen.
Hat das eine tieferen Sinn oder ist es schlicht und alleine das liebe Geld, welches man sich sparen will?

Aus den viertürigen Ikarus-Bussen wurde nach der Wende sogar eine Türe ausgebaut - zu gefährlich für Fahrgäste aus dem Westen hieß es damals.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Wir hatten doch ein paar Solaris mit 4 Türen, ewig her.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
CityBahn GT8N
In viele Großstädten geht die Tendenz ja dazu in Solo-Bussen eine dritte, bzw. in Gelenk-Bussen eine vierte Tür einzubauen und damit den Fahrgastfluss schneller gestalten zu wollen.
In Berlin ist mir das bisher so noch nicht untergekommen/aufgefallen.
Hat das eine tieferen Sinn oder ist es schlicht und alleine das liebe Geld, welches man sich sparen will?

Aus den viertürigen Ikarus-Bussen wurde nach der Wende sogar eine Türe ausgebaut - zu gefährlich für Fahrgäste aus dem Westen hieß es damals.

Weil man bei den viel zu steilen und hohen Stufen rausfallen könnte? Dann hätte man aber alle Türen zuschweißen müssen. Nebenbei hat man doch die Ikarusse dort wo viele West-Fahrgäste unterwegs sind gar nicht eingesetzt. Ich kann mich auch an Ikarusse mit einer Tür weniger gar nicht erinnern. Man hat sie in meiner Welt aber auch vor allem beim SEV eingesetzt, gerade wegen der vielen Türen und der vielen Stehplätze.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Die BVG hatte jahrelang Busse mit mehr Türen, sowohl Gelenkbusse mit vieren als auch 12-Meter-Solowagen mit dreien. Das geht halt massiv auf Kosten der Sitzplätze. Richtig absurd war es dann, als der zwangsweise Vordereinstieg galt (wie oben schon von anderswo berichtet) - drei Türen für den Ausstieg, aber nur eine für den Zustieg. Ich persönlich finde die Varianten mit den vielen Sitzplätzen im Heck (das sind - zumindest für mich - oft die besten), die bei den Varianten mit zusätzlicher Tür besonders dezimiert sind, sehr viel besser und auch ausreichend. Selbst in Berlin.

Die Entscheidung, wieder zu zweitürigen Solowagen und dreitürigen Gelenkbussen zu wechseln, muss bei der BVG irgendwann Anfang der 2000er getroffen worden sein, schon die zweite Serie Citaro und alle Gelenkbusse nach den ersten Urbino (quasi alle Busse ab Baujahr 2003) wiesen keine Türen mehr im Heckbereich auf. Das ist nun über 20 Jahre her und ich nehme an, das sollte an Erfahrung genügen. Ob es hin und wieder Überlegungen dazu gibt, wieder Busse mit mehr Türen zu beschaffen, weiß ich natürlich nicht - ich hoffe, sie bleiben aus oder fruchten nicht.

In vielen Städten z.B. in der Slowakei und Tschechien fahren sie mit Bussen herum, die fast nur aus Türen bestehen ...



~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Zitat
Nemo
Zitat
Alter Köpenicker
Aus den viertürigen Ikarus-Bussen wurde nach der Wende sogar eine Türe ausgebaut - zu gefährlich für Fahrgäste aus dem Westen hieß es damals.

Weil man bei den viel zu steilen und hohen Stufen rausfallen könnte?

Der Zweck einer Türe ist eigentlich unter anderem der Schutz vor Herausfallen. Im Übrigen ist ja die Gefahr nicht gebannt, wenn nur eine Türe entfernt wird, da man ja auch aus einer der anderen Türen herausfallen kann. Das funktioniert aber auch bei weniger hohen Stufen und selbst dann, wenn gar keine Stufe vorhanden ist.


Zitat
Nemo
Nebenbei hat man doch die Ikarusse dort wo viele West-Fahrgäste unterwegs sind gar nicht eingesetzt.

Vielleicht hat man diese Maßnahme vorsichtshalber ergriffen, falls sich mal einer aus Versehen in den Osten verirrt.


Zitat
Nemo
Ich kann mich auch an Ikarusse mit einer Tür weniger gar nicht erinnern. Man hat sie in meiner Welt aber auch vor allem beim SEV eingesetzt, gerade wegen der vielen Türen und der vielen Stehplätze.

Das kommt ganz darauf an, wie weit Dein Erinnerungsvermögen zurückreicht. Im Original hatten die Busse vier Türen (es gab auch Varianten mit nur zwei Türen); nach der Wende wurde dann die dritte Türe elegant entfernt und an ihre Stelle trat ein Doppelsitz, der den ehemaligen Türraum geschickt kaschierte.

Ich habe mal drei Bilder rausgesucht:

Original
[www.doppelstockbus.de]

mit fehlender Tür 3
[www.urban-transport-magazine.com]

Überlandvariante mit nur zwei Türen
[www.bus-bild.de]


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.2026 08:57 von Alter Köpenicker.
Der Verzicht auf die vierte Tür bei Gelenkbussen (und damit auch auf kürzere Haltestellenaufenthalte) hatte sicher auch buskonstruktive Gründe. Mit der Entwicklung der Niederflurbusse musste der Motor aus seinem Versteck unter dem Boden in das Heck der Fahrzeuge wandern und dort beträchtlichen Raum einnehmen. Bei den Ikarusbussen (und vergleichbaren) befand sich die vierte Tür unmittelbar am Fahrzeugende und erlaubte so eine wunderbar gleichmäßige Verteilung der Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten über die gesamte Fahrzeuglänge. Bei den Niederflurbussen wanderte die vierte Tür wegen des Motorraumes im Heck etwas nach vorn, nahe an die dritte Tür (die sich ihrerseits wegen größerer Gelenkkonstruktionen leicht nach hinten verschoben hatten). Damit war der Nutzen für das leichtere Ein-und Aussteigen nicht mehr so groß.

Gruß
Micha

Zitat
Philipp Borchert
In vielen Städten z.B. in der Slowakei und Tschechien fahren sie mit Bussen herum, die fast nur aus Türen bestehen ...



Hamburg, 02.05.2014


Gruß
Micha


Wäre es da nicht einfacher die komplette Seitenwand nach oben wegzuklappen?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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