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NEB ehemaliger Anschluss zum Güterbahnhof Schönholz
geschrieben von Heidekraut 
Hallo!
Vielleicht kann mir jemand folgende Frage beantworten:
War nach dem Kriege respektive evtl. bis zur Mauer die Fern(Güter-)bahnkurve (Schönholz) Wollankstr. --- Güterbahnhof Pankow in Betrieb oder stand die Brücke
auch schon damals funktionslos rum.
Grüße
In dem Zusammenhang interessiert mich auch die Frage, wie der Güterbahnhof Schönholz aussah, vor der Höherlegung der Nordbahn?
Zitat
Bauart Bernau
Hallo!
Vielleicht kann mir jemand folgende Frage beantworten:
War nach dem Kriege respektive evtl. bis zur Mauer die Fern(Güter-)bahnkurve (Schönholz) Wollankstr. --- Güterbahnhof Pankow in Betrieb oder stand die Brücke
auch schon damals funktionslos rum.
Grüße

Hier mal Links zu Luftbildern des Bereiches aus dem Jahr 1959 vom Geoportal Berlin:
1. Abzweig Kremmener Bahn - [gdi.berlin.de]
2. Güterbahnhof Schönholz - [gdi.berlin.de]
3. Abzweig Güterbahnhof Pankow/ Kurve nach Gesundbrunnen - [gdi.berlin.de]

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
*** man sollte nicht alles so eng sehen, das weitet den Blick ***
Die Kurve zum Pankower Güterbahnhof war noch intakt und das Gleis lag.
Zitat
Heidekraut
Vielen Dank, das ist sehr interessant. Leider wird es in der interessanten Vergrößerung schon sehr unscharf und ich habe Mühe, die Kreuzungen mit den Straßen richtig zu lokalisieren.

Man sieht sehr gut die Weiche des NEB-Gleises mit dem Gütergleis der Kremmenerbahn. Man sieht auch noch die Überführung über die Klemkestraße des NEB-Gleises. Links daneben, westlich, befindet sich bereits ein leerer Gleistrog. Wohl von der Nordgüterbahn? Oder ein zweites Gleis?

Ich zähle über der Klemkestraße insgesamt 8 Gleise mit entsprechenden Trögen. Ganz links gabs noch ein Anschlussgleis, das auch in den Netzplänen eingezeichnet ist.

Ganz links ist das ehemalige stadteinwärts führende zweite S-Bahngleis der Strecke nach Hennigsdorf:
Von links nach rechts:
S-Bahngleis stadteinwärts Kremmener Bahn.
S-Bahngleis stadteinwärts Nordbahn
S-Bahngleis stadtauswärts Kremmener Bahn
S-Bahngleis stadtauswärts Nordbahn
Fernbahngleis stadteinwärts Nordbahn
Fernbahngleis Kremmener Bahn
Reserve 2. Fernbahngleis Kremmener Bahn (Lücke)
Fernbahngleis stadtauswärts Nordbahn
Heidekrautbahn
Dann zählst du 9. Mit dem S-Bahngleis von Henningsdorf hast du recht. Ist kein Anschlussgleis, mein Irrtum. Auch laut den Netzplänen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.2026 20:36 von Heidekraut.
Zitat
Heidekraut
Dann zählst du 9. Mit dem S-Bahngleis von Henningsdorf hast du recht. Ist kein Anschlussgleis, mein Irrtum. Auch laut den Netzplänen.

Naja 8: in der vorgehaltenen Lücke lag ja nichts. Aber auch unterhalb der Nordbahnüberführung gibt es zwei „Tunnel“
für die Kremmener Fernbahn.
Leider mussten hier aus mehreren Beiträgen Bilder entfernt werden, die auf unseren Server hochgeladen wurden. Leute, ihr seid für Urheberrechtsverstöße haftbar und zieht im schlimmsten Fall das Forum mit in den Abgrund!
Zitat
stv. Forumleiter
Leider mussten hier aus mehreren Beiträgen Bilder entfernt werden, die auf unseren Server hochgeladen wurden. Leute, ihr seid für Urheberrechtsverstöße haftbar und zieht im schlimmsten Fall das Forum mit in den Abgrund!

Also wenn es um die Kartenausschnitte ging dann sollten die doch unproblematisch gewesen sein: Die standen unter der Zero-2.0-Lizenz und dürften damit hier geteilt werden: [www.govdata.de]
Zitat
Slighter
Zitat
stv. Forumleiter
Leider mussten hier aus mehreren Beiträgen Bilder entfernt werden, die auf unseren Server hochgeladen wurden. Leute, ihr seid für Urheberrechtsverstöße haftbar und zieht im schlimmsten Fall das Forum mit in den Abgrund!

Also wenn es um die Kartenausschnitte ging dann sollten die doch unproblematisch gewesen sein: Die standen unter der Zero-2.0-Lizenz und dürften damit hier geteilt werden: [www.govdata.de]

Vielleicht hätte man das dazu schreiben sollen?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Es tut mir leid, aber ich bin immer sehr verunsichert. Wie soll man denn solche vergleichenden Beiträge deutlich machen? Man kann nun mal Fotos aus PDFs nicht verlinken, ich wüsste nicht wie, und ich habe immer die Quellen angegeben. Beiträge aus Wikimedia dürfen geteilt werden usw. Es gibt ja von Seiten der Forenleitung auch keinerlei Unterstützung. Die Software ist sowieso unter aller Kanone. Aber für Kritik in der Sache bin ich sehr offen.
Noch ein paar Erkenntnisse aus dem Plan von 1959 (wieso kann man den eigentlich nicht mit Quellenangabe verlinken? Allerdings einen Wert haben nur die vergrößerten Ausschnitte und da weiß ich nicht, wie man sowas machen soll?):
Das NEB-Gleis neben dem Werk hatte ein zweites Gleis westlich des Hauptgleises, das dort endete, wo jetzt die Fundamentbrocken zum Vorschein kamen. Dieses Gleis ist eigentlich nirgendwo eingezeichnet. Man sieht auch sehr gut, dass das südliche Werksgleis 1959 noch intakt war.
Mit diesem Permanentlink zu OpenRailwayMap erreicht man die Darstellung des von mir fotografierten Gleisstückes des ehemaligen NEB-Anschlusses. Die durchgezogene Linie ist das noch vorhandene Gleis, die gestrichelte Linie das ehemalige Gütergleis der Nordbahn.

Besonders präzise ist das allerdings nicht. Es werden nur 7 Gleise an der Klemkestr. gezählt. Der noch vorhandene Gleisrest der NEB zwischen Provinzstr. und Klmekestraße ist nicht eingezeichnet und die abgebauten Teile im Norden auf dem Mauerweg ebenfalls nicht.
Neues von der Gleisarchäologie:
Gewerbegebiet war einst mit NEB-Gleis angeschlossen.

googleMaps

Links sieht man die Kopenhagener Str. mit dem alten E-Werk. Oben in der Bildmitte sieht man die Tollerstraße, die früher Kronprinzenstraße hieß. Südwestlich davon existiert noch heute ein kleines Gewerbegebiet mit Autowerkstätten, einer Autosattlerei und einem größeren Lager mit Containern, das sich vor dem Mauerbau noch weiter westlich etwa bis zum NEB-Gleis ausdehnte. Durch die Errichtung der Grenzanlagen und auch jüngeren Aufbauten im Gewerbegebiet, z.B. einer langen Remisenzeile am westlichen Rand, sind die Reste des Anschlussgleises, das einst direkt zum NEB-Gleis führte, vollständig beseitigt. Der gesamte Boden ist betoniert. Auf GoogleMaps sieht man nichts mehr davon (ich besitze leider die Historie-Funktion von googleEarth nicht).

Auf dem Luftbild von 1959 sind noch Teile davon blass zu erkennen. (Leider darf ich ja keinen Ausschnitt hier einbetten. Es muss also nach dem Ausschnitt gesucht werden. Man orientiere sich am alten E-Werk.) Es scheint also auch zu diesem Zeitpunkt nicht mehr genutzt worden zu sein. Ich konnte bisher nichts darüber finden, wann genau es in Benutzung war. Vielleicht im Krieg? Reste davon habe ich versucht zu finden, ohne Erfolg. Im Weichbild erscheint es auch möglich, dass das Gleis noch weiterführte. Wohin, konnte ich aber auch nicht ermitteln. Evtl. verbunden mit der Munitionsfabrik DWM und dem in Schönholz befindlichen Arbeitslager (Luna-Lager)? Oder, um den Marmor für das Ehrenmahl an zu transportieren? Ist aber nur Spekulation.

Das Gewerbegebiet sollte jüngst zu einem neuen Wohngebiet ausgebaut werden, dem sogenannten Wilhelmsruher Tor. Was aber wegen der nahen Industriestandorte, vor allem in Reinickendorf, abgeblasen wurde.

Eine Karte dazu findet man z.B. hier.

Der einzige Plan, auf dem ich bisher dieses Industriegleis gefunden habe, ist der 1945 Throughway Plan of Berlin. Man muss sich den Ausschnitt vergrößern. Dort führt das Gleis allerdings gerade, parallel zur Kopenhagener Straße, nur etwa bis zur Tollerstraße. Das wäre die Ecke im Indstriegebiet, aus der ich versuchen werde zu fotografieren. Laut Luftbild muss es aber eine Verzweigung gegeben haben.

Dort ist übrigens das entlang der Herzstraße führende Gleis, als einziges im PankowPark (Bergmann AG), eingezeichnet, das von Süden aus dem NBE-Güterbahnhof ins Werk führt.

Und dieser Plan zeigt sogar ein fast vollständiges Gleisnetz im Werksgelände und auch etwas feingradiger den besagten Gleisanschluss. Stand 1945. Auch den Bahnhof Rosenthal und die Verbindungs-Kurve zur Industriebahn.

In HistoMap kann man auf der Karte 1928 (Luftbild) das Gleis ebenfalls erahnen. Sonst ist es in keiner der Karten dort eingezeichnet.

Ich werde demnächst noch ein paar Fotos vom heutigen Zustand einstellen, wenn ich denn Gelegenheit finde, sie zu schießen.

Und nun die Preisfrage: Gehörte dieses Anschlussgleis auch der NBE?
Meine Vermutung, dass das Gleis einen Abzweig zur Baustelle des sowjetischen Ehrenmahles in der Schönholzer Heide führte, scheint nicht zuzutreffen. Ich konnte nur folgende Aussagen im Netz finden, dass nämlich der Logistikpunkt im Jahre 1947 der sowjetischen SMAD der Güterbahnhof Schönholz war. Teils wurde Granitstein aus Skandinavien (und grauer Syenit) antransportiert und von dort per LKW zur Baustelle geschafft. Es wurden allerdings vor Ort Feldbahngleise eingesetzt.
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