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Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung U-Bahn-Betriebswerkstatt Britz-Süd
geschrieben von krickstadt 
Moin,

ich hatte am 29.5.2026 im Diskussionsfaden "Kurzmeldungen Mai 2026" auf eine heute gestartete Auslegung für das Planfeststellungsverfahren zur "Erweiterung [der] U-Bahn-Betriebswerkstatt Britz-Süd" hingewiesen, und der Forenteilnehmer "neuer" hatte heute um 1.42 Uhr als Erster darauf reagiert.

Ich bitte Euch, die Diskussion über diese Unterlagen in diesem Diskussionsfaden fortzusetzen, um den monatlichen Beschränkungen von Kurzmeldungsfäden zu "entkommen". Als Einstieg zitiere ich hier die heutige Reaktion von "neuer":

Zitat

Danke für den Hinweis. Bislang spannendest Zitat:

Zitat

Die Gleise 101 / 111 / 114 / 131 sowie 132 sollen eine zukünftige Anbindung an das Netz der DB
berücksichtigen. Daher wurde der Unterbau (siehe Kap. 3.2.1.3) entsprechend angepasst sowie im
Oberbau der Regellichtraum der DB angewendet. Die Anbindung der Liegenschaft ans DB-Gleis soll zu
einem späteren Zeitpunkt westlich vom Buckower Damm erfolgen und ist somit nicht Bestandteil dieses
Planfeststellungsverfahrens.

Für den Fall der Umsetzung des Anschlusses, wäre es möglich, Güterlieferungen über das DB Netz direkt
in das Werk zu erhalten. Bis zur Umsetzung des Netzanschlusses, sollen Bereiche dieser Gleise für das
Aufladen von Akku-betriebenen Fahrzeugen genutzt werden.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Man sieht also doch irgendwann vielleicht einen Gleisanschluss vor. Ob bis dahin der NME-Anschluss noch existiert?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Die Infrastruktur wird man doch wohl kaum abbauen. Wenn doch, dann buddele ich sie wieder aus. 😏

Könnte jemand vielleicht einen Kartenausschnitt einstellen, wie das ganze gedacht ist?

Hier mal aus OpenRailWay Map. Welches also sind die Gleise, die ertüchtigt werden sollen?

OpenRailWay.map



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.06.2026 19:12 von Heidekraut.
Zitat
Heidekraut

Könnte jemand vielleicht einen Kartenausschnitt einstellen, wie das ganze gedacht ist?

Hier mal aus OpenRailWay Map. Welches also sind die Gleise, die ertüchtigt werden sollen?

OpenRailWay.map

Ich empfehle hierzu UL03_2_1_Gleisschema_20260218-1.pdf. Gleis 101 ist das oberste links. Zur Erinnerung, Rot: Neubau, Gelb: Abriss.
Es handelt sich also alles um neu zu errichtende, bzw. etwas zu verlegende Gleise.

Das Gleis 101 müsste sich also kurz vor Beginn der Grünanlage befinden, dort wie jetzt "Erlebniscircus Neukölln" steht.
Ok, vielen Dank. Wird dann die Kirche umfahren, wenn es mal ein Verbindungsgleis geben wird?

Es gibt ja eigentlich nur die Möglichkeit, am verlängerten Schlosserweg entlang, dann die Buckower Chaussee Damm zu überqueren und über den, bzw. entlang des Parkplatzes das Gleis bis zur NME zu führen.

Das schaue ich mir vor Ort an, das ist ja eigentlich ziemlich easy.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.2026 20:08 von Heidekraut.
Also, ich bin die Strecke mal abgelaufen. Aus meiner Sicht käme nur die folgende Verbindung in Frage. Auf der Karte entlang des Bogens an der Kirche. Ich staune wie nah das ist. Das dürften keine 600 m sein:

Google.maps

Die U-Bahn BW Britz vom westlichen Ende her gesehen. Im zweiten Bild wo die Gleise zusammenlaufen


Eines der Gleise dürfte das 101 sein


Um möglichst nicht privates Gelände zu beanspruchen, würde man das Gleis wohl in die Betondecke der Straße legen, die hier ohnehin nur die Zufahrt und Transportstraße zum BVG-Gelände darstellt. Sie ist ziemlich breit. Alternativ müsste man auf den Grünstreifen ausweichen, der aber durch einen Graben von der Straße getrennt ist. Der müsste evtl. dann kanalisiert werden.


Sehr alter Baumbestand.

Ab hier ist die Straße vom öffentlichen Verkehr genutzt. Höhe Kirche. Im Hintergrund wird die Buckower Chaussee Damm gequert.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.2026 20:09 von Heidekraut.


Entweder ALDI opfert einen Teil seines Parkplatzes oder man nutzt diesen Urwald-Grünstreifen. Auch sehr alter Baumbestand.


Und schon hat man das NME-Gleis erreicht. Am zweiten Kamerastandort müsste etwa die Weiche eingebaut werden.


Möglich, dass bereits ein Teil des Grüngeländes der BVG gehört.


Zitat

"Heidekraut" am 6.6.2026 um 0.57 Uhr:

Also, ich bin die Strecke mal abgelaufen. [...]

Hallo "Heidekraut",

ich hoffe, Du hattest einen schönen Tag. Leider hast Du völlig falsche Annahmen getroffen, denn das Gleis 101 gibt es noch nicht, wie das Forenmitglied "neuer" am 3.6.2026 geschrieben hat. Ich zitiere:

Zitat

[...] Ich empfehle hierzu UL03_2_1_Gleisschema_20260218-1.pdf. Gleis 101 ist das oberste links. Zur Erinnerung, Rot: Neubau, Gelb: Abriss.
Es handelt sich also alles um neu zu errichtende, bzw. etwas zu verlegende Gleise.

Das Gleis 101 müsste sich also kurz vor Beginn der Grünanlage befinden, dort wie jetzt "Erlebniscircus Neukölln" steht.

Ich habe 'mal einen Ausschnitt aus der PDF-Datei "20260531_Öffentliche Auslegung\UVP-Bericht, ggf. Antragsunterlagen\UL03_2_1_Gleisschema_20260218-1.pdf" erstellt und die in der PDF-Datei "20260531_Öffentliche Auslegung\UVP-Bericht, ggf. Antragsunterlagen\UL01_1_Erlaeuterungsbericht_20260218-1.pdf" auf Seite 22 erwähnten Gleisnummern "101 / 111 / 114" (die auch erwähnten Gleisnummern 131 und 132 befinden sich noch weiter rechts im Plan) rot eingekreist:



Zusammen mit der PDF-Datei "20260531_Öffentliche Auslegung\UVP-Bericht, ggf. Antragsunterlagen\UL03_1_2_Amtlicher_Lageplan_1_250_inkl_Blattschnitte_20260218-1.pdf" konnte ich dann einen "Kartenmarker" in eine OpenStreetMap.org-Karte setzen, an dem das Gleis 101 enden soll. Dieses Ende wird also weiter nördlich sein, als Du es vermutet hast.

Wie auch weiter in "UL01_1_Erlaeuterungsbericht_20260218-1.pdf" auf Seite 22 geschrieben steht:

Zitat

Die Anbindung der Liegenschaft ans DB-Gleis soll zu einem späteren Zeitpunkt westlich vom Buckower Damm erfolgen und ist somit nicht Bestandteil dieses Planfeststellungsverfahrens.

Da einer Verbindung vom aktuell geplanten Ende des Gleises 101 zur NME-Strecke "westlich vom Buckower Damm" diverse private Liegenschaften bzw. Gebäude im Wege stehen, vermute ich, dass man sich diese Verbindung als Tunnel vorstellt. Aber wie geschrieben ist dies "nicht Bestandteil dieses Planfeststellungsverfahrens".

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Gut, das hatte ich nicht genau verstanden. Aber was ist sonst grundsätzlich falsch an meinen Vermutungen? Letztlich ist es doch egal, wie das Gleis heißt. Die Stelle, die ich ausgeguckt habe, liegt doch auch westlich der Buckower Chaussee Damm und ich glaube nicht, dass man den Weg über Privatgelände wählen wird. Letztlich ist es ja auch noch nicht sicher, dass das Gleis 101 verlängert werden soll.

Auch von der von Dir markierten Stelle lässt sich das Gleis auf dem von mir beschriebenen Weg verlegen. z.B. durch den Grünstreifen, der allerdings von sehr altem Baumbestand bewachsen ist. Wird das Gleis halt über die alte Buswendestelle geführt. So what?

Für einen Tunnel dürften die Wege, vor allem am westlichen Gleis etwas kurz sein. Allerdings ist die Kreuzung der Buckower Chaussee Damm ein Problem, das allerdings die NME ja auch hat.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.2026 20:11 von Heidekraut.
In jedem Fall müsste man am LIDL vorbei


Ein Tunnel wäre ja viel zu teuer und untypisch für die U-Bahn. 😇
Es müssten mehrere Supermärkte untertunnelt werden. 🤭
Zitat
krickstadt

Da einer Verbindung vom aktuell geplanten Ende des Gleises 101 zur NME-Strecke "westlich vom Buckower Damm" diverse private Liegenschaften bzw. Gebäude im Wege stehen, vermute ich, dass man sich diese Verbindung als Tunnel vorstellt.

Ich sehe da einen Billig-Supermarktbau und einen Parkplatz eines anderen Supermarktes als Hindernis. Da scheint mir der Abriss und Ersatz durch einen Neubau günstiger zu sein als irgendwelche Tunnel. Supermärkte sind ja keine Anwohner, die ihre Pfründe bis vors Bundesverfassungsgericht und darüber hinaus verteidigen. Bietet man denen eine finanziell tragbare Lösung, sind die mit allem einverstanden. Für einen Tunnelbau müsste man den Supermarkt auch abreißen, oder meinst du, man wird eine TBM nutzen?

Außerdem sind wir hier nicht beim Bau einer Eisenbahnstrecke, sondern bei einer Anschlussbahn. Das heißt, Bahnübergänge und Gleise in der Fahrbahnlage wären sogar zulässig. Das heißt, man könnte sogar den Schlosserweg nutzen. Dann müsste man halt allenfalls vor einer Zugfahrt den Schlosserweg per Signalanlage sperren, dann hätten wir halt einen sehr langen Bahnübergang.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.2026 11:14 von Nemo.
Das denke ich doch auch und war ja meine erste Idee. Von dem weiter nördlich gelegenen Gleis müsste man allerdings ein Stück über privates Gelände um zum Schlosserweg zu gelangen, denke ich. Die Grünstreifen dort sind so, als wären sie schon immer dafür vorgesehen. ;-)

Gehört denn das ganze nördliche Gelände, das jetzt bebaut werden soll, mit den Gleiserweiterungen bereits der BVG?
Zitat
Heidekraut
Gehört denn das ganze nördliche Gelände, das jetzt bebaut werden soll, mit den Gleiserweiterungen bereits der BVG?

Im Großen und Ganzen denke ich schon:
Siehe hier welche Grundstücke es sind: Flur 230, Grundstück Nummer 110 und 127.

Diese sind im UL14_1_Grundbuchauszug_20260218-1.pdf enthalten und als Eigentümer die BVG.
Das Ganze ist ja Zukunftsmusik. Denn wenn es so weit ist, dass da überhaupt ein Planfeststellungsverfahren aufgesetzt wird, ist die BVG mit Neufahrzeugen voll ausgestattet. Es kann sich also nur um die nächste Beschaffungsrunde handeln, die wohl erst in 40 Jahren greift? Oder seht Ihr einen früheren Nutzen?
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