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Schwerer Straßenbahnunfall in Hohenschönhausen
geschrieben von M48er 
Wohin wurde der Unfallzug gebracht? Lich oder Mar?

GLG.................Tramy1
Zitat
krickstadt
Der immer wieder genannte Grund, dass "ein Teil der Tram vermutlich in einer Kurve gegen einen Oberleitungsmast [prallte]" und dass "Dabei wurde die Verkleidung aufgerissen, der hintere Teil des Fahrzeugs sprang aus den Gleisen." scheint doch Ursache und Folgen zu verwechseln, oder?

Ich denke schon, dass das soweit passen könnte, dass der hintere Teil erst durch die Kollision mit dem Oberleitungsmast aus den Schienen sprang. Es fehlt dann aber noch die eigentliche Ursache, warum die Kollision im vorderen Bereich stattfand. Da fehlen dann noch einige (aber auch noch unklare) Angaben in der Kausalkette: Klar ist wohl auch halbwegs, dass die Geschwindigkeit für die Kurve zu hoch war. Fragt sich vor allem noch, warum diese so hoch war.
Zitat
Harald Tschirner
Zitat
Flexist


Ich habe meine Zweifel, dass das am Verlust eines Fahrzeugs liegt. Es ist nicht unüblich hin und wieder auf F8-Linien von einem F6 überrascht zu werden.

Es liegt nicht nur an einem Fahrzeug: mir wurde mitgeteilt, in Falkenberg stehen aktuell 9048, 9053, 9066, 9083, 9105, 9111 und 9133 und kommen nicht weg.

Die Fahrzeuge wurden schon am Mittwoch mittels Unimog aus dem gesperrten Abschnitt gezogen.
Zitat

"Lopi2000" am 5.6.2026 um 10.34 Uhr:

Ich denke schon, dass das soweit passen könnte, dass der hintere Teil erst durch die Kollision mit dem Oberleitungsmast aus den Schienen sprang. [...]

Wie kann eine Straßenbahn mit einem Oberleitungsmast kollidieren, wenn sie nicht vorher aus den Schienen sprang? Wurde sie durch die Geschwindigkeit so weit nach außen geneigt, dass der Abstand der Straßenbahn zum Mast "negative" Werte annahm?

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Lopi2000
Zitat
krickstadt
Der immer wieder genannte Grund, dass "ein Teil der Tram vermutlich in einer Kurve gegen einen Oberleitungsmast [prallte]" und dass "Dabei wurde die Verkleidung aufgerissen, der hintere Teil des Fahrzeugs sprang aus den Gleisen." scheint doch Ursache und Folgen zu verwechseln, oder?

Ich denke schon, dass das soweit passen könnte, dass der hintere Teil erst durch die Kollision mit dem Oberleitungsmast aus den Schienen sprang. Es fehlt dann aber noch die eigentliche Ursache, warum die Kollision im vorderen Bereich stattfand. Da fehlen dann noch einige (aber auch noch unklare) Angaben in der Kausalkette: Klar ist wohl auch halbwegs, dass die Geschwindigkeit für die Kurve zu hoch war. Fragt sich vor allem noch, warum diese so hoch war.

Da der Oberleitungsmast nicht einfach so ins Gleis springt, ist das nahezu unmöglich. Nur ein Zug der seine Lichtraumumgrenzung verlässt, kann mit einem Mast in Kontakt kommen. Insofern kann die Kausalkette nur lauten: zu schnell -> entgleist -> Mast gerammt

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
krickstadt
(...) Dann bleibt nur noch die Ursachenforschung ... gibt es in Straßenbahnnetzen irgendeine Komponente, die eine zu schnell fahrende Straßenbahn "zwangsbremsen" kann oder sieht so etwas die BOStrab nicht vor?

Eine Art "PZB" oder Fahrsperre mit Geschwindigkeitsprüfung wie bei der U-Bahn bzw. im Geltungsbereich der EBO gibt es bei klassischen Straßenbahnen, die im Modus "Fahren auf Sicht" betrieben werden, üblicherweise - von Ausnahmen wie der Heuchelhof-Steilstrecke in Würzburg abgesehen, wo eine außer Kontrolle geratene Talfahrt weit gravierendere Folgen als gerammte Masten hätte - nicht, weil weder Strecken noch Fahrzeuge dafür ausgerüstet sind.

In "Stadtbahnnetzen" wie Köln, Rhein-Neckar, Stuttgart etc., wo derartige Systeme in den Fahrzeugen wegen befahrener Tunnelabschnitte und/oder für mehr als 70 km/h zugelassene Strecken - beides mit Signalführung und "echten" Stellwerken - ohnehin existieren, verbaut mensch derlei indes schon auch gerne an permanenten Langsamfahrstellen sowie LSA-Kreuzungen. Berlin fährt aber bisher ohne...

Viele Grüße
Arnd
Zitat

Arnd Hellinger am 5.6.2026 um 15.34 Uhr:

[...] Berlin fährt aber bisher ohne...

Man schien sich in vielen Artikeln darüber einig zu sein, dass dieser Unfall noch zu sehr viel mehr Verletzten (oder sogar Toten) hätte führen können, wenn diese Straßenbahn nicht so schwach besetzt gewesen wäre. Kann ein Untersuchungsergebnis eventuell dazu führen, dass man die Berliner Straßenbahnflotte mit so etwas wie einer automatisierten Geschwindigkeitsbeeinflussung nachrüsten muss?

Ich muss immer an eventuelle Folgen denken, wenn ich mit Straßenbahnen durch die Kurve von der Max-Born-Straße in die Rudower Chaussee (und umgekehrt, OpenStreetMap.org-Link) fahre, und einige Straßenbahnfahrer diese Kurve gerne 'mal etwas schneller durchfahren, gerne auch zusammen mit entgegenkommenden Straßenbahnen.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Moin,

die Berliner Zeitung Online vom 5.6.2026 um 16.27 Uhr berichtet über eventuelle Gründe für den Unfall und mischt etwas Drama in die Geschichte:

Zitat

Tram-Unfall in Hohenschönhausen: Führt die Spur in die DDR zur Stasi?

Die Straßenbahn sprang in einer scharfen Kurve aus den Schienen. BVG-Insider erklären, warum die Streckenführung in dem Bereich so ungewöhnlich ist.

[...] Peter Neumann
.

Viele Grüße, Thomas

PS: Archiv

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
Moin,

die Berliner Zeitung Online vom 5.6.2026 um 16.27 Uhr berichtet über eventuelle Gründe für den Unfall und mischt etwas Drama in die Geschichte:

Zitat

Tram-Unfall in Hohenschönhausen: Führt die Spur in die DDR zur Stasi?

Die Straßenbahn sprang in einer scharfen Kurve aus den Schienen. BVG-Insider erklären, warum die Streckenführung in dem Bereich so ungewöhnlich ist.

[...] Peter Neumann
.


Zitat
Aus dem Artikel
Auffällig auch: In der Wartenberger Straße liegen die Schienen nicht auf der Fahrbahn, sondern daneben. […]
„Doch mehrere Gebäude an der Wartenberger Straße waren von der Stasi belegt. Diese wiederum gestattete keine Gleise in unmittelbarer Nähe.“
Um das Straßenbahnprojekt trotzdem verwirklichen zu können, wurde schließlich ein Streifen Kleingärten westlich der Wartenberger Straße abgeräumt.

Ich kenne die Wartenberger Straße aus Kindertagen noch ohne Straßenbahn, da ich gelegentlich in der Ecke zu Besuch war. Dabei möchte ich dem zitierten Zitat nicht widersprechen: ich halte es für möglich, dass die Stasi die Schienen nicht unmittelbar vorm Haus haben wollte.
Aber viel Kleingartenland dürfte für den Straßenbahnbau nicht umgewidmet worden sein – wenn überhaupt. Denn der Straßenquerschnitt war – zumindest vor den Wohnblöcken (Hausnummer 44 bis 72) – schon ähnlich breit wie heute. Nur verlief die Fahrbahn damals dort, wo jetzt die Gleise liegen. Dann kam eine Hecke und dort, wo heute die Fahrbahn verläuft, waren Parkplätze (in einer Form wie heute noch zwischen der Gleisschleife Zingster Straße den den Wohnblöcken östlich der Schleife). Ob es vor oder hinter der Hecke noch einen Fußweg gab, kann ich mich nicht mehr erinnern.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.2026 07:04 von Jumbo.
Zitat
Jumbo
Zitat
Aus dem Artikel
Auffällig auch: In der Wartenberger Straße liegen die Schienen nicht auf der Fahrbahn, sondern daneben. […]

Ich bin gerade im Zweifel darüber, was daran auffällig sein soll? Demnach macht sich ein Vielzahl von Straßen überall auf der Welt verdächtig.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Jumbo
Zitat
Aus dem Artikel
Auffällig auch: In der Wartenberger Straße liegen die Schienen nicht auf der Fahrbahn, sondern daneben. […]

Ich bin gerade im Zweifel darüber, was daran auffällig sein soll? Demnach macht sich ein Vielzahl von Straßen überall auf der Welt verdächtig.

Üblich ist so eine Seitenlage jedenfalls nicht. Viel häufiger ist es doch, wenn der Bahnkörper zwischen den Richtungsfahrbahnen liegt. Und im Falle der Wartenberger Straße hätte eine Mittellage der Gleise zur Folge, dass die Kurve am Unfallort einen etwas größeren Radius haben würde; allerdings müsste dann der Kfz-Verkehr Richtung Süden auch zweimal die Bahntrasse kreuzen.
Zitat
Jumbo
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Jumbo
Zitat
Aus dem Artikel
Auffällig auch: In der Wartenberger Straße liegen die Schienen nicht auf der Fahrbahn, sondern daneben. […]

Ich bin gerade im Zweifel darüber, was daran auffällig sein soll? Demnach macht sich ein Vielzahl von Straßen überall auf der Welt verdächtig.

Üblich ist so eine Seitenlage jedenfalls nicht.

Findest Du? Mir fallen ohne großes Nachdenken eine ganze Reihe von Strecken ein, auf denen das Straßenbahngleis neben der Fahrbahn liegt.


Zitat
Jumbo
Viel häufiger ist es doch, wenn der Bahnkörper zwischen den Richtungsfahrbahnen liegt.

Ist das wirklich so?
Viele Straßen wurden auch erst nachträglich breiter gemacht und so wanderte das Straßenbahngleis zwischen die beiden Fahrbahnen, ohne selbst seine ursprüngliche Lage verändert zu haben, etwa entlang der Treskowallee oder An der Wuhlheide.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Jumbo
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Jumbo
Zitat
Aus dem Artikel
Auffällig auch: In der Wartenberger Straße liegen die Schienen nicht auf der Fahrbahn, sondern daneben. […]

Ich bin gerade im Zweifel darüber, was daran auffällig sein soll? Demnach macht sich ein Vielzahl von Straßen überall auf der Welt verdächtig.

Üblich ist so eine Seitenlage jedenfalls nicht. Viel häufiger ist es doch, wenn der Bahnkörper zwischen den Richtungsfahrbahnen liegt. Und im Falle der Wartenberger Straße hätte eine Mittellage der Gleise zur Folge, dass die Kurve am Unfallort einen etwas größeren Radius haben würde; allerdings müsste dann der Kfz-Verkehr Richtung Süden auch zweimal die Bahntrasse kreuzen.

Es stellt sich schon die Frage, wieviel Legendenbildung in den Aussagen steckt. Wie du richtig feststellst, ist die Seitenlage hier durchaus optimal aus verkehrsorganisatorischer Sicht. Wäre ein direkterer Weg gewollt worden, hätte sich der Malchower Weg (und damit eine komplett andere Trassenführung) angeboten. Ich gehe davon aus, dass der "Umweg" aus Erschließungsgründen durchaus gewollt war und hier der 90°-Bogen am Schnittpunkt der beiden Achsen einfach aus Praktikabilität in Kauf genommen wurde. Dass die Kleingartenanlage nicht durchquert (bzw. jene durch Plattenbauten ersetzt wurde), kann aber durchaus auf die genannten Gründe ("wichtige Leute" haben dort eine Parzelle) zurückzuführen sein. Letztendlich müsste man als Zeitzeuge die damals Planenden befragen, um die tatsächlichen Gründe zu erfahren.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Jumbo
Üblich ist so eine Seitenlage jedenfalls nicht.

Findest Du? Mir fallen ohne großes Nachdenken eine ganze Reihe von Strecken ein, auf denen das Straßenbahngleis neben der Fahrbahn liegt.

Es ist zumindes nicht im dem Sinne üblich, dass die Seitenlage der Regelfall ist.
Klar gibt es noch weitere Strecken, den denen das Straßenbahngleis neben der Fahrbahn liegt. Auf Anhieb fallen mir ein
  1. Zingster Straße
  2. Uferbahn
  3. Müggelseedamm
  4. Fürstenwalder Damm
  5. Hultschiner Damm
  6. (Schöneicher Landstraße – in Klammern, weil nicht BVG)
  7. Friedrich-Engels-Straße
  8. Landsberger Allee (teilweise)
Für Mittellage soll hier eine Auswahl reichen, z.B.
  1. Rhinstraße
  2. Suermondstraße
  3. Hansastraße – Falkenberger Chaussee
  4. Allee der Kosmonauen
  5. Zossener Straße – Stendaler Straße – Riesaer Straße
  6. Greifswalder Straße
  7. Prenzlauer Allee
  8. Schönhauser Allee
  9. Danziger Straße – … – Warschauer Straße
  10. Groß-Berliner Damm
  11. Rudower Chaussee
  12. Landsberger Allee (teilweise)

Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Jumbo
Viel häufiger ist es doch, wenn der Bahnkörper zwischen den Richtungsfahrbahnen liegt.

Ist das wirklich so?
Viele Straßen wurden auch erst nachträglich breiter gemacht und so wanderte das Straßenbahngleis zwischen die beiden Fahrbahnen, ohne selbst seine ursprüngliche Lage verändert zu haben, etwa entlang der Treskowallee oder An der Wuhlheide.
Das war in der Wartenberger Straße natürlich nicht möglich, weil das Straßenbahngleis erst später hinzukam. Und selbst wenn die Fahrbahn dort geblieben wäre, wo sie vor dem Straßenbahnbau war, hätte sich eine Seitenlage für die Straßenbahn ergeben, weil die Gleise dann auf den früheren Parkplätzen verlaufen würden.
Zitat
Jay
Es stellt sich schon die Frage, wieviel Legendenbildung in den Aussagen steckt.

Ich halte die Stasi-Story ebenfalls für eine Räuberpistole. Zum einen fragt man Leute aus dem Fahrbetrieb anstatt diejenigen, die an der damaligen Trassenplanung beteiligt waren (offenbar auch nicht befragt wurden Leute aus der Geschichtsforschung). Zum anderen sprechen die Indizien eher dafür, dass die Trasse an den Rand der KGA gelegt wurde um die zur gleichen Zeit gebauten Plattenbausiedlung Anna-Ebermann-Straße mit einzubinden*. Aber das Stasi-Argument war unter Ossis sehr beliebt, wenn den Arbeitern keine anderen Erklärungsansätze einfielen. Warum die Berliner Zeitung einen Kausalzusammenhang zum Unglück sehen will, obwohl die BVG klar kommuniziert hat, dass die Stelle seit mehr als 40 Jahren unaufällig ist, ist bemerkenswert.

* Man kann sich ja mal die Einwohnerdichte in dem Gebiet anschauen. Da erkennt man auch 1994 noch, dass die weiter östlichere Führung das größere Potential hat, da hier die EW-Dichte fünf Mal höher war: Geoportal (direkter Link funktioniert leider nicht)
https://gdi.berlin.de/viewer/main/?MAPS={"center":[399688.82811125735,5823979.32132025],"zoom":5}&LAYERS=[{"id":"hintergrund_default_grau","visibility":true,"transparency":0},{"id":"ua_einwohnerdichte_1994:ua_einwohnerdichte_1994","visibility":true,"transparency":0}]





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.2026 10:46 von Florian Schulz.
Zitat
Florian Schulz
Zum anderen sprechen die Indizien eher dafür, dass die Trasse an den Rand der KGA gelegt wurde um die zur gleichen Zeit gebauten Plattenbausiedlung Anna-Ebermann-Straße mit einzubinden.

Ich denke auch, die ca. 2000 Menschen, die im Umfeld jeder der beiden Haltestellen Arnimstraße und Anna-Ebermann-Straße wohnen, sind zumindest ein starkes Argument für diese Streckenführung gewesen. Die Bevölkerungsdichte liegt hier mit ca. 200-300 pro ha etwa beim 10-fachen der westlich angrenzenden EFH-Siedlung. In der Kleingartenanlage hätte man halt die Kleingärtner besser angebunden und gleichzeitig in ihrer Ruhe gestört.

Zitat
Florian Schulz
Warum die Berliner Zeitung einen Kausalzusammenhang zum Unglück sehen will, obwohl die BVG klar kommuniziert hat, dass die Stelle seit mehr als 40 Jahren unaufällig ist, ist bemerkenswert.

Vor allem auch, warum das gerade die Berliner Zeitung macht, die doch sonst eher ziemlich ostalgisch verklärend unterwegs ist.

Zitat
Florian Schulz
* Man kann sich ja mal die Einwohnerdichte in dem Gebiet anschauen. Da erkennt man auch 1994 noch, dass die weiter östlichere Führung das größere Potential hat, da hier die EW-Dichte fünf Mal höher war.

Noch etwas kleinräumiger und aktueller kann man sich das auch hier anschauen [atlas.zensus2022.de] . Das war die Basis meiner Zahlen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.2026 11:00 von Lopi2000.
Die Stasi-Story entbehrt auch jeder Logik. Was sollte denn die Stasi gegen eine Straßenbahn haben? Da leuchtet die KG-Legende schon eher ein.
Land in Sonne wurde zu Ostzeiten immer wieder vergrössert, ich denke ein paar Pächter mussten umziehen.
Zitat
krickstadt
Zitat

Arnd Hellinger am 5.6.2026 um 15.34 Uhr:

[...] Berlin fährt aber bisher ohne...

Man schien sich in vielen Artikeln darüber einig zu sein, dass dieser Unfall noch zu sehr viel mehr Verletzten (oder sogar Toten) hätte führen können, wenn diese Straßenbahn nicht so schwach besetzt gewesen wäre. Kann ein Untersuchungsergebnis eventuell dazu führen, dass man die Berliner Straßenbahnflotte mit so etwas wie einer automatisierten Geschwindigkeitsbeeinflussung nachrüsten muss?

Natürlich könnte mensch auch das komplette Berliner Straßenbahnnetz sowie sämtliche darin eingesetzten Fahrzeuge mit PZB/ETCS/CBTC oder sonst irgendwas "Digitalem auf KI-Basis" ausrüsten, so dies als erforderlich erachtet würde - keine Frage. Sehr wohl bliebe aber - auch vor dem Hintergrund einer mehrjährigen Einführungsphase bei hohen Kosten - die Frage nach dem tatsächlichen Nutzen einer solchen Hochrüstung.

Bei der S-Bahn hat z. B. die Einführung der Geschwindigkeitsüberwachung im Rahmen von ZBS die Streckenleistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt und in Bad Albling (von Tschernobyl ganz zu schweigen) haben wir zudem gesehen, dass auch die beste Überwachungs- oder Sicherungstechnik wenig nützt, wenn die jeweils vor Ort verantwortlich handelnden Menschen ebenjene Technik ignorieren bzw. sogar aktiv unterdrücken - in der irrigen Annahme, es "besser" zu wissen. Ganz ohne eine Möglichkeit, gegen die "Meinung der Sicherungstechnik" agieren zu können, funktioniert's aber wiederum natürlich auch nicht...

Das Ganze ist also schon eine deutliche Gratwanderung und ich möchte raten, hier wirklich erst den offiziellen Untersuchungsbericht mitsamt etwaiger Empfehlungen abzuwarten, bevor wir aus einem Bauchgefühl heraus irgendwelche Forderungen aufstellen. Möglicherweise reicht es ja auch schon, Größe und Position der Lf-Signaltafeln zu optimieren...

Viele Grüße
Arnd
Das es keine Überwachung gibt, überrascht mich, aber erklärt auch, warum manchmal F0 Fahrten ohne Konsequenzen bleiben.
Sehe das manchmal Landsberger Allee / Ebertystraße, wo das F4 Signal mehr als ausgereizt wird und es dann nicht mehr passt...
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