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Schwerer Straßenbahnunfall in Hohenschönhausen
geschrieben von M48er 
Es gibt keine permanente Überwachung der Geschwindigkeit und der Verkehrsregeleinhaltung.

Im Rahmen seiner Aufgabe, einen sicheren ÖV-Betrieb zu gewährleisten, hat aber der Betriebsleiter schon eine Kontrollpflicht über sein Fahrpersonal. Da gibt es also durchaus Kontrollen durch den Betriebsleiter selber oder durch von ihm eingesetztes Kontrollpersonal.
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Jay
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TomB
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phönix
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TomB
Wenn das eine Überwachungskamera war und er das so im Fernsehen zeigt, hat der Mann ein Problem :D

Da sind doch keine Menschen oder Autokennzeichen erkennbar? Dem Datenschutz ist damit genüge getan.

Das hat damit nichts zu tun, sondern augenscheinlich wurde nicht nur das eigene Grundstück überwacht, sondern öffentliches Straßenland.

[datenschutz-agentur.de]

Deswegen gab's ja vorher die Aussage, dass wohl Wind und Vögel zufällig die Kamera verstellt hätten.

Haha, da musste ich sehr lachen. "Wind und Vögel".
Zitat
s-bahnhof rixdorf
Haha, da musste ich sehr lachen. "Wind und Vögel".

Also Krähen würde ich das durchaus zutrauen, da habe ich schon ganz andere Sachen beobachtet.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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Lopi2000
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Florian Schulz
Zum anderen sprechen die Indizien eher dafür, dass die Trasse an den Rand der KGA gelegt wurde um die zur gleichen Zeit gebauten Plattenbausiedlung Anna-Ebermann-Straße mit einzubinden.

Ich denke auch, die ca. 2000 Menschen, die im Umfeld jeder der beiden Haltestellen Arnimstraße und Anna-Ebermann-Straße wohnen, sind zumindest ein starkes Argument für diese Streckenführung gewesen. Die Bevölkerungsdichte liegt hier mit ca. 200-300 pro ha etwa beim 10-fachen der westlich angrenzenden EFH-Siedlung. In der Kleingartenanlage hätte man halt die Kleingärtner besser angebunden und gleichzeitig in ihrer Ruhe gestört.

Man darf auch nicht vergessen, dass parallel zum Bau der beiden Straßenbahn-Neubaustrecken Rhinstraße - Zingster Straße (1984) und Buschallee - Falkenberg (1987/88) die erste Neubaustrecke von 1953 (Falkenberger Straße - Gartenstadt) nach 30 Jahren Betrieb stillgelegt und abgebaut wurde. Die Hohenschönhausener Falkenberger Straße wurde übrigens 1980 zur Vermeidung von Verwechslungen mit der Weißenseer Falkenberger Straße in Gehrenseestraße umbenannt.
Die Haltestellen Anna-Ebermann-Straße und Arnimstraße decken einen großen Teil des Einzugsbereichs der eingleisig gebliebenen Straßenbahnstrecke in die Gartenstadt der Linie 63 ab, mit fußläufiger Entfernung von 300 bis 400m. Der S-Bahnhof Gehrenseestr. entstand ebenfalls 1984 an der zunächst nur eingleisigen S-Bahn-Neubaustrecke entlang des BAR und wurde anfangs nur alle 20 Minuten bedient.

so long

Mario
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Tramy1
Wohin wurde der Unfallzug gebracht? Lich oder Mar?

Die traurigen Reste des Unglückswagens 9021 stehen vor der Halle des Straßenbahnhofs Lichtenberg, Siegfriedstraße. Dafür musste der letzte Lichtenberger KT4D-Triebwagen 6113 diesen Platz verlassen und auf die "Platte" umziehen.

so long

Mario
Ich habe mich mal weitreichend informiert (Kleingärtner haben immer Verbindungen). Land in Sonne musste damals auch recht zeitgleich Land für die Kaufhalle abgegeben (heute Netto, neugebaut). Für die Straßenbahn musste eine halbe Reihe weg, dafür gab es Erweiterungen im hinteren Bereich mit sehr schlechtem Boden und Kriegstrümmern. Damals haben die Pächter noch Stein für Stein und Brett für Brett abgebaut, war wohl ein Kraftakt. Die BVB stellte sogar maschinelle Hilfe und baute die Zufahrt zur Anlage komplett neu.
Die Plattenbauten gegenüber waren wohl sehr begehrt bei den Oberen mit besserer Ausstattung und etwas im Grünen gelegen.
Die Gartensparte selber hatte das Privileg die Bauplanungen vorab einzusehen.
Zitat
der weiße bim
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Lopi2000
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Florian Schulz
Zum anderen sprechen die Indizien eher dafür, dass die Trasse an den Rand der KGA gelegt wurde um die zur gleichen Zeit gebauten Plattenbausiedlung Anna-Ebermann-Straße mit einzubinden.

Ich denke auch, die ca. 2000 Menschen, die im Umfeld jeder der beiden Haltestellen Arnimstraße und Anna-Ebermann-Straße wohnen, sind zumindest ein starkes Argument für diese Streckenführung gewesen. Die Bevölkerungsdichte liegt hier mit ca. 200-300 pro ha etwa beim 10-fachen der westlich angrenzenden EFH-Siedlung. In der Kleingartenanlage hätte man halt die Kleingärtner besser angebunden und gleichzeitig in ihrer Ruhe gestört.

Man darf auch nicht vergessen, dass parallel zum Bau der beiden Straßenbahn-Neubaustrecken Rhinstraße - Zingster Straße (1984) und Buschallee - Falkenberg (1987/88) die erste Neubaustrecke von 1953 (Falkenberger Straße - Gartenstadt) nach 30 Jahren Betrieb stillgelegt und abgebaut wurde. Die Hohenschönhausener Falkenberger Straße wurde übrigens 1980 zur Vermeidung von Verwechslungen mit der Weißenseer Falkenberger Straße in Gehrenseestraße umbenannt.
Die Haltestellen Anna-Ebermann-Straße und Arnimstraße decken einen großen Teil des Einzugsbereichs der eingleisig gebliebenen Straßenbahnstrecke in die Gartenstadt der Linie 63 ab, mit fußläufiger Entfernung von 300 bis 400m. Der S-Bahnhof Gehrenseestr. entstand ebenfalls 1984 an der zunächst nur eingleisigen S-Bahn-Neubaustrecke entlang des BAR und wurde anfangs nur alle 20 Minuten bedient.

Offtopic: Die Eingleisigkeit war auch der Grund, dass die Straßenbahn durch die Gehrenseestraße wieder abgebaut wurde? Denn eigentlich wäre sie ja eine schnelle Verbindung zum S-Bahnhof gewesen, aber die Straße ist tatsächlich nicht sehr breit. Da hat man da den Autos den Vorzug gegeben?
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Slighter

Offtopic: Die Eingleisigkeit war auch der Grund, dass die Straßenbahn durch die Gehrenseestraße wieder abgebaut wurde? Denn eigentlich wäre sie ja eine schnelle Verbindung zum S-Bahnhof gewesen, aber die Straße ist tatsächlich nicht sehr breit. Da hat man da den Autos den Vorzug gegeben?

Die eingleisige Strecke zur Endstelle Gartenstadt befand sich in nördlicher Seitenlage der Gehrenseestraße auf eigenem Bahnkörper und hätte sicher ohne Schwierigkeiten auch zweigleisig ausgebaut werden können. Der Knackpunkt war wohl eher am Ende der Strecke. Die hinter der früheren Kuppelendstelle vor dem Außenring nach links abbiegende Zufahrt zur in den sechziger Jahren gebauten Gleisschleife ließ aus Platzgründen nur ein Gleis zu, welches einen ähnlich engen Radius hatte wie die jetzige Unglücksstelle. Das zweite Problem für die dortige Straßenbahn wäre zudem die 1984(?) neugebaute Gehrenseebrücke gewesen, deren westliche Rampe teilweise den Platz der alten Trasse einnahm. Inwieweit damals an eine Weiterführung der Neubaustrecke zur Zingster Straße von der Endstelle Gartenstadt inklusive Ausbau der Bestandsstrecke gedacht wurde oder ob man gleich die dann verwirklichte Trassenführung bevorzugt hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wenig nachvollbar ist jedoch, dass man sich für die betrieblich ungünstige Doppelkurve inklusive kompletter Umverlegung der Schleife Gehrenseestraße (teilweise auf dafür enteigneten Privatgrundstücken) entschieden hat, anstatt gleich geradlinig (wie jetzt geplant) zu bauen und die Schleife dort zu belassen, wo sie war, lediglich angepaßt an die neue Trassenführung.
Die eingleisige Strecke nach Gartenstadt war 1983 zum Baubeginn der Neubaustrecken nach 30jähriger Nutzung verschlissen. Das galt auch für die ebenso eingleisige Strecke in der Buschallee - Suermondtstraße, die aus der gleichen Nachkriegsbauphase stammte. In den ein Jahrzehnt später zur Einführung der TE/BE-Einrichtungszüge gebauten Gleisschleifen Falkenberger (Gehrensee-) Straße und Gartenstadt waren nach 20jähriger Nutzung die Gleisbögen dringend erneuerungsbedürftig. Wo sich heute die dreigleisige Vorsortieranlage an der Kreuzung Rhin-/Hauptstraße befindet, lagen zuvor die Straßenbahngleise im Straßenpflaster. Durch das absehbare Anwachsen des Bus- und Straßenverkehrs war hier ein größerer Umbau zum Mehrfachknoten mit besonderem Bahnkörper für den noch stärker wachsenden Straßenbahnverkehr zwingend.
Das packte man alles ziemlich gleichzeitig an, um mit dem (heute undenkbaren) Tempo des Wohnungsneubaus einigermaßen Schritt zu halten. Für ausgefeilte Planungen, Bürgerbeteiligung und die Berücksichtigung von allerlei Privatinteressen war keine Zeit. Immerhin gab es an der neuen Gleisschleife Gehrenseestraße sogar eine Einfahrt aus Richtung Wartenberger Straße, aber keine Ausfahrt zurück in Richtung Prerower Platz. Einzige Möglichkeit dafür war aus dem äußeren der ursprünglich drei Aufstellgleise rückwärts in die Ankunfthaltestelle zurück zu drücken. Das wurde bei planmäßigen Baumaßnahmen nie genutzt, und bei der ersten Nachwende-Erneuerung entfernt.

Einen Fahrleitungsmast hatten die Projektanten zu dicht ans Schleifengleis gesetzt, für TE, TZ und KT kein Problem, aber die TDE Großraumer mussten den Rückspiegel zur Einfahrt in die Schleife einklappen. Wer das vergaß, durfte auf den Entstör-LKW warten um einen neuen Spiegel montieren zu lassen, einschließlich du-du vom Verkehrsmeister. Das Problem wurde zum Glück für merkbefreite Köpenicker Personale durch einen neuen Mast, etwas weiter von Gleismitte entfernt, behoben. Damit kamen dann auch die ab 1988 in Dienst gestellten T6A2 anstoßfrei um die Ecke.

Das Problem mit dem engen Radius der Unfallkurve wurde nun durch ein weiteres 10-km-Schild rund 100m vor dem Bogenanfang "behoben", irgendwas muss man der TAB schließlich vorweisen.

so long

Mario
Gestern Nachmittag lieferte das THW ein weiteres Teil des Unfallwagens 9021 seinem Eigentümer frei Haus in die Siegfriedstraße.
Ein netter, im Stau stehender Autofahrer schickte mir das Foto.

so long

Mario


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