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Warum U1 nur bis Nollendorfplatz
geschrieben von Bahnmeier 
Seit kurzem endet die U1 am Nollendorfplatz. Was genau ist der Grund? Laut BVG soll es ein Schandensereignis sein. Und warum bis Nollendorfplatz und nicht bis Wittenbergplatz?
Zitat
Bahnmeier
Seit kurzem endet die U1 am Nollendorfplatz. Was genau ist der Grund? Laut BVG soll es ein Schandensereignis sein. Und warum bis Nollendorfplatz und nicht bis Wittenbergplatz?

Durch die Oberbaumängel zwischen Hallesches Tor und Kottbusser Tor, wo die Züge durchgehend maximal 25 km/h fahren können, wäre das Chaos vorprogrammiert, wenn die U1 und U3 parallel fahren würden. So wird jetzt auf der U3 mit zusätzlichen Kursen und angepassten Fahrplänen ein stabiler 5-Minuten-Takt sichergestellt und die U1 dadurch verkürzt.
Dass die U1 bis Nollendorfplatz fährt hat sicherlich mit der Barrierefreiheit (fehlender Aufzug am Wittenbergplatz, Gleis 6) und dem vereinfachten Umstieg zwischen U1 und U3 von/nach Warschauer Straße zu tun - das ist aber nur meine Vermutung.
Zitat

"Bahnmeier" am 10.6.2026 um 7.57 Uhr:

[...] Was genau ist der Grund? [...]

Zitat

"UndergroundBerlin" am 10.6.2026 um 9.09 Uhr:

[...] das ist aber nur meine Vermutung.

Vor vier Tagen hatte ich im "Kurzmeldungsthread" eine Pressemitteilung der BVG zitiert, in der meiner bescheidenen Meinung nach alles beschrieben worden ist.

Gruß, Thomas

PS: Ich hatte vermutet, dass Du, "UndergroundBerlin", daran beteiligt warst ... ;-)

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
UndergroundBerlin
Zitat
Bahnmeier
Seit kurzem endet die U1 am Nollendorfplatz. Was genau ist der Grund? Laut BVG soll es ein Schandensereignis sein. Und warum bis Nollendorfplatz und nicht bis Wittenbergplatz?

Durch die Oberbaumängel zwischen Hallesches Tor und Kottbusser Tor, wo die Züge durchgehend maximal 25 km/h fahren können, wäre das Chaos vorprogrammiert, wenn die U1 und U3 parallel fahren würden. So wird jetzt auf der U3 mit zusätzlichen Kursen und angepassten Fahrplänen ein stabiler 5-Minuten-Takt sichergestellt und die U1 dadurch verkürzt.
Dass die U1 bis Nollendorfplatz fährt hat sicherlich mit der Barrierefreiheit (fehlender Aufzug am Wittenbergplatz, Gleis 6) und dem vereinfachten Umstieg zwischen U1 und U3 von/nach Warschauer Straße zu tun - das ist aber nur meine Vermutung.

Du vermutest richtig. Der Abschnitt Nollendorfplatz - Wittenbergplatz hat ja keine Einschränkungen in der Durchlaßfähigkeit und genug Züge und Fahrer sind auch vorhanden, warum also freiwillig die Linie noch weiter einkürzen?

Ein weiterer Grund spricht für die Führung nach Nollendorfplatz: Es kann der geplante Takt gefahren werden. Bei der Einkürzung bis Wittenbergplatz müßte er auf 15 Minuten gestreckt werden.
Früher ging doch auch 10-Minutebtskt mit kehren am Wittenbergplatz?
Zitat
Bahnmeier
Früher ging doch auch 10-Minutebtskt mit kehren am Wittenbergplatz?

Da schrieb der TV-N auch keine Mindestkehrzeit vor.
Warum ist das heute so?
Zitat
Bahnmeier
Warum ist das heute so?
Weil der Arbeitgeberverband viel schlechter als ver.di verhandelt hat.
Was hat denn ver.di und Arbeitgeber damit zu tun? Wird eigentlich in Uhlandstr derzeit kurz oder lang gekehrt?
Zitat
Bahnmeier
Was hat denn ver.di und Arbeitgeber damit zu tun? (..)

Weil die beiden den Tarifvertrag ausgehandelt haben.
Zitat
Bahnmeier
Früher ging doch auch 10-Minutentakt mit kehren am Wittenbergplatz?

Ich verstehe Dein Problem nicht. Was genau hast Du gegen die jetzt praktizierte Lösung, wenn damit doch sowohl Barrierefreiheit, Umsteigekomfort als auch tarifvertragliche Vorgaben unter einen Hut gebracht werden können? Es ist doch niemand gehindert, schon in U Wittenbergplats umzusteigen, sofern mensch sich unnötiges Treppensteigen denn ohne Not antun möchte...

So lange mensch indes die U1 nicht um die Bahnhöfe U Adenauerplatz und S Halensee ergänzt, stellt sich mir eingedenk des massiven Bus-Parallelbetriebs der Kudammlinien vielmehr die Frage, ob der Wurmfortsatz westlich des Wittenbergplatzes überhaupt verkehrlich zwingend benötigt wird.

Viele Grüße
Arnd
Uhlandstraße geht es tags in die Kehranlage mit acht Minuten Kehrzeit und nachts kehrt man am Bahnsteig mit vier Minuten Kehrzeit. Als Ausgleich wird auf Nollendorfplatz länger gestanden.
Bei der Entwicklung des ÖPNV in Berlin bin ich zur Zeit leider nur noch pessimistisch: Es wäre wenig überraschend, wenn sich die BVG mit der Sanierung viel Zeit lassen wird. Kann sie damit doch im ohnehin problematischen Kleinprofil Leistungen einsparen. Das passt auch zu Bondes aktuellem Nahverkehrsplanentwurf, wo das Angebot auf der Kreuzberger Hochbahn explizit als Sparpotential erwähnt wird...
Deine Befürchtungen hinsichtlich der Dauer finde ich nicht unbegründet. Im den rbb-Abendnachrichten hieß es gestern, dass die Sanierung von 2028 bis 2030 geplant sei.
Und außerdem: Bei weiteren Verschlechterungen drohe eine Vollsperrung.
Zitat
M48er
Bei weiteren Verschlechterungen drohe eine Vollsperrung.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dann nicht die halbe Landesregierung antanzen und betroffen schauen würde wie bei der A100. Schon die selbstverschuldete Stilllegung des 21-Abschnitts in Friedrichshain ging denen ja am Allerwertesten vorbei. Ist halt nicht St. Auto und somit egal.

Und hat in dem Saftladen eigentlich irgendwer einen Überblick über den Zustand des Netzes? Es vergeht ja seit Jahrzehnten kaum ein Jahr, in dem nicht wegen Bauarbeiten irgendein Abschnitt der Kreuzberger Hochbahn gesperrt wird.

Nebenbei zeigt es auch mal wieder, wie hohl die Versprechen waren, dass mit Inbetriebnahme der JK-Züge sich die Situation verbesserte. Jetzt hat man wenigstens eine neue Ausrede, um die Situation zu verschleiern.

PS: Hier der Link zur Sendung "RBB24 Berlin" von gestern Abend. Link 7 Tage gültig, der Beitrag beginnt bei min 4:25.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.2026 06:46 von def.
Zitat
def
Und hat in dem Saftladen eigentlich irgendwer einen Überblick über den Zustand des Netzes? Es vergeht ja seit Jahrzehnten kaum ein Jahr, in dem nicht wegen Bauarbeiten irgendein Abschnitt der Kreuzberger Hochbahn gesperrt wird.

Vor allen Dingen wurde das Viadukt vor einigen Jahren doch bereits aufwändig saniert und nun kommt man mit dem Argument um die Ecke, das alles sei über hundert Jahre alt und da kann ja mal was kaputtgehen.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Wie viele Kurse fahren eigentlich jetzt auf der verkürzten U1?
Und wie lange wird der Zustand noch voraussichtlich sein?
Bin 3 Tage auf der Kreuzberger Hochbahn gefahren und muss sagen .. 5 Minuten Takt mit 8 Wagen reichen vollkommen aus. Schlimmer wären jetzt 6 Wagen oder so. Durch die Fahrzeitzugabe, sind die Züge auch pünktlich. Mein Eindruck der letzten Tage
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