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Sanierungen von Berliner Straßenbahnstrecken
geschrieben von krickstadt 
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Lopi2000
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Ingolf
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Lopi2000
Um mal wieder zu den Inhalten zurück zu kommen: Auf Basis des Tagesspiegellinks kommt man (mit Informationen, die vor der Paywall stehen), zu der darin zitierten Anfrage, in der sich wiederum ein Link zu einer Herzensprojektseite der BVG befindet, wo es weitere Informationen in Planform gibt. Ob diese vom Tagesspiegel bzw. dem Senat ignoriert wurden oder erst nach dem Artikel neu auf die Seite gekommen sind, kann ich auch nicht sagen.

Die M1 fährt bis Dezember nur im Nordabschnitt und dort weiter zur Björnsonstraße.
Die M6 wird zum Kupfergraben verlängert, um dort als Ersatz zu dienen.
Die 12 fährt bis 7.9. wie aktuell (zwischen Prenzlauer Allee / Ostseestraße und Naturkundemuseum wie M2 und M10).
Die 12 endet ab 7.9. von Norden kommend in der Pappelallee vor der Eberswalder Straße.

Danke für die Infos, hier der Link zur BVG-Seite:
[www.bvg.de]



Offenbar ist sich die BVG doch nicht so ganz sicher, was die Zeit nach dem 7.9. angeht, zumindest sind die Erläuterungen und der Plan für diesen Zeitraum nun wieder von der Seite verschwunden. Die Änderung erfolgte aber erst, nachdem die ursprüngliche Fassung am 3.7. archiviert wurde [web.archive.org] .

Hm, ich saß vorgestern erst in einer 12, die auf der TRasse der M10 auf der Bernauer unterwegs war zum Kupfergraben.
Es fühlt sich zumindest retro an, auf der nördlichen Prenzlauer Allee wieder Straßenbahnen zum Kupfergraben zu sehen,.auch wenn diese etwas früher abbiegen und nicht wie die ehemalige 1 durch die Alte Schönhauser kurven.
Steht denn nicht für den Herbst auch noch eine Sanierung bei der M2 in der Karl-Liebknecht-Str. auf dem Plan?

Und es wäre auch schön, wenn man die Langsamfahrstellen die schadhafter Infrastruktur geschuldet sind, endlich mal zeitnah beseitigt oder will man dies jahrelang hinnehmen und damit massiven Fahrzeitverlust den Fahrgästen zumuten. Mir fallen da gleich 3 Stellen ein: M10 Fahrtrichtung Turmstraße. kurz vor der Haltestelle Prenzlauer / Danziger, dann M2 Fahrtrichtung Alex kurz nach der Überfahrt Prenzlauer / Danziger (möglicherweise auch die dortige Weicheverbindung) und M2 Fahrtrichtig Am Steinberg die Überfahrt Marienburger Str.

Als Fahrgast findet man dies einfach zum Kotzen und fragt sich, warum werden diese Schäden nicht beseitigt?
Kreuzung Landsberger/Rhinstr.
Wurde da nicht kürzlich was gemacht?
Aber man könnte doch wenigstens die Verbindung Stahlheimer/ Wisbyer herstellen. Dann könnte man die M1 in zwei "Äste" aufteilen: Kupfergraben - Björnsonstr. und Björnsonstr. - Rosenthal Nord/ Schillerstr.
Zitat
Fahrgast1414
Aber man könnte doch wenigstens die Verbindung Stahlheimer/ Wisbyer herstellen. Dann könnte man die M1 in zwei "Äste" aufteilen: Kupfergraben - Björnsonstr. und Björnsonstr. - Rosenthal Nord/ Schillerstr.

Das könnte man sicherlich, aber es wurde (von wem und warum auch immer) anders entschieden. Abgesehen davon würde diese Weiche bei der aktuell anstehenden Sperrung der Kastanienallee auch eher wenig bringen.
Zitat
Nordender
Kreuzung Landsberger/Rhinstr.
Wurde da nicht kürzlich was gemacht?

Es muss immerzu was gemacht werden, damit die Kreuzungen befahrbar bleiben.
Seit dem nahezu vollständigen Einsatz von Flexity hat sich die Lebenserwartung der Gleiskonstruktionen wie Weichen und Kreuzungen rapide verkürzt.
Schon wenige Monate nach deren Erneuerung kommen die geschwindigkeitsreduzierenden Signale / Schilder wieder an die Spanndrähte.

Ein großer Teil der Kreuzungen mehrerer Linien ist akut temporeduziert, die daraus resultierende Fahrzeitverlängerungen sind hausgemacht und nicht von Behinderungen durch den insgesamt abnehmenden Autoverkehr verursacht.
Und man traut sich nicht an kleine Lageoptimierungen ran. Vor ca. zwei Jahren wurden die abgeflexten Gleisbögen auf der M2 Prenzlauer Promenade / Am Steinberg erneuert. Auch mit den neuen Schienen darf nur mit 10 (oder 15?) km/h abgebogen werden und mit Begegnungsverbot von Straßenbahnwagen untereinander. Also selbst wenn die Vorrangschaltung aktiv ist, schafft es nur eine Bahn pro Umlauf der LZA um die Ecke. Die dabei verkürzten Phasen für den MIV lassen auch die Busse Linie 255 im Stau stehen.

so long

Mario
Moin,

heute wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses die folgende parlamentarische Anfrage nebst Antworten veröffentlicht:

Zitat

Anfrage des Abgeordneten Dr. Stefan Taschner (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 16.6.2026 und Antwort vom 2.7.2026: Radverkehrsanlagen in der Ehrlichstraße in Karlshorst - unter die Gleise gekommen?

Vorbemerkung der Verwaltung: Die Schriftliche Anfrage betrifft (zum Teil) Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl um eine sachgerechte Antwort bemüht und hat daher die Berliner Verkehrsbetriebe AöR (BVG) um Stellungnahme gebeten. Sie wird in der Antwort an den entsprechend gekennzeichneten Stellen wiedergegeben.

Vorbemerkung des Abgeordneten: Die Ehrlichstraße ist eine Hauptstraße (Kategorie III) in der Verantwortung von SenMVKU. Entsprechend dem §43 des Berliner Mobilitätsgesetzes ist auch in dieser Straße Radinfrastruktur zu errichten. Zudem ist seit vielen Jahren bekannt, dass die Gleisanlagen der dortigen Straßenbahn das Ende der Lebensdauer erreicht haben.

Deswegen wurden bereits im Jahr 2018 Entwürfe für Radverkehrsanlagen (RVA) in der Ehrlichstraße den Karlshorster Bürger:innen durch die BVG vorgestellt und mit diesen diskutiert. Seitdem gab es dazu weder seitens der BVG noch seitens SenMVKU Updates.

Ab 2024 wurde in verschiedenen Sitzungen des Lichtenberger Mobilitätsrates der Planungsstand der RVA erfragt. Hierzu gab es immer aufs Neue widersprüchliche Antworten. Hierzu eine kurze Zusammenfassung:
  • 2024 teilte die BVG mit, "dass derzeit noch kein belastbarer Zeitplan für die Baumaßnahme vorliegt".
  • 2025 kommt die BVG zur Erkenntnis, dass für eine Sanierung der Ehrlichstraße inklusive Radinfrastruktur ein Planfeststellungsverfahren notwendig ist, da die Gleise für rechtskonforme Radinfrastruktur in die Mitte der Ehrlichstraße verlegt werden müssen.
  • Mitte 2025 hat die BVG ihre Pläne überraschend geändert und strebt nun nur noch eine Teilsanierung der vorhandenen Gleise ohne Änderungen an.
  • Dieses Vorhaben wird im Mai 2026 begonnen. Im Endergebnis werden die Gleise komplett ausgetauscht und am bisherigen Platz verbleiben.
Frage 1: Im Jahr 2018 wurden den Karlshorster Bürger:innen Entwürfe für Radverkehrsanlagen vorgestellt. In welcher Form und wo nachlesbar wurden die dabei erarbeiteten Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?

Antwort zu 1.: Die BVG teilt hierzu Folgendes mit: "Die erarbeiteten Ergebnisse wurden in Form von Aktenvermerken und Protokollen dokumentiert und den Teilnehmenden der Bürger*innen-Informationsveranstaltung zur Verfügung gestellt."

Frage 2: Welche Schritte zur Planung und Umsetzung von Radverkehrsanlagen in der Ehrlichstraße wurden seitens SenMVKU und BVG in den Jahren ab 2018 unternommen? Bitte jahresweise auflisten.

Frage 3: Welche Kommunikation zur Planung und Umsetzung von Radverkehrsanlagen in der Ehrlichstraße erfolgte zwischen SenMVKU und BVG in den Jahren ab 2018? Bitte jahresweise auflisten.

Antwort zu 2. und 3.: Die Fragen 2 und 3 werden aufgrund ihres Sachzusammenhanges gemeinsam beantwortet.

Die BVG teilt hierzu Folgendes mit: "Die BVG befindet sich im Rahmen von vierteljährlichen Austauschterminen im kontinuierlichen Kontakt mit den zuständigen Abteilungen der Senatsverwaltung zur Planung der Grundinstandsetzung der Gleisanlagen, dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen sowie einer damit einhergehenden Planung der Radverkehrsanlagen in der Ehrlichstraße. Die Vorplanungsunterlage für dieses Projekt wurde 2025 bei den zuständigen Behörden eingereicht, die fachliche Prüfung erfolgte in diesem Jahr."

Frage 4: Welche Planungsergebnisse für Radverkehrsanlagen in der Ehrlichstraße wurden seitens SenMVKU und BVG in den Jahren ab 2018 erzielt? Bitte jahresweise auflisten.

Antwort zu 4.: Die Grundvoraussetzung, um in der Ehrlichstraße Platz für den Fahrradverkehr zu erlangen, ist eine Neuaufteilung des Straßenraumes. Aktuell liegen die Gleise der Straßenbahn in Richtung Treskowallee in einer sog. Seitenlage, die es nicht ermöglicht, rechts davon Raum für Fahrradfahrende einzurichten. Nach Vorliegen der Planungserkenntnisse und erster Gutachten zeichnete sich 2023 auf Grund der zu verändernden Straßenraumaufteilung der Bedarf einer planrechtlichen Befassung ab.

Frage 5: Welche Planungsergebnisse für Radverkehrsanlagen in der Ehrlichstraße wurden seitens SenMVKU und BVG in den Jahren ab 2018 gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert? Bitte jahresweise auflisten.

Antwort zu 5.: Die BVG teilt hierzu Folgendes mit: "Folgende öffentliche Informationsveranstaltungen, in deren Rahmen die genannten Planungsentwürfe vorgestellt wurden, haben stattgefunden:
  • Einwohnerversammlung Bauen und Verkehr in Karlshorst am Montag, 4. Juni 2018
  • Abstimmungsgespräch mit dem Bürgerverein Berlin-Karlshorst
  • Anwohnerversammlung zum "Gleisbauprojekt Ehrlichstraße" am 18.12.2018"
Frage 6: Wie sieht der aktuelle Entwurf für Radverkehrsanlagen in der Ehrlichstraße aus? Diesen bitte als Entwurf der Antwort beilegen.

Antwort zu 6.: Im Rahmen der geplanten Grundinstandsetzung der Straßenbahninfrastruktur und dem barrierefreien Ausbau ist vorgesehen, die Gleislage in die Mitte der Fahrbahn zu verlegen. Das ist die Grundvoraussetzung, um außerhalb des Lichtraumprofils der Straßenbahn Platz für den Radverkehr zu erlangen. In Abhängigkeit zu den in den einzelnen Abschnitten zur Verfügung stehenden Straßenraumbreiten wird die Querschnittsgestaltung in den folgenden Planungsphasen konkretisiert. In den Haltestellenbereichen werden für Radfahrende überfahrbare Haltestellenkaps gem. den derzeit gültigen Regelwerken eingerichtet.

Frage 7: Wann wurde durch wen entschieden, dass für die Umsetzung von regelkonformen Radverkehrsanlagen in der Ehrlichstraße ein Planfeststellungsverfahren notwendig ist und mit welcher Begründung wurde das entschieden? Welche Abteilungen bei SenMVKU und der BVG waren in diese Entscheidung eingebunden?

Antwort zu 7.: Die BVG teilt hierzu Folgendes mit: "Auf Grundlage der von der BVG vorgelegten Planungen und erster Gutachten erfolgte im Jahr 2023 eine Einschätzung durch die zuständige Anhörungsbehörde. Diese kam zu dem Ergebnis, dass durch die Auswirkungen der vorgelegten Planungen, die sich insbesondere durch die Neuaufteilung des Straßenraumes ergeben, eine planrechtliche Befassung angezeigt ist.

Die Verlegung der Straßenbahngleise und Neuaufteilung des Straßenraumes ist die Voraussetzung dafür, Platz für Radfahrende in der Ehrlichstraße zu erlangen (siehe auch Antwort zu Frage 4)."

Frage 8: Wann wurde durch wen entschieden, dass die Gleise ab Mai 2026 in der Ehrlichstraße komplett erneuert werden und mit welcher Begründung? Welche Abteilungen bei SenMVKU und der BVG waren in diese Entscheidung eingebunden?

Antwort zu 8.: Die BVG teilt hierzu Folgendes mit: "Die Entscheidung wurde im Jahr 2023 durch die BVG nach Vorliegen der planrechtlichen Einschätzung getroffen. Die beteiligten Fachabteilungen der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Kilmaschutz und Umwelt wurden durch die BVG informiert.

Ausschlaggebend für die Entscheidung, eine kurzfristige Instandhaltungsmaßnahme durchzuführen, waren die Sicherstellung eines sicheren und zuverlässigen Straßenbahnbetriebs sowie der fortschreitende Verschleiß der vorhandenen Gleisanlagen. Aufgrund des sich kontinuierlich verschlechternden Zustands der bestehenden Oberbauform bestand die Gefahr, dass künftig betriebliche Einschränkungen bis hin zur Einstellung des Linienbetriebs erforderlich werden könnten."

Frage 9: § 39 (2) des Berliner Mobilitätsgesetzes schreibt vor: "Bei der Planung von Baumaßnahmen im Straßenland ist zu prüfen und bei relevanten Vorhaben zu dokumentieren und unverzüglich im Internet zu veröffentlichen, inwieweit mit dem Abschluss der Baumaßnahme eine Radverkehrsanlage im Sinne dieses Gesetzes und der weiteren Regelwerke geschaffen werden kann. Bei jeder Planung und Baumaßnahme des Landes Berlin müssen die Bedürfnisse des Radverkehrs für künftige Planungen berücksichtigt werden."

Durch wen erfolgte diese Prüfung für die Baumaßnahme der kompletten Erneuerung der Gleise in der Ehrlichstraße? Wie lauten die Ergebnisse der Prüfung und wo wurden die Ergebnisse dokumentiert?

Antwort zu 9.: Bei der aktuell laufenden Baumaßnahme der BVG handelt es sich lediglich um eine kurzfristig notwendige Instandhaltungsmaßnahme der vorhandenen Infrastruktur. Hierbei erfolgt keine grundhafte Instandsetzung der Anlagen inkl. der Verschiebung der Gleistrasse, was die räumliche Voraussetzung ist, um Platz für den Radverkehr gewinnen zu können (ergänzend siehe auch Antwort zur Frage 4).

Im Rahmen der geplanten Grundinstandsetzung der Straßenbahninfrastruktur und dem barrierefreien Ausbau ist eine Neuaufteilung des Straßenraumes, insbesondere auch zu Gunsten des Radverkehrs, vorgesehen.

Ergänzend teilt die BVG hierzu Folgendes mit: "Die BVG ist für die Instandhaltung, den Bau sowie den sicheren Betrieb der Straßenbahninfrastruktur verantwortlich. Im Rahmen ihrer Vorhaben berücksichtigt sie, insbesondere beim barrierefreien Ausbau von Haltestellen, die Anforderungen weiterer Beteiligter und stimmt sich hierzu eng mit den zuständigen Senatsverwaltungen ab.

Maßnahmen, die über die Belange des Straßenbahnbetriebs und des barrierefreien Ausbaus hinausgehen, fallen nicht in die Zuständigkeit der BVG."

Frage 10: Welche Kosten verursacht die Erneuerung der Gleise in der Ehrlichstraße von Mai bis September 2026? Bitte getrennt für die BVG, SenMVKU und das SGA auflisten.

Antwort zu 10.: Die BVG teilt hierzu Folgendes mit: "Für die Aufrechterhaltung und Sicherstellung des Straßenbahnbetriebes wurden Bauleistungen i.H.v. 1.409 TEUR für den o.g. Streckenabschnitt vergeben."

Darüber hinaus sind bei der BVG, der SenMVKU und dem SGA Lichtenberg allgemeine Verwaltungs- bzw. Personalkosten angefallen, die nicht gesondert ausgewiesen werden können.

Frage 11: Welche Kosten würde das Verrücken der Gleise in die Mitte der Ehrlichstraße zur Herstellung von regelkonformen Radverkehrsanlagen nach einem Planfeststellungsverfahren nach heutigem Stand ungefähr kosten? Schätzungen sind ausreichend.

Antwort zu 11.: Die BVG teilt hierzu Folgendes mit: "Eine belastbare Aussage zu den Kosten der Grundinstandsetzungsmaßnahme inkl. barrierefreien Ausbau der Straßenbahninfrastruktur ist nach Vorliegen einer geprüften Bauplanungsunterlage möglich. Diese ist im Laufe des Planungsprozesses noch zu erstellen."

Frage 12: Wie sieht die aktuelle Zeitplanung für das Planfeststellungsverfahren für Radverkehrsanlagen in der Ehrlichstraße aus? Welche Abteilungen seitens SenMVKU und BVG sind mit welchen Verantwortlichkeiten daran beteiligt?

Antwort zu 12.: Die BVG teilt hierzu Folgendes mit: "Die BVG erarbeitet derzeit die Unterlagen für die planrechtliche Befassung und aktualisiert die erforderlichen Gutachten. Im Anschluss kann die vollständige Unterlage der Anhörungsbehörde erneut zur planrechtlichen Bewertung vorgelegt werden. Dies ist derzeit im dritten Quartal 2026 anvisiert. Die weitere Zeitplanung ist abhängig vom Prüfergebnis."
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Viele Grüße, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Fahrgast1414
Aber man könnte doch wenigstens die Verbindung Stahlheimer/ Wisbyer herstellen. Dann könnte man die M1 in zwei "Äste" aufteilen: Kupfergraben - Björnsonstr. und Björnsonstr. - Rosenthal Nord/ Schillerstr.

Meiner Meinung nach ist die zu bauende Gleisverbindung an der Wisbyer Ecke Stahlheimer Straße verhältnismäßig einfach zu realisieren. Schönhauser Allee / Bornholmer Straße ist ein ganz anderes Kaliber und auf Grund der Brückenstützen der U-Bahn nicht einfach.

Hier könnte aber eine planmäßige Umleitung durch die Schleife Björnsonstr. eine einfache Alternative sein.
Fahrgäste, die nicht die Zeit haben, steigen entweder Vinetastraße in die U2 und Eberswalder Str. wieder ein oder um die Schleifenfahrt zu vermeiden Schönhauser Allee / Bornholmer Str. kurz aus.
Zitat
chilldow
Zitat
Fahrgast1414
Aber man könnte doch wenigstens die Verbindung Stahlheimer/ Wisbyer herstellen. Dann könnte man die M1 in zwei "Äste" aufteilen: Kupfergraben - Björnsonstr. und Björnsonstr. - Rosenthal Nord/ Schillerstr.

Meiner Meinung nach ist die zu bauende Gleisverbindung an der Wisbyer Ecke Stahlheimer Straße verhältnismäßig einfach zu realisieren.

So sieht das zwar auf den ersten - laienhaften - Blick aus, diese Kurve wäre aber sehr eng und dürfte damit zu erheblichen Geräuschemissionen führen. So lange zudem die "Ringbahnbrücke" im Zuge der Stahlheimer Straße (oder liegt die schon/noch in der Pappelallee?) jedoch nicht ebenfalls grundsaniert, ertüchtigt oder notfalls ersatzneugebaut ist, macht eine solche Gleisverbindung keinen wirklichen Sinn...

Diese Brücke hat nämlich dieselben Materialien und denselben Entstehungszeitraum wie jene im Marzahner Knoten oder in S Landsberger Allee.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
chilldow
Zitat
Fahrgast1414
Aber man könnte doch wenigstens die Verbindung Stahlheimer/ Wisbyer herstellen. Dann könnte man die M1 in zwei "Äste" aufteilen: Kupfergraben - Björnsonstr. und Björnsonstr. - Rosenthal Nord/ Schillerstr.

Meiner Meinung nach ist die zu bauende Gleisverbindung an der Wisbyer Ecke Stahlheimer Straße verhältnismäßig einfach zu realisieren.

So sieht das zwar auf den ersten - laienhaften - Blick aus, diese Kurve wäre aber sehr eng und dürfte damit zu erheblichen Geräuschemissionen führen.

Ich hatte auch zunächst Bedenken, weil die Stahlheimer Straße spitzwinklig in die Wisbyer Straße mündet. Aber die Kreuzung ist ja recht weitläufig. Deswegen habe ich mir mal auf Openstreetmap die Verbindungskurven Oderbruchstraße⇄Karl-Lade-Straße und vom Doberaner Platz in Rostock (Westkurve Doberaner Straße⇄Wismarsche Straße) ausgeborgt, gedreht und dann auf die Stahlheimer/Wisbyer gelegt. Und siehe da, es passt (Oderbruch/Karl-Lade ist rot, Doberaner Platz ist grau wie die Bestandsgleise).

(Kartendaten ⓒOpenstreetmap-Mitwirkende unter ODBL)


Zitat
Jumbo
Ich hatte auch zunächst Bedenken, weil die Stahlheimer Straße spitzwinklig in die Wisbyer Straße mündet. Aber die Kreuzung ist ja recht weitläufig. Deswegen habe ich mir mal auf Openstreetmap die Verbindungskurven Oderbruchstraße / Karl-Lade-Straße und vom Doberaner Platz in Rostock (Westkurve Doberaner Straße / Wismarsche Straße) ausgeborgt, gedreht und dann auf die Stahlheimer/Wisbyer gelegt. Und siehe da, es passt (Oderbruch/Karl-Lade ist rot, Doberaner Platz ist grau wie die Bestandsgleise).

Ja, passen würde das schon, allerdings wäre die aktuell anstehende Sperrung schon der wichtigste Grund, über diese Kurve nachzudenken und das hat man wohl schon getan und es bewusst verworfen. So richtig sinnvoll wäre diese Lösung wohl ohnehin nur mit einer zusätzlichen Verbindung von der Wisbyer Straße in die nördliche Schönhauser Allee, die vermutlich schwierig bis gar nicht mit den weiteren Rahmenbedingungen an dieser Kreuzung in Einklang zu bringen ist. Allein für Ersatzangebote für den Straßenzug Stahlhelmer Straße / Pappelallee lohnt sich diese Kurve wohl nicht, da die bisherigen Lösungen auf die M2 oder M13 durchzubilden, ganz gut funktioniert haben, so dass sich für eine mögliche baubedingte Durchbindung der 12 zur Björnsonstraße eine Investition in diese Kurve wohl nicht lohnen würde.
Ansonsten könnte man ja auch ne Doppelkreuzungsweiche an den jeweils betroffenen Kreuzungen bauen. Dann kann man mit nem zweiten Straßenbahnfahrer einmal die Station "zurücksetzten" und wieder in vorheriger Fahrtrichtung weiter fahren. Dürfte zumindest baulich einfacher sein, wenn auch betrieblich mindestens herausfordernd.

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Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Zitat
Bumsi
Ansonsten könnte man ja auch ne Doppelkreuzungsweiche an den jeweils betroffenen Kreuzungen bauen. Dann kann man mit nem zweiten Straßenbahnfahrer einmal die Station "zurücksetzten" und wieder in vorheriger Fahrtrichtung weiter fahren. Dürfte zumindest baulich einfacher sein, wenn auch betrieblich mindestens herausfordernd.

Wenn man mit 2. Fahrer arbeitet, reichen sogar 2 einfache (im Normalfall stumpf befahrene) Gleiswechsel: 1x zwischen Stahlheimer / Wisbyer Straße und Prenzlauer Allee / Ostseestraße und 1x zwischen Schönhauser Allee / Bornholmer Straße und Schönfließer Straße.
Ein Zug stadtauswärts kommt aus der Stahlheimer Straße, fährt wie jetzt die 12 bis Prenzlauer Allee / Ostseestraße. In Prenzlauer Allee / Ostseestraße steigt ein 2. Fahrer in den hinteren Führerstand und übernimmt die Steuerung für die „Rückwärtsfahrt“. Dann wird über den 1. Gleiswechsel aufs Regelgleis gewechselt und bis Schönfließer Straße gefahren. Dort steigt der Hilfsfahrer wieder aus und wartet auf einen Gegenzug. Der originale Fahrer am anderen Ende übernimmt wieder die Steuerung, fährt „rückwärts“ und dann über den 2. Gleiswechsel wieder aufs richtige Gleis und biegt dann Schönhauser Allee / Bornholmer Straße über den bereits vorhandenen Gleisbogen ab Richtung Pankow.
In der Gegenrichtung würde analog verfahren: der Zug aus Pankow fährt wie die 50 über die vorhandene Kurve bis zur Schönfließer Straße, wo der 2. Fahrer den hinteren Führerstand übernimmt, dann über den Gleiswechsel aufs Regelgleis wechselt und geradeaus bis zur Prenzlauer Allee / Ostseestraße fährt. Hier steigt der Hilfsfahrer aus und wartet wieder auf einen Gegenzug und dann übernimmt wieder der originale Fahrer des Zuges die Steuerung und fährt über den Gleiswechsel aufs rechte Gleis, um dann an der Kreuzung Stahlheimer Straße / Wisbyer Straße in die Stahlheimer Straße abzubiegen.

Die Gleiswechsel müssten natürlich signaltechnisch so abgesichert sein, dass es weder zu Flankenfahrten kommt, noch dass der Gleiswechsel von einem Folgezug befahren wird, wenn ein anderer Zug an der dahinterliegenden Haltestelle wenden will.
Dass das möglich ist, kann man sich in Halle/Saale am Hauptbahnhof angucken, wo zu gewissen Zeiten Linien unter der Eisenbahnbrücke (w)enden, während andere Linien durchfahren. Dort funktioniert das sogar mit 1 Fahrer, der den Führerstand wechselt. (Und zwischen Gleiswechsel und Haltestelle gibt es sogar noch einen Abzweig, an dem andere Linien abbiegen.)
Zitat
Bumsi
Ansonsten könnte man ja auch ne Doppelkreuzungsweiche an den jeweils betroffenen Kreuzungen bauen. Dann kann man mit nem zweiten Straßenbahnfahrer einmal die Station "zurücksetzten" und wieder in vorheriger Fahrtrichtung weiter fahren. Dürfte zumindest baulich einfacher sein, wenn auch betrieblich mindestens herausfordernd.

Genau daran habe ich auch schon gedacht. Man bräuchte halt die jeweiligen Gleisverbindungen und eben Umsetzfahrer, tagsüber vermutlich um die 6 Leute.
Aber daran wird es mit Sicherheit scheitern, weil kein Wille da ist und das Geld fehlt und auch noch die Brücke auf der Umleitungsstrecke so alt ist und weil Leute fehlen und weil... keine Ahnung, fügt was ein...

LG

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