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BVG will Fahrkartenautomaten abschaffen
geschrieben von krickstadt 
Moin,

in der heutigen (20.7.2026) Berliner Zeitung hat Peter Neumann auf Seite 2 Ute Bonde interviewt. Daraus 'mal zwei Fragen und Antworten zum Thema Fahrscheinautomaten:

Zitat

Die Berliner sind es gewohnt, mit großen Einkäufen, sogar mit Umzügen in die Bahn zu steigen. Sperren würden sie behindern. Zudem nutzen manche noch Papiertickets.

Die Entwicklung geht in eine andere Richtung, hin zu Apps und Chipkarten. Das Deutschlandticket hat gezeigt, dass die Verkehrsunternehmen mit digitalen Fahrausweisen enorm Vertriebskosten sparen können. Solche Tickets werden sich auch in Berlin immer stärker durchsetzen. Viele Gäste aus dem Ausland sind schon längst weiter. Unsere alte Technik verwirrt sie. Am U-Bahnhof Olympiastadion habe ich einen Touristen dabei beobachtet, wie er sein Mobiltelefon in einen Fahrscheinentwerter einführen wollte.

Wird es in Berlin in fünf Jahren noch Fahrscheinautomaten geben?

In einigen Jahren wird es in Berlin keine Fahrscheinautomaten mehr geben.

Den ganzen Artikel kann man online hinter der Bezahlschranke lesen (Archiv).

Viele Grüße, Thomas

Edit Forumleitung: Leider habe ich ausversehen den Original-Inhalt gelöscht. Zumindest den Text hatte ich noch im Cache, aber die Links sind verloren gegangen.

Edit Thomas: Kein Problem, waren ja nur zwei. :-)

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.2026 04:41 von krickstadt.
Zitat
Autosenatorin
Am U-Bahnhof Olympiastadion habe ich einen Touristen dabei beobachtet, wie er sein Mobiltelefon in einen Fahrscheinentwerter einführen wollte.

Da hätte ich gerne mal gewusst, wo dieser Tourist wohnhaft ist. Ich bin ja auch schon viel herumgekommen, musste aber mein Mobiltelefon noch nirgendwo einführen und ich wüsste auch nicht, welcher Zweck damit verfolgt werden könnte.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Autosenatorin
Am U-Bahnhof Olympiastadion habe ich einen Touristen dabei beobachtet, wie er sein Mobiltelefon in einen Fahrscheinentwerter einführen wollte.

Da hätte ich gerne mal gewusst, wo dieser Tourist wohnhaft ist. Ich bin ja auch schon viel herumgekommen, musste aber mein Mobiltelefon noch nirgendwo einführen und ich wüsste auch nicht, welcher Zweck damit verfolgt werden könnte.

Naja ein Handy kann ja vibrieren und wenn der ÖPNV nicht öffentlich, aber dafür sehr nah ist, gibt es vielleicht Leute, die ihr Handy....
Zitat
krickstadt
Moin,

in der heutigen (20.7.2026) Berliner Zeitung hat Peter Neumann auf Seite 2 Ute Bonde interviewt. Daraus 'mal zwei Fragen und Antworten zum Thema Fahrscheinautomaten:

Zitat

Die Berliner sind es gewohnt, mit großen Einkäufen, sogar mit Umzügen in die Bahn zu steigen. Sperren würden sie behindern. Zudem nutzen manche noch Papiertickets.

Die Entwicklung geht in eine andere Richtung, hin zu Apps und Chipkarten. Das Deutschlandticket hat gezeigt, dass die Verkehrsunternehmen mit digitalen Fahrausweisen enorm Vertriebskosten sparen können. Solche Tickets werden sich auch in Berlin immer stärker durchsetzen. Viele Gäste aus dem Ausland sind schon längst weiter. Unsere alte Technik verwirrt sie. Am U-Bahnhof Olympiastadion habe ich einen Touristen dabei beobachtet, wie er sein Mobiltelefon in einen Fahrscheinentwerter einführen wollte.

Wird es in Berlin in fünf Jahren noch Fahrscheinautomaten geben?

In einigen Jahren wird es in Berlin keine Fahrscheinautomaten mehr geben.

Den ganzen Artikel kann man online hinter der Bezahlschranke lesen (Archiv).

Viele Grüße, Thomas

Danke. Es zeigt einmal mehr, wie sehr die Frau in ihrer Phantasiewelt lebt.

Als ich Ende Mai London besuchte, begann der Systemeintritt am Bahnhof Gatwick. Und da stand vor den Zugangssperren eine lange Reihe von "dummen" Automaten. Die gaben ausschließlich Tickets zum sofortigen Fahrtantritt (on peak) aus. Wer ein günstigeres Off-Peak-Ticket wollte, musste zum personalbedienten Schalter, der als solcher gar nicht erkennbar war.

Und ganz nebenbei: Gatwick ist auch die Grenze für das einfache System, bei dem man mit Kreditkarte Ein-/Auschecken kann.

Natürlich gab es auch sonst Automaten oder Fahrkartenschalter. Irgendwo muss der geneigte Nutzer ja seine Oyster-Card aufladen können. Analog läuft es in den Niederlanden mit der OV-Chipcaard. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass man dieses System direkt überspringen könnte, aber Frau B spielt explizit darauf an, dass es künftig über "Apps und Chipkarten" laufe. Irgendwo muss man die Chipkarte (oder BVG-Guthabenkarte) auslesen und aufladen können, was man wohl kaum rückständig ausschließlich im teuren öffnungszeitabhängigen personalbedienten Vertrieb durchführen möchte.

Das Grundproblem bleibt aber: Es geht nicht um die Frage des Wandels, sondern darum, dass es bei der BVG von oben herab, ohne Beteiligung oder Informationen passiert. Und dafür trägt auch sie als Falk-Groupie Verantwortung.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Natürlich gab es auch sonst Automaten oder Fahrkartenschalter. Irgendwo muss der geneigte Nutzer ja seine Oyster-Card aufladen können. Analog läuft es in den Niederlanden mit der OV-Chipcaard. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass man dieses System direkt überspringen könnte, aber Frau B spielt explizit darauf an, dass es künftig über "Apps und Chipkarten" laufe. Irgendwo muss man die Chipkarte (oder BVG-Guthabenkarte) auslesen und aufladen können, was man wohl kaum rückständig ausschließlich im teuren öffnungszeitabhängigen personalbedienten Vertrieb durchführen möchte.

Das Grundproblem bleibt aber: Es geht nicht um die Frage des Wandels, sondern darum, dass es bei der BVG von oben herab, ohne Beteiligung oder Informationen passiert. Und dafür trägt auch sie als Falk-Groupie Verantwortung.

Soweit ich mich erinnere habe ich meine Oystercard schon vor ca. 15 Jahren per App und / oder über die TfL-Website verwalten können und in meinem Account auch nachvollziehen können, dass die Fahrten korrekt gebucht und zu Tageskarten gebündelt wurden. Auch die Aufladung funktionierte auf diesem Weg (oder per Automat oder Schalter) problemlos. Bei meinem letzten Besuch vor rund 10 Jahren brauchte ich sie schon gar nicht mehr, weil ich stattdessen auch die Kreditkarte verwenden konnte und das Aufladen somit entfallen konnte.
Zitat
Jay
Und dafür trägt auch sie als Falk-Groupie Verantwortung.

Möglicherweise gibt es verschiedene Interpretationen von "Verantwortung tragen". Mir fällt jedenfalls kein Politiker und auch kein hochdekorierter Direktor, wie Herr Falk es ist oder zum Beispiel Herr Mehdorn es war, ein, der jemals Verantwortung im Sinne meiner Auffassung trug. Den Hut nehmen würde ich jedenfalls nicht als "Verantwortung tragen" bezeichnen, sondern vielmehr als "sich aus der Verantwortung stehlen".


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
[www.berliner-kurier.de]

Automaten werden abgeschafft ab 2029.

GLG.................Tramy1



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.2026 13:30 von Tramy1.
Zitat
Tramy1
[www.berliner-kurier.de]

Automaten werden abgeschafft ab 2029.

Zitat
Berliner Kurier
Die neuen Geräte, die kommen sollen, sind ein Art Scanner. Wie sie aussehen und funktionieren sollen, erklärt BVG-Vertriebsstoff Michael Beer

Was ist denn ein Vertriebsstoff?


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat

"Alter Köpenicker" am 20.7.2026 um 13.53 Uhr:

Was ist denn ein Vertriebsstoff?

Ein falsch geschriebener Vertriebschef?

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Jay

Das Grundproblem bleibt aber: Es geht nicht um die Frage des Wandels, sondern darum, dass es bei der BVG von oben herab, ohne Beteiligung oder Informationen passiert. Und dafür trägt auch sie als Falk-Groupie Verantwortung.

Hat man denn in London oder New York vorher eine Volksabstimmung oder wenigstens eine Bürgerbeteiligung durchgeführt?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
krickstadt
Zitat

"Alter Köpenicker" am 20.7.2026 um 13.53 Uhr:

Was ist denn ein Vertriebsstoff?

Ein falsch geschriebener Vertriebschef?

Ach so, und ich habe dabei an etwas Gestreiftes gedacht.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Da hätte ich gerne mal gewusst, wo dieser Tourist wohnhaft ist. Ich bin ja auch schon viel herumgekommen, musste aber mein Mobiltelefon noch nirgendwo einführen und ich wüsste auch nicht, welcher Zweck damit verfolgt werden könnte.

Vielleicht dachte der Tourist, da ist im Innern des Entwerters ein Scanner verbaut, der den Barcode vom Telefondisplay scannen kann. Mit Papiertickets habe ich schon öfter erlebt, also dass ich das irgendwo reinschieben muss und dann ein Barcode gescannt wird, damit sich dann eine Zugangssperre öffnet.
Aber irgendwie kann man auch ortsfremd einen Zusammenhang zwischen den vorhandenen Öffnungen und der Größe eigener Kleinigkeiten erkennen, oder?

Ich habe mal ein Zwei-Euro-Stück aus einem Entwerter gepopelt. Das hat immerhin reingepasst ...

~~~~~~
Die paar Schritte kann ich auch fahren.
Zitat
Tramy1
[www.berliner-kurier.de]

Automaten werden abgeschafft ab 2029.
Auch die Berliner Zeitung berichtet darüber:
[www.berliner-zeitung.de]
Zitat
M48er
Zitat
Tramy1
[www.berliner-kurier.de]

Automaten werden abgeschafft ab 2029.
Auch die Berliner Zeitung berichtet darüber:
[www.berliner-zeitung.de]

Interessant darin, was sich die IGEB vorstellen kann und was nicht und vor allem, dass sie damit Themen ausgräbt, von denen man in den letzten Jahren in Berlin gar nichts mehr gehört hat mit dem Risiko, dass irgendwer diese Themen nun aufgreift und gut findet.

Gut lt. IGEB: "wie anderswo das Einchecken per Kreditkarte mit automatischem Best-Pricing", "universelle Guthabenkarte, die allen Fahrgästen zugänglich ist und deren Guthaben niemals verfallen darf" (gibt es doch schon, oder nicht?)

Schlecht lt. IGEB: "Ein Flickenteppich auf dem Rücken der Fahrgäste ist inakzeptabel“, „dynamisches Pricing, metergenaue Abrechnungen, Rushhour-Zuschläge an Nachmittagen oder andere intransparente Tarifexperimente strikt ab".

Rush-hour-Zuschläge gibt es vom Prinzip her ja schon, da bestimmte ermäßigte Angebote eine eingeschränkte zeitliche Gültigkeit haben. Und ob ein Rushhour-Zuschläge nun wirklich weniger nachvollziehbar und intransparenter ist als ein automatisches Best-Pricing ist mir auch nicht klar, auch wenn ich persönlich das Best-priciing auch besser fände als Rushhour-Zuschläge. Von meinem persönlichen Vorteilen her, fände ich als Innenstadtbewohner eine kleinteiligere Abrechnung durchaus nicht schlecht, lege ich selbst doch eher Strecken von wenigen Kilometern zurück im Gegensatz zu anderen, die für den gleichen Preis 40-50 km quer durch Berlin fahren. Natürlich sehe ich aber auch andere Argumente, die dagegen sprechen.
S-Bahn Berlin denkt auch darüber nach.

[www.berliner-kurier.de]

GLG.................Tramy1
Zitat
Tramy1
S-Bahn Berlin denkt auch darüber nach.

Mir sind auch außerhalb Berlins in den letzten Wochen an verschiedenen Bahnhöfen Aufkleber an einigen Automaten aufgefallen, dass dieser konkrete Automat bald weg sein wird, aber genug erhalten bleiben werden.
Zitat
Lopi2000

Mir sind auch außerhalb Berlins in den letzten Wochen an verschiedenen Bahnhöfen Aufkleber an einigen Automaten aufgefallen, dass dieser konkrete Automat bald weg sein wird, aber genug erhalten bleiben werden.

Ich habe nichts gegen die Abschaffung der Automaten, würde aber als ersten Schritt die Umstellung des Fahrkartensortimentes auf den digitalen Verkauf empfehlen oder soll hier das Pferd mal wieder von hinten aufgezäumt werden oder bislang nicht digital erhältliche Fahrausweise ersatzlos gestrichen werden?


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Ich habe nichts gegen die Abschaffung der Automaten, würde aber als ersten Schritt die Umstellung des Fahrkartensortimentes auf den digitalen Verkauf empfehlen oder soll hier das Pferd mal wieder von hinten aufgezäumt werden oder bislang nicht digital erhältliche Fahrausweise ersatzlos gestrichen werden?

Zumindest empfinde ich solche eingeschränkten Vertriebswege als guten Anhaltspunkt für Fahrscheine, die man abschaffen könnte. Allein schon durch diese Einschränkungen dürfte es ja schon eine deutlich verringerte Nachfrage geben. Um welche Teile des Sortiments handelt es sich denn? Was spricht für deren Erhalt und was dagegen?
Zitat
Lopi2000
Um welche Teile des Sortiments handelt es sich denn? Was spricht für deren Erhalt und was dagegen?

Die Monatskarte Fahrrad Gesamtnetz gibt es bislang nur am Automaten und im personalbedienten Verkauf. Da meiner Beobachtung nach viele Leute mit dem Fahrrad im Zug unterwegs sind, wird wohl einiges für den Erhalt sprechen, denke ich. Zumal Einzelfahrten (4,60 Euro) und Tageskarten (7,50 Euro) gegenüber der Monatskarte (30,30 Euro) recht teuer sind.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
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