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Kurzmeldungen im September 2026
geschrieben von Jay 
Hallo,

nach und nach trudeln die noch nicht vom aktuellen Senat beantworteten parlamentarischen Anfragen über den Newsletter des Berliner Abgerordnetenhauses ein. Die teilweise sehr umfangreichen PDF-Dateien sind mir persönlich zu groß, um sie in Gänze hier zu zitieren, deshalb bitte ich um Nachsicht, dass meine subjektive Auswahl des heutigen Newsletters nur aus Überschriften mit unterlegten Adressen besteht. Vielleicht bezieht ja die eine oder der andere daraus neue Erkenntnisse:

Anfrage der Abgeordneten Antje Kapek (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 25.8.2026 und Antwort vom 10.9.2026: Wo bleibt der Bus?

Anfrage der Abgeordneten Antje Kapek (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 25.8.2026 und Antwort vom 11.9.2026: Wo bleibt die U-Bahn?

Anfrage der Abgeordneten Katrin Schmidberger und Catrin Wahlen (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 25.8.2026 und Antwort vom 11.9.2026: Barrierefreier Ausbau des U-Bahnhofs Gneisenaustraße

Anfrage der Abgeordneten Antje Kapek (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 26.8.2026 und Antwort vom 10.9.2026: Hat die CDU die U3-Verlängerung zum Mexikoplatz still und heimlich beerdigt?

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
krickstadt
[...]

Anfrage der Abgeordneten Antje Kapek (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 26.8.2026 und Antwort vom 10.9.2026: Hat die CDU die U3-Verlängerung zum Mexikoplatz still und heimlich beerdigt?

Ich hab mir diese Anfrage mal zuerst vorgenommen.
zu Frage 5: Es gab mehr als 1.000 Einwendungen. Soviel zu "U-Bahn geht viel einfacher als Straßenbahn".

zu Frage 7: Zur finalen Bearbeitung fehlen noch Unterlagen hinsichtlich der Planrechtfertigung und Variantenuntersuchung. Das finde ich schon ziemlich heftig, ist das doch die Basis des Planfeststellungsverfahrens.

zu Frage 15: Finanzierung soll aus dem Sondervermögen und als Co-Finanzierung durch das GVFG erfolgen. Das wurde im Rahmen der Revision des Verkehrsvertrags abgestimmt. Sollte das Geld nicht reichen, muss mit der BVG verhandelt werden, wie Geld aus den verkehrsvertraglichen Finanzierungsinstrumenten aufgetrieben werden kann. Zusätzliches Geld wird also anderen Projekten entzogen!

zu Frage 16-18: Die NKU wurde 2025 aktualisiert. Ein Abstimmungstermin mit dem BMV hat bereits stattgefunden, daher besteht Optimismus, dass die Förderung aus dem GVFG erfolgt.

zu Frage 19+20:
22 Mio kostet der Ersatzneubau der Abstellanlage Krumme Lanke (nicht Teil der U3-Verlängerung)
66,1 Mio Streckentunnel Teil 1 unter der Argentinischen Allee (keine weitere Erklärung, vermutlich ist der Neubau des Bestandstunnels gemeint)
169,5 Mio Streckentunnel Teil 2 inklusive U-Bahnhof Mexikoplatz
105,5 Mio Kehranlage hinter Mexikoplatz [wird nicht erwähnt, aber den Teil muss Berlin komplett allein bezahlen]

zu Frage 23-25:
Buslinie X23 war von Kleinmachnow Rathausmarkt bis U Krumme Lanke (Ohnefall) und bis Mexikoplatz (Mitfall U3) unterstellt. Die Planung zur Einführung dieser Linie wird aus finanziellen Gründen nicht weiter verfolgt. [Würde die NKU aktualisiert, müsste die Linie dann rausgerechnet werden]

Die Frage der Anfrage: "Hat die CDU die U3-Verlängerung zum Mexikoplatz still und heimlich beerdigt?", kann also deutlich mit "Nein" beantwortet werden. Ob eine Umsetzung tatsächlich erfolgt, wird dann die neue Regierung entscheiden. Es dürfte maßgeblich von der Co-Finanzierung des GVFG abhängen.

Weiter im U3-Thread: [www.bahninfo-forum.de]

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.09.2026 13:44 von Jay.
Zitat
Jay

Ich hab mir diese Anfrage mal zuerst vorgenommen.
zu Frage 5: Es gab mehr als 1.000 Einwendungen. Soviel zu "U-Bahn geht viel einfacher als Straßenbahn".

Das muss man eigentlich noch ein wenig mehr betonen und ins Verhältnis zur Bevölkerungsdichte setzen:

Ostkreuz 900 Einwendungen bei einer Bevölkerungsdichte von 27.000 Ew/km² in Boxhagen (wirklich? die Quelle ist nur ein Posting auf reddit).

In Steglitz-Zehlendorf hat man eher 1/10 der Einwohner je km². Also gab es dort sogar 10x soviele Einwendungen je Einwohner gegen die U-Bahn als am Ostkreuz gegen die Straßenbahn.

Jetzt mal kurz schlampig recherchiert und milchmädchengerechnet, jedoch nicht ausgedacht, wie es sonst üblich ist.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.09.2026 12:25 von Nemo.
Zitat
Nemo
In Steglitz-Zehlendorf hat man eher 1/10 der Einwohner je km². Also gab es dort sogar 10x soviele Einwendungen je Einwohner gegen die U-Bahn als am Ostkreuz gegen die Straßenbahn.

Ja, wobei die reine Anzahl ja erstmal wenig aussagt: auch wenn mehr Einwendungen natürlich auch mehr Gegenwind bedeuten, kann es trotzdem eine bestimmte Einwendung sein, die ein Projekt kippen lässt, während das hundertfach herunterladen Formblatt mit schwachen Argumenten leicht entkräftet werden kann. Quantitativ sind 1.000 Einwendungen bei beiden Projekten sicherlich weniger als nach einer Projektumsetzung von dem umgesetzten Projekt profitieren würden, ohne sich im Verfahren dazu zu äußern.
Zitat

Thomas Krickstadt am 23.9.2026 um 6.37 Uhr: [...]

Moin,

heute wurde im Newsletter des Berliner Abgeordnetenhauses eine weitere, 45 Seiten starke parlamentarische Anfrage vom Bündnis 90 / Die Grünen veröffentlicht:

Anfrage der Abgeordneten Oda Hassepaß (Bündnis 90 / Die Grünen) vom 27.8.2026 und Antwort vom 14.9.2026: Verkehrspolitische Bilanz des Senats

Viele Grüße, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Vielleicht habe ich es übersehen, aber die Schienenverkehrswochen der igeb stehen wieder vor der Tür:

[www.igeb.org]

—————————————————

Ich hab nen Bus und meine Busfahrerin heißt Layla, sie fährt schöner, schneller, weiter.
Bei der S-Bahn ist es heute wieder leichter aufzulisten, welche Linien NICHT eingeschränkt fahren. Aktuell unregelmäßiger Zugverkehr auf der Nordbahn, dem Ring und der Stadtbahn.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.09.2026 17:58 von VvJ-Ente.
Mir fällt gerade auf, dass ja die Kreuzberger Hochbahn wegen der Wittenbergstörung ja am Wochenende nur alle 10 Minuten fährt....

Ist die U3 eigentlich auch Inselbetrieb ohne Überführungskontakt zur BW? Wie sieht die Lage an Fahrzeugverfügbarkeit aus? Und wie verkraftet Kreuzberg den wochenendlichen 10-Minuten-Takt
Die U3 glänzt heut natürlich auch wieder mit Zuverlässigkeit. Am frühen Nachmittag waren Warschauer Straße > 20 Minuten Lücken. Begründung laut manueller Lautsprecherdurchsage „wegen hohem Fahrgastaufkommen“.

Mit freundlichen Grüßen

Theo
Zitat
Theo333
Die U3 glänzt heut natürlich auch wieder mit Zuverlässigkeit. Am frühen Nachmittag waren Warschauer Straße > 20 Minuten Lücken. Begründung laut manueller Lautsprecherdurchsage „wegen hohem Fahrgastaufkommen“.

Was ja auch nicht gelogen ist. Hier erhöhte der Marathon das Fahrgastaufkommen erheblich.

Nur jeder zweite Zug der U1 verkehrte und entlastete die U3 etwas. Wie letztes Wochenende fuhr man zwischen Ferbelliner Platz und Warschauer Str.
Zitat
Bd2001
Zitat
Theo333
Die U3 glänzt heut natürlich auch wieder mit Zuverlässigkeit. Am frühen Nachmittag waren Warschauer Straße > 20 Minuten Lücken. Begründung laut manueller Lautsprecherdurchsage „wegen hohem Fahrgastaufkommen“.

Was ja auch nicht gelogen ist. Hier erhöhte der Marathon das Fahrgastaufkommen erheblich.

Das konnte nun wirklich niemand ahnen, dass beim Marathon mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen ist. Gut, dass Olympia in Berlin für die nächsten Jahrzehnte gestorben ist, dann blamiert man sich wenigstens nicht über Wochen jeden Tag, sondern nur gelegentlich beim Marathon.
Zitat
def
Das konnte nun wirklich niemand ahnen, dass beim Marathon mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen ist.

Das ist ja nun wirklich eine Überraschung. Bei einem Marathon soll man doch rennen und nicht mit der U-Bahn fahren.


Zitat
def
Gut, dass Olympia in Berlin für die nächsten Jahrzehnte gestorben ist, dann blamiert man sich wenigstens nicht über Wochen jeden Tag, sondern nur gelegentlich beim Marathon.

Das habe ich auch so bei mir gedacht, als das Olympia-Aus verkündet wurde: Die brauchen hier 50 Jahre, um drei Meter Straßenbahnstrecke zu bauen und bürden sich dann noch Olympia auf - was soll denn das bloß werden? Gut, dass der Stadt nun diese Blamage erspart bleibt.


Das Gegenteil von pünktlich ist kariert.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
def
Das konnte nun wirklich niemand ahnen, dass beim Marathon mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen ist.

Das ist ja nun wirklich eine Überraschung. Bei einem Marathon soll man doch rennen und nicht mit der U-Bahn fahren.


Zitat
def
Gut, dass Olympia in Berlin für die nächsten Jahrzehnte gestorben ist, dann blamiert man sich wenigstens nicht über Wochen jeden Tag, sondern nur gelegentlich beim Marathon.

Das habe ich auch so bei mir gedacht, als das Olympia-Aus verkündet wurde: Die brauchen hier 50 Jahre, um drei Meter Straßenbahnstrecke zu bauen und bürden sich dann noch Olympia auf - was soll denn das bloß werden? Gut, dass der Stadt nun diese Blamage erspart bleibt.

Das Argument ist doch, dass man nur mit Olympia mal die Stadt auf Vordermann bringt, also mal einfach den Müll nicht in der Grünanlage entsorgen oder einfach mal nicht mit dem Vermerk "zu verschenken" auf die Straße stellen geht eben nur mit Olympia und mit der Infrastruktur geht es dann aufwärts, weil man sich nicht blamieren will. Das klappt doch dann auch ganz bestimmt.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.09.2026 23:05 von Nemo.
Ich habe mal bei der BVG nachgefragt, ob durch die Unterbrechung am Wittenbergplatz Wagen zwischen der Betriebswerkstatt und den abgeschnittenen Netzteilen getauscht werden können. »Überführungen sind – zeitlich eingeschränkt – aus allen Netzteilen möglich, im unterbrochenen Abschnitt mittels Akku-Lok«, heißt es von der BVG auf Anfrage von »nd«.

Teil eines Überblicksartikels zum Brand und den Auswirkungen in nd.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
def
Das konnte nun wirklich niemand ahnen, dass beim Marathon mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen ist.

Das ist ja nun wirklich eine Überraschung. Bei einem Marathon soll man doch rennen und nicht mit der U-Bahn fahren.


Zitat
def
Gut, dass Olympia in Berlin für die nächsten Jahrzehnte gestorben ist, dann blamiert man sich wenigstens nicht über Wochen jeden Tag, sondern nur gelegentlich beim Marathon.

Das habe ich auch so bei mir gedacht, als das Olympia-Aus verkündet wurde: Die brauchen hier 50 Jahre, um drei Meter Straßenbahnstrecke zu bauen und bürden sich dann noch Olympia auf - was soll denn das bloß werden? Gut, dass der Stadt nun diese Blamage erspart bleibt.

Das ist einer Superkraft der Linken zu verdanken. Sie haben Olympia bereits verboten, obwohl sie noch gar nicht an der Macht sind ;)
Zitat
Wutzkman
Sie haben Olympia bereits verboten, obwohl sie noch gar nicht an der Macht sind ;)

Ach die verbieten auch? Ich dachte die Verbote kommen dann vom grünen Koalitionspartner.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Wutzkman
Sie haben Olympia bereits verboten, obwohl sie noch gar nicht an der Macht sind ;)

Ach die verbieten auch? Ich dachte die Verbote kommen dann vom grünen Koalitionspartner.

Das hat Kai aus der Kiste so gesagt. Der wird doch wohl nicht etwa gelogen haben?
Zitat
Wutzkman
Zitat
Lopi2000
Zitat
Wutzkman
Sie haben Olympia bereits verboten, obwohl sie noch gar nicht an der Macht sind ;)

Ach die verbieten auch? Ich dachte die Verbote kommen dann vom grünen Koalitionspartner.

Das hat Kai aus der Kiste so gesagt. Der wird doch wohl nicht etwa gelogen haben?

Nein, bekanntlich ist er ja gerade in sportbezogenen Themenfeldern grundehrlich.
Zitat
Bd2001
Nur jeder zweite Zug der U1 verkehrte und entlastete die U3 etwas. Wie letztes Wochenende fuhr man zwischen Ferbelliner Platz und Warschauer Str.

... Hauptsache, in irgendeiner Statistik kann man sich wieder 99% Erfüllungsquote herbeidichten. Wie schafft man es bitte bei einer geplant bestehenden Einschränkung, nur 75% der Leistung zu erbringen? Im Abschnitt Gleisdreieck <> Zoo sind es ja sogar nur 37,5%...
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