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2014: Elektrischer Betrieb zwischen München und Altomünster
geschrieben von BahnInfo-Redaktion 
Schienenersatzverkehr während der fünfmonatigen Bauarbeiten • in 2013 verbesserte Pünktlichkeit und weniger Störfallprogramme • S-Bahn erweitert Flotte um 15 ET 420-Triebzüge aus Stuttgart

(München, 28. Januar 2014) Die S-Bahn München schaut auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück und blickt einem durch Bauarbeiten geprägten Jahr 2014 entgegen. Als Höhepunkt soll zum Jahresende mit der Strecke Dachau – Altomünster die letzte Linie im Münchner S-Bahn-Netz den elektrischen Betrieb aufnehmen. Für die Fahrgäste sind Elektrifizierung und Streckenausbau der jetzigen Linie A mit einem deutlich verbesserten Fahrplanangebot verbunden.

„In 2013 konnten wir trotz der monatelangen Bauarbeiten auf der S-Bahn-Stammstrecke und weiterhin steigenden Fahrgastzahlen unsere Pünktlichkeit verbessern", freute sich Bernhard Weisser, Geschäftsleiter der S-Bahn München. Die Gesamtpünktlichkeit stieg von 93,5 Prozent in 2012 auf 93,9 Prozent in 2013. Sowohl die Anzahl der Störfallprogramme als auch die ausgefallenen Zugkilometer und Verspätungsminuten gingen im Vergleich zum Vorjahr um über 10 Prozent zurück.

Mit Sorge betrachtet Weisser einige externe Störungsursachen. 291 mal waren Personen im Gleis und 221 mal Notarzteinsätze bei hilfsbedürftigen Fahrgästen Ursache für Verspätungen und Zugausfälle. Durch die Einführung von niederschwelligeren Entlastungsmaßnahmen anstelle von Störfallprogrammen konnten die Auswirkungen für die Fahrgäste reduziert werden.

Beim Blick nach vorne stellen vor allem die Fortsetzung der Arbeiten zum barrierefreien Ausbau der Donnersbergerbrücke und die Elektrifizierung der Linie A Dachau – Altomünster eine Herausforderung dar. Die zeitweiligen Sperrungen der S-Bahn-Stammstrecke betreffen 14 Wochenenden und 67 Nächte unterder Woche im Zeitraum von 10. März bis 29. Juni. Wie im vergangenen Jahr fahren meistens Pendel-S-Bahnen zwischen Pasing und Ostbahnhof. An den beiden Wochenenden vor und nach Ostern gibt es aber auch einen Schienenersatzverkehr zwischen Pasing und Hackerbrücke.

Für die Elektrifizierung und den Ausbau der Bahnhöfe zwischen Dachau undAltomünster muss dieser Streckenabschnitt vom 28. April bis 16. Novemberkomplett gesperrt werden. Die S-Bahn München setzt als Schienenersatzverkehr schnelle Expressbusse und parallel zur Bahnstrecke fahrende Busse ein, die an jeder Station halten.

„Für die Einschränkungen in der Bauphase werden die Anlieger ab dem Fahrplanwechsel im Dezember dann aber fürstlich belohnt", betont Weisser. „Der neue Fahrplan sieht nicht nur eine Taktverdichtung sondern auch deutlich mehr umsteigefreie Verbindungen direkt nach München vor."

In der Hauptverkehrszeit fahren zwischen Altomünster und Dachau ab Dezember elektrifizierte S-Bahnen im Halbstundentakt. Die Zahl der Direktverbindungen zwischen Altomünster und München erhöht sich von werktäglich zurzeit sieben auf zukünftig 40 Fahrten. Diese Verbindungen führen neu über die Stammstrecke bis nach Erding bzw. Markt Schwaben.

Um auch auf der letzten bisher noch ohne Oberleitung ausgestatteten S-Bahn-Strecke zukünftig elektrisch fahren zu können, wird die S-Bahn ihre Flotte von Elektrotriebzügen ergänzen. Zusätzlich zu den 238 Zügen der Baureihe ET 423 bekommt die S-Bahn München von ihren Stuttgarter Kollegen 15 Triebzüge der Baureihe ET 420. Züge der Baureihe ET 423 werden nicht mehr gebaut und sind europaweit derzeit nicht zu bekommen.



Artikel geschrieben von Pressemitteilung



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.02.2014 01:00 von BahnInfo-Redaktion.
In diesem Text sind an vielen Stellen Leerzeichen zwischen den Wörtern vegessen worden.
Man sollte dann auch endlich den Halt des MüNüX aus der Petershausener Pampa dorthin verlegen, wo er seit Beginn dieser Verbindung eigentlich hingehört - nämlich nach Dachau. Aber an den Aufkommensschwerpunkten vorbeizufahren und vorbeizuplanen, hat in Bayern ja Tradition.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.02.2014 15:35 von Frankenbahner.
Spin-Doctor der Bahn verkauft Versäumnisse bei Münchner S-Bahn als Erfolge
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Als Spin-Doctor wird eine Person bezeichnet, welche Ereignisse mit dem richtigen Dreh versieht, in dem sie für eine subtil manipulierte Darstellung in den Medien sorgt. Diese Aufgaben übernimmt Bayerns Pressesprecher der Deutschen Bahn, Bernd Honerkamp, in dem er in der Presseerklärung „Elektrischer Betrieb und verbesserter Fahrplan zwischen Altomünster-München“ vom 28.1.2014 Versäumnisse der Deutschen Bahn als Erfolge darstellt.

Fahrplan nach Elektrifizierung Altomünster fällt hinter Versprechungen zurück
Seit Jahrzehnten wird den Pendlern versprochen, dass die Linie A von Altomünster nach dem elektrischen Ausbau direkt über die Stammstrecke nach München durchgebunden wird und zwar untertags im Stunden- und in den Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt - so auch heute noch auf der Homepage des MVV. Herr Bernd Honerkamp und seine PR-Entourage preisen das ab Dezember 2014 deutlich verbesserte Fahrplanangebot auf der Strecke Altomünster-Dachau-München in den rosigsten Farben an. Sie erwähnen jedoch mit keinem Wort, dass in den Hauptverkehrszeiten entgegen den bisherigen Versprechungen nur stündlich eine Direktverbindung nach München angeboten wird, bei der zweiten Verbindung pro Stunde muss in Dachau umgestiegen werden. Dies, weil die S-Bahn München versäumt hat, für eine ausreichende Anzahl von Triebfahrzeugen des Typs ET423 zu sorgen.

Statt 25 jetzt nur 15 und nicht Stammstrecken-taugliche zusätzliche Züge
Ebenfalls als Erfolg wird die Aufstockung des Fahrzeugbestandes der S-Bahn München um 15 Triebzüge des Types ET420 gefeiert. Allerdings hatte man im Herbst 2011 noch zusätzlich 25 Triebfahrzeuge des Types ET423 in Aussicht gestellt (SZ, 12.10.2011 „Hilfe aus Köln“). Mit diesen Zügen hätte die Linie A – wie ursprünglich geplant – während den Hauptverkehrszeiten zu jeder halben Stunde von und nach Altomünster über die Stammstrecke nach München durchgebunden werden können.

Pendler müssen weiter dichtgedrängt in überfüllten Zügen stehen
Mit diesen 25 (statt jetzt nur 15) Zügen hätte man übrigens nicht nur die Linie A ausstatten, sondern auch überfüllte Züge im gesamten S-Bahnnetz von Voll- auf Langzüge verlängern können.

Klar, die Aufgabe von Herrn Honerkamp ist es ja auch nicht, die Öffentlichkeit objektiv zu informieren, sondern die Deutsche Bahn in einem guten Licht erscheinen zu lassen. Damit werden die Pendler im Dunklen gelassen, weshalb jetzt nur 15 Triebwagen des Typs ET420 und nicht 25 Triebwagen ET423 zum Einsatz kommen werden. Die ET420 dürfen nicht durch die Stammstrecke fahren und lassen sich mit der bestehenden Flotte der ET423 nicht zusammenkuppeln. Die Pendler werden sich kaum freuen, dass sie nun weiterhin in überfüllten Zügen stehen müssen, ohne Aussicht auf Verbesserung.

S-Bahn ohne Konzept zur Überwindung des Fahrzeugmangels
Nur zu gerne würden wir auch erfahren, wie die S-Bahn München gedenkt, den zusätzlichen Fahrzeugbedarf nach Eröffnung der Strecke Wolfratshausen-Geretsried, des Erdinger Ringschluss und der 2. Stammstrecke abzudecken. Sollen dann auch ET420 angeschafft werden, und die Fahrgäste in Markt Schwaben, am Ostbahnhof oder in Pasing umsteigen? Bei den gegenwärtigen Problemen der Fahrzeugindustrie sollte neue Fahrzeuge so schnell als möglich bestellt werden.

Leider hat mir Herr Honerkamp auf mein Email trotz Erinnerung nicht geantwortet, weshalb ich mich gezwungen sah, diesen Beitrag so zu veröffentlichen.
Hallo zusammen,

ich lese im Bayrischen Forum gelegentlich mit und habe zwei Fragen zu den in Rede stehenden 420ern:

- Warum dürfen die 420er nicht mehr die Stammstrecke (oder den Stammstreckentunnel) befahren? Geht es um das Thema Notbremsüberbrückung oder um etwas anderes?

- Trifft das auch auf die Stuttgarter 420er zu, die ja dort ebenfalls den Innenstadttunnel befahren? Bei diesen Zügen kann es sich ja nur um die letzten beiden Bauserien handeln.

Danke im voraus für eine Antwort und viele Grüße
Manuel
Ja, es geht um die Notbremsüberbrückung.
Es trifft nicht nur alle 420er zu, sondern auch die 422 und 430.
Die Baureihe 423 ist der einzige S-Bahntyp, der die Münchner Stammstrecke befahren können und dürfen.
Zitat
Henning
Ja, es geht um die Notbremsüberbrückung.
Es trifft nicht nur alle 420er zu, sondern auch die 422 und 430.
Die Baureihe 423 ist der einzige S-Bahntyp, der die Münchner Stammstrecke befahren können und dürfen.

Wenn es nur um die NBÜ gehen würde, dürften ja 422 und 430 auch darin verkehren.

Wichtigster Grund ist, dass die Züge LZB-tauglich sein müssen!
Zitat
manuelberlin
- Warum dürfen die 420er nicht mehr die Stammstrecke (oder den Stammstreckentunnel) befahren? Geht es um das Thema Notbremsüberbrückung oder um etwas anderes?
Die Züge der Baureihe 420 dürfen nach wie vor uneingeschränkt die Münchner Stammstrecke befahren. Alle anders lautenden Aussagen sind Käse und waren es auch schon immer.


Zitat
Henning
Ja, es geht um die Notbremsüberbrückung.
Blödsinn. Wo hast Du denn den Käse her?

Zitat
Henning
Es trifft nicht nur alle 420er zu, sondern auch die 422 und 430.
Die Baureihe 423 ist der einzige S-Bahntyp, der die Münchner Stammstrecke befahren können und dürfen.
Auch falsch. Sowohl 422 als auch 430 dürften die Münchner Stammstrecke befahren, sofern eine uneingeschränkte Zulassung der Fahrzeuge vorliegt, was zumindest beim 422 der Fall ist. Der 422 wäre im Langzug lediglich zu lang für den einen oder anderen Bahnsteig. Ein kurzzeitiger Einsatz dieser Baureihe als Vollzug, z.B. als Aushilfe bei Großveranstaltungen, wäre jedoch theoretisch möglich.

Zitat
S5 Mahlsdorf
Zitat
Henning
Ja, es geht um die Notbremsüberbrückung.
Es trifft nicht nur alle 420er zu, sondern auch die 422 und 430.
Die Baureihe 423 ist der einzige S-Bahntyp, der die Münchner Stammstrecke befahren können und dürfen.

Wenn es nur um die NBÜ gehen würde, dürften ja 422 und 430 auch darin verkehren.
Genau, siehe oben ;-) Und die Baureihe 420 hat auch NBÜ ...


Zitat
S5 Mahlsdorf
Wichtigster Grund ist, dass die Züge LZB-tauglich sein müssen!
Nicht ganz. LZB ist wünschenswert, es geht notfalls aber auch ohne. Es geht halt nicht lange gut mit dem Fahrplan, wenn zur Hauptverkehrszeit alle Züge ohne LZB in der Stammstrecke unterwegs sind, aber zwingend notwendig ist die LZB nicht.


Gruß Guido
Zitat
Guido
Zitat
Henning
Ja, es geht um die Notbremsüberbrückung.
Blödsinn. Wo hast Du denn den Käse her?
Gruß Guido

Ich habe im S-Bahnforum vor einigen Jahren gelesen, dass es um die Notbremsüberbrückung geht. Es wurde dort auch gesagt, dass nur die Baureihe 423 die Münchner Stammstrecke befahren darf, die leider nicht mehr bestellbar ist.
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